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Tourismuspolitik

17. Jul 2025
| Nr. 37
| Pressemitteilungen
Weichen gestellt: Landtag stimmt Gründung der „MV Tourismus GmbH“ zu
Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat im Rahmen der 111. Plenarsitzung vom 16. Juli 2025 der Neuordnung des touristischen Landesmarketings zugestimmt. Zukünftig wird die voraussichtlich „MV Tourismus GmbH“ genannte landeseigene Organisation diese Aufgabe übernehmen. Der entsprechende Antrag war zuvor durch die Landesregierung eingebracht worden. Dem ging eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung und Sicherung der strategischen Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern voraus, abgegeben durch Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse, Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, sowie verschiedene Vertreter der Landesregierung und der Branche.
Mit der Antragsannahme stimmt die Mehrheit der Abgeordneten der Gründung einer neuen Landesgesellschaft und der damit einhergehenden Belastung des Landesvermögens zu. Die Aufgaben der Gesellschaft sollen demnach insbesondere die Erarbeitung der strategischen Weichenstellungen für die weitere Entwicklung und Neuausrichtung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern sowie das touristische Marketing für das Land Mecklenburg-Vorpommern umfassen.
Die „MV Tourismus GmbH“ mit Sitz in Rostock wird aller Voraussicht nach zum 1. Oktober 2025 ihre Arbeit aufnehmen. Geplant ist, dass die Organisation unter Beteiligung der Branche gezielte Kommunikations- und Marketingmaßnahmen verantworten sowie strategische Entwicklungsprozesse initiieren und begleiten wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Arbeit zu unveränderten Konditionen fortsetzen. Ein Aufsichtsrat unter Führung von Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, wird als Beratungs- und Kontrollgremium eingesetzt. Zudem wird ein Beirat eingerichtet, der beratend bei der strategischen Ausrichtung Einfluss nimmt. Er setzt sich aus Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen.
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10. Jun 2025
| Nr. 31
| Tourismuspolitik
Neue Struktur: Vorstand des Tourismusverbandes sieht Handlungsbedarf
Die Arbeit an der zukünftigen Struktur zur dauerhaften Stärkung des Tourismus stockt. Dies wiederum sorgt in der Branche, bei regionalen Tourismusorganisationen und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des TMV für Verunsicherung.
Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit und der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) hatten sich am 11. April 2025 über den Weg verständigt, welcher nach den Turbulenzen der Wochen zuvor die Arbeitsfähigkeit des Verbandes unter Beibehaltung der hohen Qualitätsmaßstäbe gewährleisten sollte. Weiter wurde sich darauf verständigt, dass das Wirtschaftsministerium eine Strukturkommission über die Zukunft der Tourismusorganisation in Mecklenburg-Vorpommern ins Leben ruft, um den weiteren Weg der Förderung und Entwicklung des Tourismus langfristig, stabil und zukunftsfähig auszurichten.
Seitens des Landestourismusverbandes sind in den vergangenen Wochen alle vereinbarten Schritte vollzogen worden, um den Status eines zuverlässigen Fördermittelempfängers zurückzuerlangen. Die zum April erklärte Trennung vom damaligen Geschäftsführer wurde vollzogen, das Ausbleiben der für die Arbeit des TMV erforderlichen Fördermittel auf diese Weise verhindert und so eine drohende Insolvenz des Verbandes abgewendet.
Verbandsintern hat der geschäftsführende Vorstand alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen und die Mitglieder in den Prozess eingebunden. Das mit dem Wirtschaftsministerium vereinbarte Vertragswerk fand bei einer Mitgliederversammlung die erforderliche Mehrheit.
Seitens der Landesregierung muss nach Auffassung des erweiterten Vorstandes nun dringend gehandelt werden, um die für die Branche so wichtige Landestourismusorganisation zukunftsfähig zu machen.
Der Vorstand des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern hat deshalb angesichts der aktuellen Situation einen Beschluss gefasst, der folgende Forderungen an die Landesregierung beinhaltet:
- die kurzfristige Umsetzung der am 11.04.2025 getroffenen Vereinbarung, insbesondere zur Schaffung einer stabilen Arbeitsstruktur,
- Klarheit über die Wiederbesetzung der Position des Tourismusbeauftragten, bzw. eines Tourismusverantwortlichen, für den vereinbarten Strukturprozess,
- eine verlässliche Ausstattung des Doppelhaushalts 2026/2027 gemäß der ursprünglichen Anmeldung,
- die strategische Ausrichtung der neuen Landesgesellschaft gemäß LTO 2030 unter Berücksichtigung des DMO-Entwicklungsprozesses in Verbindung mit dem geplanten Tourismusgesetz, sowie
- die verbindliche Einbindung des TMV in den Strukturprozess.
Der Vorstand des TMV umfasst 16 Personen, hinzu kommen die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Destinationen und Fachverbände sowie zahlreiche Verantwortliche in den Regionen und nicht zuletzt die rund 40 Mitarbeitenden des TMV. „Ihre Expertise ist für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft des Verbandes und des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern von großer Bedeutung. Mit ihnen gemeinsam wurde in der Vergangenheit bereits sehr weitgehend an einer zukunftsfähigen Tourismusorganisation gearbeitet. Wir halten es für wichtig, auch sie mit in den Strukturprozess einzubinden“, sagte Birgit Hesse, Präsidentin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.
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11. Apr 2025
| Nr. 18
| Pressemitteilungen
Geschäftsführer Tobias Woitendorf verlässt den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern
Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV), Tobias Woitendorf, verlässt den Verband Mitte April 2025. Die Trennung erfolgt einvernehmlich. Mehr als 18 Jahre hat er für den Dachverband der Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern gewirkt. Seit 2018 war er Geschäftsführer. In dieser Zeit stellte er die Geschäftsstelle des Verbandes in Rostock mit zeitweise mehr als 50 Mitarbeitenden neu auf und vollzog den Wechsel von einer Marketingorganisation zu einer Managementeinheit, die sich der Themenbreite des Tourismus stellte und so die Branche für und mit Mecklenburg-Vorpommern national und international vernetzte.
