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Barrierefreiheit

Zu den nach „Reisen für Alle“ zertifizierten Einrichtungen im Ostseebad Koserow gehört unter anderem die örtliche Seebrücke.

05. Nov 2025

| Nr. 57

| Pressemitteilungen

Koserow als dritter Ort in Mecklenburg-Vorpommern nach „Reisen für Alle“ ausgezeichnet

Koserow auf der Insel Usedom ist der dritte Ort in Mecklenburg-Vorpommern, der die Auszeichnung „Tourismusort Barrierefreiheit geprüft“ erhalten hat. Das Ostseebad auf der Zwei-Länder-Insel ist damit nach  in der Mecklenburgischen Seenplatte und  auf der Insel Rügen der dritte Ort im Urlaubsland, der sich ausgiebig dem Thema geprüfte Barrierefreiheit widmet. Voraussetzung dafür ist die Zertifizierung von mindestens zehn touristischen Angeboten nach „Reisen für Alle“, der bundesweit gültigen Kennzeichnung für Barrierefreiheit, sowie die Entwicklung von drei so genannten barrierefreien Urlaubsinspirationen, die Gästen und Einheimischen mögliche Erlebniswelten aufzeigen. Dazu Birgit Hesse, Präsidentin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Es freut mich, dass sich immer mehr Orte im Urlaubsland dem Thema Teilhabe aus touristischer Sicht widmen und mit der bundesweit einheitlichen Zertifizierung ‚Reisen für Alle‘ Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen sichtbar machen. Damit geben die Gastgebenden aus Koserow ein Qualitätsversprechen ab.“

Nadine Riethdorf, Leiterin der Kurverwaltung Koserow, ergänzte: „Die Zertifizierung ‚Reisen für Alle‘ und die damit verbundene Auszeichnung ‚Tourismusort Barrierefreiheit geprüft‘ ist für die Gemeinde Koserow ein bedeutender Schritt, um unseren Ort für alle Menschen erlebbar zu machen – unabhängig von Alter oder individuellen Einschränkungen. Barrierefreiheit bedeutet für uns nicht nur bauliche Anpassungen, sondern gelebte Gastfreundschaft und Teilhabe. Mit dem Zertifikat zeigen wir und die beteiligten Dienstleistungspartner in unserer Gemeinde, dass Koserow offen, modern und zukunftsorientiert ist – ein Ort, an dem sich wirklich jeder willkommen fühlen kann. Die Auszeichnung heißt für uns nicht Stillstand, sondern unser Ostseebad möchte auch weiterhin im Bereich ‚Reisen für Alle‘ vorangehen und weitere Partner gewinnen.“

Zehn barrierefreie Angebote und drei Urlaubsinspirationen in Koserow
Zu den zertifizierten Einrichtungen im Ostseebad, die sich in besonderer Weise für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Seh- und Hörbehinderungen oder kognitiven Einschränkungen engagieren, gehören Karls Erlebnisdorf Koserow, die Kurverwaltung Koserow mit Veranstaltungshalle, das Hotel & Restaurant Hanse Kogge, die örtliche Seebrücke mit dem barrierefreien Strandabgang 6G mit Baderollstuhl, zwei Ferienhäuser des Unternehmens „Unser Usedom“ sowie das Atelier Otto Niemeyer-Holstein. 

Drei so genannte Urlaubsinspirationen in Koserow, die das Angebot zertifizierter Anbieter in sich vereinen, sollen Gästen je nach Reisemotiv das Ostseebaderlebnis erleichtern. Diese sind überschrieben mit Urlaubsinspirationen „StrandZeit in Koserow“, „KunstZeit in Koserow“ und „Spaß und Action für Groß und Klein in Koserow“ und können auf  eingesehen werden. 

Insgesamt können Gäste in Mecklenburg-Vorpommern aus mehr als 160 Orten, Einrichtungen, Angeboten und sogenannten Urlaubsinspirationen wählen, die nach „“ zertifiziert sind. Lizenzgeber für das Zertifizierungssystem ist seit dem 1. Januar 2024 die Bayern Tourist GmbH. Lizenznehmer ist der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. 

