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Presse

Urlaubsnachrichten aus MV

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MV Tourismus GmbH ist Partner im internationalen Projekt „ReTour“

Pressemitteilungen

Nr. 14

28.04.2026

2 min

Förderung eines regenerativen Tourismus im Ostseeraum im Fokus / Waldnacht und Usedomer Inseltagebuch als Pilotangebote in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt / Testphase der Angebote beginnt im Mai

Der Kinderheilwald in Heringsdorf wird eines der empfohlenen Ausflugsziele im Usedomer Inseltagebuch sein. © MV-T/Gross

„Regenerieren statt verbrauchen“ – das ist das Wesen eines regenerativen Tourismus, der sowohl Gästen als auch Einheimischen zugutekommen soll und für dessen Entwicklung sich die MV Tourismus GmbH engagiert. Die Tourismusgesellschaft ist Partner im Projekt „ReTour“, ein Interreg-Projekt für die Förderregion Südliche Ostsee (South Baltic), das durch die Verantwortlichen der schwedischen Tourismusorganisation Visit Skåne geleitet wird und in dem weitere Partner aus Dänemark, Litauen, Polen und Deutschland organisiert sind. Dazu der Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, Peter Kranz: „Gern bringen wir unsere Expertise in ein Projekt ein, das Angebote für Einheimische und Gäste entwickeln will, die einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten. Wir denken hier gemeinsam strategisch und europäisch.“ In Zusammenarbeit mit der MV Tourismus GmbH und unter Federführung des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT), das das auf drei Jahre angelegte Projekt in Deutschland koordiniert, wurden in Mecklenburg-Vorpommern zwei Pilotangebote entwickelt: die Waldnacht in Vorpommern und das Usedomer Inseltagebuch. Grundlage für diese Angebote lieferten die Ergebnisse der Studie zur Tourismusakzeptanz (urlaubsnachrichten.de). Die in der Studie ermittelten negativen Auswirkungen des Tourismus wie etwa die Verkehrs- und Umweltbelastung sollen mit Hilfe der neuen Angebote minimiert werden. 

Waldnacht in Vorpommern stellt Verbindung zur Natur in den Fokus
Mit der so genannten „Waldnacht in Vorpommern”, ein Angebot für Familien auf und um den Campingplatz Ostseecamping Peenemündung im Fischerdorf Freest, soll Gästen wertschätzendes Verhalten gegenüber der Natur nähergebracht werden. Ferne Eulenrufe, knackendes Unterholz, das Rauschen des Windes in den Baumkronen – die Eindrücke im nächtlichen Wald sind vielfältig. Beim nächtlichen Waldbaden, untersetzt mit Übungen für die Sinne, steht in der Waldnacht die Verbindung zur Natur im Vordergrund. Das daraus resultierende, achtsamere Verhalten der Teilnehmenden soll direkt den Bedenken der Einheimischen vor einer Belastung der Natur durch Gäste begegnen.

Usedomer Inseltagebuch zeigt nachhaltige Mobilitätsangebote auf
Das „Inseltagebuch auf Usedom”, ein Printprodukt im A5-Format, soll einen Beitrag zur nachhaltigeren Gestaltung der touristischen Mobilität auf der Insel leisten. Es soll Gäste motivieren, das Eiland entschleunigt per Bahn, Bus, Rad oder zu Fuß zu entdecken. Das Inseltagebuch, das ebenfalls insbesondere Familien mit Kindern ansprechen soll, enthält Tipps zum Entdecken der Insel etwa durch Strandwanderungen mit dem Naturschutzzentrum Karlshagen oder den Besuch der etwas entlegeneren Region Lieper Winkel, die als Geheimtipp gilt und wo kleine und große Gäste im Heimathof in Rankwitz Wissenswertes zur Region erfahren.

Im Mai startet die Testphase für die Waldnacht und das Usedomer Inseltagebuch. Ziel ist es, diese Prototypen bis 2027 zur Marktreife zu entwickeln. „Es wäre schön, wenn diese Art von Angeboten Schule machen und noch mehr Gastgebende sich mit dem Thema regenerativer Tourismus befassen. Die Waldnacht und das Usedomer Inseltagebuch sind ein guter Anfang“, sagte Peter Kranz.

Bente Grimm, Leiterin Touristische Mobilitätsforschung im NIT, ergänzte: „Die Waldnacht und das Inseltagebuch sind tolle Erlebnisse, die von mehreren Akteuren gemeinsam entwickelt wurden und aktiv dazu beitragen, dass die Natur und die Menschen in der Region vom Tourismus genauso profitieren wie die Gäste. Mecklenburg-Vorpommern gehört damit zu den Vorreitern im Bereich des besonders nachhaltigen beziehungsweise regenerativen Tourismus.“

Weitere Informationen: tourismus.mvnit-kiel.de