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29. Sep 2016
Feature: Löwenjagd am Oderhaff
Plötzlich geht Jürgen Henke in die Hocke. Zieht eine kleine Schaufel hervor, bohrt sie in den lockeren Boden und entnimmt eine Ladung Sand. Mit den Fingern siebt er diesen dann Krümel für Krümel durch. Wiegt schon zweifelnd den Kopf, doch dann ertastet er doch noch das Objekt seiner Begierde und präsentiert hocherfreut seinen Jagderfolg.
„Was ihr hier seht, ist ein Ameisenlöwe“, erklärt der Ranger der staunenden Gruppe. Ein gefürchteter Kleintierjäger, der gefährliche Trichter in den Sand wühlt und dann geduldig darauf wartet, dass Ameisen und Raupen hineinfallen, um sie sich zu greifen und einzuverleiben. Und kein Witz: „Um diesen Rutschprozess zu befördern, wirft der Ameisenlöwe sogar mit Sandkörnchen nach seinen Opfern – das habe ich selbst schon gesehen“, sagt Henke und tippt vorsichtig an die mörderischen Zangen des Insekts. Wie er dem im Sand versteckten Winzling allerdings auf die Schliche gekommen ist, bleibt sein Geheimnis: „Berufserfahrung“, kommentiert er lakonisch.
Unterwegs auf den Binnendünen von Altwarp am Stettiner Haff, nur einen Katzensprung entfernt und in Sichtweite von Polen. Ein Naturraum und Naturschutzgebiet von besonderer Güte, wie Jürgen Henke nicht müde wird zu betonen. Die bis zu 15 Meter hohen Sandberge nämlich, die – wie der Name verrät – nicht wie üblich direkt am Wasser, sondern ein Stück landeinwärts liegen, sind ein Areal großer Kontraste. Mit extremen Trockenbereichen auf der einen und Feuchtwiesen auf der anderen Seite. Was daran so außergewöhnlich ist? „Hier liegt alles dicht bei dicht“, erklärt Jürgen Henke. „Oben auf der Düne ist es knalltrocken und unten steht Wasser – das macht die Gegend aus, und das macht sie auch so wertvoll.“
Flora und Fauna bedanken sich mit einer großen Anzahl seltener Spezies. Die Binnendünen sind bedeckt von Silbergras, Schaf-Schwingel, Blaugrünem Schillergras, Berg-Haarstrang und Kartäuser-Nelken. Seeseitig vorgelagert dominieren seggen- und binsenreiche Wiesen mit Breitblättrigem Knabenkraut, Kuckucks-Lichtnelke und Stranddreizack, die übergehen in ausgedehnten Schilfröhricht. Südlich und westlich der Dünen schließt sich mit einem Eichen-Niederwald wiederum ein ganz anderer spezifischer Lebensraum an.
Tierisch einzigartig für Mitteleuropa ist die gewaltige Population der vom Aussterben bedrohten Kerbameise. Hier gibt es 18 Brutareale mit 2.500 Nestern – da bekommt Jürgen Henke tatsächlich glänzende Augen. Zahlreiche Käfer-, Spinnen- und über 400 Schmetterlingsarten finden hier ebenso erstklassige Biotope vor wie Seeadler, Neuntöter, Sperbergrasmücken, Bartmeisen, Drosselrohrsänger, Karmingimpel, Kraniche und andere Brutvögel. Und auf dem Riether Werder – einer kleinen Insel im Neuwarper See – spektakelt die größte Lachmöwenkolonie Mecklenburg-Vorpommerns fröhlich und ungestört vor sich hin.
Das Naturschutzgebiet Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder ist Teil des Naturparks Stettiner Haff, einem von sieben solcher Schutzräume in Mecklenburg-Vorpommern. Es umfasst 53.000 Hektar im abgeschiedenen Grenzgebiet zu Polen und zieht sich von der Haffküste bis zu den Brohmer Bergen im Süden. Geprägt wird die Landschaft von eiszeitlichen Endmoränen, Buchen- und Mischwäldern, Sandböden und Niedermoorflächen entlang mehrerer Flussläufe. Größere Naturräume sind die Ueckermünder Heide, die Brohmer Berge, der Randowbruch und die Friedländer Große Wiese.
