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Planungsskizze der geplanten Kulturmühle aus der Nordansicht

01. Apr 2021

| Nr. 23

| Neues aus den Regionen

In Parchim entsteht Kulturmühle

Die so genannte Eldemühle in Parchim, 40 Kilometer südöstlich der Landeshauptstadt Schwerin in der Reiseregion Mecklenburg-Schwerin gelegen, in der einst Korn zu Mehl verarbeitet wurde, soll zu einer Kulturmühle umgebaut werden. Der Gebäudekomplex soll denkmalgerecht saniert und zu einem kulturellen Zentrum der Stadt entwickelt werden. Mieter werden das Junge Staatstheater Parchim, die Fritz-Reuter-Bühne, die Stadtinformation, Gastronomie sowie das Museum der Stadt. Die Landesregierung unterstützt den Umbau des Gebäudes mit Fördermitteln in Höhe von rund 15,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant. Parchim ist idealer Ausganspunkt für Entdeckungen im Naturpark Sternberger Seenlandschaft oder im Landschaftsschutzgebiet Lewitz.
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Jens Schröder, GEO-Chefredakteur und Schirmherr des diesjährigen Umweltfotofestivals

01. Apr 2021

| Nr. 23

| Neues aus den Regionen

14. Umweltfotofestival »horizonte zingst«

Mitten in der Corona-Krise kommt ein kultureller Hoffnungsschimmer aus dem Ostseeheilbad Zingst. Dank der Mithilfe von Premium- und Medienpartnern arbeitet das Festival-Team am 14. Umweltfotofestival »horizonte zingst«, das vom 28. Mai bis 6. Juni 2021 stattfinden soll. Der thematische Schwerpunkt „WASSER – Ursprung, Element, Ressource, Leben“ gibt die inhaltliche Richtung vor. Dazu Edda Fahrenhorst , neue Kuratorin des Festivals: „Wasser ist allgegenwärtig, es ist die Grundlage jeden Lebens und damit die wertvollste Ressource unseres Planeten. Gleichzeitig stehen dessen Mangel, Verschmutzung oder auch Verschwendung symptomatisch für die Klimakrise – deren Folgen alle Lebensräume bedroht. Auch die des Menschen“. Interessierte können sich unter anderem auf Ausstellungen am Strand freuen, wo großformatige Fotos mit Motiven aus der Tiefsee oder Porträts der letzten Ostseefischer zu sehen sein werden. Schirmherr der beliebten Reihe ist GEO-Chefredakteur Jens Schröder.
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Der ausgezeichnete 18-Löcher-Golfplatz WINSTONlinks

01. Apr 2021

| Nr. 23

| Neues aus den Regionen

Flexibel aufs Fairway

Ab sofort können Golfurlauber ihre Auszeit sowie Golfarrangements auf der 45-Loch-Golfanlage WINSTONgolf im Herzen Mecklenburgs unter  bequem rund um die Uhr online buchen. Nutzer können die Buchung selbst verwalten, anpassen oder stornieren. WINSTONgolf bietet eine 14-tägige Stornierungsmöglichkeit an. Der Platz WINSTONlinks ist übrigens preisgekrönt: Bereits 2011 kürte ihn das GOLF MAGAZIN zum besten neuen und 2015 zum besten deutschen Golfplatz. 2019 erhielt der Platz beim „Golfplatz-TÜV“ des GOLF JOURNALS 83 von 100 möglichen Punkten und wurde damit zum besten Golfplatz Deutschlands gewählt. Der WINSTONopen hat beim „Golfplatz-TÜV“ ebenfalls beachtliche 78 Punkte erzielt und zählt mit neuem Design der Bunker zu den modernsten in Deutschland und Europa. Die gesamte Anlage ist mit ihren bis zu zehn Meter hohen Dünen und der urwüchsigen Bepflanzung mit Ginster und Heidekraut den schottischen Dünenlandschaften am Meer nachempfunden.
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Vier Phasen für die Entwicklung eines Besucherlenkungskonzeptes

