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Nachhaltigkeit

28. Apr 2026
| Nr. 14
| Pressemitteilungen
MV Tourismus GmbH ist Partner im internationalen Projekt „ReTour“
„Regenerieren statt verbrauchen“ – das ist das Wesen eines regenerativen Tourismus, der sowohl Gästen als auch Einheimischen zugutekommen soll und für dessen Entwicklung sich die MV Tourismus GmbH engagiert. Die Tourismusgesellschaft ist Partner im Projekt „ReTour“, ein Interreg-Projekt für die Förderregion Südliche Ostsee (South Baltic), das durch die Verantwortlichen der schwedischen Tourismusorganisation Visit Skåne geleitet wird und in dem weitere Partner aus Dänemark, Litauen, Polen und Deutschland organisiert sind. Dazu der Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, Peter Kranz: „Gern bringen wir unsere Expertise in ein Projekt ein, das Angebote für Einheimische und Gäste entwickeln will, die einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten. Wir denken hier gemeinsam strategisch und europäisch.“ In Zusammenarbeit mit der MV Tourismus GmbH und unter Federführung des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT), das das auf drei Jahre angelegte Projekt in Deutschland koordiniert, wurden in Mecklenburg-Vorpommern zwei Pilotangebote entwickelt: die Waldnacht in Vorpommern und das Usedomer Inseltagebuch. Grundlage für diese Angebote lieferten die Ergebnisse der Studie zur Tourismusakzeptanz (). Die in der Studie ermittelten negativen Auswirkungen des Tourismus wie etwa die Verkehrs- und Umweltbelastung sollen mit Hilfe der neuen Angebote minimiert werden.
Waldnacht in Vorpommern stellt Verbindung zur Natur in den Fokus
Mit der so genannten „Waldnacht in Vorpommern”, ein Angebot für Familien auf und um den Campingplatz Ostseecamping Peenemündung im Fischerdorf Freest, soll Gästen wertschätzendes Verhalten gegenüber der Natur nähergebracht werden. Ferne Eulenrufe, knackendes Unterholz, das Rauschen des Windes in den Baumkronen – die Eindrücke im nächtlichen Wald sind vielfältig. Beim nächtlichen Waldbaden, untersetzt mit Übungen für die Sinne, steht in der Waldnacht die Verbindung zur Natur im Vordergrund. Das daraus resultierende, achtsamere Verhalten der Teilnehmenden soll direkt den Bedenken der Einheimischen vor einer Belastung der Natur durch Gäste begegnen.
Usedomer Inseltagebuch zeigt nachhaltige Mobilitätsangebote auf
Das „Inseltagebuch auf Usedom”, ein Printprodukt im A5-Format, soll einen Beitrag zur nachhaltigeren Gestaltung der touristischen Mobilität auf der Insel leisten. Es soll Gäste motivieren, das Eiland entschleunigt per Bahn, Bus, Rad oder zu Fuß zu entdecken. Das Inseltagebuch, das ebenfalls insbesondere Familien mit Kindern ansprechen soll, enthält Tipps zum Entdecken der Insel etwa durch Strandwanderungen mit dem Naturschutzzentrum Karlshagen oder den Besuch der etwas entlegeneren Region Lieper Winkel, die als Geheimtipp gilt und wo kleine und große Gäste im Heimathof in Rankwitz Wissenswertes zur Region erfahren.
Im Mai startet die Testphase für die Waldnacht und das Usedomer Inseltagebuch. Ziel ist es, diese Prototypen bis 2027 zur Marktreife zu entwickeln. „Es wäre schön, wenn diese Art von Angeboten Schule machen und noch mehr Gastgebende sich mit dem Thema regenerativer Tourismus befassen. Die Waldnacht und das Usedomer Inseltagebuch sind ein guter Anfang“, sagte Peter Kranz.
Bente Grimm, Leiterin Touristische Mobilitätsforschung im NIT, ergänzte: „Die Waldnacht und das Inseltagebuch sind tolle Erlebnisse, die von mehreren Akteuren gemeinsam entwickelt wurden und aktiv dazu beitragen, dass die Natur und die Menschen in der Region vom Tourismus genauso profitieren wie die Gäste. Mecklenburg-Vorpommern gehört damit zu den Vorreitern im Bereich des besonders nachhaltigen beziehungsweise regenerativen Tourismus.“
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19. Nov 2025
| Nr. 60
| Pressemitteilungen
Qualitätslotse des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet
Das digitale Tool Qualitätslotse des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV) zur Stärkung eines nachhaltigen Tourismus im Urlaubsland wurde von der Jury des Deutschen Tourismusverbandes mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Die feierliche Übergabe der Auszeichnung fand am 19. November 2025 im Rahmen des Deutschen Tourismustages in Saarbrücken statt. Damit konnte sich das Tool, das Betrieben das eigene Entwicklungspotenzial zeigt, unter 55 eingereichten Bewerbungen aus ganz Deutschland behaupten. Dazu Birgit Hesse, Präsidentin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Wir freuen uns über diese wertschätzende Auszeichnung, die einmal mehr zeigt, dass wir in Sachen Qualitätsentwicklung auf das richtige Pferd gesetzt haben und damit deutschlandweit Impulse setzen. Es ist unser Angebot an die Branche, ihre Aufmerksamkeit auf alle Aspekte eines qualitativ hochwertigen Tourismus zu richten, getreu unserem Leitbild ‚Nachhaltigkeit ist unser Weg zur Qualität‘.“
Die Jury würdigte, dass das Tool Interessierten Orientierung für die komplexen Themen Nachhaltigkeit und Qualität gibt, indem es Anforderungen für kleine Betriebe herunterbricht und die Auswirkungen eigener Maßnahmen auf globale Nachhaltigkeitsziele sichtbar macht. Auf Platz eins landete das Format Maker-Advent vom Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen; Platz zwei erhielten die Schwendaktionen im Achental – mit dem Almbauer aktiv auf der Alm.