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Rafael Gerlach / SatOne (München), „Strayer“, 2024, Port Du Bouc, Frankreich

06. Mai 2025

| Nr. 23

| Pressemitteilungen

+++ Meck-Pomm Short News Mai +++

Unter dem Titel FritzArt wird in der Reuterstadt Stavenhagen in der Mecklenburgischen Seenplatte vom 6. bis 9. Juni ein internationales Fassadenkunst-Festival mit Familienfestcharakter veranstaltet. Dazu treffen sich Graffiti- und Fassadenkünstler sowie Airbrusher aus mehreren Ländern, darunter Rafael Gerlach aus Deutschland, Fred Battle aus Frankreich oder Aniekan Udofia aus den USA. Auf dem Programm stehen Graffiti-Kunst-Workshops , Lesungen, Stadtkunstführungen sowie Konzerte mit MiA, Knorkartor oder Schwesterhärz. Gäste können Künstlern beim Airbrushen über die Schulter schauen und in der Pop-up-Camping-Area kann gecampt und gezeltet werden. Die Kunsthistorikerin Katia Hermann etwa beleuchtet Herangehensweisen, Techniken, Thematiken und Hintergründe der Arbeiten und der Künstlerinnen und Künstler. Zudem gibt es einen Kunsthandwerker- und Regionalmarkt mit lokalen Erzeugnissen.
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Am 18. November werden am ersten Qualitätstag in Mecklenburg-Vorpommern Teilnehmende an touristischen Qualitätsinitiativen gewürdigt.

18. Nov 2024

| Nr. 61

| Pressemitteilungen

Landestourismusverband veranstaltet ersten Qualitätstag MV

Am 18. November veranstaltet der Landestourismusverband mit seinen Partnern in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen den ersten Qualitätstag Mecklenburg-Vorpommern mit dem Titel „Ausgezeichnete Betriebe im Fokus“. Ziel ist es, Teilnehmende an touristischen Qualitätsinitiativen zu würdigen. Insgesamt gibt es mehr als 2.000 Inhaber von touristischen Qualitätssiegeln und Teilnehmende an Klassifizierungssystemen. 617 davon wurden in diesem Jahr neu oder re-zertifiziert. Zur Auszeichnungsveranstaltung in Rövershagen werden rund 200 Teilnehmende erwartet, die die Ehrungen entgegennehmen.

Dazu Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Der Qualitätstag zeigt, dass wir jede Menge ausgezeichnete Betriebe in unserem Tourismusland MV haben – vom Hotel bis zum Hausboot und zur Touristeninformation. Das Ziel ist eine weitere Qualitätssteigerung im touristischen Angebot unseres Bundeslandes und das Motto für die kommenden Jahre ‚Klasse statt Masse‘. Mit dem Fokus auf Qualität verschafft sich Mecklenburg-Vorpommern langfristig einen Wettbewerbsvorteil. Die ausgezeichneten Anbieter gehen mit gutem Beispiel voran – die Siegel schaffen Transparenz und sind Ausdruck der hohen Qualität des Angebots.“