Verbandspräsidentin Birgit Hesse erklärt: „Tobias Woitendorf hat dem geschäftsführenden Vorstand bedeutet, dass er den Weg in eine neue Struktur nicht mitgehen möchte. Ich bedaure diesen Schritt sehr, denn mit Tobias Woitendorf verliert das Land einen bundesweit und auch international angesehenen Fachmann. Wir wünschen ihm für seinen ganz sicher weiter erfolgreichen Weg sowie persönlich alles Gute und bedanken uns ausdrücklich für seine hervorragenden Leistungen und seine Verdienste um die Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern.“
Tobias Woitendorf verantwortete unter anderem die Markenentwicklung sowie richtungsweisende Kampagnen und Projekte für den Tourismus zwischen Ostsee und Seenplatte. Große Resonanz gab es auch für Veranstaltungen wie den Auftritt Mecklenburg-Vorpommerns als erstes deutsches Gastland auf der Tourismus-Leitmesse ITB 2018, den Länderauftritt auf der EXPO 2021 in Dubai oder das Gastspiel der New Yorker Philharmoniker 2022 auf der Insel Usedom. In seine Zeit als Geschäftsführer fiel die Corona-Pandemie, in der der TMV mit Öffnungs- und Hygienekonzepten bundesweit beachtete Pionierarbeit leistete. Der Verband wurde dafür mit dem Deutschen Tourismuspreis gewürdigt.
Auf Bundesebene vertrat Tobias Woitendorf Mecklenburg-Vorpommern im Vorstand des Deutschen Tourismusverbandes und im Aufsichtsrat der DTV Service GmbH. Er moderiert zentrale touristische Veranstaltungen wie den Deutschen Tourismustag oder das Deutsche Städteforum. In Mecklenburg-Vorpommern wirkte der 49-Jährige unter anderem im Landeskulturrat, im Landesplanungsbeirat, im Digitalisierungsbeirat und im Fachkräftebeirat mit.
Tobias Woitendorf erklärt: „In großer Gemeinschaft haben wir den Tourismusverband in den letzten Jahren zu einer schlagkräftigen, professionellen und modernen Einheit gemacht, die vor motivierten Mitarbeitenden und Partnern strotzte und der kein Weg zu weit war. Wenn ich den Verband nach 18 Jahren verlasse, tue ich dies mit Dankbarkeit für das von vielen Seiten eingebrachte Vertrauen, für viel Leidenschaft und Expertise. Dies zu schätzen und zu wahren, um den Tourismus im Land ernsthaft und stabil zu fördern, ist jetzt zur großen Aufgabe geworden. Ich wünsche den Verantwortlichen dafür maximalen Erfolg. Ich danke dem Team, dem Vorstand, den Mitgliedern, der Branche und den vielen progressiven politischen Kräften für ihre starke Unterstützung.“
Mit seinem Austritt aus dem TMV beendet Woitendorf auch seine Funktion als Tourismusbeauftragter des Landes Mecklenburg-Vorpommern. In dieser Rolle führte er ab 2022 gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister den Tourismusbeirat Mecklenburg-Vorpommern und wirkte an tourismuspolitischen Themen mit.
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11. Apr 2025
| Nr. 17
| Pressemitteilungen
Einigung für die zukunftsfähige Aufstellung der Landestourismusorganisation
Im Zusammenhang mit den Schwierigkeiten der Förderung des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV) haben das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit und der Verband eine Einigung erzielt und einen Weg für eine zukunftsfähige Aufstellung abgestimmt. Infolgedessen gilt der TMV wieder als „zuverlässiger Fördermittelempfänger“. Damit wurde eine Lösung für das Abwenden der drohenden Insolvenz des Verbandes gefunden.
Es wurde Einigung darüber erzielt, dass der Geschäftsführer des TMV den Verband Mitte April im Einvernehmen mit dem geschäftsführenden Vorstand verlässt. Weiter wurde sich darauf verständigt, dass das Wirtschaftsministerium eine Strukturkommission über die Zukunft der Tourismusorganisation in Mecklenburg-Vorpommern ins Leben ruft, um den weiteren Weg der Förderung und Entwicklung des Tourismus stabil und zukunftsfähig auszurichten.
Der TMV wird nach Ostern eine Mitgliederversammlung einberufen, um das mit dem Wirtschaftsministerium geeinte Vertragswerk zu beschließen. Verbandspräsidentin Birgit Hesse: „Wir sind froh und erleichtert, dass wir den Blick jetzt nach vorn richten können. Im Sinne der Mitarbeitenden, der Verbandsmitglieder, der Tourismusbranche und des gesamten Landes ist das ein gutes und beruhigendes Zeichen. Der geschäftsführende Vorstand dankt allen, die in schwierigen Wochen konstruktiv an einem Lösungsweg mitgearbeitet haben.“
„Es war ein intensiver Gesprächsprozess in den vergangenen Wochen. Wenn die Ergebnisse der Prüfung vorliegen und endgültig bewertet werden können, werden wir darüber transparent informieren. Die wichtigste Nachricht heute: wir haben uns auf eine rechtlich tragfähige Lösung geeinigt. Damit können vom TMV weiterhin Gehälter gezahlt und Verpflichtungen erfüllt werden. Vor allem können wir nun den Blick wieder nach vorne richten. In die Zukunftsstruktur werden wir die relevanten Akteure im Land einbeziehen und gemeinsam den Tourismus stärken“, erklärt Wirtschaftsminister Wolfgang Blank, kurz vor dem Saisonauftakt.
