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Meeresfilm unter den Walen in der Ausstellung "1:1 Riesen der Meere

26. Sep 2018

| Neues aus den Regionen

Natur pur beim „Darßer NaturfilmFestival“: Ozeaneum als Spielort mit dabei

Pottwale, Pandabären und Polarwölfe – das sind nur einige Protagonisten der Dokumentationen und Filme, die im Rahmen des 14. „Darßer NaturfilmFestivals“ vom 3. bis 7. Oktober gezeigt werden. Zu der beliebten Natur- und Umweltfilmveranstaltung kommen zahlreiche Filmemacher, Naturbegeisterte und Vertreter der Naturschutzbranche auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zusammen. In rund 50 Filmen und Veranstaltungen können Gäste einzigartige Aufnahmen verschiedenster Tiere und Lebensräume bestaunen sowie in Diskussionsrunden mit Experten ins Gespräch kommen. Darüber hinaus wird jeweils einer von zwölf nominierten Filmen in den Kategorien „Wildnis Natur“ und „Mensch und Natur“ mit dem Deutschen Naturfilmpreis und 7.500 Euro prämiert. Einen Vorgeschmack auf das Spektakel gibt es am 2. Oktober im Ozeaneum Stralsund. Hier wird um 19.30 Uhr der 90-minütige Dokumentarfilm „Chasing Coral“ zu sehen sein, der über das klimabedingte Sterben von Korallenriffen informiert. Der Abend steht damit ganz im Zeichen des 2018 stattfindenden Internationalen Jahres des Riffes, das auf die Bedeutung und Bedrohung der sogenannten Korallenbleiche aufmerksam macht. Nach dem Film können Interessierte an einer Diskussionsrunde mit Experten, darunter Dr. Götz-Bodo Reinicke und Mirko Becker vom Deutschen Meeresmuseum, teilnehmen. Die beiden Fachmänner informieren über die Bedrohung der fragilen Meerestiere und das Projekt „Coral Doctors“, bei dem das Deutsche Meeresmuseum, Hotelbetreiber und Mitarbeiter von Tauchstationen gemeinsam versuchen, Korallen auf den Malediven wiederanzusiedeln. Weitere preisgekrönte Dokumentationen werden am 7. Oktober tagsüber im Kinosaal des Ozeaneums präsentiert. Der Film „Der Blaue Planet – Unbekannte Ozeane“ beispielsweise zeigt einerseits faszinierende Aufnahmen von Kleinen Schwertwalen und Großen Tümmlern, andererseits aber auch die Auswirkungen des Klimawandels auf den Lebensraum unzähliger Meerestiere. Einen Einblick in die artenreiche Fauna der Galapagosinseln gewährt die Dokumentation „Galapagos – Im Bann der Meeresströmungen“. Hier erfahren Gäste, warum der Archipel Tiere beheimatet, die sonst nur in der Antarktis vorkommen.
Karten und weitere Informationen sind unter sowie zu finden.

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Dünenläuferin

26. Sep 2018

| Neues aus den Regionen

Herbstliches Laufspektakel: Dünenläufer in Graal-Müritz

Zum dritten Mal wird das Ostseeheilbad Graal-Müritz am 6. Oktober 2018 Dreh- und Angelort eines spektakulären Naturlaufs. Unter dem Namen „Dünenläufer“ warten vier Routen und Wettbewerbe durch die Wälder der Rostocker Heide und entlang der feinen Sandstrände westlich und östlich des Urlaubsortes. Eine Moorwanderung, kulinarische Veranstaltungen wie eine Pasta-Party sowie informative Get-together am 5. und 7. Oktober machen das sportliche Ereignis zum eindrucksvollen Erlebniswochenende. Erwartet werden bis zu 500 Teilnehmer aus ganz Deutschland und Europa. Wer die sportliche Herausforderung in der abwechslungsreichen Ostsee- und Heidelandschaft annehmen möchte, kann je nach Kondition und Ambition einen 43,5 Kilometer langen Kurs (Start: 10.00 Uhr), eine 24-Kilometer-Strecke (Start: 10.00 Uhr) oder einen Erlebnislauf mit 9,1 Kilometern (Start: 10.15 Uhr) wählen. Zusätzlich wird eine Fünfer-Staffel mit gemischten Teams auf einer Distanz von fünf Kilometern angeboten (Start: 11.00 Uhr). Für die nötige Streckenverpflegung ist unterwegs ebenso gesorgt wie für tolle Naturerlebnisse, etwa im Küstenwald oder im Hochmoor. Start und Ziel liegen bei allen Läufen im Graal-Müritzer Rhododendronpark. Weitere Informationen, ein ausführliches Programm sowie Anmeldemöglichkeiten zum Dünenläufer gibt es unter .
Passende Übernachtungen und verlockende Angebote für einen Herbsturlaub in der Region vermittelt der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder unter .