Der Park, in dem sich die Natur weitgehend ungestört entfalten kann, ist folglich ein Paradies für all jene, die auf Entspannung und Ruhe schwören und sich abseits der touristischen Großströme erholen wollen. Erkunden und erleben lässt sich der Naturpark wunderbar zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Pferd und selbstverständlich auch zu Wasser. Bei Touristen besonders beliebt sind zudem der Botanische Garten in Christiansberg, der Tierpark mit Fischotteranlage in Ueckermünde sowie das Mittelalterzentrum und das Ukranenland in Torgelow, ein für Mecklenburg-Vorpommern einzigartiges Freilichtmuseum mit historischen Häusern, historischen Werkstätten und historischen Schiffen aus der Slawenzeit.
Bliebe zum Schluss noch das Haff selbst, und wie könnte man es zünftiger erleben als an Bord eines traditionellen Zeesenbootes. Vom Hafen Mönkebude läuft Käpt´n Alwin Harder täglich mit seiner schmucken „Ghost“ aus zu Törns auf diese ganz spezielle Lagune der Ostsee, die fast doppelt so groß ist wie der Bodensee. Gespeist wird das Stettiner Haff – auch Oderhaff oder Pommersches Haff genannt – von Oder, Uecker, Zarow und Peene sowie zahlreichen Entwässerungsgräben; daher besteht es überwiegend aus Süßwasser. Und mitten hindurch verläuft die deutsch-polnische Grenze.
Die vorgelagerten Inseln Usedom und Wollin trennen das Gewässer fast völlig von der Ostsee, „sie sehen vom Boot aus also immer und überall Land“, erklärt Harder. Das macht es zum idealen Revier für Wassersportler, die sich nicht dem oft rauen Wetter auf dem offenen Meer aussetzen wollen. Das macht es zum Traum für Angler, die im Süßwasser Hechte, Zander, Barsche, Karpfen und Aale in Hülle und Fülle finden.
Und nicht zuletzt fasziniert alle auch hier die weitgehend unberührte Natur. Die breiten Schilfgürtel am Ufer, in denen sich viele Wasservögel wohlfühlen. Der kreisende Seeadler, „der sich gleich seinen Snack holen wird“, wie Harder aus Erfahrung weiß. Die Möwen, die auf den Reusenpfählen der Fischer auf fette Beute lauern. Und die Abendsonne, die sich schlussendlich durch die düstere Wolkenfront bohrt und die Idylle vergoldet – viel friedlicher und schöner kann ein Abend kaum sein.
Weitere Informationen:
Naturparkzentrum Stettiner Haff: 039779 2968-0
Naturpark-Expeditionen, geführte Wanderungen, Ausritte, Kanutouren etc. auf Anfrage und Voranmeldung, www.naturpark-am-stettiner-haff.mvonline.de Zeesenbootfahrten mit Alwin Harder ab Mönkebude: 0172 3125388, Törns ab 8 Euro/1,5 Stunden, Halb- und Ganztagestagestouren auf Anfrage Tourismusverband Vorpommern, Tel.: 03834 891189,
Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Tel.: 0381 4030500 Internet:
Fotos: Naturpark-Ranger Jürgen Henke buddelt sich ein (Quelle: E. Eichler)
Wer suchet, der findet – Ranger Henke präsentiert einen Ameisenlöwen (Quelle: E. Eichler)
Die Altwarper Binnendünen sind ein außergewöhnlicher Naturraum und Heimat vieler seltener Pflanzen und Tiere (Quelle: E. Eichler)
Idyllische Bucht am Stettiner Haff (Quelle: TMV/Grundner)
Naturparkzentrum Stettiner Haff: 039779 2968-0
Naturpark-Expeditionen, geführte Wanderungen, Ausritte, Kanutouren etc. auf Anfrage und Voranmeldung, www.naturpark-am-stettiner-haff.mvonline.de Zeesenbootfahrten mit Alwin Harder ab Mönkebude: 0172 3125388, Törns ab 8 Euro/1,5 Stunden, Halb- und Ganztagestagestouren auf Anfrage Tourismusverband Vorpommern, Tel.: 03834 891189,
Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Tel.: 0381 4030500 Internet:
Fotos: Naturpark-Ranger Jürgen Henke buddelt sich ein (Quelle: E. Eichler)
Wer suchet, der findet – Ranger Henke präsentiert einen Ameisenlöwen (Quelle: E. Eichler)
Die Altwarper Binnendünen sind ein außergewöhnlicher Naturraum und Heimat vieler seltener Pflanzen und Tiere (Quelle: E. Eichler)
Idyllische Bucht am Stettiner Haff (Quelle: TMV/Grundner)
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28. Sep 2016
| Neues aus den Regionen
Aller guten Dinge sind drei: Eröffnungen in Schwerin
Gleich drei Neueröffnungen in einem Haus stehen in der Landeshauptstadt Schwerin bevor: In der Schusterstraße eröffnet das Traditionshaus „Weinhaus Uhle“, in dem bereits seit 1751 Wein ausgeschenkt wurde, nach etwa dreieinhalbjähriger Sanierungszeit neu. Geführt wird das dem Trierer Bürgerverein gehörende Gebäude von Annika und Dirk Frymark aus Schwerin, die auf den Spuren des Weines bereits kreuz und quer durch die Welt gereist sind und über entsprechende Expertise verfügen. Am 22. Oktober eröffnen sie die Weinhandlung, in der rund 300 nationale und internationale Weine zur Auswahl stehen. „Wir arbeiten vornehmlich mit Jungwinzern zusammen, die sich durch Kreativität auszeichnen und auch durch den einen oder anderen Weinabend führen werden“, so Annika Frymark. Zur Weinhandlung gehört darüber hinaus ein Bistro mit 32 Sitzplätzen, das täglich zwischen 11.00 Uhr und 24.00 Uhr geöffnet ist. Am 28. Oktober eröffnet das Ehepaar ein Restaurant mit 60 Sitzplätzen im Haus, das neu interpretierte klassische Gerichte für anspruchsvolle Genießer bietet. Schließlich stehen Gästen ab dem 1. Dezember 18 Zimmer auf drei Etagen im neuen Vier-Sterne-Plus-Hotel zur Verfügung.
Der Name Uhle geht auf den Gründer des Weinhauses, Johannes Georg Uhl, zurück, der seine Weinschenke 1751 in der Schusterstraße eröffnete. Er wurde – urkundlich bestätigt – vom Herzog Christian II Ludwig als „Frey-Wein-Schenker der Stadt Schwerin“ privilegiert und eingesetzt. Die damalige Weingroßhandlung „Uhl“ existierte bereits zu einer Zeit, in der die Landeshauptstadt Schwerin gerade einmal 4.300 Einwohner zählte.
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28. Sep 2016
| Neues aus den Regionen
4. Rügener Wanderherbst
Entlang von Kreidefelsen und durch Feuersteinfelder: Die Insel Rügen lädt vom 14. bis 23. Oktober 2016 zum 4. Rügener Wanderherbst ein. Dabei stehen rund 70 meist kostenfreie Wander- und Aktivangebote zur Auswahl: fachkundige Führungen durch die Natur- und Kulturlandschaften der Ostseeinsel und der Nachbarinsel Hiddensee, Nordic-Walking-Touren, Ausflüge auf die Halbinsel Jasmund, Erkundungen in der Granitz, Ortsrundgänge durch die Seebäder oder Führungen am Kap Arkona. Bei der Auftaktwanderung am 14. Oktober geht es hoch hinaus: Gewandert wird von Binz zum Naturerbe Zentrum Rügen, das im August bereits den einmillionsten Besucher begrüßen konnte. Auf dem 1.250 Meter langen Baumwipfelpfad mit 40 Meter hohem Aussichtsturm genießen Wanderer einen Rundumblick auf die Insel. Mit einem Vortrag „Impressionen einer Ostseeschönheit“ über Landschaftsentstehung und Besiedlungsgeschichte Rügens sowie die Pflanzen- und Tierwelt im Wechsel der Jahreszeiten klingt dieser Tag aus.