Der digitale Qualitätslotse unterstützt touristische Unternehmen niedrigschwellig und praxisnah dabei, Qualität und Nachhaltigkeit zu steigern. Er gibt Orientierung, indem er komplexe Anforderungen für kleine Betriebe herunterbricht und die Auswirkungen eigener Maßnahmen auf globale Nachhaltigkeitsziele sichtbar macht. Konkrete Empfehlungen motivieren zur Weiterentwicklung.
Rund 200 Partnerinnen und Partner nutzen das Tool bereits in Mecklenburg-Vorpommern. „Der Qualitätslotse bietet eine fundierte Standortbestimmung und hat uns dabei geholfen, dass wir uns unserer Möglichkeiten und Potenziale in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Gästemanagement oder auch Kommunikation bewusster geworden sind. Das ist eine der Grundlagen, auf der wir den Tourismus von Rostock zielgerichtet und zeitgemäß weiterentwickeln werden“, sagt Moritz Naumann, Leiter Marketing und PR der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde.
Hintergrund Qualitätslotse
Das Tool Qualitätslotse soll Tourismusakteuren helfen, ihre Einzigartigkeit und Stärken hervorzuheben und gleichzeitig die ökologischen sowie sozialen Auswirkungen ihrer Tätigkeit zu optimieren. Mit Hilfe eines Selbst-Checks bietet dieser erste Orientierung und die Möglichkeit zum Branchenvergleich. Individuelle Empfehlungen mit praktischen Tipps, Checklisten und schnellen Maßnahmen unterstützen bei der Umsetzung. Seit August dieses Jahres können neben touristischen Betrieben auch Gemeinden und Kommunen den Qualitätslotsen nutzen.
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20. Okt 2025
| Nr. 56
| Pressemitteilungen
+++ Meck-Pomm Short News Oktober (2) +++
Das Tool Qualitätslotse des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV) zur Stärkung eines nachhaltigen Tourismus im Urlaubsland wurde von der Jury des Deutschen Tourismusverbandes aus 55 Bewerbungen unter die Top 5 ins Finale gewählt. Damit besteht die Chance, zu den drei Preisträgern des Deutschen Tourismuspreises 2025, der als wichtigste nationale Auszeichnung für innovative Projekte im Tourismus gilt, zu gehören. Die feierliche Übergabe der Auszeichnung findet am 19. November 2025 im Rahmen des Deutschen Tourismustages in Saarbrücken statt. Außerdem wird an diesem Tag der ADAC-Publikumspreis verliehen, über den abgestimmt werden kann. Seit August dieses Jahres können neben touristischen Betrieben auch Gemeinden und Kommunen den Qualitätslotsen nutzen.
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16. Okt 2025
| Nr. 55
| Pressemitteilungen
+++ Meck-Pomm Short News Oktober +++
Der Verein der Schlösser-, Guts- und Herrenhäuser veranstaltet vom 25. Oktober bis zum 9. November die Reihe Schlösserherbst. Dabei können Gäste sich zwischen rund 45 Angeboten, darunter Schloss- und Parkführungen sowie Ausstellungen und Konzerten in rund 30 denkmalgeschützten Schlössern, Guts- und Herrenhäusern entscheiden. In diesem Jahr liegt ein Schwerpunkt auf kulinarischen Höhepunkten: Am 25. Oktober lädt das Herrenhaus Viecheln zu einem von Zauberkunst begleiteten Drei-Gänge-Menü ein. Im Gut Gremmelin und im Schloss Schmarsow werden herbstliche Kochkurse veranstaltet und im Gutshaus Landsdorf können Gäste am 1. November an einem Apfelworkshop teilnehmen. Dabei werden gemeinsam Äpfel geerntet und gepresst sowie Apfelkuchen gebacken. Feinschmecker können sich außerdem auf das neue Festival „4 x Köstlich“ freuen. Dabei gehen Teilnehmende auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch vier Schlösser und Gutshäuser in der Mecklenburgischen Seenplatte, das Schloss Fleesensee, die Gutshäuser Ludorf und Lexow sowie das Kavaliershaus Fincken. Die Abschlussveranstaltung mit Kunstschau und Lesung wird am 9. November im Gutshaus Woserin am See ausgerichtet.