31. Mär 2021

| Nr. 22

| Pressemitteilungen

+++ Meck-Pomm Short News März (2) +++

Der Deutsche Tourismusverband e. V. (DTV) hat kürzlich einen 20-seitigen Handlungsleitfaden zum Thema Besucherlenkung herausgegeben. Er richtet sich an Mitarbeiter von touristischen Organisationen und soll ihnen Hilfestellung für die Bewältigung von Fragestellungen geben, die sich nach einem Neustart hinsichtlich der Lenkung von Besucherströmen stellen. Im Leitfaden informiert der DTV über einzelne Schritte für die Entwicklung und Evaluierung eines Besucherlenkungskonzeptes. Interessierte erhalten beispielsweise Informationen zur Anwendung regulierender Ticket- und Reservierungssysteme und bekommen Tipps für die Schulung des Personals.
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Wanderpause auf einem Steg am Schmalen Luzin

29. Mär 2021

| Nr. 21

| Pressemitteilungen

Auf der Zielgeraden: Naturparkweg Mecklenburg-Vorpommern

Sieben auf einen Streich: Ende Mai dieses Jahres soll der Naturparkweg Mecklenburg-Vorpommern eröffnet werden. Der Fernwanderweg verläuft durch das Landesinnere Mecklenburg-Vorpommerns und hat eine Länge von 907 Kilometern. Er führt durch alle sieben Naturparke, durch das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee sowie den Müritz-Nationalpark. Ziel ist es, den Naturparkweg nach Ausweisung durch den Deutschen Wanderverband als Inlandsvariante E9a des Europäischen Fernwanderweges E9 auszuweisen. Heute wurde die letzte der insgesamt 99 Informationstafeln, die auf Besonderheiten entlang der Strecke vom Schaalsee bis zum Stettiner Haff hinweisen, durch Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern und Ute Hennings, Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern, in Raben Steinfeld bei Schwerin eingeweiht. Folgen soll die komplette Ausschilderung entlang des Weges mit rund 1.500 Wegweisen und -marken.

„Gerade angesichts der Corona-Pandemie erleben wir eine Rückbesinnung auf Deutschland mit seinen eigenen Tourismusdestinationen. Und Wandern erfreut sich seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit. Zugleich – unter den Gesichtspunkten des Klimaschutzes und des Schutzes biologischer Vielfalt – findet eine stärkere Orientierung auf Nachhaltigkeit statt. Hier nehmen die Nationalen Naturlandschaften eine Vorreiterrolle ein. Dabei spielt der Naturparkweg MV eine herausragende Rolle. Denn er bietet Chancen zur Belebung und zur regionalen Entwicklung strukturschwacher ländlicher Räume und schließt eine Lücke im Bereich des Wanderns. Er soll sich zu einem Werbeträger für ein ressourcenschonendes Naturerlebnis in den Nationalen Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommerns entwickeln“, sagte Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Natur, Nachhaltigkeit und Nähe – mit diesen Themen will das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern punkten. Da fügt sich der Naturparkweg ganz besonders gut ein und das deckt sich auch mit der Maxime der Nationalen Naturlandschaften. Wir hoffen auf viele Wanderer, die den Weg erkunden möchten. Laut Reiseanalyse der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen (2020) planen 500.000 Deutsche bis 2022 bereits ziemlich sicher einen Wanderurlaub in Mecklenburg-Vorpommern.“ 

Die Eröffnung des Naturparkweges im Mai soll zunächst von einer mobilen Anwendung im Sinne einer App begleitet werden. Zoomfähige Karten zeigen den Wegeverlauf auf dem Smartphone oder Tablet an. Über eine Positionsbestimmung können Wanderer ihren Standort erfragen und sich damit orientieren. Entlang des Weges werden darüber hinaus touristische Attraktionen und Projekte angezeigt, die aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes finanziert werden. Dank eines responsiven Designs funktioniert die Anwendung auf allen Endgeräten.
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Foto: TMV/Duerst

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Die Ehlertsche Mühle in Woldegk

24. Mär 2021

| Nr. 20

| Neues aus den Regionen

Die Ehlertsche Mühle in Woldegk wird saniert

Ehlertsche Mühle in Woldegk im Aufwind: Das technische Denkmal, das den Namen durch den letzten Besitzer Hans Ehlert erhielt, soll bis November 2020 saniert werden. Die Windmühle wurde 1886 erbaut und soll nun nach denkmalpflegerischen Grundsätzen für Besucher hergerichtet werden. Das Land unterstützt die Investition mit rund 480.000 Euro. Zukünftig soll das Schaumahlen für Besucher wieder möglich sein. Woldegk in der Mecklenburgischen Seenplatte ist durch seine fünf Mühlen bekannt: die Fröhlcke Mühle, die Gotteskampmühle, die Buddesche Mühle, in der sich das Mühlenmusem befindet, das Mühlencafé sowie die Ehlertsche Mühle. Die Mühlendichte ist nach Angaben des Mühlenwarts Roland Stapel so hoch wie in keiner anderen Stadt in Deutschland.
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Eine Wildblumenwiese auf dem Ostsee Golf Resort Wittenbeck