Am Eröffnungswochenende des 4. Wanderherbstes Rügen wird vom 14. bis 16. Oktober zum ersten Mal das auf Rügen veranstaltet. Angeboten werden sehr unterschiedliche Wanderungen, die unter anderem über die Halbinsel Wittow, durch die Granitz oder über die Halbinsel Jasmund führen. Der Höhepunkt des dreitägigen Festivals ist eine 12-Stunden-Wanderung am 15. Oktober, die um 5.00 Uhr auf Jasmund startet und dann über Prora und die Granitz nach Binz verläuft. Die Strecke ist etwa 48 Kilometer lang. Ganz sportliche Wanderer haben die Möglichkeit, auf 16 Stunden und 60 Kilometer zu verlängern.
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28. Sep 2016
| Neues aus den Regionen
Kurz vor der Eröffnung: Wonnemar Resort-Hotel in Wismar
Auf dem Gelände des Wonnemar-Erlebnisbades in Wismar entsteht ein neues Resort-Hotel. Mit 90 Zimmern auf Vier-Sterne-Niveau, einem Restaurant und Biergarten sowie einem direkten Gang zum Erlebnisbad soll das neue Hotel das Angebot des Erlebnisbades vervollständigen. Die Eröffnung ist am 18. November. Hauptzielgruppen sind Familienreisende und Städtetouristen, die einen mehrtägigen Aufenthalt in der Welterbe- und Hansestadt Wismar machen möchten. Das benachbarte Erlebnisbad verfügt über 18 Erlebnis- und Sportwasserbecken, einen Wellness- und Gesundheitsbereich sowie ein eigenes Sportzentrum und besitzt das Qualitätssiegel des Landestourismusverbandes „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“. Betrieben werden Hotel und Erlebnisbad von der „InterSPA-Gruppe“. Bereits am 12 .November feiert das Wonnemar Wismar seinen 16. Geburtstag. Zu dieser Jubiläumsveranstaltung erleben die Gäste von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr ein Wasseranimationsprogramm der Extraklasse für die ganze Familie.
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28. Sep 2016
| Neues aus den Regionen
Usedomer Wildwochen gehen in die zwölfte Runde
Die Usedomer Wildwochen locken vom 15. bis 30. Oktober Natur- und Jagdliebhaber sowie Genießer auf die Ostseeinsel. In 32 Restaurants des Eilandes stehen regionale Wildprodukte ganz oben auf der Speisekarte. Dazu gibt es Aktionen und Ausstellungen, bei denen Interessierte alles rund um die Themen Wald und Wild erfahren. Die Eröffnung der Usedomer Wildwochen mit Jagdhornbläsern, Markt und Wildschwein vom Spieß findet am 15. Oktober von 11.00 bis 17.00 Uhr am Bansiner Konzertpavillon statt. Mit den Usedomer Wildwochen wird eine alte Tradition belebt, denn schon im 12. Jahrhundert durchstreiften die Pommernherzöge die Wälder und Wiesen der Insel auf der Jagd nach Rotwild, Gänsen und Wildenten und feierten anschließend die erlegte Beute.
Bereits am 11.Oktober ziehen passionierte Jäger zum traditionellen Bocksilvester – der letzte Tag, an dem Rehböcke vor Beginn der Schonzeit geschossen werden dürfen – durch Usedoms Wälder. Gäste können hier mit der Jägerschaft ins Gespräch kommen und frisches Wild kaufen. Ein weiterer Höhepunkt ist das „Wild Fashion Dinner“ am 21. Oktober im Hotel Forsthaus Damerow mit Modenschau und Fünf-Gänge-Menü.
Zum Bergfest der Usedomer Wildwochen am 22. Oktober lädt das Forstamt Neu Pudagla zur Baumpflanzung in den Klimawald am Forsthaus Damerow ein. Jeder Käufer eines Jungbaumes erhält eine Waldaktie (). Zudem wird eine Kräuterwanderung angeboten, es gibt Wild zu kaufen und ein Falkner zeigt sein Können.
Den Abschluss der Wildwochen bilden die Hubertusmesse in der Stadt Usedom am 30. Oktober und die Wildgala im Strandhotel Seerose am 5. November.