„Die Qualitätssiegel und Zertifikate stehen in erster Linie für Verlässlichkeit. Sie sind ein verbrieftes Qualitätsversprechen an den Gast und aus dem touristischen System nicht wegzudenken. Das große Teilnehmerfeld über alle Regionen und Branchenbereiche hinweg dokumentiert eindrücklich: Viele Unternehmen im Land denken und arbeiten nach vorn“, sagte Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Diese Siegel und Zertifikate erhalten die Ausgezeichneten
Im Rahmen des Qualitätstages wird unter anderem das Siegel „Qualitätsmanagement Familienurlaub (QMF)“ an 84 Anbieter beziehungsweise Orte übergeben, die 2024 erfolgreich zertifiziert wurden und sich durch Familienfreundlichkeit auszeichnen. Insgesamt sind somit 105 Betriebe im Urlaubsland QMF-zertifiziert.
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Weiterhin werden 56 Zertifikate des ebenfalls bundeseinheitlichen Siegels „Reisen für Alle“ (RfA) verliehen, das für geprüfte Barrierefreiheit steht. Insgesamt tragen 140 Unternehmen/Anbieter/Orte im Nordosten das Siegel.
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Neun Tourist-Informationen erhalten in diesem Jahr die i-Marke, das vom Deutschen Tourismusverband entwickelte und geführte Qualitätssiegel für diese Service-Einrichtungen. Landesweit tragen es inzwischen 38.
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Vier Anbieter erhalten das Siegel „Bett+Bike“ mit dem insbesondere Radurlauberinnen und Radurlauber angesprochen werden sollen. Insgesamt tragen 158 Häuser im Nordosten dieses vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club initiierte Siegel.
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Zehn Anbieter erhalten das Siegel „ServiceQualität Deutschland“, das vom Deutschen Tourismusverband entwickelt wurde. Im Rahmen dieses Qualitätsmanagementsystems werden insbesondere die internen Prozesse und Serviceketten beleuchtet, etwa Kontaktpunkte mit Gästen. Insgesamt gibt es 14 Anbieter im Nordosten, die dieses Siegel tragen.
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452 Anbieter erhalten eine DTV-Klassifizierung für ihre Ferienwohnung, ihr Ferienhaus, Tiny House oder Hausboot, das in fünf Kategorien (Sterne) verliehen wird. 1.559 Ferienobjekte (Stand 11/24) gibt es derzeit mit dieser Klassifizierung in Mecklenburg-Vorpommern.
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Darüber hinaus werden drei Unternehmen gewürdigt, die sich als Qualitätsgastgeber der Initiative Wanderbares Deutschland angeschlossen haben und damit die Bedürfnisse von Wanderern stärker in den Blick nehmen. Insgesamt gibt es fünf Unternehmen, die sich an dieser Qualitätsinitiative beteiligen.
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Ein Anbieter erhält schließlich das bundeseinheitliche Siegel „Angelurlaub MV – Geprüfte Qualität“, das für anglerfreundliche Unterkünfte steht. Insgesamt gibt es zehn anglerfreundliche Unterkünfte in Mecklenburg-Vorpommern.
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Größte Dichte an touristischen Qualitätssiegeln auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst
Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gibt es im Vergleich der Reiseregionen im Urlaubsland die größte Dichte an Teilnehmenden an touristischen Qualitätsinitiativen. So gibt es dort acht QMF-Zertifizierte (mit Zingst und Dierhagen allein zwei familienfreundlich zertifizierte Tourismusorte), drei Tourist-Informationen, die die i-Marke tragen dürfen, sowie einen hohen Anteil an DTV-Klassifizierten (141). 

In der Region Mecklenburg-Schwerin beispielsweise wurde das Bernsteinschloss Wendorf (ab 2025 Familotel Bernsteinreiter Schlossresort) erstmals zertifiziert. In der Mecklenburgischen Seenplatte bekommt Kuhnle Tours für seine ersten „teilweise barrierefreien“ Hausboote eine Auszeichnung. Die Mecklenburgische Ostseeküste besticht durch die meisten QMF-zertifizierten Betriebe (2024: 20), die Insel Rügen macht mit Glowe, dem zweiten Ort in MV, der nach „Reisen für Alle“ zertifiziert wurde, von sich reden, und auf der Insel Usedom gibt es ebenfalls viele familienfreundliche Beherbergungsbetriebe. In Vorpommern gilt die Devise „Doppelt hält besser“. Demnach sind dort gleich drei Betriebe mit zwei Qualitätssiegeln (QMF und RfA) ausgestattet: das Ozeaneum, das Resort Stettiner Haff und das Haus Wildtierland Gehren.

Rahmenprogramm mit Piano-Referent Martin Klapheck und DTV-Produktmanagerin Annik Bedey
Auch das Rahmenprogramm hat es in sich: Freuen können sich Teilnehmende auf Martin Klapheck, der ein ungewöhnliches Format für seine Keynote wählt, nämlich ein Piano-Referat. Klapheck zählt zu den angesagtesten Sprechern in Deutschland und verknüpft darin, wie der Name vermuten lässt, Sprache mit Musik. Inhaltlich geht es um Chancen, Motivation und die Hinwendung zu Positivem. Zudem gibt es ein Grußwort des Stellvertretenden Vorsitzenden des Landestourismusverbandes und Mitglied des Landtages, Wolfgang Waldmüller, und einen Impuls unter dem Titel „Qualitätstourismus in Deutschland: Der Schlüssel zu hochwertigen Reiseerlebnissen“ von Annik Bedey, der Produktmanagerin für die Initiative „ServiceQualität Deutschland“ des Deutschen Tourismusverbandes.

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Das Ostseebad Glowe auf der Insel Rügen wurde nach  „Reisen für Alle“ zertifiziert.