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10. Jul 2025
| Nr. 36
| Pressemitteilungen
+++ Meck-Pomm Short News Juli (2) +++
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) hat einen Leitfaden zur Weiterentwicklung des Naturparkweges herausgegeben. Der Fernwanderweg verbindet quer durch das Bundesland Nationale Naturlandschaften. Die Kurzversion des im vergangenen Jahr veröffentlichten Strategiepapiers richtet sich an Unternehmen und Kommunen vor Ort, die damit eine Hilfestellung für die Entwicklung des Weges erhalten. Im Leitfaden informiert der TMV unter anderem über das Thema Wandern in Mecklenburg-Vorpommern und stellt Checklisten, beispielsweise zu wanderfreundlichen Etappenorten oder Quartieren, zur Verfügung. Ziel ist es, den Abschnitt von Warin bis nach Feldberg mit dem Prädikat „Leading Quality Trails - Best of Europe“ (LQT) zu zertifizieren. Im Leitfaden erhalten Interessierte daher Tipps für die Umsetzung von Kriterien für eine qualitative und nachhaltige Entwicklung des Weges, darunter die Bereitstellung von Übernachtungsmöglichkeiten, die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sowie die durchgehende Markierung des Weges. Der Naturparkweg verläuft durch das Landesinnere Mecklenburg-Vorpommerns und hat eine Länge von 907 Kilometern. Er führt durch alle sieben Naturparke, durch das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee sowie den Müritz-Nationalpark. Der Leitfaden kann heruntergeladen werden. Das gesamte Strategiepapier ist abrufbar.
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04. Mär 2025
| Nr. 7
| Pressemitteilungen
Wasser, Welterbe, Weltkunst: Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern auf der ITB Berlin 2025
Vom 4. bis 6. März präsentiert sich das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern auf der wichtigsten touristischen Fachmesse, der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Mit dabei sind sieben Partner aus dem Land: Usedom Tourismus, das Stadtmarketing Schwerin, die arcona Hotels, das Deutsche Meeresmuseum, das Unternehmen Mecklenburger Radtour, das Land Fleesensee sowie, neu im Bunde, der Landesverband der Schullandheime MV. Auf der ITB geht es sowohl um Fragen der Internationalisierung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, um die Transformation zu einem nachhaltigen Reiseziel, um Trends wie den Einfluss Künstlicher Intelligenz als auch um neue Kooperationen im Tourismus. Dazu Birgit Hesse, Präsidentin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Eine der wichtigsten Studien, die das Reiseverhalten der Deutschen unter die Lupe nimmt, die Reiseanalyse der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen, sieht 2025 als ‚starkes Reisejahr‘ an. Inlandsreisen nehmen wieder an Bedeutung zu, und ohne Nachhaltigkeit geht nichts mehr. Das sind gute Vorzeichen für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern. Hier können wir partizipieren.“
Gemeinsam stark: Internationale Marktbearbeitung mit mehr als 60 Partnern im Land
Mecklenburg-Vorpommern will sich in den kommenden Jahren verstärkt dem Thema Internationalisierung widmen und setzt dafür Stück für Stück die im vergangenen Jahr entwickelte Internationale Marktstrategie um. „Intensives Marketing für unser Land ist ein wichtiges Element, um im nationalen und insbesondere auch im internationalen Wettbewerb eine noch stärkere Rolle zu spielen. Unser gemeinsames Ziel ist es, über das gesamte Jahr hinweg für Gäste aus dem In- und Ausland attraktiv zu sein. Um die hohen Erwartungen zu erfüllen, braucht es viele abwechslungsreiche und ganzjährige Angebote. Daran arbeiten wir gemeinsam mit der Branche“, betont Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern. Mittels vier so genannter Markt-Pools sollen wichtige Auslandsmärkte mit mehr Schlagkraft im Verbund bearbeitet werden. Bereits im Dezember 2024 gab es die Kick-off-Veranstaltung für den Alpenland-Pool in Wien, an der sich 21 Partner aus dem Land, darunter die Fleesensee Hotelbetriebs GmbH, die Infrastrukturgesellschaft Mönchgut Granitz und der Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser, beteiligten und österreichischen Veranstaltern und Medien vorstellten. Auch die Arbeit im Niederlande-Pool wurde Ende des vergangenen Jahres mit einem Workshop in Rostock aufgenommen. Insgesamt haben sich darin 14 touristische Akteure, darunter die Seetelhotels, der Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst und der Campingplatzbetreiber Haveltourist, für eine Zusammenarbeit auf internationalem Terrain zusammengeschlossen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2025 soll der Pool für den Markt Polen mit vorerst neun Partnern, darunter der Eigenbetrieb Binzer Bucht, die Mecklenburger Radtour und der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte, an den Start gehen. Daran anschließend folgt der Aufbau des „Skandinavien-Pools“, für den bereits 20 Partner aus dem Land ihr Interesse bekundet haben. Alle Mitglieder in den Pools haben die Möglichkeit, sich auf einem Exklusiv-Event in den entsprechenden Märkten vorzustellen. Das erste Event dieser Art in diesem Jahr soll am 12. Juni im polnischen Posen stattfinden. „Von der Idee zur gemeinsamen Bearbeitung der internationalen Märkte, auf denen wir aktiv sein wollen, sind wir schnell ins Handeln gekommen. Das ist gut, denn der internationale Tourismus hat nach der Pandemie zu alter Stärke zurückgefunden“, erklärte Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Von Vorteil seien dabei unter anderem die neuen Charter-Flugverbindungen aus Wien und Zürich nach Rostock.
Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zu klimafreundlichem Tourismus: Sieben-Punkte-Plan für strategischen Klimaschutz des Tourismus vorgestellt
Die ITB Berlin wird auch zum Anlass genommen, sich in Foren und den angebotenen ITB-Formaten mit Experten über das Thema klimafreundlicher Tourismus auszutauschen. So sind unter anderem Gespräche mit myclimate – The Climate Protection Partnership, einer gemeinnützigen Stiftung geplant, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Klimaschutz durch Beratung, Bildung sowie Klimaschutzprojekte zu fördern. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren konzertiert an der Aufstellung von Maßnahmen für einen strategischen Klimaschutz gearbeitet und einen umfassenden Plan für einen klimafreundlicheren Tourismus im Land entwickelt. Im Fokus stehen ambitionierte Ziele, wie die Verringerung der touristischen Treibhausgasemissionen um 34,5 Prozent bis 2030 und die langfristig angestrebte Klimaneutralität des Tourismus bis 2040. Kern des Konzeptes ist ein Sieben-Punkte-Plan, der konkrete Schritte zur Erreichung dieser Ziele definiert. Darüber hinaus plant der TMV in einem dreijährigen Projekt, touristische Betriebe aktiv auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten und zu unterstützen. Tobias Woitendorf: „Wir bekennen uns zu den landesweiten Klimazielen und können nun erstmals die Emissionen des Tourismus im Land genau abbilden. Dies ist die Grundlage dafür, dass wir als Branche unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit dem Sieben-Punkte-Plan zeigen wir einen konkreten Weg auf, was aus unserer Sicht zu tun ist, um unsere Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 zu erfüllen und darüber hinaus die Weichen für den Weg zur Klimaneutralität des Tourismus zu stellen.“
Neue Attraktion im Fokus
Mit im Reisegepäck zur ITB Berlin hat der Landestourismusverband eine ganze Palette an Neuigkeiten für das Urlaubsjahr 2025. Auf der mit 720 Metern längsten auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst etwa sind Erlebnisse zwischen Land und Meer möglich, in Greifswald soll die eröffnen, die dem berühmten Sohn der Stadt, Caspar David Friedrich, ein Denkmal setzen soll, und das soll nach umfassender Sanierung im Oktober 2025 wiedereröffnen. In der neuinszenierten Sammlung wird Kunst aus mehreren Epochen von Cranach bis Duchamp präsentiert. Das Ausstellungskonzept wird kinder- und familienfreundlicher, digitaler, interaktiver und zudem barrierefreier. Die Sammlung Marcel Duchamp beispielsweise ist mit insgesamt 91 Werken eine der größten und bedeutendsten der Welt. Neu ist auch das Format „Gäste aus aller Welt“. Unter diesem Titel sollen in regelmäßigen Abständen herausragende Kunstwerke internationaler Museen gezeigt werden, unter anderem drei Gemälde von Rembrandt. Ein Bonbon für alle Gäste: Vier Jahre lang gibt es freien Eintritt ins Staatliche Museum, ermöglicht durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung und das Land Mecklenburg-Vorpommern. Neu ist auch die , eine Segelrennserie, die am 16. und 17. August in Sassnitz veranstaltet wird und zu der laut Angaben des Veranstalters bis zu 10.000 Gäste erwartet werden. Vor der Kulisse der Kreidefelsen tritt dabei die internationale Segelelite mit ihren fliegenden F50-Katamaranen gegeneinander an und liefert sich Duelle mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Mit dabei ist auch die deutsche Crew um den zweimaligen olympischen Bronzemedaillengewinner Erik Heil, dessen Team vom mehrfachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel als Miteigentümer unterstützt wird.
Auf der ITB stehen überdies viele Fachgespräche im Fokus: So wird es Abstimmungen mit Reiseveranstaltern, touristischen Unternehmen, Wissenschaftlern, anderen Reiseregionen oder der Deutschen Zentrale für Tourismus geben. Zudem sind Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der großen Buchungsplattformen booking.com sowie expedia.de angesetzt. Mit der visitBerlin Berlin Tourismus & Kongress GmbH und der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH werden darüber hinaus Details zur Fortsetzung der erfolgreichen Drei-Länder-Kooperation „Deutschlands Seenland“ besprochen. Im Gespräch sind unter anderem die Qualifizierung der gemeinsamen Interseite mit Informationen zum Revier sowie Bewegtfilmformate.
Rückenwind durch die Reiseanalyse 2025: MV erneut auf dem Treppchen der beliebtesten Reiseziele der Deutschen
Im Vorfeld der ITB Berlin ist auch die Reiseanalyse 2025 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) vorgestellt worden. Demnach steht Mecklenburg-Vorpommern auf dem Treppchen der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Der Nordosten verzeichnet einen Marktanteil von 3,0 Prozent an allen 2024 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt hinter Bayern (4,1 Prozent) und Schleswig-Holstein (4,5 Prozent). „Mecklenburg-Vorpommern hat die Bronzemedaille verteidigt. Das ist zunächst einmal ein gutes Ergebnis, allerdings ist unser Ansporn, den Markanteil zu erhöhen. Dafür haben wir bereits viele Trümpfe in der Hand: Wir arbeiten mit Nachdruck an der Transformation zu einem klimafreundlichen Urlaubsland, das immer mehr Reisenden eine Herzensangelegenheit ist. Zudem sind wir stark im Natur- und Erholungsurlaub und punkten ebenso beim Aktiv- und Familienurlaub. Die durch Studien belegte starke Inlandsnachfrage wird ein weiterer Wachstumsmotor sein“, sagte Hesse.
