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06. Nov 2023
| Nr. 57
| Pressemitteilungen
Erstmals nachgewiesen: Zufriedenheit mit dem Tourismus befördert Lebensqualität
Erstmals wurden der Bevölkerung neben Fragen zur Tourismusakzeptanz (vgl.: ) auch ausgewählte Fragen zur wahrgenommenen Lebensqualität gestellt. Hintergrund ist, dass sowohl in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in allen anderen Bundesländern, deutlich wird, dass der Tourismus zwar als starker Wirtschaftsfaktor erkannt wird, aber weniger als Treiber der eigenen Lebensqualität.
In der aktuellen, repräsentativen Studie der FH Westküste mit insgesamt rund 1.400 Befragten stuften 49 Prozent der Befragten ihre Lebensqualität als (sehr) „hoch“ ein. Damit liegt Mecklenburg-Vorpommern bei der wahrgenommenen Lebensqualität sogar leicht über dem Bundesdurchschnitt. Weitere 44 Prozent stuften ihre Lebensqualität als „mittel“ ein, sieben Prozent als „gering“ ein. Die wahrgenommene hohe Lebensqualität lässt sich vor allem durch eine hohe Identifikation mit dem Wohnort begründen: Insgesamt stimmten 64 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns zu, dass sie (sehr) gerne im eigenen Wohnort leben; die höchste Wohnortzufriedenheit verzeichnen mit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und der Mecklenburgischen Ostseeküste (jeweils 71 Prozent) zwei touristisch sehr stark geprägte Regionen. Zudem sind zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner in MV stolz, im eigenen Wohnort zu leben. Das liegt deutlich über dem Bundesschnitt (48 Prozent). „Im Vergleich der Bundesländer zeigt sich eine deutlich überdurchschnittliche Identifikation und Verbundenheit der Einwohner*innen Mecklenburg-Vorpommerns mit dem eigenen Wohnort. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass auch der Tourismus zu dieser Identifikation beitragen kann: Mehr als die Hälfte der Einwohner*innen stimmte zu, dass sie durch den Besuch von Gästen an die Besonderheiten des eigenen Wohnortes erinnert werden – in der Region Fischland-Darß-Zingst, stimmten sogar 70 Prozent der Einwohner*innen dieser Aussage zu“, sagte Dr. Sabrina Seeler.
Nahezu jeder zweite Befragte möchte darüber hinaus anderen davon erzählen, was der eigene Wohnort zu bieten hat. „Damit ist zum ersten Mal nachgewiesen, dass sich die Zufriedenheit mit dem Tourismus positiv auf die eigene Lebensqualität auswirkt – ein Grund mehr, weiter an der Akzeptanz und Balance des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern zu arbeiten“, erklärte Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.
Lebenssituationsaspekte: Natur, Gesellschaft, Wirtschaft
Neben der wahrgenommenen subjektive Einschätzung der eigenen Lebensqualität spiegelt die Studie in ihrer dritten Auflage erstmals auch die Gesamtzufriedenheit in drei Bereichen „Naturräumliche Bedingungen“, „Gesellschaftliches Leben“ und „Wirtschaftliche Situation“ wider. Dabei zeigt sich, dass die Einwohnerinnen und Einwohner insbesondere mit den naturräumlichen Bedingungen insgesamt sehr zufrieden sind; 82 Prozent stimmten diesem zu. Mit dem gesellschaftlichen Leben sind insgesamt zwei Drittel der Bevölkerung (67 Prozent) zufrieden. Hingegen liegt die Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen Gesamtsituation bei 52 Prozent.
Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte – Zufriedenheit und Wichtigkeit
Für die weitere, nähere und inhaltliche Beschreibung der Lebensqualität wurde die Zufriedenheit und die Wichtigkeit mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten in Mecklenburg-Vorpommern untersucht. Die Qualität der Umweltbedingungen und die Qualität und Sauberkeit der Naturräume ist Einwohnern mit jeweils 88 Prozent besonders wichtig; damit sind auch jeweils 78 Prozent bzw. 70 Prozent zufrieden.