05. Nov 2024

| Nr. 59

| Pressemitteilungen

Vorstoß in Sachen Barrierefreiheit: Glowe als zweiter Ort in Mecklenburg-Vorpommern nach „Reisen für Alle“ ausgezeichnet

Glowe auf der Insel Rügen hat als zweiter Ort in Mecklenburg-Vorpommern die Auszeichnung „Tourismusort Barrierefreiheit geprüft“ erhalten. Das Ostseebad wirbt damit explizit um Gäste mit Einschränkungen, ältere Besuchende sowie Familien mit kleinen Kindern. Voraussetzung dafür ist die Zertifizierung von mindestens zehn touristischen Angeboten (Mindestanforderung abhängig von Größe des Ortes) nach „Reisen für Alle“, der bundesweit gültigen Kennzeichnung für Barrierefreiheit, sowie die Entwicklung von drei so genannten Urlaubsinspirationen, die Gästen und Einheimischen barrierefreie Erlebniswelten vor Ort aufzeigen. Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Es freut mich, dass sich die Verantwortlichen im Ostseebad Glowe auf den Weg gemacht haben, ihr Angebot in Richtung Barrierefreiheit zu qualifizieren und auch überprüfen zu lassen. Das passt hervorragend zur landesweiten Strategie, das Urlaubsprodukt Mecklenburg-Vorpommern ständig weiterzuentwickeln, um neue Verkaufsargumente liefern zu können und damit wettbewerbsfähig zu bleiben.“ 

Insgesamt können Gäste in Mecklenburg-Vorpommern aus 140 Orten, Einrichtungen, Angeboten und so genannten Urlaubsinspirationen wählen, die nach „Reisen für Alle“ zertifiziert sind. Lizenzgeber für das Zertifizierungssystem ist seit dem 1. Januar 2024 die Bayern Tourist GmbH. Woitendorf verwies zudem eindrücklich darauf, dass die zertifizierten Anbieter nicht für alle Formen von Einschränkungen Offerten vorhalten können. Woitendorf empfahl deshalb das Portal , bei dem alle Teilnehmenden am Zertifizierungssystem mit detaillierten Informationen zu ihrem Angebot angezeigt werden, sodass sich Interessierte vorab über die Gegebenheiten eingehend informieren können.

„Barrierefreiheit und der zentrale Zugang zu Informationen darüber ist in unseren Augen ein wichtiges Thema. Es geht hierbei nicht nur um Menschen mit Behinderungen, sondern auch um ältere Menschen oder Familien mit kleinen Kindern. Der Marktanteil dieser Zielgruppe wird durch die demografische Entwicklung immer mehr zunehmen. Wir möchten sowohl unsere Gemeinde als auch die wunderschöne Natur rund um Glowe für alle erlebbar machen. ‚Reisen für Alle‘ gibt diesen Menschen Planungssicherheit für den bevorstehenden Urlaub. Wir freuen uns sehr über die Zertifizierung und wollen weiterhin an diesem Thema arbeiten“, sagte Roland Drossel, Leiter des Betriebes gewerblicher Art in der Gemeinde Ostseebad Glowe.

Das sind die zehn barrierefreien Angebote und die drei Urlaubsinspirationen in Glowe
Zu den Zertifizierten im Ostseebad, die sich auf besondere Weise für Menschen mit Mobilitätseinschränkung, Seh- und Hörbehinderung oder kognitiver Beeinträchtigung engagieren, zählen der Kurpark Glowe, der Kurplatz Glowe, der Yachthafen Glowe, das Strandcafé „De Dünn“, die Ferienwohnung Albert-Inn, die Ferienwohnung „MeerOstseeZeit“, das Haus „Zur Schaabe Gasthaus & Pension“, die Tourist-Information Glowe, die Ostseehalle sowie das Café 80.

Drei so genannte Urlaubsinspirationen, die das Angebot zertifizierter Anbieter in sich vereinen, sollen Gästen je nach Reisemotiv das Stadterlebnis erleichtern. Diese sind überschrieben mit „Kurpark & Meer“, „Sport & Kultur“ sowie „Mit dem Handbike unterwegs“. Die offizielle Übergabe der Urkunde „Tourismusort Barrierefreiheit geprüft“ an Glowe erfolgt am 18. November im Rahmen einer Veranstaltung in Rostock unter dem Titel „Qualitätstag MV: Ausgezeichnete Betriebe im Fokus“. Am Qualitätstag rückt der Landestourismusverband das Thema Qualität im Urlaubsland ins Blickfeld. 
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Ernst-Barlach-Museen

