2304 Artikel
Ausgewählte Kategorien:
Alle

28. Feb 2017
| Pressemitteilungen
Jetzt amtlich: Übernachtungsrekord in Mecklenburg-Vorpommern – 30,3 Millionen Übernachtungen 2016
Jetzt ist es amtlich: Mecklenburg-Vorpommern hat im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord erzielt. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs um 2,8 Prozent. Auch die Anzahl der Gästeankünfte liegt mit 7,6 Millionen und einem Zuwachs von 2,3 Prozent deutlich über dem Vorjahresergebnis. „Die Schallmauer von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals durchbrochen, das dritte Rekordjahr in Folge für unser Land. Das sind insgesamt Superzahlen für das abgelaufene Tourismusjahr, bei denen die Gästezahlen und Übernachtungen weiter wachsen. Ich freue mich über das insgesamt beste Ergebnis in der Landesgeschichte von Mecklenburg-Vorpommern. Wachstumstreiber sind insbesondere die Campingplätze, die Hotels und die Ferienunterkünfte. Die Zahlen sind Ansporn und auch Rückenwind für die anstehende Tourismussaison in diesem Jahr“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. Er machte darüber hinaus deutlich: „Das stetige Wachstum ist keine Selbstverständlichkeit. Die touristische Entwicklung muss weiter vorangetrieben werden. Potential besteht vor allem im Binnenland. Entscheidend ist es, Wege zu finden, wie sich der Tourismus vor allem durch qualitatives Wachstum von den Wettbewerbern unterscheidet. Weitere Innovationen und Investitionen sind nötig“, forderte Tourismusminister Glawe.
Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Landestourismusverbandes erklärte: „Der Tourismusbranche ist 2016 ein bemerkenswertes Ergebnis gelungen. Es resultiert aus guter Planung, ergänzenden Investitionen und dem großen Einsatz der Mitarbeiter der Branche. In sieben von zwölf Monaten des Jahres 2016 sind Übernachtungsrekorde zu verzeichnen gewesen. Die Zahlen von zwei weiteren Monaten lagen über dem Vorjahr, lediglich im April, August und November gab es zum Teil feiertags- oder ferienbedingte Rückgänge im Vergleich zu 2015. Wir können nicht davon ausgehen, dass Tourismus von allein immer weiter wächst. Unsere Werteorientierung liegt vor allem in zwei Bereichen: der Qualität des touristischen Angebotes und der Lebensqualität, die der Tourismus den Mecklenburgern und Vorpommern bringt.“
Nahezu alle Reisegebiete legen bei Übernachtungen zu
Bei den Reiseregionen liegen bei den Übernachtungen im Gesamtjahr 2016 die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+6,0 Prozent), das Vorpommersche Festland (+5,2 Prozent), die Insel Usedom (+4,7 Prozent), die Mecklenburgische Ostseeküste (+3,3 Prozent), die Insel Rügen mit Hiddensee (+2,2 Prozent), erneut auf Wachstumskurs. Leichte Rückgänge verzeichnen die Regionen Westmecklenburg (-2,0 Prozent) und die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte (-0,6 Prozent). „Vorpommern legt weiter zu. Die Region ist das Zugpferd im Tourismus. Trotz des eher durchwachsenen Sommerwetters steigen fast überall die Übernachtungen weiter an. Wir brauchen mehr nachhaltige touristische Angebote und Strukturen in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns. Hier kann der Tourismus zum Treiber der regionalen Entwicklung vor Ort werden“, betonte Glawe. Deutliche Zuwächse gibt es bei den Städten in der Hansestadt Rostock mit 1,97 Millionen Übernachtungen (+1,8 Prozent), in der Landeshauptstadt Schwerin mit rund 348.000 Übernachtungen (+4,9 Prozent) und in der Hansestadt Stralsund mit 505.000 Übernachtungen (+4,1) sowie in der Hansestadt Wismar mit einer Steigerung von 4,2 Prozent auf 311.000 Übernachtungen. Campingbereich spielt in der ersten Liga
Die Campingplätze erzielten mit 4,95 Millionen Übernachtungen ein sehr deutliches Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Ankünften legten die Campingplätze um 4,4 Prozent zu. 2016 wurden 1,04 Millionen Camper gezählt. „Im Camping sind wir erste Liga. Der Campingbereich legt sowohl bei Übernachtungen als auch bei den Ankünften deutlich zu. Die Campingfreunde kamen auch trotz des eher durchwachsenen Sommers und vor allem auch in der Nebensaison. Das spricht für das gut ausgebaute Angebot vor Ort“, erläuterte Glawe. In der Hotellerie (Hotels, Gasthöfe und Pensionen) gab es mit rund 13,8 Millionen Übernachtungen ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Ferienunterkünften wurden 8,3 Millionen Übernachtungen gezählt, ein leichtes Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (Ankünfte 1,7 Millionen = Vorjahresniveau). Mehr ausländische Gäste besuchen Mecklenburg-Vorpommern
Immer mehr ausländische Gäste entdecken den Nordosten für sich. 2016 wurden rund 380.000 Gäste (+1,1 Prozent) gezählt, die in der amtlichen Statistik mit 1,03 Million Übernachtungen (+2,0 Prozent) zu Buche schlagen. „Mehr ausländische Gäste machen Urlaub bei uns im Land. Es zeigt sich, dass dort, wo wir aktiv in den Zielmärkten werben, im Ergebnis auch mehr Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Hierzu zählen der Ostseeraum und die Alpenländer. Die Ausrichtung werden wir weiter verfolgen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe. 169.000 Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr von niederländischen Gästen (über 51.000 Ankünfte) erzielt. Danach folgen die Schweizer mit über 164.000 Übernachtungen (rund 50.000 Ankünfte) und die Dänen mit rund 141.000 Übernachtungen (rund 58.000 Ankünfte). Die stärksten Zuwächse bei den Übernachtungen erzielte Österreich mit einem Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (rund 80.000 Übernachtungen). Die meisten Gäste kamen 2016 aus Schweden (67.300 Gäste/133.00 Übernachtungen).
Bei den Reiseregionen liegen bei den Übernachtungen im Gesamtjahr 2016 die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+6,0 Prozent), das Vorpommersche Festland (+5,2 Prozent), die Insel Usedom (+4,7 Prozent), die Mecklenburgische Ostseeküste (+3,3 Prozent), die Insel Rügen mit Hiddensee (+2,2 Prozent), erneut auf Wachstumskurs. Leichte Rückgänge verzeichnen die Regionen Westmecklenburg (-2,0 Prozent) und die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte (-0,6 Prozent). „Vorpommern legt weiter zu. Die Region ist das Zugpferd im Tourismus. Trotz des eher durchwachsenen Sommerwetters steigen fast überall die Übernachtungen weiter an. Wir brauchen mehr nachhaltige touristische Angebote und Strukturen in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns. Hier kann der Tourismus zum Treiber der regionalen Entwicklung vor Ort werden“, betonte Glawe. Deutliche Zuwächse gibt es bei den Städten in der Hansestadt Rostock mit 1,97 Millionen Übernachtungen (+1,8 Prozent), in der Landeshauptstadt Schwerin mit rund 348.000 Übernachtungen (+4,9 Prozent) und in der Hansestadt Stralsund mit 505.000 Übernachtungen (+4,1) sowie in der Hansestadt Wismar mit einer Steigerung von 4,2 Prozent auf 311.000 Übernachtungen. Campingbereich spielt in der ersten Liga
Die Campingplätze erzielten mit 4,95 Millionen Übernachtungen ein sehr deutliches Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Ankünften legten die Campingplätze um 4,4 Prozent zu. 2016 wurden 1,04 Millionen Camper gezählt. „Im Camping sind wir erste Liga. Der Campingbereich legt sowohl bei Übernachtungen als auch bei den Ankünften deutlich zu. Die Campingfreunde kamen auch trotz des eher durchwachsenen Sommers und vor allem auch in der Nebensaison. Das spricht für das gut ausgebaute Angebot vor Ort“, erläuterte Glawe. In der Hotellerie (Hotels, Gasthöfe und Pensionen) gab es mit rund 13,8 Millionen Übernachtungen ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Ferienunterkünften wurden 8,3 Millionen Übernachtungen gezählt, ein leichtes Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (Ankünfte 1,7 Millionen = Vorjahresniveau). Mehr ausländische Gäste besuchen Mecklenburg-Vorpommern
Immer mehr ausländische Gäste entdecken den Nordosten für sich. 2016 wurden rund 380.000 Gäste (+1,1 Prozent) gezählt, die in der amtlichen Statistik mit 1,03 Million Übernachtungen (+2,0 Prozent) zu Buche schlagen. „Mehr ausländische Gäste machen Urlaub bei uns im Land. Es zeigt sich, dass dort, wo wir aktiv in den Zielmärkten werben, im Ergebnis auch mehr Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Hierzu zählen der Ostseeraum und die Alpenländer. Die Ausrichtung werden wir weiter verfolgen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe. 169.000 Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr von niederländischen Gästen (über 51.000 Ankünfte) erzielt. Danach folgen die Schweizer mit über 164.000 Übernachtungen (rund 50.000 Ankünfte) und die Dänen mit rund 141.000 Übernachtungen (rund 58.000 Ankünfte). Die stärksten Zuwächse bei den Übernachtungen erzielte Österreich mit einem Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (rund 80.000 Übernachtungen). Die meisten Gäste kamen 2016 aus Schweden (67.300 Gäste/133.00 Übernachtungen).
