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01. Nov 2023
| Nr. 55
| Neues aus den Regionen
Zum Märchengarten Grammentin in die Mecklenburgischen Seenplatte
Antje Hornburg-Zeneli und ihr aus Albanien stammender Mann Mirjan betreiben seit 2021 den Märchengarten Grammentin nördlich von Stavenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die aus dem Ort stammende Dolmetscherin war 16 Jahre lang im Ausland tätig, hat sich vor sieben Jahren mit ihrer Familie zur Rückkehr in ihren Heimatort entschieden und ist mittlerweile zur Gründerin geworden.
Der auch im Herbst und Winter geöffnete, kostenfrei zugängliche Märchengarten Grammentin ist ein 3,5 Hektar großes Gelände, in dem nach und nach Areale mit Märchenthemen entstehen. So gibt es bereits den Peter-Hase-Gemüsegarten, den Zwerg-Nase-Kräutergarten, den Daemon-Slayer-Manga-Garten und einen Märchenwald mit Hänsel-und-Gretel-Haus im Wachstum. Gäste finden in den Gärten die Pflanzen und Blumen, von denen im jeweiligen Märchengarten die Rede ist.
Inzwischen entstanden sind auch eine Brasserie mit einem vielseitigen Angebot italienisch geprägter Küche und ein Hofladen, in dem selbstangebaute und Produkte aus der Region sowie Waren des täglichen Bedarfs erhältlich sind. Antje Hornburg-Zeneli: „Bei uns kann man nicht nur in gemütlicher Atmosphäre einkaufen, sondern hat auch Zeit und Raum für eine Tasse Kaffee und Gespräche mit anderen Dorfbewohnern. Wir achten bestmöglich auf Regionalität unserer Waren. Damit möchten wir helfen, die Infrastruktur in unserer Region auszubauen.“ Auch Veranstaltungen werden ausgerichtet, so etwa ein Jazz-Abend am 10. November.
Das Projekt „Märchengarten“ ist Bestandteil der Landesinitiative „Neue Dorfmitte“, die der Sicherstellung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen dient. Aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wurde es mit 150.000 Euro unterstützt.
Weitere Informationen und Hofläden in der Mecklenburgischen Seenplatte: ,
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01. Nov 2023
| Nr. 55
| Neues aus den Regionen
OZEANEUM Stralsund: Vergünstigter Museumsbesuch
Ab dem 6. November bietet das OZEANEUM Stralsund jeweils ab 15:00 Uhr vergünstigte Eintrittspreise für die Besichtigung der Unterwasserwelten an. So können Museumsgäste für 13 statt 17 Euro eine Reise durch die Kaltwassermeere antreten, in denen glitzernde Makrelenschwärme, farbenfrohe Kuckuckslippfische oder schwerelos anmutende Kompassquallen zu sehen sind. Das Angebot „Weniger ist MEER – weniger zahlen, MEER erleben“ gilt bis einschließlich 15. Dezember 2023 auf den Vollzahlertarif für Erwachsene. In der kostenlosen App „Frag Walfred!“ mit Quiz-Funktion gibt es Inhalte und vertiefendes Wissen über die Ausstellungen und Aquarien sowie Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen.
Darüber hinaus bietet die neue Gästen in spe Informationen etwa zu Veranstaltungen, Unterkünften und gastronomischen Einrichtungen in der Welterbstadt an. Zudem bietet sie Informationen zu infrastrukturellen Belangen wie Parkplätzen und -häusern, Apotheken, Geldautomaten, öffentlichen WCs oder Spielplätzen. Auch die Erstellung einer persönlichen Merkliste für den Stralsund-Aufenthalt ist möglich. Eine digitale Karte hilft dabei, den richtigen Weg zu den entsprechenden Orten zu finden.
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27. Okt 2023
| Nr. 54
| Pressemitteilungen
Erste große Gästebefragung seit sieben Jahren
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern präsentiert eine aktuelle Gästebefragung mit umfangreichen Beschreibungen des Gastes von heute; die letzte ihrer Art liegt bereits sieben Jahre zurück. Demnach ist erfreulicherweise die Gästezufriedenheit weiterhin hoch und Gäste empfehlen das Urlaubsland gern weiter. Gleichwohl gibt es im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern auch einige Baustellen, die von Gästen erkannt wurden. Dazu zählen unter anderem Belastungserscheinungen durch den Tourismus, das Preis-Leistungs-Verhältnis, die unzureichende Infrastruktur für das Laden von E-Autos oder die flächendeckende Internetverfügbarkeit. Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeaufragter des Landes und Geschäftsführer des Landestourismusverbandes: „Die Ergebnisse der mit mehr als 7.100 Teilnehmenden größten Gästebefragung des Landes sind für uns vor allem mit Blick auf das strategische und effiziente Marketing von zentraler Bedeutung.“ Im Folgenden die Kernergebnisse der von Benchmark Services durchgeführten Befragung, die vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 größtenteils über Online-Fragebögen, ein kleiner Teil der Gäste nahm schriftlich teil, erfolgte und Übernachtungsgäste ab 15 Jahren, die 2022/2023 einen privat motivierten touristischen Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern verbracht haben, ins Visier nahm:
Der typische Urlauber kommt aus Sachsen und ist 55 Jahre alt
MV-Urlauber bleiben im Schnitt 9,5 Nächte im Land. An der Spitze der Herkunftsbundesländer gab es kaum Veränderungen beziehungsweise nur kleinere Verschiebungen. So kommen die meisten Gäste aus Sachsen (13,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (13,2 Prozent), Niedersachen (10 Prozent), Berlin (9,4 Prozent) und Brandenburg (7,9 Prozent). Einen Wechsel gab es hier nur an der Spitze; sprich die sächsischen Gäste haben sich im Vergleich zu 2015/2016 vor die aus Nordrhein-Westfalen gesetzt. Mehr als jeder zweite Gast kommt aus den ostdeutschen Bundesländern (51 Prozent) inklusive Berlin. Damit bleibt Mecklenburg-Vorpommern ein gesamtdeutsches Reiseziel, dennoch ist der Anteil der Gäste aus den östlichen Bundesländern verhältnismäßig hoch. An die deutsche Nordseeküste reisen beispielsweise nur 2,8 Prozent der Gäste aus den östlichen Bundesländern (siehe Benchmark VGM SEE). Im Durchschnitt sind MV-Gäste knapp 55 Jahre alt und im Vergleich zur letzten Befragung um zwei, im Vergleich zur vorletzten Befragung (2009/2010) um knapp sieben Jahre gealtert.