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04. Mär 2025
| Nr. 7
| Pressemitteilungen
Wasser, Welterbe, Weltkunst: Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern auf der ITB Berlin 2025
Vom 4. bis 6. März präsentiert sich das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern auf der wichtigsten touristischen Fachmesse, der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Mit dabei sind sieben Partner aus dem Land: Usedom Tourismus, das Stadtmarketing Schwerin, die arcona Hotels, das Deutsche Meeresmuseum, das Unternehmen Mecklenburger Radtour, das Land Fleesensee sowie, neu im Bunde, der Landesverband der Schullandheime MV. Auf der ITB geht es sowohl um Fragen der Internationalisierung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, um die Transformation zu einem nachhaltigen Reiseziel, um Trends wie den Einfluss Künstlicher Intelligenz als auch um neue Kooperationen im Tourismus. Dazu Birgit Hesse, Präsidentin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Eine der wichtigsten Studien, die das Reiseverhalten der Deutschen unter die Lupe nimmt, die Reiseanalyse der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen, sieht 2025 als ‚starkes Reisejahr‘ an. Inlandsreisen nehmen wieder an Bedeutung zu, und ohne Nachhaltigkeit geht nichts mehr. Das sind gute Vorzeichen für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern. Hier können wir partizipieren.“
Gemeinsam stark: Internationale Marktbearbeitung mit mehr als 60 Partnern im Land
Mecklenburg-Vorpommern will sich in den kommenden Jahren verstärkt dem Thema Internationalisierung widmen und setzt dafür Stück für Stück die im vergangenen Jahr entwickelte Internationale Marktstrategie um. „Intensives Marketing für unser Land ist ein wichtiges Element, um im nationalen und insbesondere auch im internationalen Wettbewerb eine noch stärkere Rolle zu spielen. Unser gemeinsames Ziel ist es, über das gesamte Jahr hinweg für Gäste aus dem In- und Ausland attraktiv zu sein. Um die hohen Erwartungen zu erfüllen, braucht es viele abwechslungsreiche und ganzjährige Angebote. Daran arbeiten wir gemeinsam mit der Branche“, betont Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern. Mittels vier so genannter Markt-Pools sollen wichtige Auslandsmärkte mit mehr Schlagkraft im Verbund bearbeitet werden. Bereits im Dezember 2024 gab es die Kick-off-Veranstaltung für den Alpenland-Pool in Wien, an der sich 21 Partner aus dem Land, darunter die Fleesensee Hotelbetriebs GmbH, die Infrastrukturgesellschaft Mönchgut Granitz und der Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser, beteiligten und österreichischen Veranstaltern und Medien vorstellten. Auch die Arbeit im Niederlande-Pool wurde Ende des vergangenen Jahres mit einem Workshop in Rostock aufgenommen. Insgesamt haben sich darin 14 touristische Akteure, darunter die Seetelhotels, der Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst und der Campingplatzbetreiber Haveltourist, für eine Zusammenarbeit auf internationalem Terrain zusammengeschlossen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2025 soll der Pool für den Markt Polen mit vorerst neun Partnern, darunter der Eigenbetrieb Binzer Bucht, die Mecklenburger Radtour und der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte, an den Start gehen. Daran anschließend folgt der Aufbau des „Skandinavien-Pools“, für den bereits 20 Partner aus dem Land ihr Interesse bekundet haben. Alle Mitglieder in den Pools haben die Möglichkeit, sich auf einem Exklusiv-Event in den entsprechenden Märkten vorzustellen. Das erste Event dieser Art in diesem Jahr soll am 12. Juni im polnischen Posen stattfinden. „Von der Idee zur gemeinsamen Bearbeitung der internationalen Märkte, auf denen wir aktiv sein wollen, sind wir schnell ins Handeln gekommen. Das ist gut, denn der internationale Tourismus hat nach der Pandemie zu alter Stärke zurückgefunden“, erklärte Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Von Vorteil seien dabei unter anderem die neuen Charter-Flugverbindungen aus Wien und Zürich nach Rostock.
Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zu klimafreundlichem Tourismus: Sieben-Punkte-Plan für strategischen Klimaschutz des Tourismus vorgestellt
Die ITB Berlin wird auch zum Anlass genommen, sich in Foren und den angebotenen ITB-Formaten mit Experten über das Thema klimafreundlicher Tourismus auszutauschen. So sind unter anderem Gespräche mit myclimate – The Climate Protection Partnership, einer gemeinnützigen Stiftung geplant, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Klimaschutz durch Beratung, Bildung sowie Klimaschutzprojekte zu fördern. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren konzertiert an der Aufstellung von Maßnahmen für einen strategischen Klimaschutz gearbeitet und einen umfassenden Plan für einen klimafreundlicheren Tourismus im Land entwickelt. Im Fokus stehen ambitionierte Ziele, wie die Verringerung der touristischen Treibhausgasemissionen um 34,5 Prozent bis 2030 und die langfristig angestrebte Klimaneutralität des Tourismus bis 2040. Kern des Konzeptes ist ein Sieben-Punkte-Plan, der konkrete Schritte zur Erreichung dieser Ziele definiert. Darüber hinaus plant der TMV in einem dreijährigen Projekt, touristische Betriebe aktiv auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten und zu unterstützen. Tobias Woitendorf: „Wir bekennen uns zu den landesweiten Klimazielen und können nun erstmals die Emissionen des Tourismus im Land genau abbilden. Dies ist die Grundlage dafür, dass wir als Branche unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit dem Sieben-Punkte-Plan zeigen wir einen konkreten Weg auf, was aus unserer Sicht zu tun ist, um unsere Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 zu erfüllen und darüber hinaus die Weichen für den Weg zur Klimaneutralität des Tourismus zu stellen.“
Neue Attraktion im Fokus
Mit im Reisegepäck zur ITB Berlin hat der Landestourismusverband eine ganze Palette an Neuigkeiten für das Urlaubsjahr 2025. Auf der mit 720 Metern längsten auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst etwa sind Erlebnisse zwischen Land und Meer möglich, in Greifswald soll die eröffnen, die dem berühmten Sohn der Stadt, Caspar David Friedrich, ein Denkmal setzen soll, und das soll nach umfassender Sanierung im Oktober 2025 wiedereröffnen. In der neuinszenierten Sammlung wird Kunst aus mehreren Epochen von Cranach bis Duchamp präsentiert. Das Ausstellungskonzept wird kinder- und familienfreundlicher, digitaler, interaktiver und zudem barrierefreier. Die Sammlung Marcel Duchamp beispielsweise ist mit insgesamt 91 Werken eine der größten und bedeutendsten der Welt. Neu ist auch das Format „Gäste aus aller Welt“. Unter diesem Titel sollen in regelmäßigen Abständen herausragende Kunstwerke internationaler Museen gezeigt werden, unter anderem drei Gemälde von Rembrandt. Ein Bonbon für alle Gäste: Vier Jahre lang gibt es freien Eintritt ins Staatliche Museum, ermöglicht durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung und das Land Mecklenburg-Vorpommern. Neu ist auch die , eine Segelrennserie, die am 16. und 17. August in Sassnitz veranstaltet wird und zu der laut Angaben des Veranstalters bis zu 10.000 Gäste erwartet werden. Vor der Kulisse der Kreidefelsen tritt dabei die internationale Segelelite mit ihren fliegenden F50-Katamaranen gegeneinander an und liefert sich Duelle mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Mit dabei ist auch die deutsche Crew um den zweimaligen olympischen Bronzemedaillengewinner Erik Heil, dessen Team vom mehrfachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel als Miteigentümer unterstützt wird.