24. Mär 2021

| Nr. 20

| Neues aus den Regionen

Fuchs im Bunker, Seeadler über Loch neun

Spätestens seit dem 2006 eingeführten Umwelt- und Qualitätsmanagementprogramm „Golf und Natur“ vom Deutschen Golf Verband in Zusammenarbeit mit dem Bund für Naturschutz steht der Umweltschutz weit oben auf der Agenda der 17 Golfplatzbetreiber Mecklenburg-Vorpommerns. Sitzkrücken für Raubvögel, Brutkästen für Vögel und Insektenhotels für Bienen und Marienkäfer sind nur einige der Maßnahmen für Artenschutz und -vielfalt sowie aktiven Landschaftsschutz. Dazu Rüdiger Born, Präsident des Golfverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Im Schnitt wird nur rund die Hälfte der Fläche eines Golfplatzes bespielt, die andere Hälfte bietet Lebensraum für Flora und Fauna und der wird im Nordosten ausgiebig genutzt etwa von Füchsen, Schmetterlingen und Vögeln.“ Im Folgenden eine Auswahl an Plätzen, die sich dem Thema Natur in besonderer Weise verschrieben haben:

Ostsee Golf Resort Wittenbeck
„Wittenbeck ist sehr engagiert und nach meiner Einschätzung ein gelungener Vorreiter eines neuen Golfplatztypus: spielerisch attraktiv, gefühlvoll in die Landschaft geplant und verantwortungsbewusst geführt“, so beschreibt Marc Biber, Abteilungsleiter für Umwelt und Platzpflege beim Deutschen Golf Verband den an der Ostsee gelegenen Platz, der das Qualitätssiegel „Golf und Natur“ trägt und lebt. Zwei Insektenhotels, eine Wildkräuterwiese sowie ein pittoreskes Hühnerhaus für den Deutschen Sperber, eine gefährdete Haustierrasse, an der Bahn 14 direkt an der Streuobstwiese gehören hier zum Besteck für aktiven Naturschutz. Bei etwas Glück entdecken Golfer auf dem Platz Füchse beim Sonnenbad im Bunker. Immer auf dem Platz – Skudden (Rote Liste) und Dexter-Rinder, die hier ebenfalls zu Hause sind.
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Golfclub Balmer See
Äußerst harmonisch und ohne größere Erdbewegung wurde die Golfanlage Balmer See auf der Insel Usedom in die Natur eingebettet. Hier kann es nicht nur bei einem Birdie passieren, dass Sportlern ein echter bird in Form eines Seeadlers ins Blickfeld rutscht. Auf dem 127 Hektar großen Platz steht rund ein Drittel der Fläche für Tiere und Pflanzen Verfügung. Den Seeadlern gefällt es so gut, dass sie sich hier ein Zuhause geschaffen haben.
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Golfpark Strelasund
Mit Brutkästen für Singvögel und Sitzkrücken für Raubvögel engagiert sich der Golfpark Strelasund, der Gästen zwei 18-Loch-Bahnen bietet, für den Natur- und Umweltschutz. Wild- und Streuobstwiesen gehören ebenfalls zur 200 Hektar großen Anlage, von denen nur die Hälfte bespielt wird. Jährlich werden auf dem Areal neue Bäume gepflanzt. Außerdem in Planung: eine Ladestation für E-Autos.
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Das Werk „Die Bockwindmühle“ von Paul Müller-Kaempff steht zum Verkauf.