3 min
Mehr lesen

28. Feb 2017
| Pressemitteilungen
Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich auf weltgrößter Reisemesse ITB
Mit einer Reihe von guten Nachrichten präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern auf der wichtigsten Reisemesse der Welt, der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Dazu werden zwischen dem 8. und 12. März rund 10.000 Aussteller aus 187 Ländern sowie 120.000 Fachbesucher an den ersten drei Tagen und 60.000 potenzielle Reisende am anschließenden Wochenende erwartet. Partnerland ist Botswana. Dazu Harry Glawe, Wirtschafts- und Tourismusminister Mecklenburg-Vorpommern: „Das Reisezentrum der Welt liegt für fünf Tage in Berlin. Die Internationale Tourismusbörse ist DIE Trendbörse der internationalen Reisebranche. Gerade die Mischung aus nationalen und internationalen Entscheidern sowie den vielen Besuchern macht diese Messe so besonders. Wir haben hier beste Chancen, unser Land vor einem breiten Publikum zu präsentieren. Es geht darum, weiter aktiv für unsere unverwechselbare Natur und die moderne Infrastruktur im Binnenland und an der Küste zu werben. Entscheidend ist, dass Urlauber, die einmal da waren, auch gern wiederkommen und dass wir stetig neue Zielgruppen hinzugewinnen. Wir haben eine Menge zu tun, um touristisch weiter vorn mithalten zu können. Hierzu zählen auch Investitionen in saisonunabhängige Angebote.“ Die Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern Sylvia Bretschneider fügte hinzu: „Die ITB ist der erste große Meilenstein im Tourismusjahr 2017. Sie ermöglicht Fachbesuchern einen Austausch mit internationalen Reiseprofis und Menschen, die das Reisen lieben, einen Schaufensterbummel durch die ganze Welt. Mecklenburg-Vorpommerns Auslage hat Vieles zu bieten: neue Hotels und Freizeiteinrichtungen, bessere Anreisemöglichkeiten und die besten Übernachtungszahlen in der 27-jährigen Landesgeschichte.“
Mecklenburg-Vorpommern im Zeichen von Traditionen und Brauchtum
Der Nordosten präsentiert sich mit insgesamt 21 Ausstellern in der Norddeutschland-Halle mit einem offenen Stand, der die Kernaussagen sowie das Jahresthema widerspiegelt. 2017 spielt das Urlaubsland die neue Karte „Tradition und Brauchtum“ aus. Damit trägt der Landestourismusverband dem Interesse der Gäste nach regionalen Angeboten und authentischen Erlebnissen Rechnung. Beachtlich: Für jeden zehnten Urlaubsgast in Mecklenburg-Vorpommern waren laut der repräsentativen Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2015/2016 Traditionen und Geschichte Gründe für die Reiseentscheidung. Auch bei den Urlaubsaktivitäten spiegelt sich das Interesse der Gäste an Traditionen und Bräuchen wider: 54 Prozent besuchen die Sehenswürdigkeiten des Landes, 20 Prozent besichtigen Museen oder Ausstellungen, 15 Prozent sehen sich UNESCO-Welterbe-Stätten an, und 14 Prozent lassen sich auf Stadtführungen Land, Leute und Geschichte näher bringen. Um den Stellenwert gelebter Traditionen und Bräuche wie dem Tonnenabschlagen, dem Bernsteinschleifen oder den Zeesbootregatten für das Themenjahr 2017 herauszuarbeiten und diese konkret in den Blick von Gästen zu rücken, werden in diesem Jahr fünf Säulen die touristische Werbung zum Thema tragen: Handwerk mit Bootsbau oder Fischerei, gelebte Bräuche wie die plattdeutsche Sprache und die Schleppjagden, das Landleben mit alten Gebäudeensembles oder Dorffesten, kulinarische Spezialitäten von Sanddorn bis Räucherfisch sowie maritime Traditionen vom Strandkorb bis zum Fischerkaten. Zudem wird das Thema mit großer Reichweite in der zentralen Kampagne sowie im Urlaubsmagazin Mecklenburg-Vorpommern aufgegriffen, das kostenlos beim Tourismusverband erhältlich ist und zur ITB als E-Magazin in Kooperation mit Marco Polo veröffentlicht wird. Am Nachmittag des ersten Messetages lädt Mecklenburg-Vorpommern darüber hinaus zu einem Get-together mit dem Titel „In Tradition verbunden“ ein. Die Veranstaltung nimmt rund 200 Gäste mit auf eine Zeit- und Genussreise durch Mecklenburg-Vorpommern. Wo steht MV? Ergebnisse von Studien mit Spannung erwartet
Überdies erwartet die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns im Rahmen der ITB die Ergebnisse vieler maßgeblicher Studien und Analysen, so zum Beispiel die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, den Reisemonitor des ADAC oder das Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes. „Wir hoffen und gehen davon aus, dass wir weiterhin mit an der Spitze der beliebtesten Reiseziele der Deutschen stehen“, sagte Sylvia Bretschneider. In den vergangenen Jahren lieferte sich das Urlaubsland ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bayern. „Wichtiger als Zahlen sind jedoch qualitative Aussagen – auch hier erwarten wir von der ITB neue Erkenntnisse und Impulse“, so Bretschneider weiter. An den drei Fachbesuchertagen der Messe wird es insbesondere Gespräche zum Ausbau der internationalen Beziehungen geben: unter anderem mit großen Veranstaltern aus Österreich und der Schweiz sowie zum Ostseetourismusforum, das im November in Turku/Finnland stattfindet, und die Themen Digitalisierung und Tourismusfinanzierung in den Fokus stellt. Auch barrierefreier Tourismus, Ansätze für nachhaltigen Tourismus, Gesundheitstourismus oder Kooperationen mit großen Verlagen spielen auf der ITB eine Rolle. Für das Publikumswochenende sind vielerlei Aktivitäten am Messestand geplant, darunter Aufritte von Folklore-Tanzgruppen und Bierseminare mit Verkostung. Gute Voraussetzungen für 2017
Die bislang in diesem Jahr veröffentlichten Studien und Prognosen sind ein Indiz dafür, dass die Tourismusbranche auf ein erfolgreiches Jahr hoffen kann. So bleibt Deutschland laut der 33. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Mit 6,9 Prozent der Inlandsurlaube bleibt Mecklenburg-Vorpommern die beliebteste Ferienregion Deutschlands – gleichauf mit Bayern. Laut Gfk/IMT DestinationMonitor Deutschland planen 1,9 Millionen Deutsche eine Privatreise mit mindestens einer Übernachtung nach Mecklenburg-Vorpommern. Damit rangiert der Nordosten auf Platz zwei hinter Bayern. Beim größten Reiseveranstalter, der TUI Deutschland, liegt die deutsche Ostseeküste weiterhin auf Platz eins im Ranking der beliebtesten Reiseziele; die Mecklenburgische Seenplatte ist auf Rang sechs gut positioniert. Nach Angaben des Deutschen Tourismusverbandes hat sich die Zahl der Übernachtungen in Deutschland zum siebenten Mal in Folge einen neuen Spitzenwert erreicht: 447,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland zählten Deutschlands Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2016. Das sind drei Prozent mehr Übernachtungen als 2015. Die Pressekonferenz auf der ITB findet am 8. März um 10.00 Uhr im Medienzentrum (Pressekonferenzraum 1) in Halle 5.3 statt.