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28. Sep 2016
| Neues aus den Regionen
Neu: Mühle Ahrenshoop mit Café und Künstlerwerkstatt
Neues Ausflugsziel für Genießer und Kreative: An der Stelle der um 1880 erbauten Holländerwindmühle im Ostseebad Ahrenshoop, die 1968 abgerissen wurde, steht jetzt eine neue und zwar nach altem Vorbild. Das Ehepaar Stefan und Sylvia Köppke hat diese mit viel Liebe zum Detail nach alten Plänen und Fotos neu gebaut und für Gäste hergerichtet. Entstanden ist die „Mühle Ahrenshoop“ mit einem Café, in dem es selbstgebackene Kuchen, Mühlenbrot und kleine warme Speisen gibt. „Wir legen sehr viel Wert auf regionale Produkte. Ziegenkäse, Säfte, Eier für die Kuchen – das kommt alles aus der unmittelbaren Umgebung“, so Sylvia Köppke. Nicht nur das Konzept der Mühle fügt sich wie selbstverständlich in den Künstlerort Ahrenshoop ein, die Caféleitung übernahm die Urenkelin des Ahrenshooper Künstlers Karl Bartoschek, Nicola Bartoschek.
Neben dem Café, von dessen Garten aus Besucher einen weiten freien Blick über die Graswiesen der Boddenküste genießen können, gibt es hier eine Künstlerwerkstatt, in der auch die Ahrenshooper Künstlerin Carola Pieper ausstellt. Ab Oktober werden hier die ersten Kurse angeboten. Die Palette reicht von Mal- über Kalligraphie- bis hin zu Schreibkursen. Darüber hinaus entsteht im zweiten und dritten Obergeschoss eine Maisonette-Ferienwohnung für zwei Personen, die bis März 2017 fertiggestellt werden soll.
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22. Sep 2016
| Pressemitteilungen
Herbstliche Hochgenüsse beim Usedomer Musikfestival
Rund 30 Konzerte, Lesungen und Ausstellungen an 21. Veranstaltungsorten stehen während des 23. Usedomer Musikfestivals vom 24. September bis zum 14. Oktober auf dem Programm, das den Bogen von der Klassik, gewürzt mit Jazz, bis hin zur Folklore schlägt. Die Musik Schwedens, dessen Geschichte eng mit der des Eilandes verbunden ist, steht im Mittelpunkt der Darbietungen. International erfolgreiche Künstler spielen dafür in atmosphärischen und teilweise historischen Spielstätten wie Kirchen, Schlössern und Konzerthäusern, in denen bis zu 14.000 Besucher erwartet werden. Dazu Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Das Usedomer Musikfestival hat sich zu einer der wichtigsten Veranstaltungen in der Herbstsaison entwickelt. Usedom setzt auf Kultur, Qualität und den internationalen Austausch.“ Zwei Stars des Ostseeraums eröffnen am 24. September im Kraftwerk des Museums in Peenemünde das Usedomer Musikfestival: der Geiger Gidon Kremer aus Lettlands Hauptstadt Riga und der Dirigent Kristjan Järvi aus Estlands Hauptstadt Tallinn. Gespielt werden Werke unter anderem von Peter Tschaikowsky und Wilhelm Stenhammar.
Weitere Höhepunkte sind ein Konzert mit der schwedischen Mezzo-Sopranistin Ann Hallenberg gemeinsam mit dem Ensemble „Il pomo d’oro“ und Krimi-Autorin Donna Leon als Konzertpatin in Zinnowitz oder eine musikalische Lesung mit Schauspieler Johann von Bülow und dem Boulanger Trio in der Benzer Kirche. Mit von der Partie ist auch der Eric Ericson Kammerchor, der seit 70 Jahren zu den besten Chören Europas zählt. Gemeinsam mit dem Elbipolis Barockorchester Hamburg ist er unter der Leitung von Olof Boman am 1. Oktober im Maritim Hotel Kaiserhof zu erleben.
Zudem können sich Gäste auf die Peenemünder Konzerte freuen, die ein Zeichen für Frieden und grenzübergreifende Zusammenarbeit setzen möchten. Mit dem Baltic Sea Philharmonic eröffnet ein Ensemble, das mit Musik Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Biografien in einer ehemals durch Krieg und Politik geteilten Region zusammenbringen und eine gemeinsame soziale und kulturelle Bewegung für die Ostseeregion initiieren will. Gemeinsam mit dem Kremerata Baltica und dem Geiger Gidon Kremer spielen sie Werke von Stenhammar, Weinberg, Pärt und Tschaikowsky.