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Eisbärin Noria

21. Sep 2018

| Pressemitteilungen

Von der Bärenburg zum Polarium – für den Rostocker Zoo bricht eine neue Ära an

Viele Rostocker Generationen sind seit den 1950er Jahren mit der Bärenburg aufgewachsen. Heute wurde nun mit der modernen Erlebnis- und Bildungswelt des Polariums ein neues Kapitel im fast 120 Jahre alten Zoo aufgeschlagen. Im Herzen des historischen Zooteils ist mit 200 Tieren wieder Leben eingezogen. Das Polarium nimmt die Besucher mit auf eine Reise vom Süd- zum Nordpol. Die Pinguine leben ausschließlich auf der Südhalbkugel und die Polarbären in der Arktis auf der Nordhalbkugel. Nur im Rostocker Zoo sind sie direkte Nachbarn. Mit etwa 12.500 Quadratmetern Gesamtfläche umfasst das Gelände einerseits ein neues Freigehege mit Bruthöhlen sowie ein Wasserbecken mit Sichtscheiben für bis zu 36 Humboldt-Pinguine und deren Nachwuchs. Zum anderen gibt es eine weitläufige Tundra-Landschaft für drei erwachsene Eisbären und ihre Nachkommen. Zum Polarium gehört zudem ein Besucherinformationszentrum mit einer Eisbären-Ausstellung und den Meereswelten, einem abwechslungsreichen Aquaristikbereich. Dieser erlaubt einen Blick in die mystische Unterwasserwelt der Ozeane. Der Weg der Besucher führt über die Pinguin-Anlage zum ersten Außengehege der Eisbären mit der historischen Einsicht von der Eichenallee und dem erhaltenen Storchenturm weiter ins Besucherzentrum und zum zweiten Außenrevier der Eisbären. Seit Beginn der Spendenkampagne „Taler mehren für die Bären“ vor fünf Jahren sind rund 350.000 Euro an Spenden gesammelt worden. Die Gesamtinvestitionen für den Neubau der Erlebnis- und Bildungslandschaft belaufen sich auf 14,21 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Neubau mit rund zwölf Millionen Euro. „Wir müssen unsere Gäste immer wieder neugierig auf Mecklenburg-Vorpommern machen. Das Polarium ist vor allem ein nachhaltiger Beitrag, die Region weiter saisonunabhängig zu beleben“, so Harry Glawe, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit. Eine Tundra für die Könige der Arktis
Zwei neu eingezogene Eisbären, Noria aus Tschechien und Akiak aus den Niederlanden, werden zur Eröffnung auf den beiden Außenanlagen zu sehen sein. „Beide Eisbären sind mit drei und vier Jahren noch recht jung und sollen ausreichend Zeit erhalten, sich und ihr neues Umfeld kennen zu lernen“, informierte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „Perspektivisch wünschen wir uns, dass die beiden miteinander harmonieren und irgendwann auch für Nachwuchs sorgen werden. Noch in diesem Jahr erwarten wir einen dritten, weiblichen Eisbären, wenn alles planmäßig läuft“. Eisbären werden mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif, wobei die Geschlechtsreife bei weiblichen Tieren etwas eher eintritt. Mehr Platz für Heimkehrer und neue Gruppenmitglieder
Zur Eröffnung des Polariums haben auch 13 weibliche und 13 männliche Humboldt-Pinguine ihr neues und größeres Gehege bezogen. Platz ist für insgesamt 36 Tiere und ihre Nachkommen. Zehn Pinguine sind Heimkehrer, die während der letzten zwei Jahre im Zoo Berlin gelebt haben. Elf Tiere sind aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien nach Rostock gekommen und fünf Pinguine aus dem dänischen Aalborg. Für die Humboldt-Pinguine stehen insgesamt 15 Bruthöhlen zur Verfügung. Zoobesucher können die Pinguine jetzt auch beim Tauchen und Schwimmen beobachten, da ihr Wasserreich mit Sichtscheiben ausgestattet ist. Mützenmeduse und Spiegeleiqualle: Abtauchen in die Tiefen der Ozeane
Im Besucherzentrum heißt es Abtauchen in die Unterwasserwelt der Ozeane. Sieben Quallenkreisel zeigen das 500 Millionen alte Evolutionswunder der Medusen aus dem Stamm der Nesseltiere. Den sanften Bewegungen der Exoten wird eine entspannende Wirkung nachgesagt. Beim Beobachten der Mützenmeduse, der Spiegeleiqualle, der Kompassqualle, der Amakusa-Feuerqualle oder der Papua-Schirmqualle und der erst seit 1992 beschriebenen Eirene lacteoides kann jeder Polariumbesucher mit passender Begleitmusik auf besondere Art und Weise entschleunigen. Den siebenten Quallenkreisel bildet der Jellyfish-Planet mit den Ohrenquallen. Die Bewohner der Quallenkreisel sind in freier Natur in den Tiefen des Nordatlantiks, im Pazifik, im Mittelmeer und im Roten Meer ansässig. Die Quallen wurden teils im Darwineum gezüchtet, teils aber auch aus anderen Ländern geholt. Die weiteste Reise hatten Polypen aus Japan. Im Polarium sind darüber hinaus sechs Aquarien untergebracht, darunter ein großes Indopazifik-Becken mit Drücker- und Feuerfischen. Ein Aquarium mit einem Kraken sowie ein Nordost-Pazifik-Becken mit Anemonen, Seesternen, Hornhaien und weiteren Fischen dieses Lebensraumes werden ebenfalls präsentiert sowie zwei zylinderförmige Aquarien und ein Muränen-Becken. Insgesamt sieben Tierpfleger werden sich um die Eisbären, Pinguine und die Bewohner der Aquarien im Polarium kümmern.
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Pianist und Komponist Kit Armstrong