Gesamtzufriedenheit der Gäste ist hoch / Gäste wollen wiederkommen und empfehlen das Urlaubsland weiter
Die Gästezufriedenheit ist mit 1,59 (Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 6 = „sehr unzufrieden“) weiterhin sehr hoch. Mehr noch: Im Vergleich zur letzten Befragung (Note: 1,78) sind die Gäste noch zufriedener geworden.
Die Wiederbesuchswahrscheinlichkeit ist erfreulich hoch: Laut Befragung wollen rund 84 Prozent den Nordosten in den kommenden drei Jahren wieder besuchen. Dabei sagten die meisten Gäste auf Fischland-Darß-Zingst (88 Prozent), dass sie die Halbinsel sehr sicher beziehungsweise sicher wieder besuchen wollen. Die Wiederbesuchsabsicht ist bei Gästen in Mecklenburg-Schwerin mit rund 77 Prozent am geringsten ausgeprägt. In diesem Zusammenhang nachvollziehbar lesen sich die Zahlen zur Weiterempfehlungsabsicht, die mit landesweit mit 1,35 (Skala von 1 = „ganz sicher“ bis 6 = „sicher nicht“) ebenfalls hoch ist (vgl.: 2015/2016: 1,61). Anders gesagt: Rund 92 Prozent der Gäste würden Mecklenburg-Vorpommern als Reiseziel weiterempfehlen. Dabei ist die Weiterempfehlungsabsicht bei Gästen in der Mecklenburgischen Seenplatte mit überdurchschnittlichen rund 94 Prozent am stärksten ausgeprägt.
Hoher Stammgästeanteil / Geringer Erstkundenanteil
Mit rund 73 Prozent ist der Stammgästeanteil, sprich Gäste, die häufig oder sehr regelmäßig in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen, hoch. Dieser ist im Vergleich zur letzten Befragung gestiegen (2015/2016: 42 Prozent Stammgäste, die jährlich oder mehrfach jährlich nach MV reisen) und liegt beispielsweise deutlich über dem Stammgästeanteil an der deutschen Nordseeküste (rund 59 Prozent). Wohingegen der Erstbesucheranteil auf Landesebene seit 2015/2016 von zehn Prozent auf 5,6 Prozent gesunken ist und sich damit wieder auf dem Niveau von 2009/2010 bewegt. Schaut man auf die Regionen, ist festzustellen: Den höchsten Anteil an Erstbesuchern haben die Mecklenburgische Seenplatte (22 Prozent) und Mecklenburg-Schwerin (20 Prozent). Den niedrigsten Anteil an Erstbesuchern hat die Insel Usedom mit knapp 9 Prozent.
Mecklenburg-Vorpommern bei Paaren beliebt
Bei der Frage „Mit wem wird gereist?“ wir deutlich: Die meisten Befragten (rund 55 Prozent) reisen mit dem Partner beziehungsweise mit der Partnerin an. Die zweitgrößte Gästegruppe machen mit rund einem Viertel Familien mit Kindern aus. Darauf folgen Familienangehörige und Freunde (8,1 Prozent) sowie Alleinreisende (7,5 Prozent). Der Rest verteilt sich auf Gäste, die organisiert reisen und sonstige.
Bei der Frage „Warum haben Sie sich für einen Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern entschieden?“, sagten knapp drei Viertel der Gäste (73,6 Prozent), dass sie wegen der Natur und der Landschaft angereist sind. Es folgten die Motive beziehungsweise Beweggründe „Ruhe und Erholungswert“ (63,7 Prozent) sowie „Strand und Bademöglichkeiten“ (54,6 Prozent). Die Top 5 der Gründe für einen Urlaub zwischen Ostseeküste und Seenplatte komplettieren „Atmosphäre und Flair“ (41,1 Prozent) sowie „Klima“ (34,2 Prozent). Das Radwanderangebot gaben 32,7 Prozent, das Wanderangebot 17,1 Prozent der Befragten aus ausschlaggebend an.