Bilanz des Tourismusjahres 2024 in Zahlen / Zweitbestes Tourismusjahr seit der Wende
Von Januar bis Dezember 2024 wurden rund 8,0 Millionen Gäste (+4,8 Prozent) an das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern gemeldet, die etwa 32,9 Millionen Übernachtungen (+2,3 Prozent) im Urlaubsland verbracht haben. Die Zahlen belegen die weitere Erholung des Reisemarktes und bewegen sich inzwischen fast auf Vor-Corona-Niveau (zum Vergleich 2019: rund 8,4 Millionen Ankünfte, rund 34 Millionen Übernachtungen). Bundesweit sind die Übernachtungszahlen im Jahr 2024 um 1,9 Prozent gestiegen; gegenüber 2019 um 0,1 Prozent.
Dazu Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern: „Unser Bundesland ist nach den Corona-Jahren, in denen der Tourismus starke Einbrüche verzeichnen musste, wieder ein äußerst gefragtes Urlaubsland. Der Aufwärtstrend setzt sich fort, die Übernachtungszahlen wachsen. Gute Übernachtungs- und Gästezahlen zeigen nicht das ganze Bild: Die Tourismusbranche steht vor großen Herausforderungen und Mecklenburg-Vorpommern muss sich als Urlaubsland zukunftsfähig aufstellen. Dazu gehört unter anderem die Weiterentwicklung der Infrastruktur. Neben der Fachkräftesicherung machen den Unternehmen die Inflation, steigende Rohstoffpreise und hohe Energiekosten weiter zu schaffen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht es noch mehr innovative, touristische Alleinstellungsmerkmale für unser Land“.
Ein Blick auf die Reiseregionen zeigt, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Westmecklenburg (+6,7 Prozent) das stärkste Übernachtungswachstum verzeichnete, gefolgt von Usedom (+4,2 Prozent), dem Vorpommern Festland (+3,9 Prozent), der Mecklenburgischen Ostseeküste (+2,4 Prozent), Fischland-Darß-Zingst (+1,9 Prozent) sowie Rügen/Hiddensee (+1,6 Prozent). Einen Rückgang gab es in der Mecklenburgischen Schweiz und Seenplatte (-1,0 Prozent).
Ein Blick auf die Städte zeigt, Schwerin verzeichnete den höchsten Zuwachs bei den Übernachtungen (+19,4 Prozent). Weitere Städte hatten ebenfalls mehr Übernachtungsgäste: Wismar (+8,7 Prozent), Greifswald (+7,9 Prozent), Stralsund (+5,1 Prozent) und Rostock (+3,5 Prozent). In Neubrandenburg nächtigten weniger Gäste (-10,2 Prozent).
Der Camping-Bereich konnte mit 1,3 Millionen Ankünften (+4,1 Prozent) und rund 5,5 Millionen Übernachtungen (+1,9 Prozent) ein Wachstum vermelden (stärkstes Jahr 2020: 5,6 Millionen Übernachtungen).
Weitere Erholung zeigt sich auch beim internationalen Reisegeschäft. Für 2024 wurden rund 364.000 Ankünfte (+8,6 Prozent) und rund 983.000 Übernachtungen (+8,3 Prozent) gemeldet. Fast alle für MV wichtigen internationalen Hauptquellmärkte verzeichneten Zuwächse: Polen die stärksten (+20,2 Prozent), gefolgt von Österreich (+17,7 Prozent), Norwegen (+16,2 Prozent), Schweden (+3,5 Prozent), den Niederlanden (+1,6 Prozent) und der Schweiz (+0,2 Prozent). Allein aus Dänemark (-19,1 Prozent) reisten weniger Übernachtungsgäste an.
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23. Jan 2025
| Nr. 4
| Pressemitteilungen
Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zu klimafreundlichem Tourismus: Sieben-Punkte-Plan für strategischen Klimaschutz des Tourismus vorgestellt
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) hat gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis einen umfassenden Maßnahmenplan für einen klimafreundlicheren Tourismus im Land entwickelt. Im Fokus stehen ambitionierte Ziele, wie die Verringerung der touristischen Treibhausgasemissionen um 34,5 Prozent bis 2030 und die langfristig angestrebte Klimaneutralität des Tourismus bis 2040. Kern des Konzeptes ist ein Sieben-Punkte-Plan, der konkrete Schritte zur Erreichung dieser Ziele definiert. Darüber hinaus plant der TMV in einem dreijährigen Projekt, touristische Betriebe aktiv auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten und zu unterstützen.