21. Sep 2018

| Pressemitteilungen

+++ Meck-Pomm Short News September +++

Der Festspielsommer der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, der am 15. Juni begann und am 16. September endete, wurde in diesem Jahr von rund 86.000 Gästen besucht – das sind 4.000 Besucher mehr als 2017 und so viele wie in keinem Jahr zuvor. 87 der 150 angebotenen Konzerte an insgesamt 86 Standorten waren ausverkauft. Zu den Saisonhöhepunkten gehörten die großen Veranstaltungen wie die „Weltstars in Redefin“, bei der unter anderem der Violinist Christian Tetzlaff sowie der Pianist Kit Armstrong die Massen begeisterten, die „360° Violoncello“ auf Schloss Ulrichshusen oder der „Jahrmarkt der Sensationen“, der mit seinen Künstlern quer durchs Land zog. Großen Anklang fanden auch die Open Airs mit Max Raabe und dem Berliner Palast Orchester. Die Planungen für das nächste Jahr sind bereits im Gange. Ende November wird die Programmvorschau für den im Zeitraum vom 15. Juni bis 15. September stattfindenden Festspielsommer 2019 veröffentlicht.
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Waldsee in der Mecklenburgischen Seenplatte

17. Sep 2018

| Pressemitteilungen

Feature: Waldes-Lust

Als Ende Juni 2011 fünf deutsche Waldgebiete zum Welterbe der Menschheit erhoben wurden und damit plötzlich den gleichen herausragenden Status genossen wie die Victoria-Fälle oder Darwins Galápagos-Arche, war die Freude in Mecklenburg-Vorpommern doppelt groß. Denn was die UNESCO damals würdigte, gab es gleich zweimal im Lande: Buchenwälder von universellem Wert, „die als Ökosysteme das Erscheinungsbild eines ganzen Kontinents in einzigartiger Weise geprägt haben.“

Welterbe: Buchenwälder auf Rügen und an der Müritz
Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen etwa fasziniert die grandiose Kulisse des Buchenwalds, der sich von den weißen Kliffhängen der Kreideküste spektakulär ins blaugrüne Meer hinabzustürzen scheint. Dass die Buchen hier nicht nur überlebten, sondern auch prächtig gediehen und richtig alt wurden, ist dem Standort zu verdanken – der unzugänglichen Lage wegen wurde der Jasmunder Buchenwald nie forstwirtschaftlich genutzt. Und so wachsen hier unter hohen Buchenwipfeln vollkommen ungestört Riesenschachtelhalm und Zwiebelzahnwurz, blühen seltene Orchideen wie der Frauenschuh, brüten Wanderfalken und Seeadler, siedeln Mehlschwalben in großen Kolonien an den Hängen des Kreidekliffs.