Mehr als die Hälfte der Gäste übernachtet im Ferienhaus oder in der Ferienwohnung
Die am häufigsten genutzten Unterkünfte sind das Ferienhaus/die Ferienwohnung (51,8 Prozent), das Hotel und Hotel garni (22,5 Prozent), das eigene Ferienhaus/die eigene Ferienwohnung (4,7 Prozent), der Campingplatz (8,9 Prozent) und Übernachtungsmöglichkeiten bei Verwandten/Bekannten (2,8 Prozent).
Spazieren gehen ist beliebteste Freizeitaktivität
Mit knapp 92 Prozent (2009/2010: 93 Prozent) war Spazierengehen die meistgenannte Freizeitaktivität der Gäste vor Ort, gefolgt von „regionaltypische Speisen oder Getränke genießen“ (78,3 Prozent, 2009/2010: 83 Prozent) und „Naturattraktionen besuchen“ (68,4 Prozent, 2009/2010: 81 Prozent). Des Weiteren standen „Baden und Schwimmen“ (63,1 Prozent) sowie die „Besichtigung von kulturellen Sehenswürdigkeiten“ 61,9 Prozent) hoch im Kurs (Mehrfachnennungen waren möglich). An der oben genannten Top 3 hat sich im Vergleich zur vorletzten Befragung im Ranking nichts, bei der Anzahl der Nennung nur teilweise etwas geändert. Das Wandern wurde mit 52,1 Prozent (2009/2010: 46 Prozent) und das Radfahren mit 49,9 Prozent (2009/2010: 44 Prozent) deutlich häufiger genannt.
Ausgabeverhalten: Unterkunft macht Hauptteil der Reisekosten aus
Im Durchschnitt geben Gäste 114,18 EUR pro Tag und Person aus. Damit sind die Tagesausgaben im Vergleich zur letzten Befragung (70,92 EUR) stark gestiegen (nominal: +61 Prozent, real: +29 Prozent). Am meisten geben die Gäste auf der Insel Usedom aus (125,42 EUR); am wenigsten an der Mecklenburgischen Ostseeküste (108,31 EUR) und auf Fischland-Darß-Zingst (108,56 EUR) aus. Dabei wird im Durchschnitt jeweils der Großteil (59,69 EUR) des Reisebudgets auf die Unterkunft, 21,94 EUR auf die Verpflegung im Gastgewerbe, 9,67 EUR für den Einkauf von Lebensmitteln und 9,84 EUR für den Kauf von sonstigen Waren verwendet. 5,97 EUR entfallen auf Freizeitaktivitäten, 3,54 EUR auf den lokalen Transport und 3,53 EUR auf Sonstiges.
Wichtigkeit und Zufriedenheit von ausgewählten Angebotsfaktoren
Die Top 5 dessen, was Gästen am wichtigsten im Urlaub ist, sind: die Unterkunft (88,8 Prozent), Strand und Bademöglichkeiten (62,3 Prozent) sowie die Gastronomie (57,7 Prozent), das Preis-Leistungs-Verhältnis (46,8 Prozent) und die Gastfreundschaft (45,7 Prozent). Dabei zeigt die Analyse der Daten auch, dass Gäste mit dem, was ihnen wichtig ist, auch zufrieden sind (Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 6 = „sehr unzufrieden“): Unterkunft (1,62), Strand und Bademöglichkeiten (1,49), Gastronomie (2,12), Gastfreundschaft (1,75). Lediglich das Preis-Leistungs-Verhältnis (2,46) sowie die Internetverfügbarkeit, die im Ranking der Wichtigkeit von Angebotsfaktoren mit 39,7 Prozent immerhin Platz sechs einnimmt (2,59), lassen Wünsche offen. Auch das Schlechtwetterangebot ist rund jedem siebenten Gast wichtig (14,9 Prozent), es erhält in der Zufriedenheitsbewertung allerdings die Note 2,81. Ebenfalls eher unzufrieden sind Gäste mit der Mobilität vor Ort (2,54) und der Nachhaltigkeit des Tourismusangebotes (2,46), wobei diese Aspekte bezogen auf die Wichtigkeit nicht unter den Top 10 rangieren.
Anreise und Mobilität vor Ort
Das Auto (Verbrenner) bleibt nach wie vor Mittel der Wahl für die Anreise ins Flächenland Mecklenburg-Vorpommern: 78,3 Prozent der Befragten nutzen dies. Der Wert ist im Vergleich zur letzten Umfrage (72,5) noch gestiegen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Bahn (11,1 Prozent) und das Elektroauto/Hybrid (5,1 Prozent).
Ein neues Kriterium, das abgefragt wurde, ist die Mobilität vor Ort. Demnach bewegen sich 91 Prozent zu Fuß vorwärts; 63 Prozent nehmen das Auto oder E-Auto. Fast die Hälfte (48 Prozent) nutzen das Rad und das E-Bike. Rund ein Drittel (34 Prozent) nutzt den ÖPNV; 1,3 Prozent nutzen E-Mobile wie den Elektroroller.