Der Nordosten präsentiert sich mit insgesamt 21 Ausstellern in der Norddeutschland-Halle mit einem offenen Stand, der die Kernaussagen sowie das Jahresthema widerspiegelt. 2017 spielt das Urlaubsland die neue Karte „Tradition und Brauchtum“ aus. Damit trägt der Landestourismusverband dem Interesse der Gäste nach regionalen Angeboten und authentischen Erlebnissen Rechnung. Beachtlich: Für jeden zehnten Urlaubsgast in Mecklenburg-Vorpommern waren laut der repräsentativen Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2015/2016 Traditionen und Geschichte Gründe für die Reiseentscheidung. Auch bei den Urlaubsaktivitäten spiegelt sich das Interesse der Gäste an Traditionen und Bräuchen wider: 54 Prozent besuchen die Sehenswürdigkeiten des Landes, 20 Prozent besichtigen Museen oder Ausstellungen, 15 Prozent sehen sich UNESCO-Welterbe-Stätten an, und 14 Prozent lassen sich auf Stadtführungen Land, Leute und Geschichte näher bringen. Um den Stellenwert gelebter Traditionen und Bräuche wie dem Tonnenabschlagen, dem Bernsteinschleifen oder den Zeesbootregatten für das Themenjahr 2017 herauszuarbeiten und diese konkret in den Blick von Gästen zu rücken, werden in diesem Jahr fünf Säulen die touristische Werbung zum Thema tragen: Handwerk mit Bootsbau oder Fischerei, gelebte Bräuche wie die plattdeutsche Sprache und die Schleppjagden, das Landleben mit alten Gebäudeensembles oder Dorffesten, kulinarische Spezialitäten von Sanddorn bis Räucherfisch sowie maritime Traditionen vom Strandkorb bis zum Fischerkaten. Zudem wird das Thema mit großer Reichweite in der zentralen Kampagne sowie im Urlaubsmagazin Mecklenburg-Vorpommern aufgegriffen, das kostenlos beim Tourismusverband erhältlich ist und zur ITB als E-Magazin in Kooperation mit Marco Polo veröffentlicht wird. Am Nachmittag des ersten Messetages lädt Mecklenburg-Vorpommern darüber hinaus zu einem Get-together mit dem Titel „In Tradition verbunden“ ein. Die Veranstaltung nimmt rund 200 Gäste mit auf eine Zeit- und Genussreise durch Mecklenburg-Vorpommern. Wo steht MV? Ergebnisse von Studien mit Spannung erwartet
Überdies erwartet die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns im Rahmen der ITB die Ergebnisse vieler maßgeblicher Studien und Analysen, so zum Beispiel die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, den Reisemonitor des ADAC oder das Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes. „Wir hoffen und gehen davon aus, dass wir weiterhin mit an der Spitze der beliebtesten Reiseziele der Deutschen stehen“, sagte Sylvia Bretschneider. In den vergangenen Jahren lieferte sich das Urlaubsland ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bayern. „Wichtiger als Zahlen sind jedoch qualitative Aussagen – auch hier erwarten wir von der ITB neue Erkenntnisse und Impulse“, so Bretschneider weiter. An den drei Fachbesuchertagen der Messe wird es insbesondere Gespräche zum Ausbau der internationalen Beziehungen geben: unter anderem mit großen Veranstaltern aus Österreich und der Schweiz sowie zum Ostseetourismusforum, das im November in Turku/Finnland stattfindet, und die Themen Digitalisierung und Tourismusfinanzierung in den Fokus stellt. Auch barrierefreier Tourismus, Ansätze für nachhaltigen Tourismus, Gesundheitstourismus oder Kooperationen mit großen Verlagen spielen auf der ITB eine Rolle. Für das Publikumswochenende sind vielerlei Aktivitäten am Messestand geplant, darunter Aufritte von Folklore-Tanzgruppen und Bierseminare mit Verkostung. Gute Voraussetzungen für 2017
Die bislang in diesem Jahr veröffentlichten Studien und Prognosen sind ein Indiz dafür, dass die Tourismusbranche auf ein erfolgreiches Jahr hoffen kann. So bleibt Deutschland laut der 33. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Mit 6,9 Prozent der Inlandsurlaube bleibt Mecklenburg-Vorpommern die beliebteste Ferienregion Deutschlands – gleichauf mit Bayern. Laut Gfk/IMT DestinationMonitor Deutschland planen 1,9 Millionen Deutsche eine Privatreise mit mindestens einer Übernachtung nach Mecklenburg-Vorpommern. Damit rangiert der Nordosten auf Platz zwei hinter Bayern. Beim größten Reiseveranstalter, der TUI Deutschland, liegt die deutsche Ostseeküste weiterhin auf Platz eins im Ranking der beliebtesten Reiseziele; die Mecklenburgische Seenplatte ist auf Rang sechs gut positioniert. Nach Angaben des Deutschen Tourismusverbandes hat sich die Zahl der Übernachtungen in Deutschland zum siebenten Mal in Folge einen neuen Spitzenwert erreicht: 447,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland zählten Deutschlands Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2016. Das sind drei Prozent mehr Übernachtungen als 2015. Die Pressekonferenz auf der ITB findet am 8. März um 10.00 Uhr im Medienzentrum (Pressekonferenzraum 1) in Halle 5.3 statt.
4 min
Mehr lesen

21. Feb 2017
| Pressemitteilungen
Leuchtturm im Meer: Mecklenburg-Vorpommern richtet Ostseetourismuszentrum ein
Mecklenburg-Vorpommern setzt im Bereich der touristischen Zusammenarbeit im Ostseeraum weiter Akzente. Zu Jahresbeginn konnte beim Landestourismusverband (TMV) ein zentrales Projekt innerhalb des EU-Programms „Südliche Ostsee 2014-2020“ gestartet werden: Innerhalb der kommenden drei Jahre soll mit dem Ostseetourismuszentrum (Baltic Sea Tourism Center) eine Schaltzentrale für den Tourismus im Ostseeraum entstehen, mit der die länderübergreifende Vernetzung von Tourismusakteuren weiter gefördert werden kann. In dem zunächst auf drei Jahre angelegten Projekt mit einem Gesamtbudget von rund 1,5 Millionen Euro arbeiten fünf Kernpartner aus Dänemark, Litauen, Polen sowie Mecklenburg-Vorpommern mit – neben dem TMV auch die Fachhochschule Stralsund als wissenschaftlicher Berater. Weitere zehn assoziierte Partner aus sieben Ostseeländern begleiten das Projekt, darunter die Deutsche Zentrale für Tourismus und das Wirtschaftsministerium MV.
Zum Start des Projektes mit dem offiziellen Titel „Baltic Sea Tourism Center – Sustainable development structures for active tourism“ treffen sich am 21. Februar 2017 im Internationalen Haus des Tourismus in Rostock mehr als 30 Projektteilnehmer und strategische Partner. Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes MV sowie Vorsitzende der Projektgruppe „Nachhaltiger Tourismus“ der Ostsee-Parlamentarier, erklärte aus diesem Anlass: „Wir erhoffen uns vom Ostseetourismuszentrum Impulse zur nachhaltigen Entwicklung des Tourismus im Ostseeraum. Organisationen werden enger und stabiler vernetzt, Wissen wird transferiert, Impulse für zukünftige Kooperationen und Projekte sollen gesetzt werden. Dies alles wird dazu beitragen, die Sichtbarkeit der Region zu erhöhen und die Zahl internationaler Besucher mittel- bis langfristig steigern zu können. Das Projektbüro in Rostock mit seinen drei Mitarbeitern kann dabei buchstäblich wie ein Leuchtturm im Meer wirken.“ Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe ergänzte: „Das Internationale Haus des Tourismus wird mit internationalem Leben gefüllt. Wir können mit dem neuen Zentrum den Ostseeraum im Wettbewerb zu anderen Destinationen, wie beispielsweise dem Mittelmeer, noch besser vermarkten. Ziel ist es dabei auch, neue Gästegruppen durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu erschließen.“
Das Ostseetourismuszentrum gilt als strategisches Schlüsselprojekt und soll für mehr Kontinuität in der touristischen Entwicklung im Ostseeraum sorgen. Zentrale Aspekte dabei sind die Themen Nachhaltigkeit, Saisonalität und Internationalisierung des touristischen Angebotes. Als Schnittstelle zwischen Politik und Tourismuswirtschaft soll es zur Umsetzung der genannten Handlungsfelder beitragen, nationale Aktivitäten sinnvoll ergänzen und der Ostsee zu mehr Aufmerksamkeit im internationalen Wettbewerb verhelfen.
Unter anderem soll eine Service-Einheit zur Netzwerkarbeit aufgebaut werden, die bei der Orientierung innerhalb der EU-Programme und bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen hilft. Daneben werden von den Projektpartnern mindestens zwölf konkrete Produkte für Aktivtourismus entwickelt und vermarktet. Überdies sind Werbekampagnen zunächst in den Ländern Großbritannien und Österreich geplant.
Unterstützung erfährt das Projekt auch von der Welttourismusorganisation UNWTO, dem Ostseerat, der Union der Ostseestädte sowie nationalen und regionalen Tourismusministerien der Ostseeanrainerländer.