Auch der Buchenwald von Serrahn im Müritz-Nationalpark ist ein typischer Tiefland-Buchenwald, wie es ihn nur noch im Nordosten Deutschlands gibt. Eine von der Eiszeit hügelig geformte Waldlandschaft mit hunderten Seen, Mooren und Wiesen, in der sich ebenfalls viele seltene Tier- und Pflanzenspezies ausgesprochen wohl fühlen. Im wasserreichen Biotop leben Kraniche und Rohrdommeln, brüten See- und Fischadler. In alten Baumriesen und abgestorbenen Totholzstämmen wohnen Rote-Liste-Sorgenkinder wie die Mopsfledermaus, Käfer-Notfälle wie der Eremit, Schmarotzer-Pilze wie der Buchen-Schleimrübling und zahllose andere Insekten, Pilze, Flechten und Moose.

Ähnlich wie auf Rügen gibt es auch in Serrahn schon seit langer Zeit keine intensive forstwirtschaftliche Nutzung mehr. Schuld – aus heutiger Sicht ein enormer Segen – war die Jagdleidenschaft der Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz, die dieses Revier sogar umzäunten, um es vor Jagdfrevel und Holzdiebstahl zu schützen. Bereits 1952 wurden die Wälder zum Naturschutzgebiet erklärt und 1990 schließlich in den neuen Müritz-Nationalpark integriert. Wo die alten Stämme erahnen lassen, wie die einstigen Urwälder in ganz Deutschland einmal ausgesehen haben.

Aber auch an anderen Standorten im Land dominieren Buchen, die übrigens mit allerlei raffinierten Tricks dafür sorgen, dass Kiefern, Birken und Eichen neben und unter ihnen keine Überlebenschance haben. Die Heiligen Hallen etwa in der Mecklenburgischen Seenplatte bei Feldberg sind ein 360 Jahre alter Buchenwald, der unter Naturliebhabern und Wissenschaftlern Kultstatus genießt. Ein weiteres Buchen-Kleinod ist der Gespensterwald Nienhagen westlich von Rostock, ein bizarrer Küstenwaldstreifen, dessen von Wind und Wetter verdrehte Stämme und Kronen in der Tat einigermaßen geisterhaft wirken. Und auch die Granitz gehört in diese Liste. Ein Naturschutzgebiet mit herrlich-urigem Buchenwald als grüner Fassung für die Krone von Rügen: das berühmte Jagdschloss Granitz.

Weltklasse: Die Eichen von Ivenack
Sagenhafte 1000 Jahre! Die Eichen von Ivenack bei Stavenhagen keimen, als slawische Siedler ihr Weidevieh in die Wälder treiben. Sie strotzen bereits vor Kraft, als die Zisterzienser-Nonnen des Klosters ab 1252 dasselbe tun. Zur Reformation haben sie schon stattliche 500 Jahresringe auf dem knorrigen Zähler. Und heute, noch einmal 500 Jahre danach, ragt das mächtigste der sechs erhaltenen XXL-Exemplare wie eine gigantische Säule gen Himmel – mit einem Volumen von 180 Kubikmetern Holz das älteste und stärkste Lebewesen in Deutschland.

Ivenack heute – das ist ein einzigartiger Tiergarten, in dem die erwähnte mittelalterliche Landnutzungsform des Hudewaldes (Hütewald) weiterhin gepflegt wird. Auch wenn hier statt Weidevieh seit langem Damwild zugange ist, bleiben so die natürlichen Bedingungen erhalten, unter denen die Eichen steinalt geworden sind. Verzichtet wird außerdem konsequent auf künstliche Stabilisierungsmaßnahmen und Schönheitsoperationen, einfache Barrieren um die Eichen schützen die empfindlichen Wurzelbereiche. Und so sind und bleiben die Ivenacker Eichen eine kultur- und naturhistorische Besonderheit, die ihresgleichen in Deutschland sucht.