Auf der ITB stehen überdies viele Fachgespräche im Fokus: So wird es Abstimmungen mit Reiseveranstaltern, touristischen Unternehmen, Wissenschaftlern, anderen Reiseregionen oder der Deutschen Zentrale für Tourismus geben. Zudem sind Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der großen Buchungsplattformen booking.com sowie expedia.de angesetzt. Mit der visitBerlin Berlin Tourismus & Kongress GmbH und der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH werden darüber hinaus Details zur Fortsetzung der erfolgreichen Drei-Länder-Kooperation „Deutschlands Seenland“ besprochen. Im Gespräch sind unter anderem die Qualifizierung der gemeinsamen Interseite mit Informationen zum Revier sowie Bewegtfilmformate.
Rückenwind durch die Reiseanalyse 2025: MV erneut auf dem Treppchen der beliebtesten Reiseziele der Deutschen
Im Vorfeld der ITB Berlin ist auch die Reiseanalyse 2025 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) vorgestellt worden. Demnach steht Mecklenburg-Vorpommern auf dem Treppchen der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Der Nordosten verzeichnet einen Marktanteil von 3,0 Prozent an allen 2024 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt hinter Bayern (4,1 Prozent) und Schleswig-Holstein (4,5 Prozent). „Mecklenburg-Vorpommern hat die Bronzemedaille verteidigt. Das ist zunächst einmal ein gutes Ergebnis, allerdings ist unser Ansporn, den Markanteil zu erhöhen. Dafür haben wir bereits viele Trümpfe in der Hand: Wir arbeiten mit Nachdruck an der Transformation zu einem klimafreundlichen Urlaubsland, das immer mehr Reisenden eine Herzensangelegenheit ist. Zudem sind wir stark im Natur- und Erholungsurlaub und punkten ebenso beim Aktiv- und Familienurlaub. Die durch Studien belegte starke Inlandsnachfrage wird ein weiterer Wachstumsmotor sein“, sagte Hesse.
Bilanz des Tourismusjahres 2024 in Zahlen / Zweitbestes Tourismusjahr seit der Wende
Von Januar bis Dezember 2024 wurden rund 8,0 Millionen Gäste (+4,8 Prozent) an das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern gemeldet, die etwa 32,9 Millionen Übernachtungen (+2,3 Prozent) im Urlaubsland verbracht haben. Die Zahlen belegen die weitere Erholung des Reisemarktes und bewegen sich inzwischen fast auf Vor-Corona-Niveau (zum Vergleich 2019: rund 8,4 Millionen Ankünfte, rund 34 Millionen Übernachtungen). Bundesweit sind die Übernachtungszahlen im Jahr 2024 um 1,9 Prozent gestiegen; gegenüber 2019 um 0,1 Prozent.
Dazu Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern: „Unser Bundesland ist nach den Corona-Jahren, in denen der Tourismus starke Einbrüche verzeichnen musste, wieder ein äußerst gefragtes Urlaubsland. Der Aufwärtstrend setzt sich fort, die Übernachtungszahlen wachsen. Gute Übernachtungs- und Gästezahlen zeigen nicht das ganze Bild: Die Tourismusbranche steht vor großen Herausforderungen und Mecklenburg-Vorpommern muss sich als Urlaubsland zukunftsfähig aufstellen. Dazu gehört unter anderem die Weiterentwicklung der Infrastruktur. Neben der Fachkräftesicherung machen den Unternehmen die Inflation, steigende Rohstoffpreise und hohe Energiekosten weiter zu schaffen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht es noch mehr innovative, touristische Alleinstellungsmerkmale für unser Land“.
Ein Blick auf die Reiseregionen zeigt, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Westmecklenburg (+6,7 Prozent) das stärkste Übernachtungswachstum verzeichnete, gefolgt von Usedom (+4,2 Prozent), dem Vorpommern Festland (+3,9 Prozent), der Mecklenburgischen Ostseeküste (+2,4 Prozent), Fischland-Darß-Zingst (+1,9 Prozent) sowie Rügen/Hiddensee (+1,6 Prozent). Einen Rückgang gab es in der Mecklenburgischen Schweiz und Seenplatte (-1,0 Prozent).
Ein Blick auf die Städte zeigt, Schwerin verzeichnete den höchsten Zuwachs bei den Übernachtungen (+19,4 Prozent). Weitere Städte hatten ebenfalls mehr Übernachtungsgäste: Wismar (+8,7 Prozent), Greifswald (+7,9 Prozent), Stralsund (+5,1 Prozent) und Rostock (+3,5 Prozent). In Neubrandenburg nächtigten weniger Gäste (-10,2 Prozent).
Der Camping-Bereich konnte mit 1,3 Millionen Ankünften (+4,1 Prozent) und rund 5,5 Millionen Übernachtungen (+1,9 Prozent) ein Wachstum vermelden (stärkstes Jahr 2020: 5,6 Millionen Übernachtungen).
Weitere Erholung zeigt sich auch beim internationalen Reisegeschäft. Für 2024 wurden rund 364.000 Ankünfte (+8,6 Prozent) und rund 983.000 Übernachtungen (+8,3 Prozent) gemeldet. Fast alle für MV wichtigen internationalen Hauptquellmärkte verzeichneten Zuwächse: Polen die stärksten (+20,2 Prozent), gefolgt von Österreich (+17,7 Prozent), Norwegen (+16,2 Prozent), Schweden (+3,5 Prozent), den Niederlanden (+1,6 Prozent) und der Schweiz (+0,2 Prozent). Allein aus Dänemark (-19,1 Prozent) reisten weniger Übernachtungsgäste an.