Ostseetourismus mit hohem Wachstumspotenzial
Verbandspräsidentin Sylvia Bretschneider verwies im Hinblick auf das Projekt auf die hohen Wachstumspotenziale für den Tourismus im Ostseeraum. Die Ostseeanrainerländer zählten 2014 mehr als 111 Millionen internationale Gästeankünfte, schon dies ein Anstieg um 39,5 Prozent seit 2005. Nach Prognosen der Welttourismusorganisation UNWTO werden sich die internationalen Ankünfte weltweit in den nächsten Jahren weiter dynamisch entwickeln. 2030 sollen sie auf 1,8 Milliarden Ankünfte anwachsen, in Europa von 607,6 Millionen (2015) um 22,4 Prozent auf 744 Millionen. „Davon können die Ostseeregionen stark profitieren und den Tourismus als Wirtschaftsfaktor weiter ausbauen“, erklärte Sylvia Bretschneider. Der Tourismussektor ist schon jetzt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Europa. So trug er 2015 mit 3,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Europäischen Union bei und hatte mit 14,2 Millionen Jobs einen direkten Beschäftigungsanteil von 3,6 Prozent. Werden indirekte Effekte wie zum Beispiel Investitionen in die Tourismusinfrastruktur hinzugerechnet, erhöhen sich das BIP sowie der Beschäftigungsanteil auf fast zehn Prozent. Der World Travel & Tourism Council (WTTC) erwartet einen jährlichen Beschäftigungsanstieg um zwei Prozent auf 17,6 Millionen Jobs im Tourismus im Jahr 2026. Mecklenburg-Vorpommern vergrößert mit dem Projekt Ostseetourismuszentrum seine touristische Kompetenz im Ostseeraum und kann auf Rückenwind für die eigenen Ziele im Bereich Internationalisierung hoffen. Bereits im Jahr 2008 wurde auf Initiative des Bundeslandes das 1. Ostsee-Tourismusforum in Rostock ausgerichtet; seither begleitet Mecklenburg-Vorpommern das Forum als Kernpartner. Im Wirtschaftsministerium des Landes ist zudem die Koordinierungsstelle der EU-Ostseestrategie für den Politikbereich Tourismus angesiedelt. Darüber hinaus leitet die Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes, Sylvia Bretschneider, die Projektgruppe „Nachhaltiger Tourismus“ der Ostsee-Parlamentarierkonferenz. 10. Ostseetourismusforum in Turku wird vom Ostseetourismuszentrum unterstützt
Die Idee zur Entwicklung eines Ostseetourismuszentrums ist auch Ergebnis der jährlich stattfindenden Ostsee-Tourismusforen (Baltic Sea Tourism Forum). Erstmalig erwähnt wurde das Zentrum in der Deklaration im Jahr 2012. Mit wechselnden Gastgeberländern trägt das Forum bereits wesentlich zu einem länderübergreifenden Austausch auf transnationaler Ebene bei. Das Forum hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Treffpunkt von Touristikern im Ostseeraum entwickelt und soll auch zukünftig als wichtige Branchenplattform Impulse in die Region liefern und über aktuelle Entwicklungen informieren. Das 10. Ostseetourismusforum ist in diesem Jahr vom 2. bis 3. November 2017 in der Partnerregion Turku in Finnland geplant. Es werden bis zu 150 Tourismusvertreter aus allen Anrainerländern erwartet. Themenschwerpunkte der Jubiläumskonferenz sind die Bereiche Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Tourismusfinanzierung. Für eine kontinuierliche Fortführung in den kommenden Jahren wird eine engere Verknüpfung der Veranstaltung mit dem Ostseerat angestrebt. Denkbar ist eine Koppelung der Konferenz an die jährlich wechselnde Ostseeratspräsidentschaft. Erste positive Signale seitens des Ostseerates hat es bereits gegeben. Weiterführende Gespräche mit dem Sekretariat sind seitens des Tourismusverbandes MV und des Politikbereichs Tourismus der EU-Ostseestrategie Ende Februar in Jurmala/Lettland geplant. Die Bindung an den Ostseerat würde dem Forum neben einer gesicherten Durchführung auch Kontinuität in der thematischen Ausgestaltung für die kommenden Jahre verleihen.
Verbandspräsidentin Sylvia Bretschneider verwies im Hinblick auf das Projekt auf die hohen Wachstumspotenziale für den Tourismus im Ostseeraum. Die Ostseeanrainerländer zählten 2014 mehr als 111 Millionen internationale Gästeankünfte, schon dies ein Anstieg um 39,5 Prozent seit 2005. Nach Prognosen der Welttourismusorganisation UNWTO werden sich die internationalen Ankünfte weltweit in den nächsten Jahren weiter dynamisch entwickeln. 2030 sollen sie auf 1,8 Milliarden Ankünfte anwachsen, in Europa von 607,6 Millionen (2015) um 22,4 Prozent auf 744 Millionen. „Davon können die Ostseeregionen stark profitieren und den Tourismus als Wirtschaftsfaktor weiter ausbauen“, erklärte Sylvia Bretschneider. Der Tourismussektor ist schon jetzt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Europa. So trug er 2015 mit 3,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Europäischen Union bei und hatte mit 14,2 Millionen Jobs einen direkten Beschäftigungsanteil von 3,6 Prozent. Werden indirekte Effekte wie zum Beispiel Investitionen in die Tourismusinfrastruktur hinzugerechnet, erhöhen sich das BIP sowie der Beschäftigungsanteil auf fast zehn Prozent. Der World Travel & Tourism Council (WTTC) erwartet einen jährlichen Beschäftigungsanstieg um zwei Prozent auf 17,6 Millionen Jobs im Tourismus im Jahr 2026. Mecklenburg-Vorpommern vergrößert mit dem Projekt Ostseetourismuszentrum seine touristische Kompetenz im Ostseeraum und kann auf Rückenwind für die eigenen Ziele im Bereich Internationalisierung hoffen. Bereits im Jahr 2008 wurde auf Initiative des Bundeslandes das 1. Ostsee-Tourismusforum in Rostock ausgerichtet; seither begleitet Mecklenburg-Vorpommern das Forum als Kernpartner. Im Wirtschaftsministerium des Landes ist zudem die Koordinierungsstelle der EU-Ostseestrategie für den Politikbereich Tourismus angesiedelt. Darüber hinaus leitet die Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes, Sylvia Bretschneider, die Projektgruppe „Nachhaltiger Tourismus“ der Ostsee-Parlamentarierkonferenz. 10. Ostseetourismusforum in Turku wird vom Ostseetourismuszentrum unterstützt
Die Idee zur Entwicklung eines Ostseetourismuszentrums ist auch Ergebnis der jährlich stattfindenden Ostsee-Tourismusforen (Baltic Sea Tourism Forum). Erstmalig erwähnt wurde das Zentrum in der Deklaration im Jahr 2012. Mit wechselnden Gastgeberländern trägt das Forum bereits wesentlich zu einem länderübergreifenden Austausch auf transnationaler Ebene bei. Das Forum hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Treffpunkt von Touristikern im Ostseeraum entwickelt und soll auch zukünftig als wichtige Branchenplattform Impulse in die Region liefern und über aktuelle Entwicklungen informieren. Das 10. Ostseetourismusforum ist in diesem Jahr vom 2. bis 3. November 2017 in der Partnerregion Turku in Finnland geplant. Es werden bis zu 150 Tourismusvertreter aus allen Anrainerländern erwartet. Themenschwerpunkte der Jubiläumskonferenz sind die Bereiche Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Tourismusfinanzierung. Für eine kontinuierliche Fortführung in den kommenden Jahren wird eine engere Verknüpfung der Veranstaltung mit dem Ostseerat angestrebt. Denkbar ist eine Koppelung der Konferenz an die jährlich wechselnde Ostseeratspräsidentschaft. Erste positive Signale seitens des Ostseerates hat es bereits gegeben. Weiterführende Gespräche mit dem Sekretariat sind seitens des Tourismusverbandes MV und des Politikbereichs Tourismus der EU-Ostseestrategie Ende Februar in Jurmala/Lettland geplant. Die Bindung an den Ostseerat würde dem Forum neben einer gesicherten Durchführung auch Kontinuität in der thematischen Ausgestaltung für die kommenden Jahre verleihen.
4 min
Mehr lesen

16. Feb 2017
| Pressemitteilungen
+++ Meck-Pomm Short News Februar 2 +++
Auf direktem Weg zu frischem Fisch: Über 80 Adressen von Küsten- und Binnenfischern, die ihren Fang in der Räucherei, dem Restaurant oder auf dem eigenen Fischerhof direkt vermarkten, finden Genießer ab sofort im ersten Fischeinkaufsführer für ganz Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus erfährt der Leser, welcher Fisch in Ostsee, Bodden, Fluß und See heimisch ist und wann er Saison hat. Kurzportraits und Interviews heimischer Fischer und saisonale Fischrezepte ergänzen die Publikation. Wer seinen Fisch lieber selbst fängt, findet zudem Tipps und Adressen zu Angelrevieren, Übernachtungsmöglichkeiten auf Fischerhöfen, Angeltouren und Bootsverleihern. Der Fischeinkaufsführer ist beim Verein „landaktiv“ unter info@landaktiv-mv.de oder unter der Telefonnummer 038226 53531 gegen Versandkosten zu bestellen und steht unter zum Blättern bereit.