24. Mär 2021

| Nr. 20

| Neues aus den Regionen

Digitale Kunstauktion in Wieck auf dem Darß

Kunstinteressierte aufgepasst: Am 3. April 2021 startet um 17.00 Uhr eine digitale Kunstauktion in der Darßer Arche in Wieck auf dem Darß, bei der insgesamt 80 Bilder zur Auswahl stehen, die in den Künstlerkolonien Ahrenshoop, Hiddensee und Schwaan entstanden sind. Unter sind die Bilder online einsehbar. Angebote können ab sofort schriftlich, telefonisch oder per E-Mail sowie während der Live-Übertragung der Auktion über abgegeben werden. Unter den zu ersteigernden Kunststücken sind unter anderem Werke des Malers Paul Müller-Kaempff, dem Begründer der Künstlerkolonie Ahrenshoop dabei sowie von Julie Wolfthorn, deren umfangreiches Werk lange als verschollen galt und erst Anfang der 2000er Jahre wiederentdeckt wurde.  
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Cover des Urlaubsmagazins für Vorpommern 2021

24. Mär 2021

| Nr. 20

| Neues aus den Regionen

Neues Urlaubsmagazin für Vorpommern erschienen

Der Tourismusverband Vorpommern hat zwei neue Publikationen herausgebracht. Zum einen das neue Urlaubsmagazin „Meine Zeit in Vorpommern“, in dem auf insgesamt 26 Seiten verschiedene Höhepunkte auf dem Vorpommerschen Festland vorgestellt werden. In dem Jahresheft werden beispielsweise eine maritime Radtour um den Neuwarper See am Stettiner Haff, kulturelle Höhepunkte wie die Route der Romantik von Greifswald nach Wolgast oder besondere Unterkünfte wie das neu sanierte Wasserschloss Quilow am Naturpark Flusslandschaft Peenetal präsentiert. Zum anderen hat der Regionalverband Vorpommern das 18-seitige Gastgeberverzeichnis 2021/2022 „Meine Gastgeber und Erlebnisorte in Vorpommern“ veröffentlicht, in dem Erlebnisanbieter wie etwa der Tierpark Ueckermünde oder der Zoo am Stettiner Haff sowie Unterkünfte in Ferienhäusern, Hotels oder Floating Houses zu finden sind. Beide Kataloge stehen online auf zur Verfügung, sind in allen Tourist-Informationen in Vorpommern erhältlich und werden an interessierte Gäste per Post verschickt.
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Rund 60 Prozent der Betriebe würden Ostern öffnen

18. Mär 2021

| Nr. 19

| Pressemitteilungen

Weg in die Tourismussaison 2021: Knapp 60 Prozent der Unternehmen würden Ostern öffnen

Im Vorfeld des nächsten Bund-Länder-Treffens am 22. März, bei dem Öffnungsperspektiven für weitere Bereiche der Wirtschaft geprüft werden sollen, signalisieren knapp 60 Prozent der touristischen Unternehmen im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern, dass sie Ostern öffnen würden und zwar im Schnitt mit 70 Prozent ihrer verfügbaren Kapazitäten. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Landestourismusverbandes (TMV), an der sich rund 450 Unternehmen, darunter Hotels, Anbieter von Ferienwohnungen und Campingplätze, beteiligt haben. Sollte es auf dem Corona-Gipfel keine Öffnungsperspektive für den Tourismus insgesamt geben, sehen 82 Prozent der Befragten einen norddeutschen Weg, das heißt einen mit dem Nachbarland Schleswig-Holstein abgestimmten Neustart, als Mittel, um Öffnungsschritte in den Bundesländern zu gehen, die am stärksten vom Tourismus abhängen. Dazu Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Die Umfrage dokumentiert den Ernst der Lage. Es bleiben zwei Möglichkeiten, von denen die erste die bevorzugte ist: Entweder man schafft Möglichkeiten für eine baldige stufenweise Öffnung des Tourismus oder man findet weitere Wege und Instrumente, um die teils existentielle Not der Unternehmen zu lindern und sie mitsamt ihren vielen Arbeitsplätzen zu erhalten. Die Branche darf nicht perspektivlos und ohne hinreichende Unterstützungsprogramme am Ende der Nahrungskette stehen gelassen werden.“

43 Prozent der touristischen Unternehmen sehen sich als gefährdet beziehungsweise akut gefährdet – so viele wie noch nie
Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen spitzt sich laut Umfrage weiter zu und ist so dramatisch wie nie zuvor in der Corona-Krise: 43 Prozent der touristischen Unternehmen sind laut Umfrage gefährdet beziehungsweise akut gefährdet (vgl. Januar 2021: 35 Prozent). Auf die Frage, wie lange die Befragten ihr Unternehmen noch durch die Krise führen können, erwägen sechs Prozent bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Geschäftsaufgabe, sofern nicht weitere Hilfen greifen. 27 Prozent (vgl. Januar: 45 Prozent) können nach eigenen Angaben bis Ende März durchhalten, nur noch 37 Prozent (vgl. Januar: jeder fünfte Befragte) würden ihr Geschäft bis Ende Juni aufrechterhalten können. Der Anteil der Unternehmen, die staatliche Hilfe benötigen ist im Vergleich zum Januar unverändert hoch und liegt bei 58 Prozent. Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer befindet sich in Kurzarbeit.