Zwischen den Wipfeln: Baumkronenpfade auf Rügen und in der Seenplatte
Seit August 2017 können Besucher den tausendjährigen Bäumen übrigens auf Augenhöhe begegnen – auf einem Baumkronenpfad in 20 Meter Höhe. Dessen Höhepunkt ist eine 40 Meter hohe Aussichtsplattform, die per Aufzug erreichbar ist. Der behindertengerecht angelegte Wanderweg durch alle Wachstumszonen der Bäume hat eine Gesamtlänge von 620 Metern und ermöglicht einen perfekten Rundumblick in die Landschaften der Mecklenburgischen Schweiz sowie der Seenplatte.

Einen zweiten Himmelsstürmer ähnlichen Kalibers finden Rügen-Besucher im Naturerbe Zentrum Rügen in Prora bei Binz. Dort wandelt man fünfzehn Meter über dem Erdboden auf der Kronenebene urwüchsiger Buchen. Auf einem über einen Kilometer langen hölzernen Weg, der sich irgendwann plötzlich architektonisch raffiniert in Kreisen um eine Buche herum zu einem 40 Meter hohen Aussichtspunkt schraubt. Dieser wurde einem Adlerhorst nachempfunden und lässt in puncto Ostsee- und Bodden-Panorama keinerlei Wünsche offen.

Die Heilkraft des Waldes: Heringsdorf und Bad Doberan
Wald hat aber noch aus anderen Gründen einen ausgezeichneten Ruf. Umso mehr, wenn er so gesund ist wie in Mecklenburg-Vorpommern, das diesbezüglich mit Brandenburg an der deutschen Spitze steht. Dass gesunder Wald darüber hinaus auch gesund macht, davon sind immer mehr Menschen fest überzeugt. Wald bietet nicht nur Arbeit und Erholung, er ist auch Apotheke und Fitnessstudio. Sein hohes natürliches Potenzial kann perfekt für die gesundheitliche Vorsorge genutzt werden. Seine Atmosphäre – die Stille, das gedämpfte Licht, die frische Luft, die Anwesenheit von Wasser – lassen uns zur Ruhe kommen. Wir erholen uns, wir schlafen besser, der Stresslevel sinkt. Kurzum: Wald entschleunigt und vitalisiert.

Wie das in der Praxis funktioniert, kann seit diesem Jahr jeder selbst testen – auf der Wellness- und Gesundheitsinsel Usedom. Dort eröffnete in Heringsdorf Europas erster zertifizierter Kur- und Heilwald. Eine „Grüne Apotheke am Meer“, in der auf 180 Hektar die heilenden Kräfte des Küstenwaldes bewusst genutzt werden. Ein einziger Tag im Wald nämlich soll das Immunsystem bereits kräftig stärken, den Blutdruck senken, den Puls regulieren und Stresshormone abbauen. An verschiedenen Stationen im Wald können zudem Muskeln aufgebaut sowie Konzentration und Gleichgewicht trainiert werden – ein bislang einzigartiges Projekt.

Doch nicht mehr lange: Was in Heringsdorf gut funktioniert, soll auch in anderen waldreichen Gemeinden Früchte tragen. Zum Beispiel in Bad Doberan. In der Münster-, Molli-, Moor- und Zappanale-Stadt laufen gerade die Vorbereitungen für das groß angelegte und großzügig geförderte Projekt Kur- und Heilwald. Ein 38 Hektar großes Waldgebiet, das als grünes Band die Innenstadt mit der außerhalb gelegenen Moorbad-Klinik verbinden soll. Für deren oft auf Rollstühle angewiesene Patienten wird diese Achse zur Stadt nicht nur barrierefrei sein, sondern auch Kurgebiet, das für Therapien genutzt werden und als Ruhezone dienen soll. Aber auch allen Einheimischen und Gästen soll das Heilmittel Wald einen gesundheitlichen Mehrwert bringen.

Die Waldaktie – Klimawald gegen Klimawandel
Seit 2007 verkauft das Land Mecklenburg-Vorpommern sogenannte Waldaktien, die sich auch elf Jahre nach dem Start großer Beliebtheit erfreuen. Waldaktien sind symbolische Anteilsscheine, mit denen Urlauber die Ökobilanz ihrer Ferienreise aufbessern können, indem sie damit Aufforstungen im Bundesland finanzieren. Wie jeder Baum binden auch diese neuen Gewächse Kohlendioxid und entziehen es somit der Atmosphäre. Und zwar auf zehn Quadratmeter Fläche etwa so viel, wie eine vierköpfige Familie in zwei Wochen Urlaub freisetzt.