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23. Jan 2025
| Nr. 4
| Pressemitteilungen
Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zu klimafreundlichem Tourismus: Sieben-Punkte-Plan für strategischen Klimaschutz des Tourismus vorgestellt
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) hat gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis einen umfassenden Maßnahmenplan für einen klimafreundlicheren Tourismus im Land entwickelt. Im Fokus stehen ambitionierte Ziele, wie die Verringerung der touristischen Treibhausgasemissionen um 34,5 Prozent bis 2030 und die langfristig angestrebte Klimaneutralität des Tourismus bis 2040. Kern des Konzeptes ist ein Sieben-Punkte-Plan, der konkrete Schritte zur Erreichung dieser Ziele definiert. Darüber hinaus plant der TMV in einem dreijährigen Projekt, touristische Betriebe aktiv auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten und zu unterstützen.
Der Tourismus bekennt sich zu den landesweiten Klimazielen
Bereits zum dritten Mal wurden die tourismusspezifischen Treibhausgasemissionen des Landes gemessen. Damit konnten nun erstmals Entwicklungen der Emissionen erfasst und analysiert werden, die als Grundlage für konkrete Klimaziele des Tourismus genutzt werden. Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, erklärt: „Wir bekennen uns zu den landesweiten Klimazielen und können nun erstmals die Emissionen des Tourismus im Land genau abbilden. Dies ist die Grundlage dafür, dass wir als Branche unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit dem Sieben-Punkte-Plan zeigen wir einen konkreten Weg auf, was aus unserer Sicht zu tun ist, um unsere Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 zu erfüllen und darüber hinaus die Weichen für den Weg zur Klimaneutralität des Tourismus zu setzen.“
„Die im Konzept erarbeiteten wissenschaftsbasierten Klimaschutzziele orientieren sich an den internationalen Klimavereinbarungen und beschreiben konkrete Minderungspfade, um im Einklang mit wissenschaftlichen Forderungen zu sein. Kern dieses Sieben-Punkte-Plans ist, der Branche aktive Gestaltungsmöglichkeiten an die Hand zu geben. Mit diesem Maßnahmenplan setzt Mecklenburg-Vorpommern ein starkes Zeichen für die Vereinbarkeit von Tourismus und Klimaschutz – ein Vorbild für andere Destinationen“, betont Prof. Dr. Martin Balas, der das Konzept inhaltlich begleitet hat.
Tourismusspezifische Treibhausgasemissionen in Mecklenburg-Vorpommern
Insgesamt verursachte der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2022 Treibhausgasemissionen in Höhe von 2,35 Millionen Tonnen CO2e. Der Großteil der Emissionen entfiel dabei auf den Bereich der Mobilität (ca. 45 Prozent), insbesondere auf die An- und Abreise mit dem Pkw (ca. 92 Prozent aller Mobilitätsemissionen).
Etwas weniger als ein Drittel der touristischen Emissionen entstanden aus Beherbergungsleistungen (ca. 30 Prozent), mit hohen Anteilen aus dem grauen Beherbergungsmarkt (ca. 30 Prozent aller Beherbergungsemissionen), Ferienwohnungen und -häusern (ca. 20 Prozent) und Hotels (ca. 26 Prozent). Verpflegungsleistungen erzeugten etwa 17 Prozent aller touristischen Emissionen und touristische Aktivitäten verursachten knapp 8 Prozent der Gesamtemissionen.
Im Durchschnitt lag der CO2e-Ausstoß pro Gästetag im Jahr 2022 bei 36,6 kg und war damit um etwa 50 Prozent emissionsintensiver als der tägliche Pro-Kopf-Emissionsausstoß in Deutschland. Insgesamt betrugen die täglichen touristischen Emissionen im Jahr 2022 das Neunfache des angestrebten klimaverträglichen Tagesbudgets eines Menschen, das zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C eingehalten werden müsste.
Sieben Schlüsselmaßnahmen für den systematischen Klimaschutz
Besonders das Gastgewerbe steht neben der touristischen Mobilität im Fokus der Reduktionsbemühungen, die gezielt bis zum Jahr 2030 angelegt sind. Der Sieben-Punkte-Plan umfasst folgende Maßnahmenbereiche:
- Ein durchdringendes Bekenntnis der Branche zum Klimaziel
- Kontinuierliches und verbessertes Monitoring zur Messung von tourismusrelevanten Emissionen
- Unterstützung von Betrieben bei der Umsetzung eigener Klimaschutzmaßnahmen
- Integration von Klimaschutz in strategische Planungen und Destinationskonzepte
- Schaffung von einfacheren Wegen für klimaschutzspezifische Investitionen in Betrieben
- Förderung emissionsarmer touristischer Mobilität
- Ehrliche und transparente Klimaschutzkommunikation.
Diese sieben Maßnahmen sind im vorgelegten Plan untersetzt und ausgeführt sowie bereits mit konkreten Schritten zur Umsetzung versehen.
Appell für gemeinsames Handeln
Der TMV ruft alle Akteure und Akteurinnen der Tourismusbranche dazu auf, die Inhalte des Konzeptpapiers aufzunehmen und sich an der Umsetzung zu beteiligen. „Der Tourismusverband legt mit diesem Konzeptpapier erstmals ein konkretes tourismusspezifisches Klimaschutzprogramm auf Landesebene vor und leistet damit Pionierarbeit im Deutschlandtourismus. Nun geht es darum, die geschriebenen Worte und konkrete Taten zu überführen: Die Detaillierung weiterer Projekte wird mit Unterstützung des Landes bereits vorangetrieben. Einige verbandsspezifische Kernthemen hat der TMV selbst aufgegriffen. „Nur durch gemeinsames Engagement können wir die Klimaziele erreichen und die natürlichen Grundlagen unserer attraktiven Tourismuslandschaft bewahren“, sagt Woitendorf weiter.
Details zum Sieben-Punkte-Plan und den damit verbundenen Klimazielen des TMV sind auf der Branchen-Website des Tourismusverbandes unter zu finden.