Neun von zehn Einwohnern ist die Sicherheit des Einkommens wichtig; die Höhe der Wohnkosten, die Höhe des Einkommens und die Höhe der Kosten für den täglichen Bedarf sind jeweils acht von zehn Einwohnern (sehr) wichtig; deutlich weniger Einwohnerinnen und Einwohner sind mit ihren ökonomischen Lebenssituationsaspekten auch zufrieden. Am geringsten fällt die Zufriedenheit mit 32 Prozent für die Höhe der Kosten für den täglichen Bedarf aus. Bei der Höhe der Wohnkosten fällt mit 45 Prozent die Zufriedenheit ebenfalls gering aus. Besonders wichtig sind der Bevölkerung die Nahversorgung (Zustimmung 86 Prozent), soziale Beziehungen (Zustimmung 88 Prozent) und das Sicherheitsgefühl (Zustimmung 90 Prozent). Besonders gering fällt deren Zufriedenheit mit dem Freizeit- und Kulturangebot (Zustimmung 43 Prozent), dem öffentlichen Nahverkehr (Zustimmung 43 Prozent) und dem Angebot an Restaurants und Cafés (Zustimmung 45 Prozent) aus.
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05. Nov 2023
| Nr. 55
| Pressemitteilungen
Dritte Akzeptanzstudie: Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung nehmen den Tourismus in MV als wichtig wahr
Geprüfte Fakten versus Gefühl: Dem Landestourismusverband liegen die Ergebnisse der repräsentativen und inzwischen dritten Messung zur Tourismusakzeptanz der Wohnbevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern vor. Kern der durch das Deutsche Institut für Tourismusforschung (Fachhochschule Westküste) und der dwif-Consulting GmbH durchgeführten Studie ist die Frage „Für wie wichtig schätzen die Einwohner*innen des Bundeslandes den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ein?“. Demnach stimmten mehr als zwei Drittel (66 Prozent; 2022: 74 Prozent) der Befragten (voll) zu, dass sie den Tourismus für ihren eigenen Wohnort als wichtig wahrnehmen. Demgegenüber stehen 8 Prozent, die angaben, dass sie den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern als überhaupt nicht wichtig für ihren Wohnort wahrnehmen. Den positiven Einschätzungen zur allgemeinen Bedeutung steht laut Studie allerdings eine geringere Würdigung persönlicher Vorteile durch den Tourismus gegenüber. Der Aussage „Der Tourismus in meinem Wohnort ist insgesamt wichtig für mich.“ stimmten 26 Prozent der Befragten zu. Das sind 4 Prozent weniger als bei der letzten Messung 2022.
Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Mecklenburg-Vorpommern ist in erster Linie Urlaubsland, in dem der Tourismus ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig ist. Deshalb ist eine funktionierende Tourismuskultur, die durch ein ausgewogenes Miteinander zwischen Einwohnern und Gästen geprägt ist, unabdingbar. Nur wenn Tourismus gut ausbalanciert, verstanden und akzeptiert ist, kann er für das Land auch in Zukunft stabil laufen.“ Dr. Sabina Seeler, Lehrkraft an der FH Westküste und Vorstandsmitglied im Deutschen Institut für Tourismusforschung (DI Tourismusforschung), ergänzte: „Die Wichtigkeit des Tourismus als Wirtschaftsfaktor wird durch Einwohner*innen Mecklenburg-Vorpommerns auch im Bundesvergleich deutlich höher eingestuft – während auf Bundesebene 48 Prozent der Einwohner*innen zustimmten, sind es in Mecklenburg-Vorpommern 61 Prozent – nur in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg sind die Zustimmungen noch höher. Hingegen wird der Tourismus in MV deutlich seltener als Treiber der eigenen Lebensqualität und einer lebenswerten Umwelt verstanden.“