Stichwort Nachhaltigkeit und Kritikpunkte
Bei der Frage „Welche der Merkmale eines nachhaltigen Tourismus sind Ihnen wichtig?“, nannten rund 92 Prozent eine „intakte Landschaft und Natur“, rund 71 Prozent „regionale Produkte“ und rund 65 Prozent ein „intaktes, harmonisches Ortsbild“. Es folgten „Geringe Belastungserscheinungen durch den Tourismus“ (knapp jeder zweite) und die „Gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln“ (rund 44 Prozent). Dabei waren Gäste mit den drei Erstgenannten auch zufrieden (Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 6 = „sehr unzufrieden“): intakte Landschaft (1,78), regionale Produkte 2,19 und intaktes Ortsbild (2,05). Die Zufriedenheit mit dem Thema „Geringe Belastungserscheinungen durch den Tourismus“ war mit der Note 3,3 und die „Gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln“ mit der Note 2,64 eher schlecht bewertet. Auch mit dem Angebot für Menschen mit Lebenseinschränkungen (Note: 3,11) waren Gäste eher unzufrieden. Die vorhandene Ladeinfrastruktur für E-Autos erhielt mit Abstand die schlechteste Bewertung: Note 3,81. „Fakt ist, dass Bewertungen jenseits der Note zwei eher selten sind, weil Gäste in der Bewertung ihres eigenen Urlaubes eher wohlwollend agieren. Insofern sollten uns alle Bewertungen jenseits der zwei ein Alarmsignal sein und uns die richtigen Ableitungen treffen lassen“, sagte Woitendorf abschließend.
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27. Okt 2023
| Nr. 53
| Pressemitteilungen
Wirtschaftsfaktor Tourismus: Mehr als sieben Milliarden Bruttoumsatz
Welche Wirtschaftskraft hat der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern? Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern hat beim Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif) Neuberechnungen des Wirtschaftsfaktors in Auftrag gegeben, die ein aktuelles Bild der Branche liefern. Unter anderem werden Zahlen zu den Beschäftigten, zu Umsätzen, die durch den Tourismus generiert werden, zu Einkommenseffekten und weiteren Kenngrößen aufgeschlüsselt. „Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern generiert eine hohe Wertschöpfung, bewirkt Einkommenseffekte, schafft und sichert ortsgebundene Arbeitsplätze. Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass es der Branche gelingt, auch bei herausfordernden Bedingungen für unsere Gäste attraktiv zu sein. Wichtig ist jetzt, dass wir nicht nachlassen. Es muss weiter auf Qualität, behutsames Wachstum und attraktive Angebote gesetzt werden. Wir unterstützen die Branche auf diesem Weg“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.
„Wenngleich die vorliegenden Zahlen ein positives Bild zeichnen, gibt es eine Menge Hausaufgaben. Wir stehen im intensiven touristischen Wettbewerb mit den anderen Bundesländern. Der wechselhafte Sommer hat einmal mehr gezeigt, dass Investitionen in ganzjährige Angebote weiter notwendig sind. Egal, ob die Sonne scheint, ob es regnet oder schneit – wir müssen das ganze Jahr über attraktiv für unsere Gäste bleiben. Zudem haben die Unternehmen die Herausforderung, ausreichend Fach- und Arbeitskräfte zu finden. Sorgen bereitet der Branche auch, dass die Gäste kurzfristiger buchen. Das erschwert die Planbarkeit insgesamt“, ergänzte Meyer. Die bislang vorliegenden Berechnungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus datieren aus dem Jahr 2019.
Kernerkenntnisse der Neuberechnungen
Ganzheitliches Bild für den Übernachtungstourismus
Die Berechnungen des dwif zeichnen ein ganzheitlicheres Bild für den Übernachtungstourismus in Mecklenburg-Vorpommern, da sie neben den Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit mehr als zehn Betten auch die Nächtigungen in Privatquartieren unter zehn Betten, Übernachtungsbesuche bei Verwandten/Bekannten (VFR-Übernachtungen) sowie auf Dauercampingplätzen, Freizeitwohnsitzen und im Reisemobiltourismus erfassen. Danach wurden 2022 insgesamt rund 57 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben gezählt. Den größten Anteil haben daran die Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben (rund 50 Millionen). Zusätzlich kamen 6,9 Millionen Übernachtungen bei Verwandten/Bekannten hinzu. Die Tagesreisen beliefen sich auf 67 Millionen. Besonders mit Blick auf die Einwohnerzahl Mecklenburg-Vorpommerns (1,6 Millionen) machen die Zahlen die Bedeutung des Tourismus deutlich.
7,1 Milliarden Euro Konsumausgaben 2022 / Gewerbliche Beherbergungsbetriebe generieren höchste Umsätze / Gastgewerbe profitiert am meisten vom Tourismus
Insgesamt betragen die Konsumausgaben im vergangenen Jahr 7,1 Milliarden Euro, ein Anstieg von 5,4 Prozent im Vergleich zu 2019. Davon entfallen 4,91 Milliarden Euro auf Übernachtungs- und 2,18 Milliarden Euro auf Tagesgäste inklusive Bekannten- und Verwandtenbesuche (VFR).