So bewerten die Unternehmen die Instrumente für den Neustart
Jedes zweite touristische Unternehmen zwischen Ostseeküste und Seenplatte nutzt bereits die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung; 72 Prozent der Befragten halten sie auch für zweckmäßig. 49 Prozent halten eine Teststrategie für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern für sinnvoll, weitere 26 Prozent stehen einer solchen zumindest neutral gegenüber. 56 Prozent empfinden die Erweiterung der Schutzstandards und 27 Prozent den Einsatz der Corona-Warn-App als sinnvoll. Schon jetzt führt knapp jedes fünfte Unternehmen das vom TMV und DEHOGA Landesverband MV im Dezember 2020 eingeführte Siegel „Mehr Sicherheit im Urlaubsland MV“ (vgl. ), das Gastgeber für die Einhaltung der Schutz- und Hygienestandards sensibilisieren und Gästen eine Orientierungshilfe geben soll. Mehr als jedes dritte Unternehmen (rund 35 Prozent) will das Siegel zukünftig beantragen. „Es ist gut zu wissen: Die Branche bereitet sich trotz aller Schwierigkeiten erneut verantwortungsvoll auf einen Neustart vor“, sagte Tobias Woitendorf.

Neustart im Tourismus: Blick auf die Akzeptanz in der Bevölkerung 
Die Umfrage nimmt zudem die Akzeptanz einer möglichen zeitnahen Öffnung des Tourismus in der Bevölkerung in den Blick. Demnach schätzen die Befragten ein, dass jeder zweite Bürger im Nordosten eine Öffnung dieses Wirtschaftszweiges akzeptiert. Knapp 40 Prozent stehen einer Öffnung neutral gegenüber, 13 Prozent lehnen eine Öffnung ab. Tobias Woitendorf: „Es ist wichtig, dass neben den touristischen Unternehmen auch die Bevölkerung insgesamt eine positive Haltung zum Tourismus zeigt, der mit seinen Verzweigungen in MV mehr Familien ernährt als jeder andere Wirtschaftsbereich.“

Höhere Nachfrage nach Urlaub im Nordosten / Kundenfreundliche Buchungsbedingungen
Sollte eine Öffnung des Tourismus gelingen, wird mit einer vergleichsweise hohen Nachfrage gerechnet, die noch einmal höher liegt als in den Vorjahreszeiträumen, in denen Tourismus möglich war. Für die Sommermonate Juni (50 Prozent) und Juli (59 Prozent) sind die Unternehmen aktuell bereits zur Hälfte bzw. schon darüber hinaus ausgelastet. Die erwartete Auslastung liegt im Schnitt für Juni bei 77 Prozent sowie bei 88 Prozent für den Juli. Für das Frühjahr verzeichnen die Unternehmen folgende Vorbuchungsstände: April 28 Prozent, Mai 42 Prozent. Um Gästen die Wahl für das Reiseziel Mecklenburg-Vorpommern zu erleichtern, haben viele Anbieter Anpassungen ihrer Leistungen vorgenommen: 51 Prozent haben kulantere Stornobedingungen aufgesetzt, 25 Prozent bieten Sonderkonditionen an und 16 Prozent so genannte Flexpreise, die meist etwas teurer als die jeweiligen Originalpreise sind, dafür aber mehr Buchungsflexibilität versprechen.

Prognose: moderater Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr 
Ähnlich wie nach dem ersten Lockdown steigen die Preise für Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern für die Tourismussaison 2021 nach Erwartung und Aussage der befragten Unternehmer moderat an, genauer gesagt im Durchschnitt um rund drei Prozent für die Vorsaison, um knapp zehn Prozent für die Hauptsaison und um rund sechs Prozent für die Nachsaison.

Zu den
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