Jeder vierte Einwohner erkennt Wichtigkeit des Tourismus für sich persönlich
„Wenn mit 26 Prozent nur rund jeder vierte Einwohner die Wichtigkeit des Tourismus auch für sich persönlich erkennt, haben wir offenbar ein Übersetzungsproblem“, so Woitendorf weiter. In diesem Zusammenhang verwies er auf die aktuellen Berechnungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, nach denen die Branche einen Bruttoumsatz von rund 7,1 Milliarden Euro pro Jahr generiert. „Das ist Geld, das im Wesentlichen von außen in das Land eingebracht wird und das Leben in Mecklenburg-Vorpommern an vielen Stellen befördert“, sagte Tobias Woitendorf. Das mangelnde Bewusstsein, dass der Tourismus auch persönlichen Nutzen stiften, spiegelt sich auch im so genannten Tourismusakzeptanzsaldo persönlich (TAS-P) wider. Bezogen auf die persönlichen Belange werden die Auswirkungen des Tourismus durch die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner als neutral eingestuft – dies ist auch auf Bundeebene der Fall. Insgesamt unterliegt das „Tourismusakzeptanzsaldo persönlich“ geringeren Schwankungen. Allerdings zeige sich laut Dr. Sabrina Seeler erstmalig auf Bundesebene auch hier eine sinkende Akzeptanz – maßgeblich durch den Anstieg neutraler Nennungen. Im Bundeslandvergleich seien Schwankungen des TAS-P-Wertes zwischen +17 und +30 ermittelbar.
Indifferenz oder das Phänomen der neutralen Mitte
44 Prozent der Befragten gaben an, weder direkt von den positiven, als auch nicht direkt von den negativen Auswirkungen des Tourismus betroffen zu sein. Die Gründe für die neutrale Haltung gegenüber dem Tourismus sind vielfältig: 20 Prozent sagten, dass sie die Auswirkungen auf sich persönlich nicht einstufen können und sich dementsprechend neutral äußern möchten, 18 Prozent sehen eine Balance zwischen positiven und negativen Auswirkungen; für 16 Prozent ist der fehlende Tourismus an ihrem Wohnort ausschlaggebend für die neutrale Haltung, 2 Prozent wählten die Antwort „Sonstiges“. Dr. Sabrina Seeler erklärte dazu: „Auch auf Bundesebene ist der Anteil der Neutral-Nennungen seit Erstmessung im Jahr 2019 deutlich gestiegen – der Anteil wahrgenommener negativer Auswirkungen geht zwar zurück, allerdings werden positive Auswirkungen auch zum Teil deutlich seltener erkannt.“
Einstellung zum Tourismusaufkommen insgesamt
Die Hälfte der Befragten bewertet Anzahl der Touristen insgesamt als „die richtige Menge“. 21 Prozent finden, es sind „zu wenige“, 15 Prozent finden, es sind „zu viele“ Gäste im eigenen Wohnort. Hier gibt es im Vergleich zur letzten Messung nur marginale Schwankungen. Dabei werden Tagestouristen im Vergleich zu Übernachtungsgästen etwas häufiger als „zu viele“ wahrgenommen. Ausländische Touristen werden am stärksten als „zu wenige“ in Mecklenburg-Vorpommern wahrgenommen.
Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung des Tourismus
Die Tourismusakzeptanz fällt bei jüngeren Einwohnern geringer aus als bei älteren: Für sich persönlich erkennen 17 Prozent der unter 35-Jährigen überwiegend negative Auswirkungen durch den Tourismus. Demgegenüber weisen Einwohner mit einem wirtschaftlichen Bezug zum Tourismus auch eine höhere Tourismusakzeptanz auf.