In den gewerblichen Beherbergungsbetrieben (mindestens zehn Betten) ist der Bruttoumsatz mit 3,42 Milliarden Euro am höchsten. Es folgen die Umsätze aus Tagesreisen (1,78 Milliarden Euro), dann die Privatquartiere (884,2 Millionen Euro) sowie die im Touristik und Dauercamping sowie im Reisemobiltourismus erzeugt wurden (606,6 Millionen Euro). Darüber hinaus schlagen Tagesgeschäftsreisen mit 199,1 Millionen Euro und der Besuch von Bekannten/Verwandten mit 203,5 Millionen Euro zu Buche. Von den Übernachtungs- und Tagesgästen profitiert das Gastgewerbe mit 3,97 Milliarden Euro am meisten. Es folgt der Einzelhandel, auf den 1,79 Milliarden Euro entfallen, und der Dienstleistungssektor mit 1,32 Milliarden Euro. Nach Abzug der Mehrwertsteuer und der Vorleistungen vom Bruttoumsatz (Konsumausgaben), beträgt die touristische Wertschöpfung (Einkommensbeitrag) in Mecklenburg-Vorpommern 3,5 Milliarden Euro; ein Anstieg vom 6,9 Prozent im Vergleich zu 2019. Das entspricht einem relativen Beitrag von zehn Prozent zum Primäreinkommen.
Rund 163.000 Bezieherinnen und Bezieher des (so genannten) durchschnittlichen Primäreinkommens
Der Einkommensbeitrag von 3,49 Milliarden Euro entspricht einem Äquivalent von rund 162.940 Personen, die durch die touristische Nachfrage ein durchschnittliches Primäreinkommen (= 21.396 Euro pro Kopf und Jahr) beziehen könnten.
Steueraufkommen durch den Tourismus: Rund 636 Millionen Euro
Aus Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer resultieren 636,5 Millionen Euro Steueraufkommen aus dem Tourismus, das als Gemeinschaftssteuer Bund, Land und Kommunen zukommt. Hinzu kommen Grundsteuer, Gewerbesteuer, Zweitwohnungssteuer, Kurtaxe (Gast) und Tourismusabgabe (Gewerbe).
Aktuelle Tourismusentwicklung
Das Urlaubsland konnte von Januar bis August laut Statistischem Amt Mecklenburg-Vorpommern rund 5,4 Millionen Gästeankünfte (+4,3 Prozent zu 2022) und 23,5 Millionen Übernachtungen (+1,2 Prozent zu 2022) in Beherbergungsbetrieben ab 10 Schlafgelegenheiten verbuchen. Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Der Sommer war wettertechnisch eher durchwachsen. Zudem waren die Herausforderungen, sprich ein zunehmend kurzfristigeres Buchungsverhalten, der anhaltende Arbeitskräftebedarf sowie der Wettbewerb mit anderen Reiseregionen, ungemein hoch. Immerhin hat die Branche sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen ein Plus geschafft.“
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17. Okt 2023
| Nr. 51
| Neues aus den Regionen
Open-Air-Ausstellung in Ahlbeck dokumentiert die Tradition der Küstenfischerei
An der Promenade in Ahlbeck wird mit einer Open-Air-Ausstellung der Geschichte und Bedeutung der heimischen Strandfischerei ein dauerhafter Platz gewidmet. Die Exposition zu diesem Thema entstand, nachdem im Jahr 2021 die Fotografen Franz Bischof und Jan Kuchenbecker mit großformatigen Porträts unter dem Titel „Die letzten ihrer Zunft“ auf die Nöte der wenigen verbliebenen Ostseefischer zwischen Flensburg und der Insel Usedom hingewiesen haben.
Auch in den Kaiserbädern ist dieses traditionelle Handwerk in Gefahr: Binnen weniger Jahrzehnte ist die Zahl an hauptberuflichen Fischern in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin von hunderten auf gerade einmal fünf zusammengeschrumpft. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig und werden auf vier Ausstellungsmodulen mit den Titeln „Handwerk“, „Wellenreiter“, „Fangfrisch“ und „Tradition“ näher beleuchtet. Mit seltenem, teils unveröffentlichtem Fotomaterial und Interviews mit den Fischerinnen und Fischern erhalten Gäste Einblicke in den Berufsstand. Darüber hinaus werden auch die Fragen geklärt, was auf ein gutes Fischbrötchen gehört oder wann welcher Fisch Saison hat.
Das Ausstellungskonzept wird durch digitale Inhalte aufs Smartphone verlängert: Über die App „“ (kostenlos verfügbar in allen App Stores) können die QR-Codes der Fischereiausstellung gescannt und Videos, Zeitzeugenberichte oder altes Liedgut der Fischer aufgerufen werden.
Gäste der Insel können sich von der Tätigkeit der Küstenfischer natürlich auch geschmacklich überzeugen. Deftige Fischgerichte bieten beispielsweise Uwe Krüger in seinem Restaurant „Uwe’s Fischerhütte“ in Ahlbeck oder Bianca und Ricarda Schmidt in Zempin an. Die beiden Frauen bewirtschaften die Fischgaststätte „Taun Fischer un sin Fru“ und verarbeiten dort frischen Fang, den ihr Vater Friedhelm Schmidt als einer der letzten Küstenfischer Usedoms täglich liefert. Darüber hinaus wird auch in Restaurants wie dem „Kulmeck“ von Sternekoch Tom Wickboldt in Heringsdorf, der „Remise Stolpe“ oder der „Bauernstube Morgenitz“ von René Bobzin fangfrischer Fisch verarbeitet.