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04. Jun 2024
| Nr. 29
| Schwerin
Ein Wochenende rund ums Schweriner Märchenschloss
Schwerin lädt am letzten Juni-Wochenende (28. bis 30. Juni 2024) zum traditionellen Schlossfest ein. Drei Tage lang steht der monumentale Neorenaissance- und Neogotik-Bau im Mittelpunkt des Geschehens in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Den ersten Höhepunkt gibt es gleich am Freitagabend bei Einbruch der Dunkelheit mit der Licht- und Laserinszenierung „Son et Lumière“. Die Show, die mit Musik und visuellen Effekten aufwarten kann, findet am Hauptportal des Schlosses statt und wird am Samstagabend mit einem anderen inhaltlichen Fokus wiederholt.
Am Samstag, dem Tag für die Historie, hat Großherzog Friedrich Franz II. (1823-1883) seinen großen Auftritt. Der Großherzog war verantwortlich für die tiefgreifende Sanierung und Umgestaltung der Residenz. „Man kann 160 Jahre zurückblicken und sehen, wie es dort zugegangen ist“, sagte Mathias Schott, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Schweriner Schlosses und derjenige, der dem Großherzog Gestalt gibt. An diesem Tag werde das Schloss in die Zeit des Historismus versetzt. Mehr als 150 Mitglieder des Schweriner Schlossvereins und anderer Vereine schlüpfen in historische Kostüme und begeben sich auf den Festumzug durch die Stadt. Die Gäste könnten verfolgen, wie der Großherzog Audienz hält oder sehen, wie sich die Damenwelt der damaligen Zeit gekleidet hatte. „Wir haben für dieses Fest mit dem Schloss die schönste Fassade, die man sich vorstellen kann“, betonte Schott voller Überzeugung.
Mit dieser Meinung ist er nicht allein, aktuell befindet sich die Landeshauptstadt mit ihrem Schloss im Verfahren um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe. Vergangenes Jahr sei die Bewerbung eingereicht worden. „Das Evaluationsverfahren ist abgeschlossen, das Ergebnis ist aber noch nicht bekannt“, sagte Linda Holung, Koordinatorin der Stabsstelle Weltkulturerbe-Bewerbung bei der Landeshauptstadt Schwerin. Ende Juli werde die Entscheidung über die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe erwartet. Die Besucher des Schlossfestes können sich über den Stand und die Details der Bewerbung informieren.
Am Sonntag steht dann der Landtag im Mittelpunkt des Geschehens. „Der Tag der offenen Tür im Landtag ist für uns ein zentraler Tag, an dem wir viele Menschen erreichen können“, sagte der Sprecher des Landtags, Dirk Lange. Die Besucher könnten hinter die Kulissen schauen und die Orte besichtigen, in denen die Politik des Landes gemacht wird. Der Plenarsaal sei offen und die Gäste könnten probesitzen. „Auch der Bürger- und der Datenschutzbeauftragte werden die Fragen der Besucher beantworten“, erklärte Lange. Zudem seien alle Fraktionen mit ihren Abgeordneten vertreten. Der Mix aus Information und Unterhaltung locke regelmäßig rund 15.000 Gäste an.
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29. Apr 2024
| Nr. 22
| Pressemitteilungen
Gute Auslastung erwartet: Quartiere in MV zu Himmelfahrt und Pfingsten zu knapp drei Vierteln gebucht
Gute Aussichten für die anstehenden Feiertagswochenenden: Laut der aktuellen Branchenumfrage des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern unter rund 250 Teilnehmenden, darunter mehr als 60 Prozent Beherbergungsbetriebe, werden die Quartiere an Himmelfahrt und zu Pfingsten 2024 im Urlaubsland zu knapp drei Vierteln gebucht sein. Die Befragten erwarten an Himmelfahrt eine Auslastung von rund 72 Prozent (Himmelfahrt 2023: 74 Prozent) und zu Pfingsten von rund 76 Prozent (Pfingsten 2023: 76 Prozent). Bisher sind die Unterkünfte zu Himmelfahrt zu rund 58 Prozent und an Pfingsten zu rund 61 Prozent gebucht. Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Beim zweiten großen Feiertagsblock des Jahres – Himmelfahrt und Pfingsten – liegt die erwartete Auslastung auf dem Niveau des Vorjahres. Nach einem eher schwachen April gibt das Sicherheit und hoffentlich auch etwas Rückenwind für die weitere Saison. Die touristischen Unternehmen im Urlaubsland hoffen wie zuletzt auf kurzfristige Buchungen, die ein noch positiveres Bild ergeben.“
Wirtschaftliche Lage ähnlich wie im Vorjahreszeitraum
Die wirtschaftliche Lage wird von 43 Prozent (2023: 45 Prozent) aller Betriebe als sehr sicher oder sicher eingestuft, 40 Prozent (2023: 41 Prozent) schätzen dies neutral ein, 17 Prozent (2023: 14 Prozent) stuften ihr Unternehmen als gefährdet oder akut gefährdet ein. Dazu Tobias Woitendorf: „Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen ist kaum verändert. Dass sich rund jedes sechste Unternehmen als wirtschaftlich gefährdet sieht, ist ein zu hoher Anteil für ein Urlaubsland wie Mecklenburg-Vorpommern.“ Bei den Regionen beurteilen 57 Prozent der Betriebe an der Mecklenburgischen Ostseeküste ihre wirtschaftliche Lage als sicher oder sehr sicher, während sich auf Rügen nur 32 Prozent der Betriebe in einer (sehr) sicheren wirtschaftlichen Lage sehen.
Geringere Preissteigerungen als im Vorjahr
Die Preise bei den touristischen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent und damit geringer als im Vorjahr gestiegen. 2023 lag der Vergleichswert noch bei 12 Prozent. Parallel dazu ist das wahrgenommene Ausgabeverhalten der Gäste gesunken: So gaben mehr als zwei von drei Unternehmen (71 Prozent) an, dass ihre Gäste weniger oder sogar wesentlich weniger ausgaben als im Vorjahreszeitraum; 25 Prozent bemerkten ein ähnliches Ausgabeverhalten wie im letzten Jahr; vier Prozent berichteten über ausgabefreudigere Gäste.