21. Aug 2023

| Nr. 40

| Pressemitteilungen

Güstrow als erste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern nach „Reisen für Alle“ ausgezeichnet

Güstrow hat als erste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern die Auszeichnung „Tourismusort Barrierefreiheit geprüft“ erhalten. Die Barlachstadt ist damit die einzige im Urlaubsland, die diese Auszeichnung trägt. Voraussetzung dafür ist die Zertifizierung von mindestens zwölf touristischen Angeboten nach „Reisen für Alle“, der bundesweit gültigen Kennzeichnung für Barrierefreiheit, sowie die Entwicklung von drei so genannten barrierefreien Urlaubsinspirationen, die Gästen und Einheimischen mögliche Erlebniswelten aufzeigen. Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Barrierefreiheit ermöglicht Teilhabe und ist für alle Menschen ein Gewinn. Die Stadt Güstrow trägt mit ihrem Engagement dazu bei, Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen sichtbar zu machen.“

Die Auszeichnung, die für drei Jahre gilt, sei wegweisend für das Urlaubsland, vornehmlich, weil es sich um geprüfte Angebote handele, die deutschlandweit gültig und in den zugrundeliegenden Kriterien transparent seien. In Mecklenburg-Vorpommern sind 115 Einrichtungen nach „Reisen für Alle“ zertifiziert; bundesweit sind es inzwischen rund 3.000.

Woitendorf verwies darauf, dass die zertifizierten Anbieter nicht für alle Formen von Einschränkungen Offerten vorhalten können. Woitendorf empfahl in diesem Zusammenhang das Portal , bei dem alle Teilnehmenden mit detaillierten Informationen angezeigt werden. „Kein Ort und keine Stadt kann komplett barrierefrei sein. Wichtig sind aber das Wissen um Barrierefreiheit und natürlich das Handeln, allein schon vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.“ In diesem Zusammenhang verwies Tobias Woitendorf auch auf die Verantwortung des Bundes bei der Neugestaltung der Zertifizierung „Reisen für Alle“: „Schnellstmöglich brauchen Regionen, Orte und Unternehmen Klarheit darüber, wie es ab 2024 weitergeht. Klarheit heißt, dass es eine praktikable, tragbare und zukunftsfähige Regelung gibt, die vom Bund mitfinanziert wird.“ Für dieses Jahr hatte das Bundeswirtschaftsministerium eine Verlängerung des bisherigen Systems erwirkt und eine Reformierung für die Zeit ab 2024 angekündigt.

Der Entwickler und derzeitige Betreiber des Systems „Reisen für Alle“, der Verein Deutsches Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin, ist zuversichtlich, dass in den nächsten Monaten ein zukunftsfähiges Modell gefunden wird. Geschäftsführer Rolf Schrader teilte mit, dass das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) die Beratungsunternehmen Cassini Consulting AG und Prognos AG mit einem Organisationsprojekt zur strategisch-operativen Neuausrichtung von „Reisen für Alle“ beauftragt habe. Seit Anfang Juni 2023 arbeite das Ministerium in enger Abstimmung mit dem Konsortium an dieser Aufgabe. Ziel des Organisationsprojektes sei es, „Reisen für Alle“ durch die Optimierung der Organisations- und Kostenstruktur, des technischen Systems und des Zertifizierungsprozesses zukunftsfähig aufzustellen. „Wir sind aufgrund der großen Bedeutung des barrierefreien Tourismus und der politischen Unterstützung für das System ‚Reisen für Alle‘ der festen Überzeugung, dass dieses ab 2024 mit einer neuen, optimierten Struktur erfolgreich und zukunftsfähig fortgeführt wird“, sagte Schrader.