Thomas Heilmann, Kurdirektor der Kaiserbäder und Geschäftsführer der KaiserbäderTourismusService GmbH: „Mit der Realisierung dieser Ausstellung verfolgen die Kaiserbäder das Ziel, die einheimische Fischerei, Geschichte und Traditionen lebendig zu halten und den noch aktiven Fischern eine Plattform zu bieten. Die intensiven Recherchen für diese Dauerausstellung sind eine exzellente Grundlage für das Fischerei-Erlebniszentrum, das perspektivisch neben dem Bansiner Fischerstrand entstehen soll.“
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17. Okt 2023
| Nr. 51
| Neues aus den Regionen
In 8.000 Schritten die Binzer Bäderarchitektur entdecken
Der bisher 30 Villen umfassende Binzer Villen-Rundgang ist kürzlich auf 64 Standorte erweitert worden. Damit haben Gäste einmal mehr die Möglichkeit, die so genannte Bäderarchitektur im größten vorpommerschen Ostseebad Binz zu erkunden. Dahinter verbirgt sich ein Stil-Mix, der von Klassizismus über Neobarock bis hin zum Jugendstil reicht und durch Loggien, Erker, offene Balkone aus Holz oder Metall, Türmchen und filigrane Veranden gekennzeichnet ist und ins Auge sticht. Unter findet sich eine Fülle historischer Daten zu den einzelnen Gebäuden und deren Nutzung im Zeitablauf. Zahlreiche Abbildungen erhöhen den Informationsgehalt für alle, die Binz auf dem virtuellen Weg erkunden wollen.
Zugang zu diesen Informationen gibt es auch über das Scannen der QR-Codes, die vor Ort an den Häusern zu finden sind. Metergenau werden Gäste von einem Objekt zum nächsten geleitet. Wer den gesamten Rundgang zu Fuß erleben will, hat am Ende etwa 8.000 Schritte vollbracht und ist um Wissenswertes rund um die Geschichte des Seebades reicher. Zu den üblichen, von Zeitgeschehen, Mode und Eigentümerfantasien beeinflussten Namenswechseln, gibt es zu vielen Häusern auch die eine oder andere unerwartete Anekdote zu entdecken. So ist zum Beispiel von Soldaten zu lesen, die für ein Porträtbild zu Pferd direkt in das Fotoatelier des Hauses Zobler ritten. Die Villa Salve an der Strandpromenade blickt hingegen auf eine Geschichte als Tagungsort einer Freimaurer-Loge zurück und wurde später als Sanatorium für Kinder sowie Kindergarten genutzt. Als Hotel beherbergte es bereits bekannte Politiker und Staatsoberhäupter aus dem In- und Ausland.
Wer den realen Rundgang wählt, hat auch den Vorteil der aktiven Bewegung an der frischen Ostseeluft. Zudem können Teilnehmende anschließend in Cafés oder Restaurants einkehren. Ausführlichere Informationen zu den Bäderarchitektur-Bauten bieten ebenfalls die jeweils mittwochs ab 10:00 Uhr stattfindenden Ortsführungen mit dem Haus des Gastes in der Heinrich-Heine-Straße 7 als Startpunkt.
Weitere Informationen:
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17. Okt 2023
| Nr. 51
| Neues aus den Regionen
Seemannsweihnacht und Kunsthandwerkermarkt
In der seit über 20 Jahren in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommenen Altstadt von Wismar geht es im Dezember abwechslungsreich weihnachtlich zu. Die Palette der Veranstaltungen reicht von Konzerten über museale Weihnachtsführungen bis zu einem Kunstmarkt, auf dem Geschenke für den Gabentisch angeboten werden.
Der Weihnachtsmarkt auf dem Wismarer Marktplatz findet vom 27. November bis zum 21. Dezember statt. Einen fulminanten musikalischen Einstieg in die Weihnachtszeit bietet am 2. Dezember 2023 ab 18:00 Uhr ein Konzert der NDR Radiophilharmonie unter dem designierten Chefdirigenten Stanislav Kochanovsky. Im Kirchhof der St. Georgen-Kirche kommen unter anderem selten gespielte Werke von Robert Schumann zur Aufführung, die vom ukrainischen Pianisten Alexander Gavrylyuk begleitet werden. Eine Woche später gastiert am 9. Dezember zur gleichen Zeit am gleichen Ort der aus Wismar stammende Musiker und Songwriter ÖXL mit einem Konzert, zu dem er auch neue Songs aus seinem Repertoire spielen wird. Darüber hinaus findet am 10. Dezember um 18:00 Uhr ebenfalls in St. Georgen ein Konzert der Philharmonie der Solisten statt, die Werke von Vivaldi, Mozart, Bach und Brahms zur Aufführung bringen.
Eine Führung zu den Sitten und Festbräuchen zur Zeit der Renaissance findet am ersten Weihnachtsfeiertag um 11:00 Uhr im Schabbell, dem Stadtgeschichtlichen Museum von Wismar statt. Tags darauf führt zur gleichen Zeit Schabbell, der Hausherr im 16. Jahrhundert, durch das Museum. Und am 30. Dezember findet um 11:00 Uhr in dem Haus die Silvesterführung „Zwischen den Jahren, zwischen den Zeiten – Glück und Leid im Haus Schabbel“ statt.
Am dritten Adventswochenende bieten von Freitag (ab 15:00 Uhr) über Samstag und Sonntag (jeweils ab 10:00 Uhr) Künstlerinnen und Künstler aus der Region ihre Arbeiten, darunter Holzkunstwerke, Schmuckkreationen, Keramiken, Filzarbeiten und verschiedenste Produkte aus Metall, Leder, Glas oder Papier, auf dem Kunstmarkt in St. Georgen an.