Weitere Informationen: ,
2017 steht die Hansestadt Rostock, geistiges Zentrum der Reformation in Mecklenburg, ganz im Zeichen der 500-jährigen Geschichte der kirchlichen Erneuerungsbewegung. Von April bis Oktober können Gäste bei einer thematischen Führung mehr über die Anfänge der reformatorischen Bewegung in der Hansestadt erfahren, die maßgeblich durch den Reformator Joachim Slüter initiiert wurde. Ein besonderer Höhepunkt sind die Sonderführungen mit Kurzvorträgen von Rostocker Pastoren und einem historischen Schauspiel, der „Slüterhochzeit“. Von Juli bis November ist dann die Sonderausstellung „Das Netz des Glaubens. Rostock, Mecklenburg und die Reformation im Ostseeraum“ im Kulturhistorischen Museum zu sehen, die sich der Verbreitung reformatorischen Gedankenguts von Rostock über Mecklenburg bis in den Ostseeraum widmet. Zudem können sich Pilgerreisende ab sofort den zum Jubiläumsjahr neu kreierten Joachim-Slüter-Stempel in ihren Pilgerpass setzen lassen, der unter anderem in der Petrikirche erhältlich ist. Weitere Informationen:
Zur achten Fachtagung Reittourismus treffen sich am 22. Februar in der Viehhalle in Güstrow rund 60 Reittouristiker und Vertreter von Gemeinden und Landkreisen zu Fachvorträgen und Diskussionen. Zwei aktuelle Themen stehen im Mittelpunkt: Zum einen wird die erste digitalisierte Reitwegekarte für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Zum anderen informieren Fachreferenten aus der Veterinärmedizin über das Thema Krisenmanagement bei Erkrankungen von Pferden. Möglichkeiten der touristischen Präsentation im Tourismusportal des Landes sowie Aktivitäten des Fachverbandes Landurlaub e. V. Mecklenburg-Vorpommern im Reittourismus in Kooperation mit dem Landestourismusverband stehen darüber hinaus auf dem Programm. Zum Tagungsprogramm:
20 Urlaubsangebote in fünf Urlaubsregionen und vier Städten im Nordosten listet der neue Angebotsflyer des Landestourismusverbandes für Gäste aus dem Ausland. Erschienen ist er in den Sprachen deutsch, englisch, niederländisch, schwedisch und dänisch. Neben Übernachtungen in Schlosshotels, Resorts oder Vier-Sterne-Häusern enthalten die Arrangements Zusatzleistungen wie Stadtrundgänge, Wellness-Anwendungen oder Mehr-Gänge-Menüs. Vertreten sind die Städte Rostock, Wismar, Stralsund und Schwerin sowie die Mecklenburgische Ostseeküste, die Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Schwerin und die Inseln Rügen und Usedom. Darüber hinaus enthält die Broschüre Kontakte zu Urlaubsregionen und Städten sowie Informationen zur Anreise. Der Vertrieb erfolgt auf den wichtigsten Auslandsmessen und Presseveranstaltungen in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Dänemark und Schweden sowie über die fremdsprachigen Internetseiten des Landestourismusverbandes. Weitere Informationen:
+++ Hansestadt Rostock im Zeichen von 500 Jahren Reformation +++
2017 steht die Hansestadt Rostock, geistiges Zentrum der Reformation in Mecklenburg, ganz im Zeichen der 500-jährigen Geschichte der kirchlichen Erneuerungsbewegung. Von April bis Oktober können Gäste bei einer thematischen Führung mehr über die Anfänge der reformatorischen Bewegung in der Hansestadt erfahren, die maßgeblich durch den Reformator Joachim Slüter initiiert wurde. Ein besonderer Höhepunkt sind die Sonderführungen mit Kurzvorträgen von Rostocker Pastoren und einem historischen Schauspiel, der „Slüterhochzeit“. Von Juli bis November ist dann die Sonderausstellung „Das Netz des Glaubens. Rostock, Mecklenburg und die Reformation im Ostseeraum“ im Kulturhistorischen Museum zu sehen, die sich der Verbreitung reformatorischen Gedankenguts von Rostock über Mecklenburg bis in den Ostseeraum widmet. Zudem können sich Pilgerreisende ab sofort den zum Jubiläumsjahr neu kreierten Joachim-Slüter-Stempel in ihren Pilgerpass setzen lassen, der unter anderem in der Petrikirche erhältlich ist. Weitere Informationen:
+++ 8. Fachtagung Reittourismus für Mecklenburg-Vorpommern widmet sich aktuellen Themen der Branche +++
Zur achten Fachtagung Reittourismus treffen sich am 22. Februar in der Viehhalle in Güstrow rund 60 Reittouristiker und Vertreter von Gemeinden und Landkreisen zu Fachvorträgen und Diskussionen. Zwei aktuelle Themen stehen im Mittelpunkt: Zum einen wird die erste digitalisierte Reitwegekarte für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Zum anderen informieren Fachreferenten aus der Veterinärmedizin über das Thema Krisenmanagement bei Erkrankungen von Pferden. Möglichkeiten der touristischen Präsentation im Tourismusportal des Landes sowie Aktivitäten des Fachverbandes Landurlaub e. V. Mecklenburg-Vorpommern im Reittourismus in Kooperation mit dem Landestourismusverband stehen darüber hinaus auf dem Programm. Zum Tagungsprogramm:
+++ Angebotsflyer für ausländische Gäste in fünf Sprachen erschienen +++
20 Urlaubsangebote in fünf Urlaubsregionen und vier Städten im Nordosten listet der neue Angebotsflyer des Landestourismusverbandes für Gäste aus dem Ausland. Erschienen ist er in den Sprachen deutsch, englisch, niederländisch, schwedisch und dänisch. Neben Übernachtungen in Schlosshotels, Resorts oder Vier-Sterne-Häusern enthalten die Arrangements Zusatzleistungen wie Stadtrundgänge, Wellness-Anwendungen oder Mehr-Gänge-Menüs. Vertreten sind die Städte Rostock, Wismar, Stralsund und Schwerin sowie die Mecklenburgische Ostseeküste, die Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Schwerin und die Inseln Rügen und Usedom. Darüber hinaus enthält die Broschüre Kontakte zu Urlaubsregionen und Städten sowie Informationen zur Anreise. Der Vertrieb erfolgt auf den wichtigsten Auslandsmessen und Presseveranstaltungen in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Dänemark und Schweden sowie über die fremdsprachigen Internetseiten des Landestourismusverbandes. Weitere Informationen:
2 min
Mehr lesen

10. Feb 2017
| Pressemitteilungen
+++ Meck-Pomm Short News Februar +++
Erstmalig präsentieren die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2017 unter dem Titel „Mäck & Pomm“ ein neues Kinder- und Familienprogramm. Bei den verschiedensten Konzerten in ganz Mecklenburg-Vorpommern während des kommenden Festspielsommers haben Kinder die Möglichkeit, die klassische Musik zu erforschen und die Instrumente und Künstler besser kennenzulernen. Das Programm reicht vom großen Kinder- und Familienfest in Hasenwinkel bis zu einem Nachmittag mit Daniel Hope, der in Rostock ein Kinderkonzert gestaltet und dabei alles rund um die Violine erklärt. Darüber hinaus schreiben die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit dem Bildungsministerium jährlich eine Partner- und zwei Projektschulen aus, in denen die Schüler in Workshops und Gesprächen mit Festspielkünstlern ganz nah an die Musik herankommen und selbst Konzerte veranstalten. Einzelheiten erfahren Eltern und Kinder ab dem 21. Februar unter . Dann beginnt auch der Vorverkauf.
Weitere Informationen zu den Festspielen MV:
3 min
Mehr lesen

08. Feb 2017
Feature: Wi knüppen un wäben en Teppich för’t Leben
Helga Grabow ist die letzte ihrer Zunft. In ihrer Stube in Spandowerhagen geht sie einer Handwerks-Kunst nach, die man nicht unbedingt und zuallererst verorten würde in einer Küstenregion. Dabei passt sie auf den zweiten Blick durchaus gut zu Land und Leuten, braucht es für ihre Ausübung und Vollendung doch Zeit und Geduld, Fingerfertigkeit und Geschick – allesamt Eigenschaften, die man sehr wohl verbindet mit dem Menschenschlag im hohen Nordosten Vorpommerns.