Zwölf barrierefreie Angebote und drei Urlaubsinspirationen in Güstrow
Mandy Mater, zweite Stadträtin der Barlachstadt Güstrow, sagte: „Wir freuen uns, als erste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern nach ‚Reisen für Alle‘ zertifiziert zu werden. Dabei haben wir bewusst darauf geachtet, unsere Urlaubsinspirationen breit anzulegen, um möglichst alle Zielgruppen zu erreichen. Denn Barrierefreiheit nutzt allen Menschen und geht uns alle etwas an. Daher setzen wir uns auch im Tourismus für ein Leben ohne Barrieren ein.“

Zu den Zertifizierten der Residenzstadt, die sich auf besondere Weise für Menschen mit Mobilitätseinschränkung, Seh- und Hörbehinderung oder kognitiver Beeinträchtigung engagieren, zählen die drei Beherbergungsbetriebe „Strandhaus am Inselsee Hotel & Restaurant“, „Kurhaus am Inselsee Hotel & Restaurant“ sowie „Hotel am Schlosspark“. Die Restaurants im „Strandhaus & Kurhaus am Inselsee“ und im „Hotel am Schlosspark“ (Wallenstein) laden zu kulinarischen Entdeckungsreisen ein, und die Ernst-Barlach-Museen – Atelierhaus und Gertrudenkapelle, die Städtische Galerie Wollhalle und das Stadtmuseum – haben ihr Angebot teilweise barrierefrei zugänglich gemacht. Des Weiteren gehören das Rathaus, der Wildpark MV, die Pfarrkirche St. Marien und nicht zuletzt die örtliche Touristinformation zu den Ausgezeichneten.

Drei so genannte Urlaubsinspirationen, die das Angebot zertifizierter Anbieter in sich vereinen, sollen Gästen je nach Reisemotiv das Stadterlebnis erleichtern. Diese sind überschrieben mit „Güstrow.historisch“, „Güstrow.kunstvoll“ und „Güstrow.tierisch.gut“ und können auf eingesehen werden. Die offizielle Übergabe der Urkunde „Tourismusort Barrierefreiheit geprüft“ an Güstrow erfolgt am 22. August.

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In der Hansestadt wird zum ersten Mal das „all inklusiv“ gefeiert.

19. Aug 2022

| Nr. 49

| Pressemitteilungen

Premiere: Inklusionsfestival „all inklusiv“ startet am 26. August in der Hansestadt Rostock

Das Festival „all inklusiv“, das vom 26. bis 28. August in der Hansestadt Rostock veranstaltet wird, ist laut Angaben des Veranstalters Christian Schenk, Gewinner der Goldmedaille im Zehnkampf bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, das erste seiner Art in Deutschland. Das Besondere: Es ist nicht monothematisch angelegt, sondern legt den Fokus bewusst auf einen Mix aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft, Sport und Familie. Ziel ist es, das Augenmerk auf das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Handicap zu legen. 2.000 Teilnehmer werden im ersten Jahr erwartet. Dazu Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Immer mehr Menschen sind auf barrierefreie Angebote im Urlaub angewiesen. Hier können wir zwar mit bereits 75 Betrieben punkten, die das Siegel ‚Reisen für Alle', der bundesweit gültigen Kennzeichnung für Barrierefreiheit, tragen. Es sind längst nicht genug.“ Zudem sei es wichtig, dass Menschen mit Einschränkungen Zugang zu einer breiten Palette an unterschiedlichen Urlaubserlebnissen haben. „Das neue Festival trägt dazu bei, das Thema Barrierefreiheit auch in einer von Krisen dominierten Zeit nicht aus den Augen zu verlieren“, so Woitendorf.

Angebote aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft, Sport und Familie
Den Startpunkt des Festivals markiert die musikalische Eröffnungsgala in der Stadthalle in Rostock am 26. August um 19:00 Uhr. Weiter geht es am 27. August mit zahlreichen Kulturangeboten, darunter die Lesung „Augen-Blick“ mit dem Augenarzt Dr. Dirk Harder im Kulturhistorischen Museum sowie der Workshop „Malerei“ in der Rostocker Kunsthalle mit der Künstlerin Ambra Durante, die 2022 mit dem sogenannten „art Karlsruhe-Preis“ ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus erfahren Interessierte am Samstag Wissenswertes über Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr bei der Rostocker Straßenbahn AG, können mit Ernährungs-Coach Bodo Burghardt in der Kochschule Home of Nutrition gesunde Speisen kreieren oder beim Medizinkongress in der Rostocker Orthopädieklinik mit Fachärzten zum Thema „Parasport und Hilfsmittel“ diskutieren. Am Abend gibt es eine inklusive Diskothek in der Hochschule für Musik und Theater. Sportbegeisterte können sich auf den 28. August freuen: Teilnehmer haben dann unter anderem die Möglichkeit, sich von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Leichtathletikstadion beim inklusiven Lauf oder beim Kubb-Turnier, auch als Wikingerschach bekannt, zu messen.
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