Eine besondere maritim-weihnachtliche Atmosphäre wird Gästen mit der traditionellen Seemannsweihnacht geboten, die am 17. Dezember ab 14:00 Uhr am Alten Hafen stattfindet. Dazu sind die Schiffe weihnachtlich geschmückt und laden zur letzten Ausfahrt der Saison ein. Zunächst gibt es eine Andacht auf der Kogge „Wissemara“. Anschließend beginnt die Lichterfahrt auf der Wismarbucht. Fischer und Seeleute feiern so ihr, in Norddeutschland einmaliges, Erntedankfest.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen in der Hansestadt gibt es unter .
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17. Okt 2023
| Nr. 51
| Neues aus den Regionen
Neue Broschüre zum Naturerlebnis Golf erschienen
Unter dem Titel „Golf.Natur.Erlebnis“ hat der Golfverband Mecklenburg-Vorpommern eine neue Broschüre herausgebracht, die insbesondere die Verantwortung der Golfplatzbetreiberinnen und -betreiber in Sachen Klimawandel, Artenvielfalt und Umgang mit Ressourcen auf den 17 Golfplätzen zwischen Ostseeküste und Seenplatte in den Fokus rückt. Ziel ist es, mit detaillierten Informationen eventuelle Vorurteile gegenüber dem Golfsport abzubauen und für die sportliche Betätigung in freier Natur zu werben.
Nur drei Prozent eines Golfplatzes, sprich die Grüns und Abschläge, werden nach Angaben des DGV einer intensiven Behandlung unterzogen. Weitere 40 Prozent werden als Spielfläche genutzt. Der Rest ist Natur. Die in die natürliche Topografie der norddeutschen Landschaft eingebetteten 17 Golfanlagen des Landes schaffen mit den integrierten Biotopen, Schutzhecken, Blühwiesen, Teichen sowie Brut- und Niststätten nicht nur ein sportliches Naturerlebnis der besonderen Art, sondern gleichzeitig Lebensräume für Pflanzen etwa auf Streuobstwiesen sowie Tiere, angefangen bei der Amsel über die Haselmaus bis zum Zaunfink.
„Darüber hinaus“, so Rüdiger Born, der Präsident des Golfverbandes MV, „unterstützt das Ökosystem Golfplatz die Wasserfiltration, Staub- und Co2-Bindung.“ Damit sei Golf ein Sport in der Natur und mit der Natur. Zudem wird in der Broschüre das 2005 vom Deutschen Golfverband lancierte Qualitäts- und Umweltzertifikat „GOLF&NATUR“ beleuchtet, mit dem das Ostsee Golf Resort Wittenbeck an der Mecklenburgischen Ostseeküste ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der Zertifizierung erfolgt für jede Golfanlage eine Bestandsaufnahme samt Erstellung eines Entwicklungsplanes, der aufzeigt, wie die jeweilige Anlage ordnungsgemäß, umweltbewusst und nachhaltig geführt werden kann. Die Zertifizierung erfolgt schrittweise in den Stufen Bronze, Silber und Gold. „Der Golfsport schafft Lebensräume für die Natur, die Tiere und für die Menschen, die die Natur ebenso lieben wie den Golfsport“, sagte Werner Gallas, Geschäftsführer des Ostsee Golf Resorts Wittenbeck.
Die zur Hälfte aus ressourcensparendem Graspapier gedruckte Broschüre kann beim Golf-Verband Mecklenburg-Vorpommern unter der Rufnummer 0385 5577788 oder per E-Mail an info@golfverband-mv.de bestellt werden.
Weitere Informationen:
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17. Okt 2023
| Nr. 51
| Neues aus den Regionen
Tradition und Brauchtum: Schwerin erwartet den Martensmann aus Lübeck
Vom 10. bis zum 12. November 2023 findet in der Landeshauptstadt Schwerin der traditionelle Martensmarkt statt. Der Brauch ist uralt: Vor mehr als 700 Jahren begab sich der Lübecker Martensmann zum ersten Mal auf den Weg zum Herzog zu Mecklenburg nach Schwerin. Das dreitägige Fest verbindet einen Brauch aus dem Mittelalter mit der nach der Wiedervereinigung erneuerten Freundschaft zwischen den Städten Lübeck und Schwerin.
Schon damals führte der Lübecker Bote, der Martensmann, Wein als Freundschaftsbeweis an den Adligen und seine Untertanen mit. Der mitgebrachte Tropfen erhielt von den Lübecker Kaufleuten den Namen „Spon“, das niederdeutsche Wort für Holzspan. „Rotspon“ meint demnach Rotwein aus Holzfässern. Das edle Getränk ließen die Lübecker aus Frankreich importieren und in den eigenen Kellern reifen. Der Brauch erlosch im Jahr 1817 und wurde 1991 auf Initiative des damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Björn Engholm, neu belebt. Im Jahr 2020 wurde der Martensmann-Brauch in das Bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.