Helga Grabow nämlich knüpft Teppiche. Fischerteppiche, um genau zu sein. Wertvolle Unikate mit überwiegend maritimen Motiven, die gern auch als „Perser von der Ostsee“ geadelt und gehandelt werden. Mit unfassbaren 58.000 Knoten pro Quadratmeter, wofür Fachfrauen wie Helga Grabow etwa 160 Stunden und 2.500 Gramm Wolle brauchen. Jedes Stück ist einzigartig, und genau das macht ihr besonders Spaß: „Handarbeit habe ich schon immer sehr gemocht“, sagt sie mit typisch norddeutschem Zungenschlag, „und jeder Teppich, den ich knüppen tu, hat immer ein anderes schönes Motiv.“ Wellen, Möwen, Schwäne, Kormorane, Stranddisteln, Koggen, Anker – gern auch im Doppel- oder als Viererpack – sowie Fische natürlich in unterschiedlichsten und originellen Kombinationen und Farben bilden den klassischen Motivkanon der Pommerschen Fischerteppiche. Neben dem Meer kommt der Wald ins Spiel mit Hirschen, Hirschkäfern, Eichkatern und Eichenlaub. Und der Hansestadt Greifswald wird gern mit dem Wappentier-Greif ein wollenes Denkmal gewebt – als immerwährende Danksagung für eine Rettung aus großer Not in schweren Zeiten. 1928 nämlich stehen die Fischer der Region urplötzlich vor dem Nichts. Ein dreijähriges Fangverbot in der südlichen Ostsee soll dem dezimierten Fischbestand wieder auf die Flossen helfen. Den Fischern drohen Arbeitslosigkeit und Armut, da kommt dem Greifswalder Landrat Werner Kogge eine geniale Idee: Leute, die mit großem Geschick Netze und Reusen knüpfen und flicken können, müssten doch auch in der Lage sein, Teppiche herzustellen und aus deren Verkauf ein Einkommen zu erzielen. Gesagt, getan: Auf eine Annonce meldet sich der österreichische Textilexperte Rudolf Stundl, der sich bestens auskennt mit Web- und Knüpftechniken. Der Mann ist ein Glücksfall: Er entwickelt spezielle Hochwebstühle, die in die niedrigen Katen der Fischer passen und lässt sie von Tischlern aus der Region bauen. Er schult und betreut die Anfangsmannschaft von über 50 Teppichknüpfern in Freest, Lubmin und Spandowerhagen. Und er entwirft alle Teppichmotive und kurbelt den Verkauf der ersten Exemplare an. Für seine Teppiche entleiht Rudolf Stundl Material (Schafwolle) und Knotentechnik aus der orientalischen Teppichkunst, verzichtet aber auf deren Ornamentik. Mit voller Absicht: Man braucht ein norddeutsches Alleinstellungsmerkmal – und aus dem Leben von Fischern entlehnte Elemente und Ornamente hat es zuvor auf Teppichen noch nie gegeben. Ein weiteres Markenzeichen ist die Robustheit der Fischerteppiche – so richtig schön wären sie erst, wenn ein Regiment Soldaten darüber hinwegmarschiert sei. Sagten manche. Möglicherweise war es diese martialisch-militärische Deutung, die Fischerteppiche auch in der Nazizeit beliebt machten. Die pommersche Volkskunst jedenfalls wurde vereinnahmt als angeblich uralte nordische Tradition. Das machte die Teppiche zu begehrten Kunstobjekten für Privatpersonen und Institutionen – zu den Besitzern gehörten Reichsminister, Staatsbeamte, Gauleiter, NS-Größen wie Alfred Rosenberg, Herrmann Göring und angeblich sogar Adolf Hitler. Trotz alledem kam die florierende Produktion 1940 kriegsbedingt zum Stillstand – nach nur zwölf Jahren Existenz schien den Fischerteppichen das letzte Stündlein geschlagen zu haben. Doch nach dem Krieg geht es irgendwie weiter. 1946 entsteht ein Ornamentteppich mit eingewebter Jahreszahl, 1947 der Krösliner Altarteppich mit Jesus am Kreuz und schwebendem Dreifisch – gleichermaßen Symbol für die Teppichknüpfer wie für die Dreieinigkeit Gottes. Mit Gründung der Handwerklichen Produktionsgenossenschaft (PGH) „Volkskunst an der Ostsee“ im Mai 1953 nimmt die Teppichproduktion in der DDR wieder Fahrt auf und wird sogar erweitert auf die Standorte Wolgast, Lassan, Heringsdorf und Zinnowitz. Große Auftragswerke entstehen anlässlich bedeutender Jubiläen wie zur 750-Jahr-Feier der Hauptstadt Berlin, produziert wird aber auch für Staat und Staatssicherheit. Das Ende kommt mit der Wende – wieder einmal und diesmal endgültig. Mit Schließung der PGH verschwindet 1992 der letzte größere Produktionsbetrieb; alle Versuche, einen Nachfolger erfolgreich in der Marktwirtschaft zu etablieren, sind zum Scheitern verurteilt. Seither werden Fischerteppiche nur noch zeitweilig in geförderten Maßnahmen und in privater Initiative gefertigt. Helga Grabow kann sich nicht beklagen über Mangel an Arbeit. Sie knüpft Fischerteppiche für Liebhaber aus aller Welt, selbst in Amerika und Australien schmücken ihre guten Stücke Böden und Wände. Eines allerdings macht ihr Kummer: Wer wird das fast 100-jährige Erbe Rudolf Stundls pflegen, wenn sie dereinst mal keine „Teppiche för´t Leben mehr knüppen und wäben“ kann. Ausstellungen und Bildarchive:
Umfangreiche Sammlungen an Pommerschen bzw. Freester Fischerteppichen besitzen das Stadtgeschichtliche Museum „Kaffeemühle“ Wolgast, die Heimatstube Freest, das Pommer-sche Landesmuseum sowie die Universität Greifswald, die auch den künstlerischen Nachlass Rudolf Stundls verwaltet. Das Weblog beinhaltet einen umfangreichen Bildkatalog mit Fischerteppichen und Verschlagwortung (Tags). Pressefotos zum Herunterlanden:
Foto: TMV/pocha.de
Foto: TMV/Legrand
Helga Grabow nämlich knüpft Teppiche. Fischerteppiche, um genau zu sein. Wertvolle Unikate mit überwiegend maritimen Motiven, die gern auch als „Perser von der Ostsee“ geadelt und gehandelt werden. Mit unfassbaren 58.000 Knoten pro Quadratmeter, wofür Fachfrauen wie Helga Grabow etwa 160 Stunden und 2.500 Gramm Wolle brauchen. Jedes Stück ist einzigartig, und genau das macht ihr besonders Spaß: „Handarbeit habe ich schon immer sehr gemocht“, sagt sie mit typisch norddeutschem Zungenschlag, „und jeder Teppich, den ich knüppen tu, hat immer ein anderes schönes Motiv.“ Wellen, Möwen, Schwäne, Kormorane, Stranddisteln, Koggen, Anker – gern auch im Doppel- oder als Viererpack – sowie Fische natürlich in unterschiedlichsten und originellen Kombinationen und Farben bilden den klassischen Motivkanon der Pommerschen Fischerteppiche. Neben dem Meer kommt der Wald ins Spiel mit Hirschen, Hirschkäfern, Eichkatern und Eichenlaub. Und der Hansestadt Greifswald wird gern mit dem Wappentier-Greif ein wollenes Denkmal gewebt – als immerwährende Danksagung für eine Rettung aus großer Not in schweren Zeiten. 