Der Tourismus bekennt sich zu den landesweiten Klimazielen
Bereits zum dritten Mal wurden die tourismusspezifischen Treibhausgasemissionen des Landes gemessen. Damit konnten nun erstmals Entwicklungen der Emissionen erfasst und analysiert werden, die als Grundlage für konkrete Klimaziele des Tourismus genutzt werden. Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, erklärt: „Wir bekennen uns zu den landesweiten Klimazielen und können nun erstmals die Emissionen des Tourismus im Land genau abbilden. Dies ist die Grundlage dafür, dass wir als Branche unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit dem Sieben-Punkte-Plan zeigen wir einen konkreten Weg auf, was aus unserer Sicht zu tun ist, um unsere Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 zu erfüllen und darüber hinaus die Weichen für den Weg zur Klimaneutralität des Tourismus zu setzen.“
„Die im Konzept erarbeiteten wissenschaftsbasierten Klimaschutzziele orientieren sich an den internationalen Klimavereinbarungen und beschreiben konkrete Minderungspfade, um im Einklang mit wissenschaftlichen Forderungen zu sein. Kern dieses Sieben-Punkte-Plans ist, der Branche aktive Gestaltungsmöglichkeiten an die Hand zu geben. Mit diesem Maßnahmenplan setzt Mecklenburg-Vorpommern ein starkes Zeichen für die Vereinbarkeit von Tourismus und Klimaschutz – ein Vorbild für andere Destinationen“, betont Prof. Dr. Martin Balas, der das Konzept inhaltlich begleitet hat.
Tourismusspezifische Treibhausgasemissionen in Mecklenburg-Vorpommern
Insgesamt verursachte der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2022 Treibhausgasemissionen in Höhe von 2,35 Millionen Tonnen CO2e. Der Großteil der Emissionen entfiel dabei auf den Bereich der Mobilität (ca. 45 Prozent), insbesondere auf die An- und Abreise mit dem Pkw (ca. 92 Prozent aller Mobilitätsemissionen).
Etwas weniger als ein Drittel der touristischen Emissionen entstanden aus Beherbergungsleistungen (ca. 30 Prozent), mit hohen Anteilen aus dem grauen Beherbergungsmarkt (ca. 30 Prozent aller Beherbergungsemissionen), Ferienwohnungen und -häusern (ca. 20 Prozent) und Hotels (ca. 26 Prozent). Verpflegungsleistungen erzeugten etwa 17 Prozent aller touristischen Emissionen und touristische Aktivitäten verursachten knapp 8 Prozent der Gesamtemissionen.
Im Durchschnitt lag der CO2e-Ausstoß pro Gästetag im Jahr 2022 bei 36,6 kg und war damit um etwa 50 Prozent emissionsintensiver als der tägliche Pro-Kopf-Emissionsausstoß in Deutschland. Insgesamt betrugen die täglichen touristischen Emissionen im Jahr 2022 das Neunfache des angestrebten klimaverträglichen Tagesbudgets eines Menschen, das zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C eingehalten werden müsste.
Sieben Schlüsselmaßnahmen für den systematischen Klimaschutz
Besonders das Gastgewerbe steht neben der touristischen Mobilität im Fokus der Reduktionsbemühungen, die gezielt bis zum Jahr 2030 angelegt sind. Der Sieben-Punkte-Plan umfasst folgende Maßnahmenbereiche:
- Ein durchdringendes Bekenntnis der Branche zum Klimaziel
- Kontinuierliches und verbessertes Monitoring zur Messung von tourismusrelevanten Emissionen
- Unterstützung von Betrieben bei der Umsetzung eigener Klimaschutzmaßnahmen
- Integration von Klimaschutz in strategische Planungen und Destinationskonzepte
- Schaffung von einfacheren Wegen für klimaschutzspezifische Investitionen in Betrieben
- Förderung emissionsarmer touristischer Mobilität
- Ehrliche und transparente Klimaschutzkommunikation.
Diese sieben Maßnahmen sind im vorgelegten Plan untersetzt und ausgeführt sowie bereits mit konkreten Schritten zur Umsetzung versehen.
Appell für gemeinsames Handeln
Der TMV ruft alle Akteure und Akteurinnen der Tourismusbranche dazu auf, die Inhalte des Konzeptpapiers aufzunehmen und sich an der Umsetzung zu beteiligen. „Der Tourismusverband legt mit diesem Konzeptpapier erstmals ein konkretes tourismusspezifisches Klimaschutzprogramm auf Landesebene vor und leistet damit Pionierarbeit im Deutschlandtourismus. Nun geht es darum, die geschriebenen Worte und konkrete Taten zu überführen: Die Detaillierung weiterer Projekte wird mit Unterstützung des Landes bereits vorangetrieben. Einige verbandsspezifische Kernthemen hat der TMV selbst aufgegriffen. „Nur durch gemeinsames Engagement können wir die Klimaziele erreichen und die natürlichen Grundlagen unserer attraktiven Tourismuslandschaft bewahren“, sagt Woitendorf weiter.
Details zum Sieben-Punkte-Plan und den damit verbundenen Klimazielen des TMV sind auf der Branchen-Website des Tourismusverbandes unter zu finden.