Wer sich tiefer mit der schwedischen Vergangenheit Vorpommerns auseinandersetzen möchte, hat dazu am 26. September bei einer geführten Tour im Rahmen des Usedomer Musikfestivals die Gelegenheit. Unter dem Titel „Auf den Spuren der Schweden in Vorpommern“ führt Ivo Asmus von der Universität in Greifswald über die Insel. Stationen auf der Bustour sind unter anderem Pudagla, Mellenthin, Relzow, Anklam und Griebenow.
Seit mehr als zwanzig Jahren präsentiert das Festival Gewinner der Wettbewerbe der New Yorker Stiftung Young Concert Artists. In diesem Jahr spielt der israelische Pianist Tomer Gewirtzman mit Liszts h-Moll-Sonate und Schumanns C-Dur-Fantasie zwei Ausnahmewerke der Klavierliteratur im Hotel Esplanade im Seebad Heringsdorf. Zudem lobt die Achterkerke-Stiftung für Kinder gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft den Achterkerke-Musikpreis aus. Er ist auf 5.000 Euro dotiert und richtet sich an
Preisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert". Zum Abschluss des Usedomer Musikfestivals mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock gibt es Mozart, Strauss und Szymanowski mit einem Solisten, der das Inselpublikum schon 2014 zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat: Jan Lisiecki. Das gesamte Programm ist unter nachzulesen. Inselinformationen gibt es unter .
Preisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert". Zum Abschluss des Usedomer Musikfestivals mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock gibt es Mozart, Strauss und Szymanowski mit einem Solisten, der das Inselpublikum schon 2014 zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat: Jan Lisiecki. Das gesamte Programm ist unter nachzulesen. Inselinformationen gibt es unter .
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19. Sep 2016
| Neues aus den Regionen
+++ Erweiterung des Stadthafens in Waren (Müritz) +++
Ausbau des Stadthafens in Waren (Müritz) ist abgeschlossen. Die Anzahl der Liegeplätze für Sportboote wurde von 180 auf 250 erweitert. Eine neue Bootstankstelle sowie Elektro- und Wasseranschlüsse ergänzen das Angebot für Wassersportler. Es wurden Freiflächen mit ufernahen Sitzgelegenheiten geschaffen und der bestehende Uferwanderweg führt Besucher ab sofort direkt durch den Hafen. Zudem wurde der Schiffsanleger für Fahrgastschiffe, die Touren auf der Müritz und der Mecklenburgischen Seenplatte anbieten, erneuert. Die Erweiterungskosten in Höhe von 9,98 Millionen Euro wurden mit rund 6,6 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus gefördert.
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19. Sep 2016
| Neues aus den Regionen
+++ Sonnensommer für Mecklenburg-Vorpommern +++
im Sommer 2016 führen Orte in Mecklenburg-Vorpommern die Sonnenstatistik an: Auf der Insel Rügen, genauer gesagt am Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt des Eilandes, schien die Sonne mit 780 Stunden bundesweit am längsten. Platz zwei belegte die Greifswalder Oie, wo 741 Sonnenstunden gemessen wurden. Zugleich war das Bundesland mit rund 165 Litern pro Quadratmeter das bundesweit zweittrockenste. Das Urlaubsland war schon 2014 das sonnenreichste Bundesland in Deutschland. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurden im Nordosten rund 1.750 Sonnenstunden gezählt.
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19. Sep 2016
| Neues aus den Regionen
+++ Ausstellung über Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné +++
der Wanderausstellung „Das Wirken Peter Joseph Lennés in Mecklenburg-Vorpommern“ wird vom 23. September bis zum 5. Oktober in der Rathaushalle von Rostock das Lebenswerk des Gartenkünstlers (1789-1866) geehrt. Mehr als 30 Schautafeln, zwei Modelle sowie ein umfangreicher Katalog zeigen sein landschaftsprägendes Schaffen in Mecklenburg-Vorpommern. Lenné zählt zu den bedeutendsten Gartenkünstlern des 19. Jahrhunderts und hat unter anderem die großherzoglichen Gärten in Schwerin, Neustrelitz und Ludwigslust gestaltet. Die Ausstellung wurde anlässlich des 150. Todesjahres des Gartenkünstlers vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit der Hochschule Neubrandenburg konzipiert. Sie ist montags bis freitags jeweils von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sehen.
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