Wahrnehmung positiver Auswirkungen des Tourismus
Insgesamt herrscht eine hohe Zustimmung zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus im Nordosten. Die Top 5 (kaum Veränderung zum Vorjahr) der wahrgenommenen positiven Aspekte des Tourismus sind folgende: 75 Prozent sehen, dass der Tourismus die lokale Wirtschaft fördert, für 70 Prozent zeichnet er für ein positives Image verantwortlich, 62 sagen, dass er attraktive Arbeitsplätze schafft, für 57 Prozent trägt er zum Erhalt der Kultur, für 54 Prozent zum Erhalt der Infrastruktur bei. „Die wahrgenommenen positiven Effekte des Tourismus sind im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken, was teils auch mit den aktuellen Veränderungen in der Welt zusammenhängen kann“, sagte Woitendorf.
Wahrnehmung negativer Auswirkungen des Tourismus
Die wahrgenommenen negativen Effekte des Tourismus sind folgende: Für 58 Prozent der Befragten vergrößert der Tourismus die Verkehrsprobleme, für 54 Prozent trägt er zur Belastung der Natur bei, für 45 Prozent werden durch den Tourismus Dinge teurer, für ebenso viele sind es oft zu viele Gäste zur selben Zeit am selben Ort, und für 44 Prozent ist es durch die Gäste zu voll. Dabei ist festzustellen, dass im Vergleich zum Vorjahr auch die negativen Effekte weniger stark wahrgenommen werden. Handlungsbedarf sehen Einwohner bei der Verkehrsproblematik (50 Prozent), bei der Mitbestimmung bei touristischen Plänen (34 Prozent) sowie bei der Verbesserung des Umweltschutzes (34 Prozent).
Die Insel Usedom zeigt vergleichsweise stark erhöhte Zustimmungswerte zu den empfundenen negativen Auswirkungen des Tourismus. Neben Verkehrs- und Umweltbelastungen und Preissteigerungen fällt insbesondere der Aspekt des touristischen Wohnens ins Auge: 73 Prozent stimmen der Aussage zu, dass zu viel Wohnraum auf Usedom für Touristen genutzt wird. Für Mecklenburg-Vorpommern insgesamt ergeben sich hier nur 25 Prozent. Auch auf Rügen und in Rostock werden die negativen Effekte überdurchschnittlich stark wahrgenommen – die positiven Effekte jedoch genauso. In der Region Mecklenburg-Schwerin sind nicht nur die wahrgenommenen positiven Effekte des Tourismus weniger stark ausgeprägt, auch die negativen Effekte werden weniger gesehen als in anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns.
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01. Nov 2023
| Nr. 55
| Neues aus den Regionen
Weihnachtliches Spektakel in Rostock
Vom 27. November bis 22. Dezember wird auf dem Rostocker Neuen Markt und entlang der Kröpeliner Straße bis zum gleichnamigen, um 1270 im gotischen Stil erbauten, Tor der Weihnachtsmarkt der Hansestadt veranstaltet. Nach Angaben des Veranstalters, der Großmarkt Rostock GmbH, ist der Weihnachtsmarkt der größte in Norddeutschland, zu dem 2023 abertausende Besucherinnen und Besucher aus Mecklenburg-Vorpommern, anderen Bundesländern sowie aus Skandinavien und Polen erwartet werden.
Er verfügt über eine lange Tradition, an deren Beginn im späten Mittelalter Verkaufsmessen zur Vorweihnachtszeit im Innenstadtbereich standen. Sie dienten den Menschen seinerzeit dazu, sich mit allem Nötigen für die kalte Jahreszeit und das bevorstehende Fest einzudecken. Im Jahre 1949 wurde das vorweihnachtliche Treiben als „Rostocker Weihnachtsmarkt“ benannt und auch so beworben.
Das Programm setzt auch 2023 auf traditionell Bewährtes. Dazu gehören eine Vielfalt von Fahrgeschäften und die Schlemmermeile entlang der Kröpeliner Straße. Für die Kleinsten wird am Kröpeliner Tor eine Märchenwelt und am Brink in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt ein Weihnachtsdorf aufgebaut. Letzteres ist sogar, mit Ausnahmen am Heiligabend und am Neujahrstag, bis zum 7. Januar 2024 täglich ab 11:00 Uhr geöffnet und bietet für größere Gruppen auf Vorbestellung auch ein Drei-Gänge-Weihnachtsmenü an.