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17. Dez 2024
| Nr. 68
| Pressemitteilungen
Bäume statt Böller
Laut aktueller Umfrage des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern stellen rund zehn Prozent der befragten touristischen Unternehmen fest, dass ihre Gäste auf ein Feuerwerk zum Jahreswechsel verzichten möchten. „Diesen und gern auch allen anderen Gästen empfehlen wir zum Jahreswechsel den Kauf von Waldaktien, die im Ökowertpapier-Shop unter erhältlich sind. Damit können sie ihren Beitrag für die Aufforstung einer Fläche von mindestens einem Quadratmeter in einem der 19 Klimawälder in Mecklenburg-Vorpommern leisten“, sagte Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. 2025 sollen der Klimawald in Dreschvitz auf der Insel Rügen und der Klimawald Fleesensee in der Mecklenburgischen Seenplatte erweitert werden.
Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV, erklärte: „Anstatt das Geld im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft zu schießen, sollten wir es lieber sinnvoll einsetzen und davon einen Beitrag leisten für Klimaschutz, Artenschutz, sauberes Wasser. Das Land MV bietet dazu viele gute und sehr praktische Möglichkeiten. Über unsere Ökowertpapiere können wir durch freiwillige Beiträge Wälder und Hecken pflanzen, Moore vernässen oder auch Streuobstwiesen anlegen. Viele Projekte warten nur darauf, umgesetzt zu werden. So ein Böller verursacht Umweltverschmutzung, verschreckt Tiere und ist nach wenigen Sekunden vergessen, doch Bäume überleben Generationen, helfen dem Klima und bieten Lebensraum und Nahrung für andere Lebewesen.“
Das Angebot zu Silvester zahle laut Woitendorf auch auf den aktuellen Reistrend „Silent Travel“ ein. „Akustische Auszeiten sind gerade in dem am dünnsten besiedelten Bundesland bestens möglich. Gäste wollen im MV-Urlaub zur Ruhe kommen. Es ist das zweitwichtigste Reisemotiv“, sagte Woitendorf.
Ohnehin setze der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern viel daran, dass auch die Tourismusbranche ihren Beitrag zum Klimaschutz leistet. Demnächst soll ein Papier zum strategischen Klimaschutz für den Tourismus veröffentlicht werden, in dem Ziele, Szenarien und Maßnahmen benannt werden.
Hintergrund Waldaktie und Ökowertpapier-Shop
Der Online-Shop wurde im Auftrag des Kompetenzzentrums Ökowertpapiere im Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, Ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommerns initiiert. Mit dem Erwerb von Waldaktien im Wert von je zehn Euro können Gäste, Gastgebende und Einheimische die Neuaufforstung einer Flächeneinheit von mindestens einem Quadratmeter in Mecklenburg-Vorpommern und damit den Aufbau von Klimawäldern unterstützen. Mit den Einnahmen der Waldaktie wird aber nicht nur die Aufforstung, sondern auch die Anpflanzung von Waldsäumen unterstützt. Hierzu werden heimische Baum- und Straucharten für den jeweiligen Standort ausgesucht. Derzeit gibt es 19 Klimawälder im Nordosten. Die Waldaktie war ursprünglich eine gemeinsame Idee des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, des damaligen Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes sowie der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern. Schon zehn Quadratmeter Wald absorbieren so viel CO2, wie eine vierköpfige Familie mit 500 Kilometern Anreise bei einem 14-tägigen Urlaub freisetzt.
Ökowertpapiere erlauben es auch Einzelpersonen, Geld zum Beispiel in die Pflanzung neuer Klimawälder zu investieren. Ihnen wird für ihren freiwilligen Beitrag für den Klimaschutz eine Bescheinigung, symbolisch als Waldaktie, MoorFutures, Streuobstgenussschein oder Heckenscheck, ausgestellt. Jedes Wertpapier hat dabei seine eigenen besonderen Vorteile für verschiedene Ökosystemleistungen.
Weitere Informationen: ; Klimawälder im Überblick:
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05. Nov 2024
| Nr. 58
| Nachhaltigkeit
„Müll im Magen kann ich nicht vertragen“: Nachhaltigkeitsinitiative #natürlichMitVerantwortung nimmt Fahrt auf
Motivieren statt zu belehren: Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative #natürlichMitVerantwortung hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eine digitale Toolbox auf den Weg gebracht, mit deren Hilfe touristische Betriebe, Gemeinden, Gastgeberinnen und Gastgeber ihre Gäste zu naturbewusstem Verhalten im Urlaubsland bewegen können. So soll mit konkreten Verhaltensempfehlungen ein Beitrag zum Erhalt der imposanten Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommerns geleistet werden. Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Natur erleben ist das Hauptmotiv für eine Reise nach Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb ist es der Tourismusbranche ein großes Anliegen, diese für Gäste und Einheimische gleichermaßen zu bewahren. Wir freuen uns deshalb über die Zusammenarbeit mit den Nationalparken Vorpommersche Boddenlandschaft und Müritz. Die Initiative #natürlichMitVerantwortung soll kleine Anstöße zu bewussterem Verhalten geben. Die neu entwickelte Toolbox hilft dabei. Sie ist ein Kommunikations-Werkzeugkasten zur motivierenden Ansprache der Gäste für einen respektvollen Umgang mit der Natur. Die mit dem so genannten Nudging-Ansatz entworfenen Botschaften greifen da, wo Verbotsschilder weniger wirken würden, weil sie besser einordnen und erklären.“
Ausschlaggebend für die Entwicklung der Toolbox waren sichtbar negative Verhaltensfolgen von einigen Gästen in den Nationalen Naturlandschaften trotz angebrachter Verbots- beziehungsweise Hinweisschilder. So hinterlässt ein kleinerer Teil der Besuchenden der Schutzgebiete Müll und verschmutzt damit die Umwelt, campt illegal und stört dadurch nachtaktive Tiere oder lässt Hunde frei herumlaufen und verjagt dadurch beispielsweise Bodenbrüter. Der Landestourismusverband entwickelte die Toolbox in einer in dieser Form neuartigen Zusammenarbeit mit zwei Pilotregionen, dem Müritz-Nationalpark und dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Das Projekt wurde von der Beratungsagentur Realizing Progress begleitet und der Werbeagentur WERK3 umgesetzt. Bereits im letzten Jahr wurde ein mit dem Titel „Tiger in MV gesichtet“ veröffentlicht, der für rücksichtsvollen Umgang mit und in der Natur sensibilisieren soll. Mit dem Aufsetzen der neuen folgt nun der nächste Schritt in der Initiative.