Durch eine neu aufgeforstete Waldfläche von zehn Quadratmetern wird in der Wachstumsphase eine Biomasse von circa einem Kubikmeter Holz produziert. Dieser Kubikmeter bindet im Durchschnitt 925 Kilogramm CO2. Die Beispielfamilie setzt in den Ferien etwa 850 Kilogramm Kohlendioxid frei (Pkw-Anreise, Mittelklassehotel, 14-tägiger Urlaub). Mit der auf zehn Quadratmeter Wald entstehenden Holzmenge kann die Familie ihre urlaubsbedingten Emissionen also mehr als ausgleichen. Aufforstung und Pflege von zehn Quadratmetern Wald kosten aktuell etwa 20 Euro. Kauft die Familie also für jeden Urlaub zwei Waldaktien für zehn Euro für Aufforstungen, ist ihr Urlaub CO2-neutral.

Ein überzeugendes Argument, dem bislang 85.000 Interessenten folgten. Und zwar nicht nur aus Deutschland; Waldaktien wurden in ganz Europa und selbst nach Südamerika und Australien verkauft. Landesweit entstanden dadurch 18 Klimawälder auf einer Gesamtfläche von rund 120 Hektar. Nächste Pflanzung: Oktober 2018. Ausführliche Informationen zum Projekt und den Standorten der Klimawälder finden Interessierte auf der Webseite der Waldaktie, wo man sie auch online erwerben kann. Oder im Direktverkauf bei den Forstämtern.

Weitere Informationen:






Weitere Fotos zum Herunterladen:
(Quelle: TMV/Dirk Topel)
(Quelle: TMV/Thomas Grundner)
(Quelle: TMV/Roman Vitt)

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NDR Radiosinfonieorchester

11. Sep 2018

| Pressemitteilungen

25. Jubiläum: Usedomer Musikfestival vereint die musikalische Vielfalt der Ostseeanrainer

Von schwedischem Gesang der Starsopranistin Anne Sofie von Otter über dänische Popmusik und Volkslieder von Gitte Hænning bis zu finnischer Mundharmonikakunst der Formation Sväng: Das Jubiläumsprogramm zum 25-jährigen Bestehen des Usedomer Musikfestivals vom 22. September bis 13. Oktober hat zahlreiche internationale Hochkaräter im Angebot. Im Rahmen des Themenfestivals erklingt in diesem Jahr erstmals Musik aller zehn Ostseeanrainer auf der Zwei-Länder-Insel Usedom. In mehr als 40 Konzerten, Lesungen und Ausstellungen können rund 14.000 erwartete Musikbegeisterte die Vielfalt des Ostseeraums erleben. Die Spielstätten sind so unterschiedlich wie die Protagonisten. „Das Usedomer Musikfestival zählt längst zu den kulturellen Höhepunkten der Herbstsaison. Es symbolisiert auch die internationale Freundschaft zwischen den Ländern der Ostseeregion“, so Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Am 22. September eröffnet Bundeskanzlerin Angela Merkel das dreiwöchige „Podium der Ostsee“ mit einer Festrede. Im Anschluss spielt das preisgekrönte Orchester „Baltic Sea Philharmonic“ unter der Leitung von Kristjan Järvi das erste Konzert des Festivals im Kraftwerk Peenemünde, begleitet von der norwegischen Violinistin Mari Samuelsen. Weitere Höhepunkte: Im Schloss Stolpe können Gäste am 26. September dem sogenannten Meisterkonzert, einem Projekt des litauischen Cellisten David Geringas und der österreichischen Musiker Thomas Albertus Irnberger und Paul Kaspar, beiwohnen. Der 72-jährige Virtuose Geringas wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Goldmedaille im Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb. In der Evangelischen Kirche des Seebades Ahlbeck interpretiert das lettische „Ensemble Raro“ am 4. Oktober alte Werke von Mozart und Schumann neu. Diana Ketler, renommierte Pianistin der Formation, wurde 2001 als Professorin für Klavier an die „Royal Academy of Music“ in London berufen und gab seitdem Meisterkurse in England, Spanien, Japan und vielen weiteren Ländern. In der Evangelischen Kirche St. Marien in Usedom Stadt singt am 7. Oktober Anne Sofie von Otter Lieder von Abba und Jacques Brel bis Bach und Sibelius. Die Mezzosopranistin steht auf den großen internationalen Opernbühnen, nun begeistert sie auf der Insel Usedom. Am 10. Oktober tritt die „Tolvan Big Band“ im Strandhotel Seerose im Seebad Kölpinsee, dem Ferienort bekannter Filmstars aus den 20er und 30er Jahren, auf. Die Musiker aus dem schwedischen Malmö spielen ihre skandinavische Big Band-Musik voller Eleganz und Raffinesse. Mit einem Abschlusskonzert der Radiophilharmonie des NDR Hannover und des russischen Violinisten Sergej Dogadin am 13. Oktober endet das 25. Usedomer Musikfestival dort, wo es begonnen hat: im Kraftwerk Peenemünde, dem größten Industriedenkmal im Nordosten. Das Konzert bildet zugleich den Abschluss der Saison im Musikland Mecklenburg-Vorpommern. Im Rahmen des Festivals wurde zudem der Usedomer Musikpreis der Oscar und Vera Ritter-Stiftung verliehen. Die Auszeichnung und eine 5.000-Euro-Prämie gingen in diesem Jahr an das Saxophon-Talent Alexander Prill. Der 18-jährige Schweriner zeichnet sich durch seine virtuose Technik und einfühlsame Klanggebung aus. Karten und weitere Informationen erhalten Interessierte unter , an der Abendkasse, in allen Touristinformationen der Insel Usedom und unter der Rufnummer 038378 34647. Unterkünfte vermittelt die Usedom Tourismus GmbH unter .