1928 nämlich stehen die Fischer der Region urplötzlich vor dem Nichts. Ein dreijähriges Fangverbot in der südlichen Ostsee soll dem dezimierten Fischbestand wieder auf die Flossen helfen. Den Fischern drohen Arbeitslosigkeit und Armut, da kommt dem Greifswalder Landrat Werner Kogge eine geniale Idee: Leute, die mit großem Geschick Netze und Reusen knüpfen und flicken können, müssten doch auch in der Lage sein, Teppiche herzustellen und aus deren Verkauf ein Einkommen zu erzielen. Gesagt, getan: Auf eine Annonce meldet sich der österreichische Textilexperte Rudolf Stundl, der sich bestens auskennt mit Web- und Knüpftechniken. Der Mann ist ein Glücksfall: Er entwickelt spezielle Hochwebstühle, die in die niedrigen Katen der Fischer passen und lässt sie von Tischlern aus der Region bauen. Er schult und betreut die Anfangsmannschaft von über 50 Teppichknüpfern in Freest, Lubmin und Spandowerhagen. Und er entwirft alle Teppichmotive und kurbelt den Verkauf der ersten Exemplare an. Für seine Teppiche entleiht Rudolf Stundl Material (Schafwolle) und Knotentechnik aus der orientalischen Teppichkunst, verzichtet aber auf deren Ornamentik. Mit voller Absicht: Man braucht ein norddeutsches Alleinstellungsmerkmal – und aus dem Leben von Fischern entlehnte Elemente und Ornamente hat es zuvor auf Teppichen noch nie gegeben. Ein weiteres Markenzeichen ist die Robustheit der Fischerteppiche – so richtig schön wären sie erst, wenn ein Regiment Soldaten darüber hinwegmarschiert sei. Sagten manche. Möglicherweise war es diese martialisch-militärische Deutung, die Fischerteppiche auch in der Nazizeit beliebt machten. Die pommersche Volkskunst jedenfalls wurde vereinnahmt als angeblich uralte nordische Tradition. Das machte die Teppiche zu begehrten Kunstobjekten für Privatpersonen und Institutionen – zu den Besitzern gehörten Reichsminister, Staatsbeamte, Gauleiter, NS-Größen wie Alfred Rosenberg, Herrmann Göring und angeblich sogar Adolf Hitler. Trotz alledem kam die florierende Produktion 1940 kriegsbedingt zum Stillstand – nach nur zwölf Jahren Existenz schien den Fischerteppichen das letzte Stündlein geschlagen zu haben. Doch nach dem Krieg geht es irgendwie weiter. 1946 entsteht ein Ornamentteppich mit eingewebter Jahreszahl, 1947 der Krösliner Altarteppich mit Jesus am Kreuz und schwebendem Dreifisch – gleichermaßen Symbol für die Teppichknüpfer wie für die Dreieinigkeit Gottes. Mit Gründung der Handwerklichen Produktionsgenossenschaft (PGH) „Volkskunst an der Ostsee“ im Mai 1953 nimmt die Teppichproduktion in der DDR wieder Fahrt auf und wird sogar erweitert auf die Standorte Wolgast, Lassan, Heringsdorf und Zinnowitz. Große Auftragswerke entstehen anlässlich bedeutender Jubiläen wie zur 750-Jahr-Feier der Hauptstadt Berlin, produziert wird aber auch für Staat und Staatssicherheit. Das Ende kommt mit der Wende – wieder einmal und diesmal endgültig. Mit Schließung der PGH verschwindet 1992 der letzte größere Produktionsbetrieb; alle Versuche, einen Nachfolger erfolgreich in der Marktwirtschaft zu etablieren, sind zum Scheitern verurteilt. Seither werden Fischerteppiche nur noch zeitweilig in geförderten Maßnahmen und in privater Initiative gefertigt. Helga Grabow kann sich nicht beklagen über Mangel an Arbeit. Sie knüpft Fischerteppiche für Liebhaber aus aller Welt, selbst in Amerika und Australien schmücken ihre guten Stücke Böden und Wände. Eines allerdings macht ihr Kummer: Wer wird das fast 100-jährige Erbe Rudolf Stundls pflegen, wenn sie dereinst mal keine „Teppiche för´t Leben mehr knüppen und wäben“ kann. Ausstellungen und Bildarchive:
Umfangreiche Sammlungen an Pommerschen bzw. Freester Fischerteppichen besitzen das Stadtgeschichtliche Museum „Kaffeemühle“ Wolgast, die Heimatstube Freest, das Pommer-sche Landesmuseum sowie die Universität Greifswald, die auch den künstlerischen Nachlass Rudolf Stundls verwaltet. Das Weblog beinhaltet einen umfangreichen Bildkatalog mit Fischerteppichen und Verschlagwortung (Tags). Pressefotos zum Herunterlanden:
Foto: TMV/pocha.de
Foto: TMV/Legrand
4 min
Mehr lesen

01. Feb 2017
| Neues aus den Regionen
Campingplätze für Familien in Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste Familienreiseziel der Deutschen. Die Campingplätze zwischen Ostseeküste und Seenplatte haben sich auf Familien eingestellt und offerieren zum Zelt oder Mobilheim zahlreiche Zusatzangebote, um den Urlaub im Nordosten zum Erlebnis werden zu lassen. Im Folgenden eine Auswahl familienfreundlicher Campingpätze:
Tipi, T-Shirt, Trampolin: Kinderanimation in Fünf-Sterne-Manier im Camping- und Ferienpark Havelberge
Der Fünf-Sterne-Camping- und Ferienpark Havelberge am Ufer des Woblitzsees in der Mecklenburgischen Seenplatte beschäftigt ein 15-köpfiges Animationsteam, das ein Rundum-sorglos-Paket für Familien anbietet. Zum Kinderanimationsprogramm gehören unter anderem
das Gestalten von T-Shirts, Trampolinspringen oder gemeinsame Nachmittage in der Kerzen- und Bastelwerkstatt. Ein besonderes Highlight ist das Tipi-Dorf. Einmal pro Woche können Kinder in den Tipis übernachten und sich 24 Stunden lang unter Begleitung von Animateuren ganz wie Indianer fühlen. Für etwas ältere Kinder werden Geocaching, Bogenschießen und Nachtwanderungen angeboten. Und die Eltern? Mamas können sich auf Yoga-Workshops, Papas auf Fitnessboxen oder Angelkurse freuen. Gäste erwartet zudem ein Kanuzentrum, ein Floßverleih und ein Waldhochseilgarten mit sechs Erwachsenen- und drei Kinder-Parcours. Ein Sandstrand, eine Badeinsel sowie ein künstlicher Badesee mit biologischer Klärung versprechen Wasserspaß. Zudem werden geführte Rad-, Wander- oder Kanuausfüge, zum Beispiel in den nahe gelegenen Müritz-Nationalpark, angeboten, und auf Wunsch organisiert das Team Tagestouren nach Berlin, ins Slawendorf Neustrelitz oder das Erlebnismuseum Müritzeum in Waren (Müritz). Im Abendprogramm präsentiert das Animationsteam eigenproduzierte Shows und Musicals. Der Campingplatz bietet 400 Komfort-Campingstandplätze, 95 Ferienhäuser und Mobilheime, einen Wohnmobilpark und eine Marina für 30 Boote.
Weitere Infos unter Kreativangebote im Camping- und Ferienpark Sternberger Seenland
Zur großzügig angelegten Ferienanlage am Luckower See im Sternberger Seenland gehören eine eigene Kanustation mit Bootsverleih, eine Gaststätte und ein Kinderland mit neugestaltetem Spielplatz. Wöchentlich gibt es Kreativangebote, Erlebnistouren ins Warnow-Durchbruchstal oder zum 1.000 Jahre alten slawischen Tempelort Groß Raden. Der Ferienpark ist Ausgangspunkt für geführte Wanderungen in den Naturpark Sternberger Seenland und Stadtführungen durch die historische Altstadt Sternbergs. In der näheren Umgebung erwartet Gäste das größte Kutschenmuseum Europas in Kobrow oder die Klöster Dobbertin und Rühn. Tagesausfüge an die Ostsee, in die Hansestädte Rostock und Wismar oder ins Schweriner Schloss runden das vielfältige Freizeitangebot ab. Für Familien mit Kindern oder Großeltern mit ihren Enkeln hat der Camping- und Ferienpark Sternberg für dieses Jahr ein besonderes Paket geschnürt: Eine Woche Familienurlaub mit sieben Übernachtungen für zwei Erwachsene und zwei Kinder (auf dem Stellplatz oder im Ferienhaus), täglich frischen Brötchen, einmal Eintritt für vier Personen in den Kamelhof Sternberger Burg, einmal Frühstück für vier Personen, ein Familienabendessen in der Gaststätte des Campingparks, ein Besuch im Indoorspielplatz Mumpitz Wismar oder im Wildpark Güstrow, eine Stunde Tret- oder Ruderboot fahren auf dem Luckower See sind ab 288 Euro für einen Stellplatz und ab 535 Euro im Ferienhaus buchbar. (Angebotszeitraum: 1.4.-23.5., 7.-22.06., 11.9.-31.10.2017)
Weitere Infos unter . Natur Camping Usedom
Auf dem naturbelassenen Campingplatz „Natur Camping Usedom“ im Nordwesten der Insel Usedom auf der Halbinsel Gnitz finden Gäste drei neu gestaltete Abenteuer-Spielplätze. In den Monaten Juli und August bietet der Platz täglich Animation für kleine und große Gäste an. Das Programm umfasst unter anderem das Basteln mit Naturmaterialien, eine Kinderdisco, Lagerfeuer am Strand mit Stockbrot sowie sportliche Wettbewerbe. Zudem werden Wildkräuterwanderungen sowie Segel- und Surfkurse im Wassersportzentrum angeboten. Wer kein eigenes Zelt oder Wohnmobil besitzt, mietet die Blockhütten und -häuser, Mobilheime oder Ferienhäuser auf dem Platz.
Weitere Informationen: Alle Informationen zum Campingland Mecklenburg-Vorpommern unter .