Inhalt und Nutzung der Toolbox
In der Toolbox wird eine umfangreiche Sammlung von kostenlosen Materialien, darunter Plakate, Social-Media-Vorlagen und E-Mail-Templates, angeboten, die gezielt auf die häufigsten Verhaltensprobleme in der Natur eingehen. Durch die Motive werden Themen wie Müllvermeidung, Brandschutz und das Verlassen von Wanderwegen abgedeckt. So werden Gäste durch ein Plakat, auf dem ein Dachs und der Satz „Müll im Magen kann ich nicht vertragen.“ abgebildet sind, daran erinnert, ihren Müll mitzunehmen. Die Nutzung der Toolbox ist kostenlos und benutzerfreundlich gestaltet: Nach einer einfachen Registrierung erhalten Nutzer sofortigen Zugang zu allen Vorlagen. Diese können heruntergeladen und bei Bedarf auch individuell angepasst werden.
Wissenschaftlich fundierte Erarbeitung mit Nudging-Ansatz
Für die Erstellung der Kommunikationsmaterialien in der Toolbox wurden zunächst Gäste in den Nationalparken Vorpommersche Boddenlandschaft und Müritz zu ihren Aktivitäten in den Schutzgebieten sowie zu geltenden Regeln befragt. Die Gäste antworteten auch auf die Frage nach der bevorzugten Informationsquelle für diese Regeln und stellten die Einschränkungen und Probleme, die durch das Verhalten anderer Nutzerinnen und Nutzer wahrgenommen wurden, heraus. Auf der Grundlage der Ergebnisse entstand die Initiative #natürlichMitVerantwortung, die auf die häufigsten und schwerwiegendsten Probleme durch falsches Gästeverhalten zugeschnitten ist.
Methodisch wurde dabei auf die Kommunikationsmethode „Nudging“ gesetzt, die darauf abzielt, Menschen durch kleine Anstöße zu einem klugen und verantwortungsvollen Verhalten zu bewegen, ohne ihre Entscheidungsfreiheit einzuschränken. „Die Nudging-Methode fußt auf dem Dreiklang ‚Motivieren, Erinnern, Vereinfachen‘“, sagte Woitendorf. Anstelle von Verboten würden positive Anreize geschaffen, die Besucherinnen und Besucher dazu anhalten, sich in der Natur achtsam zu verhalten.
Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehört zu den ersten Anwendern
Die Verantwortlichen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft setzen die Toolbox in ihrer Kommunikation bereits ein: „Wir suchen immer wieder nach Lösungen für eine gute Lenkung der Besucher im Sinne des Schutzes der Natur. Das Zusammenwirken von Projekt-Akteuren mit verschiedenen Blickwinkeln hat Freude gemacht, neue Impulse gegeben und vor allem zu wirkungsvollen neuen Anstößen geführt“, sagte Katrin Bärwald, Sprecherin des Nationalparkamtes Vorpommern. „Wir hoffen auf viele weitere Nutzer der Toolbox. Die Zusammenarbeit mit den Nationalparken war für beide Seiten sehr wertvoll, denn wir haben uns gemeinsam einer Herausforderung gestellt und eine Lösung gefunden, von der alle profitieren; eine Win-win-Situation“, sagte Woitendorf abschließend.
Weitere Informationen und Zugang zur Toolbox:
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23. Okt 2024
| Nr. 56
| Pressemitteilungen
+++ Meck-Pomm Short News Oktober +++
Im Ostseeheilbad Zingst auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst versteigert die Kur- und Tourismus GmbH Zingst in Kooperation mit dem Foto-Service CEWE am 24. Oktober um 13:00 Uhr erstmals 20 Strandkörbe. Gäste erhalten die Möglichkeit, auf einen originalen Zingster Strandkorb zu bieten, auf dessen Rückseite zusätzlich ein auf einer witterungsbeständigen Platte gedrucktes Foto montiert ist. Die Bilder sind 100 mal 80 Zentimeter groß und stammen aus dem „CEWE Photo Award“, dem nach Angaben des Veranstalters größten Fotowettbewerb der Welt. Aktuell sind die Strandkörbe in der Strandstraße ausgestellt und können nach der Ersteigerung sofort mitgenommen werden. Die Erlöse werden an den „Verein zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V.“ in Greifswald gespendet.
Weitere Informationen:
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