Umgang mit der Cannabis-Legalisierung
Die Legalisierung des Besitzes und Konsums von Cannabis seit dem 1. April 2024 führt zu der Frage, wie touristische Unternehmen darauf reagieren. In der aktuellen Branchenumfrage geben rund 64 Prozent der Betriebe an, bisher keine Regelung dazu getroffen zu haben. 23 Prozent berichten von einem grundsätzlichen Verbot auf dem Gelände, vier Prozent von einem Verbot in öffentlichen Bereichen. Nur drei Prozent der Unternehmen sprechen eine generelle Erlaubnis für ihre Gäste aus. Weitere zwei Prozent erlauben den Konsum von Cannabis in speziellen öffentlichen Bereichen (zum Beispiel Smokers Lounges, Raucherbereiche oder ähnliche). Die übrigen vier Prozent gaben sonstige Umgangsformen an, zum Beispiel die gleiche Regelung wie beim Rauchen, eine generelle Ablehnung oder das Setzen auf die Eigenverantwortung der Gäste. „Der Umgang mit den Möglichkeiten legalen Cannabis-Konsums ist in der Tourismusbranche noch nicht geübt; im Moment überwiegen Skepsis und Ablehnung“, sagte Tobias Woitendorf.
Ausblick auf die Hauptsaison
Für die beiden Hauptsaison-Monate Juli und August erwarten die Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern eine Auslastung von jeweils durchschnittlich 81 Prozent. Dieser Wert liegt nur rund einen Prozentpunkt unter dem des Vorjahreszeitraumes.
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15. Mär 2024
| Nr. 14
| Pressemitteilungen
Quartiere zu Ostern knapp zur Hälfte gebucht
Der aktuellen Branchenumfrage des Landestourismusverbandes zufolge mit mehr als 250 Teilnehmenden, darunter Beherbergungsbetriebe, gastronomische Einrichtungen sowie Freizeit- und Erlebnisanbieter, sind die Quartiere in Mecklenburg-Vorpommern an den Osterfeiertagen knapp zur Hälfte gebucht (rund 47 Prozent), die erwartete Auslastung liegt bei etwas mehr als 60 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt der Vorbuchungstand damit leicht höher (Ostern 2023: rund 46 Prozent), die erwartete Auslastung allerdings etwas niedriger (Ostern 2023: rund 63 Prozent). „Das in diesem Jahr recht früh gelegene Osterfest markiert bekanntlich den Saisonstart in Mecklenburg-Vorpommern. Das Urlaubsgeschehen nimmt wieder Fahrt auf. Dabei gibt es üblicherweise Unterschiede in der Nachfrage zwischen den touristischen Kernregionen und anderen Gebieten im Land. Derzeit stecken die Gastgeber in den letzten Vorbereitungen für das Reisejahr 2024, der Kulturkalender füllt sich und mit zunehmenden Temperaturen steigt auch das Gästeaufkommen in den Reiseregionen. Mecklenburg-Vorpommern gehört immerhin zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen“, sagte Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Das Urlaubsland empfiehlt sich in diesem Jahr beispielsweise mit neuen oder neu sanierten Unterkünften und neuen Freizeitformaten. Das Caspar-David-Friedrich-Jubiläumsjahr mit mehr als 400 Veranstaltungen im ganzen Land schafft viel Aufmerksamkeit und lockt Kulturbegeisterte an, und auf die neue Seebrücke in Prerow, mit 720 Metern die längste an der Ostseeküste, können Gäste auch schon aus der Ferne einen Blick erhaschen. Osterfeuer am Meer wie in Binz und Warnemünde runden die Feiertage ab und werden viele Besucherinnen und Besucher anziehen.
Gäste geben weniger aus
Laut Umfrage sagten 30 beziehungsweise 39 Prozent der touristischen Unternehmen, dass ihre Gäste wesentlich weniger beziehungsweise etwas weniger als im Vorjahr ausgeben, während jeder vierte Gast gleich viel ausgibt. Nur fünf Prozent der Unternehmen bemerken bei ihren Gästen im Vergleich zum Vorjahr ein gesteigertes Ausgabeverhalten. Fest steht: Trotz der vergleichsweise negativen Perspektiven in Bezug auf die wirtschaftliche Lage sind die Urlaubspläne der Deutschen positiv: 73 Prozent der Bevölkerung planen nach Angaben der Reiseanalyse der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen im Jahr 2024 sicher zu verreisen. Das seien laut Woitendorf trotz Inflation und Krisen recht gute Vorzeichen für das Reisejahr auch in Mecklenburg-Vorpommern.
So wirkten sich der Valentinstag und der Internationale Frauentag aus
Besondere Tage wie der Valentinstag oder der Internationale Frauentag, der in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Feiertag ist, wirken sich laut Umfrage auch auf das Reiseverhalten aus, wenngleich nicht sonderlich stark. Immerhin: Jedes zehnte Unternehmen konstatierte steigende Gästezahlen durch den Valentinstag; ebenso viele berichteten über steigende Gästezahlen anlässlich des Internationalen Frauentages. „Solche Tage werden gern mal zum Anlass für einen Kurzurlaub genommen. Gastgeber mit entsprechenden Offerten können hier durchaus punkten“, sagte Woitendorf.
Ausblick: Himmelfahrt und Pfingsten
An Himmelfahrt sind die Quartiere in Mecklenburg-Vorpommern bereits jetzt zu mehr als der Hälfte (53 Prozent, 2023: 63 Prozent) gebucht; die erwarte Auslastung liegt bei rund 74 Prozent (2023: 74 Prozent). Für Pfingsten liegt der Vorbuchungstand bei 55 Prozent (2023: 63 Prozent) und die erwartete Auslastung bei rund 77 Prozent (2023: 76 Prozent). Damit zeichnen sich für beide Feiertagsumfelder ähnliche Buchungslagen wie im Vorjahr ab.