Das Wochenende auf dem Schweriner Marktplatz beginnt am 10. November mit einer feierlichen Eröffnung und einem traditionellen Laternenumzug für Kinder, die sich anschließend mit ihren Eltern am Lagerfeuer Knüppelkuchen munden lassen können. Am Samstag erwartet die Besucherinnen und Besucher eine bunte Mischung aus mittelalterlichem Markttreiben, Gaukelei und Musik. So bieten Händlerinnen und Händler unter anderem Holz-, Filz- und Keramikarbeiten an historischen Ständen feil. Dazu mischen sich Kostümierte, darunter Knappen und Edelleute, Mägde und Ritter, Gaukler und Tänzer, unter das Volk. Auf der Bühne erklingt mittelalterliche Musik und in großen Schalen flackert Feuer.
Höhepunkt des Festes ist die Ankunft des Martensmannes am 12. November um 15:00 Uhr und der Festumzug mit Spielleuten vom Schweriner Schloss zum Marktplatz. Dort wird das mit Rotspon gefüllte Fass angestochen und der Wein an die Schwerinerinnen und Schweriner sowie an die Gäste der Stadt ausgeschenkt. Das Ritual, zu dem auch eine Diskussion zwischen dem Martensmann und dem Schweriner Stadtpräsidenten gehört, ist inzwischen fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt.
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29. Sep 2023
| Nr. 50
| Pressemitteilungen
MV Travel Summit war größtes Event für Internationalisierung im Tourismus
Rückblickend auf das diesjährige größte internationale touristische Format im Urlaubsland, den MV Travel Summit, der vom 24. bis 28. September in Stralsund und Greifswald, auf den Inseln Rügen und Usedom sowie auf dem Vorpommerschen Festland von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) veranstaltet wurde, ziehen die 180 Teilnehmenden eine positive Bilanz. Dazu Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT: „Der Travel Summit der DZT hat sich als ausgezeichnete Plattform etabliert, um die aktuellen Entwicklungen unseres Landes als nachhaltige Destination mit einem reichen kulturtouristischen Angebot und einzigartigen Naturlandschaften zu präsentieren – ein essenzieller Bestandteil für die weitere dynamische Erholung des Incoming-Tourismus. Die Resonanz unserer internationalen Tradepartner aus elf wichtigen Quellmärkten bestätigte die hohe Wertschätzung der Marke Reiseland Deutschland im Wettbewerb der Destinationen.“
„Der MV Travel Summit sollte dazu dienen, international aufzuholen, Schwung zu holen und die dafür vorhandenen Potenziale im Urlaubsland zu nutzen. Wir wollen es aber nicht dabei belassen, sondern mit einer internationalen Strategie in den wichtigen Märkten daran anknüpfen“, ergänzte Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.
Auch die internationalen Einkäufer zeigten sich zufrieden. „Was für eine schöne Reiseregion. Bei uns in der Schweiz zwar bekannt und doch wieder nicht. Ich war schon in Schwerin, doch Stralsund, Greifswald und Rügen waren für mich neu. Die Region mit eigenen Augen zu sehen und erleben, das sind die schönen Momente einer Touristikerin. Wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt und es wurde uns sehr viel geboten. Mein persönliches Highlight war der Nationalpark auf Rügen mit dem Skywalk, aber auch die Abendführung im OZEANEUM in Stralsund. Eine super Destination für Baumeler. Ich verspreche, schon bald einige Gäste in die schöne Region zu schicken“, sagte Claudia Kristensen von der Baumeler Reisen AG, nach eigenen Angaben der führende Spezialist von Aktivreisen mit Sitz in der Schweiz.
Eyecatcher war die Präsentation eines Caspar David Friedrich-Hologramms im Pommerschen Landesmuseum
Ein Höhepunkt auf dem MV Travel Summit war die Präsentation eines Caspar David Friedrich-Hologramms am 26. September im Pommerschen Landesmuseum Greifswald – eine Hommage an den bekannten Grafiker, Maler und Zeichner, dessen 250. Geburtstag 2024 mit einem umfangreichem Jubiläumsprogramm in Vorpommern gefeiert wird. Ein im feinsten British English fabulierender Friedrich, der zur Überraschung der Gäste seinem Werk „Wanderer über dem Nebelmeer“ entstieg, zeigte sich positiv überrascht über den Stand der Geburtstagsvorbereitungen und gab zu wissen, dass mit seiner Teilnahme am Geburtstagsfest am 5. September zu rechnen ist.
500 Termine beim Workshop / 126 Plätze bei Ausflügen ins Land belegt
Allein 500 Termine gab es beim ganztägigen Workshop am 26. September, bei dem 45 Anbieter aus dem Nordosten mit den rund 80 internationalen Einkäufern bei einem Speed-Dating in den direkten Austausch traten. Dazu Marian Such, Geschäftsführerin Landurlaub MV: „Mein Eindruck war, dass die Teilnehmenden aus den anderen Ländern sehr aufgeschlossen waren und auch etwas überrascht, was MV alles zu bieten hat: Mit einer Kollegin aus Schweden konnte ich mich prima darüber austauschen, dass unser Freiraum in MV für die Freiraum-verwöhnten Schweden auch sehr interessant ist, weil wir sehr schöne Mini-Cities haben.“ 126 Plätze waren auch bei den drei angebotenen Ausflügen ins Land besetzt, an deren Konzeption 18 Unternehmen aus dem Land sowie die jeweiligen Verkehrsunternehmen für die Transfers beteiligt waren und bei denen den Gästen ein umfassender Einblick in das touristische Produkt der Region Vorpommern ermöglicht wurde.
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