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Der Müther-Turm in Binz

07. Sep 2018

| Neues aus den Regionen

Ufo offen: Binz ehrt Ulrich Müthers Erbe mit einer Themenwoche

Im Rahmen des 700-jährigen Jubiläums ehrt das Ostseebad Binz einen seiner berühmtesten Söhne – den Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007) – mit einer Themenwoche. Mit seinen doppelt gekrümmten Beton-Schalentragwerken prägte Müther die Architektur der Insel Rügen wie kein Zweiter. Vom 17. bis zum 21. September lädt das Ostseebad Binz Architekturinteressierte zu zahlreichen Veranstaltungen, darunter Sonderschauen, Ortsführungen und Vorträgen ein. „Ufo offen“ heißt es beispielsweise in einem seiner bekanntesten Bauten auf dem Eiland: dem Binzer Rettungsturm. Dieser kann während der Themenwoche täglich zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr besichtigt werden. Eine Sonderausstellung mit Plänen und Modellen gewährt Einblicke in Müthers Schaffen. Bei einer Ortsführung und einer Bustour zu den Müther-Bauten in Binz, Baabe und Sellin können Teilnehmer Werke des über die Landesgrenze hinaus bekannten Visionärs bestaunen. Bei einem Workshop mit dem Titel „Geht nicht gibt’s nicht: Wie aus Geraden doppelt gekrümmte Flächen werden“ oder einer Foto-Tour mit dem Titel „Blaue Stunde – Weiße Schale“ können sich Besucher selbst einbringen.
Weitere Informationen sowie Tickets gibt es unter .

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Warnemünder Kreuzfahrtterminal

07. Sep 2018

| Neues aus den Regionen

Erstes Rostock Cruise Festival

Premiere: Vom 14. bis 16. September 2018 wird in Warnemünde das erste Rostock Cruise Festival veranstaltet. Dabei dreht sich im Seebad alles um die Faszination Kreuzfahrt. Am Freitag startet das Festival um 19.00 Uhr mit einer „Cruise Night“ an der Mittelmole, bei der zum Sonnenuntergang bei Musik kühle Drinks und auf dem Streetfood-Markt internationale Leckereien genossen werden können. Der Höhepunkt am Samstagabend ist die Auslaufparade der Kreuzfahrtschiffe „AIDAmar“, „Norwegian Breakaway“ und „Columbus“, die gegen 22.00 Uhr mit einem imposanten Feuerwerk verabschiedet werden. Wer einmal selbst an Bord gehen möchte, kann bei der Aktion Open Ship den Viermaster STS Sedov am Pier 2/3 erleben – am Freitag von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr.
Weitere Informationen:

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Platzhalter Villa

07. Sep 2018

| Neues aus den Regionen

Woche der Bäderarchitektur auf der Insel Usedom

Mit zahlreichen Veranstaltungen, darunter Vorträge, Lesungen, Konzerte sowie geführte Rundgänge, wird vom 9. bis zum 16. September in Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf eine Besonderheit der Kaiserbäder herausgestellt: die Bäderarchitektur. Zum Auftakt der Woche der Bäderarchitektur am 9. September, der zeitlich mit dem bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ unter dem Titel „Erleben, was uns verbindet“ zusammenfällt, erhalten Besucher kostenlos Einblicke in die Museumsvilla Irmgard, wo unter anderem der Film „Wie man 1951 in Heringsdorf Urlaub machte“ gezeigt wird. Die Filmpremiere „Bäderarchitektur – Verwirklichte Träume aus Holz und Stein“ im Haus des Gastes Bansin, ein Fotoworkshop oder die Autorenlesung „Sehwege auf Usedom“ mit der Fotografin Rosemarie Fret im Hans Werner Richter-Haus sind weitere Höhepunkte. Das gesamte Programm ist unter nachzulesen. Die Villen der Kaiserbäder gelten als Europas größtes erhaltenes Bäderarchitektur-Ensemble. Wie bunte Perlen einer Kette säumen sie die rund zwölf Kilometer lange Promenade zwischen Bansin und dem polnischen Swinemünde. Von der Gründerzeit bis in die 1920er Jahr errichteten die Bauherren je nach Geschmack, Finanzkraft und Geltungsbedürfnis ihre individuellen Sehnsuchtsdomizile an der Ostsee – heute Blickfang für Besucher. Dabei bedienten sie sich aus dem reichen Schatz der Stilelemente früherer Epochen wie der Renaissance, dem Barock, der Gründerzeit oder dem Jugendstil.
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Angeln im Stralsunder Hafen

07. Sep 2018

| Neues aus den Regionen

Steinzeit-Workshop und Angel-Einsteigerkurs

Von A wie Angeln bis Y wie Yoga: Mit attraktiven Herbstarrangements laden die Jugendherbergen Mecklenburg-Vorpommerns Familien in den Nordosten ein. Die Jugendherberge Stralsund, am beliebten Angelrevier Strelasund gelegen, lockt vom 12. bis 14. Oktober sowie vom 2. bis 4. November mit einem Angel-Einsteigerkurs, bei dem unter professioneller Anleitung in die Welt der Petrijünger eingeführt wird. Am Abend wird der große Fang beim gemeinsamen Grillen zelebriert. Für die Rundumbetreuung, den Touristenfischereischein, der es Gästen auch ohne Angelschein erlaubt, die Rute auszuwerfen, und zwei Übernachtungen mit Vollpension im Familienzimmer zahlen Kinder bis 13 Jahre 169 Euro, Erwachsene 199 Euro. Zur Beantragung des Touristenfischereischeins ist eine Buchung 30 Tage zuvor erforderlich. Gemeinsam in der Herbstzeit entspannen können Eltern und Kinder in der Hansestadt am Meer zudem beim langen Familien-Yogawochenende vom 19. bis 21. Oktober. Neben drei Yogaeinheiten steht ein Ausflug ins Ozeaneum auf dem Programm. Zwei Übernachtungen mit Vollpension im Familienzimmer inklusive Yogastunden und Ausflug kosten 115 Euro pro Person für Kinder ab sechs Jahre. Satteln & Striegeln: An drei Terminen im Oktober dreht sich in der Jugendherberge Barth mit Reiterhof – südlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gelegen – alles rund ums Pferd. Sechs Übernachtungen mit Vollpension im Familienzimmer inklusive Reitprogramm und Tagesausflug kosten 269 Euro pro Person für Kinder ab acht Jahre. Unter dem Titel „Wilde Familie“ lädt die Jugendherberge Prora auf der Insel Rügen zu einem Steinzeit-Workshop ein. Dabei werden im angrenzenden Wald essbare Pflanzen gesammelt, Feuer gemacht und Werkzeuge mit Materialien aus dem Wald gebaut. Bei einer Wanderung am Strand direkt hinter der Jugendherberge können Teilnehmer zudem Strandfunde aus der Kreidezeit bestaunen. Kinder bis fünf Jahre zahlen 69 Euro für zwei Übernachtungen im Familienzimmer mit Bad, Erwachsene zahlen 119 Euro.
Weitere herbstliche Familienprogramme zwischen Ostsee und Seenplatte gibt es unter:

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