Wirtschaftliche Lage auf dem Niveau des Vorjahres
Insgesamt bewerten 40 Prozent der Befragten ihre wirtschaftliche Lage als sicher oder sehr sicher (2023: 42 Prozent), während 22 Prozent der Betriebe sich als gefährdet einschätzten (2023: 17 Prozent); 38 verhielten sich neutral (2023: 41 Prozent). „In der Gesamtbetrachtung zeigt sich zwar, dass sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes befindet. Wenn sich aber knapp jedes fünfte Unternehmen als wirtschaftlich gefährdet einschätzt, ist das ein zu hoher Wert für ein Urlaubsland“, sagte Woitendorf abschließend.
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13. Mär 2024
| Nr. 13
| Pressemitteilungen
Landestourismusverband stellt neue Strategie zur Arbeit in Auslandsmärkten vor
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) hat eine neue Strategie „Internationale Marktbearbeitung“ auf den Weg gebracht, um mittel- und langfristig das Aufkommen internationaler Gäste zu steigern. Ziele der Strategie sind darüber hinaus, stabile Netzwerke für die internationale Arbeit zu bilden, die Ansprache über den Sommer hinaus zu erweitern, die Nachfrage von Gästen aus dem Ausland kontinuierlich zu erhöhen und damit Marktanteile im internationalen Wettbewerb zu gewinnen. Den Rahmen bildet dabei die touristische Marke mit dem Kern Freiraum. „Über kurz oder lang muss das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern im Ausland stärker Fuß fassen. Die jüngsten Krisen, der schwache Internationalisierungsgrad, die mäßige Erreichbarkeit und begrenzte Ressourcen standen einem wirklichen Durchbruch bislang im Wege. Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, wir haben mehr Potenzial und wollen mit der neuen Strategie und gebündelten Kräften gemeinsam versuchen, es besser zu nutzen“, sagte Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes MV. Aktuell liegt der Anteil an Übernachtungen internationaler Gäste im Nordosten bei lediglich 2,8 Prozent.
Zusammenfassung zu neuen Marktgruppen
Die zukünftig zu bearbeitenden Märkte wurden im Zuge einer systematischen Marktrecherche und einer Quellmarktanalyse in Zusammenarbeit mit der Agentur Saint Elmo’s Tourism sowie der Deutschen Zentrale für Tourismus selektiert. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem Verkehrsanbindungen und Entfernungen der jeweiligen Märkte, deren Sprache und das Nachfragepotenzial. Demnach sind die Märkte Österreich, Schweiz, Dänemark, Schweden, Norwegen, Niederlande, Großbritannien und USA jene mit den größten Möglichkeiten für Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus ist Polen als der wichtigste neue Markt herausgestellt worden, hier wird zukünftig ein stärkerer Fokus liegen: Die bisherigen Aktivitäten über den Marketingverbund „Deutsches Küstenland“ der norddeutschen Bundesländer sollen durch eigene, gezielte Maßnahmen im Nachbarland Polen erweitert werden.
Marktbearbeitung im Verbund
Im Ergebnis der jetzt veröffentlichten Untersuchung ist geplant, Märkte mit ähnlichen Voraussetzungen und Merkmalen schrittweise zu Marktpools zusammenzufassen, um Ressourcen und Mittel zu bündeln. Neben dem TMV ballen darin interessierte Unternehmen, Orte oder Regionen ihre Kräfte und verständigen sich auf eine längerfristige, möglichst mehrjährige Zusammenarbeit. Gemeinsame Aktivitäten sollen die Reichweite erhöhen und den Marktdruck verstärken. Auf diese Weise wird zukünftig im Alpenraum (Schweiz, Österreich), in Skandinavien (Dänemark, Schweden, Norwegen), in den Niederlanden sowie in Polen zusammengearbeitet. Die Aktivitäten in englischsprachigen Märkten erfolgen ohne Marktpool.
Die internationale Strategie baut auf bisherigen Entwicklungen im Bundesland auf. Gegenwärtige Veränderungen und Rahmenbedingungen im Wettbewerb sowie im Reiseverhalten wurden berücksichtigt sowie aktuelle Herausforderungen im internationalen Tourismusmarketing beachtet. Daraus leiten sich konkrete Handlungsempfehlungen für Maßnahmen ab, mit denen die Position der Destination und die Nachfrage nach Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern aus relevanten Auslandsmärkten ausgebaut werden kann. Dazu gehören etwa die Erstellung eines Budget-, Marketing- und Aktionsplans für die einzelnen Märkte oder die Beratung derer, die an der Teilnahme an einem Marktpool interessiert sind.
MV möchte mit Freiraum als Wert punkten
Der Strategie der internationalen Marktbearbeitung liegt die vor rund einem Jahr modernisierte touristische Marke zugrunde. Diese steht im Kern für Freiraum, den Mecklenburg-Vorpommern sowohl mit und in der Landschaft als auch für die Menschen selbst bietet, die sich zwischen Ostsee und Seen erholen. Typische Erlebnisse, die auf den Markenkern Freiraum einzahlen, sollten zukünftig gebündelt in drei übergeordneten Angebotssäulen Nachfrage auslösen: Ostseeküste und Inseln, Stadt und Land am Wasser sowie Abenteuer Natur und Bühnen. Über die Marktgruppen werden touristische Leistungsträger oder Kommunen konkrete buchbare Angebote in diesen Kernleistungen sammeln.
Die Gesamtfassung der internationalen Marktstrategie enthält sensible Daten u. a. zu Sinus-Milieus, die nur intern verwendet werden können. Veröffentlicht wird daher am 14.3.2024 eine Kurzfassung auf , die um so genannte Markt-Sheets für die Schwerpunktländer ergänzt wird.
Hintergrund:
Im internationalen Reisegeschäft hat sich die Erholung im Jahr 2023 fortgesetzt. Für das gesamte Jahr wurden rund 335.000 (+17,8 Prozent) Ankünfte und rund 908.000 Übernachtungen (+18,1 Prozent) gemeldet. Auch alle internationalen Hauptquellmärkte verzeichneten Zuwächse: Schweden (+1,1 Prozent), Niederlande (+1,1 Prozent), Österreich (+12,9 Prozent), Dänemark (+46,6 Prozent) und die Schweiz (+12,1 Prozent). Dennoch liegt die Anzahl der ausländischen Gäste noch unter dem Niveau von vor der Corona-Krise 2019.
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