Der Fünf-Sterne-Camping- und Ferienpark Havelberge am Ufer des Woblitzsees in der Mecklenburgischen Seenplatte beschäftigt ein 15-köpfiges Animationsteam, das ein Rundum-sorglos-Paket für Familien anbietet. Zum Kinderanimationsprogramm gehören unter anderem
das Gestalten von T-Shirts, Trampolinspringen oder gemeinsame Nachmittage in der Kerzen- und Bastelwerkstatt. Ein besonderes Highlight ist das Tipi-Dorf. Einmal pro Woche können Kinder in den Tipis übernachten und sich 24 Stunden lang unter Begleitung von Animateuren ganz wie Indianer fühlen. Für etwas ältere Kinder werden Geocaching, Bogenschießen und Nachtwanderungen angeboten. Und die Eltern? Mamas können sich auf Yoga-Workshops, Papas auf Fitnessboxen oder Angelkurse freuen. Gäste erwartet zudem ein Kanuzentrum, ein Floßverleih und ein Waldhochseilgarten mit sechs Erwachsenen- und drei Kinder-Parcours. Ein Sandstrand, eine Badeinsel sowie ein künstlicher Badesee mit biologischer Klärung versprechen Wasserspaß. Zudem werden geführte Rad-, Wander- oder Kanuausfüge, zum Beispiel in den nahe gelegenen Müritz-Nationalpark, angeboten, und auf Wunsch organisiert das Team Tagestouren nach Berlin, ins Slawendorf Neustrelitz oder das Erlebnismuseum Müritzeum in Waren (Müritz). Im Abendprogramm präsentiert das Animationsteam eigenproduzierte Shows und Musicals. Der Campingplatz bietet 400 Komfort-Campingstandplätze, 95 Ferienhäuser und Mobilheime, einen Wohnmobilpark und eine Marina für 30 Boote.
Weitere Infos unter Kreativangebote im Camping- und Ferienpark Sternberger Seenland
Zur großzügig angelegten Ferienanlage am Luckower See im Sternberger Seenland gehören eine eigene Kanustation mit Bootsverleih, eine Gaststätte und ein Kinderland mit neugestaltetem Spielplatz. Wöchentlich gibt es Kreativangebote, Erlebnistouren ins Warnow-Durchbruchstal oder zum 1.000 Jahre alten slawischen Tempelort Groß Raden. Der Ferienpark ist Ausgangspunkt für geführte Wanderungen in den Naturpark Sternberger Seenland und Stadtführungen durch die historische Altstadt Sternbergs. In der näheren Umgebung erwartet Gäste das größte Kutschenmuseum Europas in Kobrow oder die Klöster Dobbertin und Rühn. Tagesausfüge an die Ostsee, in die Hansestädte Rostock und Wismar oder ins Schweriner Schloss runden das vielfältige Freizeitangebot ab. Für Familien mit Kindern oder Großeltern mit ihren Enkeln hat der Camping- und Ferienpark Sternberg für dieses Jahr ein besonderes Paket geschnürt: Eine Woche Familienurlaub mit sieben Übernachtungen für zwei Erwachsene und zwei Kinder (auf dem Stellplatz oder im Ferienhaus), täglich frischen Brötchen, einmal Eintritt für vier Personen in den Kamelhof Sternberger Burg, einmal Frühstück für vier Personen, ein Familienabendessen in der Gaststätte des Campingparks, ein Besuch im Indoorspielplatz Mumpitz Wismar oder im Wildpark Güstrow, eine Stunde Tret- oder Ruderboot fahren auf dem Luckower See sind ab 288 Euro für einen Stellplatz und ab 535 Euro im Ferienhaus buchbar. (Angebotszeitraum: 1.4.-23.5., 7.-22.06., 11.9.-31.10.2017)
Weitere Infos unter . Natur Camping Usedom
Auf dem naturbelassenen Campingplatz „Natur Camping Usedom“ im Nordwesten der Insel Usedom auf der Halbinsel Gnitz finden Gäste drei neu gestaltete Abenteuer-Spielplätze. In den Monaten Juli und August bietet der Platz täglich Animation für kleine und große Gäste an. Das Programm umfasst unter anderem das Basteln mit Naturmaterialien, eine Kinderdisco, Lagerfeuer am Strand mit Stockbrot sowie sportliche Wettbewerbe. Zudem werden Wildkräuterwanderungen sowie Segel- und Surfkurse im Wassersportzentrum angeboten. Wer kein eigenes Zelt oder Wohnmobil besitzt, mietet die Blockhütten und -häuser, Mobilheime oder Ferienhäuser auf dem Platz.
Weitere Informationen: Alle Informationen zum Campingland Mecklenburg-Vorpommern unter .
3 min
Mehr lesen

01. Feb 2017
| Neues aus den Regionen
Als schönster Wanderweg Deutschlands nominiert: Zicker-Berge-Rundweg auf der Insel Rügen
Der Zicker-Berge-Rundweg auf der Insel Rügen ist für die Wahl von „Deutschlands schönsten Wanderwegen“ in der Kategorie „Tagestouren“ nominiert. Bis zum 30. Juni können Naturliebhaber unter darüber abstimmen, ob Höhenflüge auch im Flachland – knapp 70 Meter misst die höchste Erhebung hier – möglich sind und sich das Eiland einmal mehr als Wanderrevier etablieren kann. Immerhin: 2012 hat der Hochuferweg Jasmund bei den Tagestouren den dritten Platz belegt und sich gegen Mittel- und Hochgebirgswege durchgesetzt. Der Zicker-Berge-Rundweg ist etwa neun Kilometer lang, die bei gemächlichem Tempo in vier bis sechs Stunden gemeistert werden können. Auf dem Weg ergeben sich Aus- und Weitblicke auf die zerklüftete Boddenlandschaft und die Ostsee. Mit etwas Glück können Karmingimpel, Neuntöter, Braunkehlchen, Sperbergrasmücke und Grauammer gesichtert werden. Mehr als neunzig der in den Zickerschen Bergen vorkommenden Pflanzenarten stehen auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Arten. Zur Abstimmung aufgerufen hat die Fachzeitschrift Wandermagazin, die seit 2003 jährlich „Deutschlands Schönste Wanderwege“ in den Kategorien Touren und Route kürt, seit 2013 entscheidet das Publikum.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen:
53 sek
Mehr lesen

01. Feb 2017
| Neues aus den Regionen
Eisfasching und Strandfeuer
Wellen, Wind und Winterzauber: Zu einem Erlebniswochenende für die ganze Familie lädt das Seebad Warnemünde vom 3. bis 5. Februar an den Strand ein. Bei der achten Auflage der winterlichen Veranstaltung erwartet Besucher ein facettenreiches Programm. Zu den Höhepunkten zählen die Reitvorführungen des Vereins Pferdefreunde der Ostseeküste, die mit einem Reiterumzug und Pferderennen am Strand begeistern wollen. Darüber hinaus werden Kutschfahrten angeboten und Kinder können auf Ponys ihre Runden drehen. Traditionell treffen sich die Eisbader „Rostocker Seehunde“ an diesem Wochenende, um sich beim Eisfasching in die kühlen Fluten der Ostsee zu stürzen. Weiterhin versprechen Strandfeuer, ein Drachenfest, ein Tauchertreffen oder die Landung von Fallschirmspringern eindrucksvolle Bilder. Das gesamte Veranstaltungsprogramm sowie Unterkünfte sind unter zu finden.
35 sek
Mehr lesen

01. Feb 2017
| Neues aus den Regionen
24 Stunden wandern: „Dein Ostseeweg“ lockt an die Mecklenburgische Ostseeküste
Auf zwei Veranstaltungen der besonderen Art können sich Wanderfreunde an der Mecklenburgischen Ostseeküste freuen: die zweite Auflage der 24-Stunden-Wanderung „Dein Ostseeweg“ am 16. September und die Premiere von „Der kleine Ostseeweg“ am 10. Juni. Beiden gemeinsam sind Start- und Zielpunkte, die jeweils im Moorheilbad Bad Doberan liegen, und die imposante Küstenlandschaft aus Meer und Wald, die dabei durchwandert wird. Unterschiedlich sind nur die zu bewältigenden Kilometer: Für „Dein Ostseeweg“ stehen 100 Kilometer auf dem Programm, die Hälfte für die kleine Variante. Teilnehmen können maximal je 500 Aktive. Unter finden Interessierte die Teilnahmebedingungen, das Streckenprofil sowie das Anmeldeformular. Wer bei diesem Abenteuer dabei sein möchte, schlüpft am besten schon jetzt in die Wanderschuhe und trainiert an den noch menschenleeren Stränden. Die passenden Angebote für Unterkünfte in der Region und Tipps zur Urlaubsgestaltung gibt es ab sofort unter .
43 sek
Mehr lesen