Darüber hinaus gibt es am 28. November, dem „Tag der Begegnung für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung“, die Möglichkeit der kostenfreien Benutzung vieler Fahrgeschäfte sowie jeden Mittwoch einen so genannten Familientag mit Vergünstigungen für die ganze Familie. Zu den Attraktionen des Weihnachtsmarktes gehören außerdem weiterhin der weihnachtliche Rummel auf der Fischerbastion und der turmhohe Weihnachtsbaum am Kröpeliner Tor.
„Der Rostocker Weihnachtsmarkt ist ein Aushängeschild für die Region und genießt international ein hohes Ansehen. Es ist die Verbindung von besinnlicher Tradition, kulinarischer Vielfalt und aufregendem Rummel-Erleben, die ihn zu einem der außergewöhnlichsten seiner Art macht“, sagte Rostocks Tourismusdirektor Matthias Fromm.
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01. Nov 2023
| Nr. 55
| Neues aus den Regionen
Route der Norddeutschen Romantik wird auf der Insel Rügen weitergeführt
2024 feiert Mecklenburg-Vorpommern den 250. Geburtstages des in Greifswald geborenen Malers, Grafikers und Zeichners Caspar David Friedrich. Dazu finden an den Stätten seines Wirkens statt. Darüber hinaus wird die in Wolgast beginnende und bisher bis zum Kloster Eldena bei Greifswald führende Route der Norddeutschen Romantik erweitert und künftig bis in den äußersten Norden der Insel Rügen ans Kap Arkona geführt. Im Fokus der Themenroute stehen neben Friedrich auch der Maler Friedrich August von Klinkowström, der Dichter Karl Gottlieb Lappe und der Maler und Literat Philipp Otto Runge.
Die bisher 54 Kilometer lange Route führt über Greifswald hinaus entlang des Ostseeküsten-Radwegs in unmittelbarer Nähe des Greifswalder Boddens und des Strelasunds zur Hansestadt Stralsund. Dort findet der Brückenschlag zur Insel Rügen statt und führt entlang der rügenschen Südküste unter anderem nach Putbus, zum Jagdschloss Granitz und auf die Halbinsel Mönchgut. Über Binz führt die Route in nördliche Richtung immer an der Ostsee entlang nach Sassnitz. Weiter geht es durch den Nationalpark Jasmund zu den Kreidefelsen am Königstuhl, die Caspar David Friedrich neben anderen Landschaften am Meer in Szene setzte, und entlang der Nehrung Schaabe über Juliusruh, Altenkirchen und Putgarten bis zum Kap Arkona. Die gesamte Route hat schließlich eine Gesamtlänge von etwa 285 Kilometer.
Auf den Spuren der Romantiker können Wander- und Radwanderfreunde auch an historischen Orten wie den Schlössern Spyker, Ralswiek und Neetzow wandeln und klassizistische Ensemble wie rund um den Markt in Putbus und den dortigen Schlosspark im englischen Stil erkunden. Wie auch auf der bereits bestehenden Route von Wolgast nach Greifswald wird es auch an ausgewählten Standorten Informationstafeln zu den vorpommerschen Romantikern geben. Darauf werden auch Tipps zu weiterführenden Natur- und Kultursehenswürdigkeiten entlang der Route gegeben.
Es ist geplant, die Inseltour auch in die Audiotour aufzunehmen, die das Romantik-Erlebnis über die audiovisuell in Deutsch und Englisch beschreibt und erläutert. Eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten, gastronomischen Einrichtungen und kulturellen Angeboten entlang der Route laden zu entspannten Zwischenstopps oder längeren Aufenthalten ein.
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01. Nov 2023
| Nr. 55
| Neues aus den Regionen
Kino im Kunstmuseum
Vom 15. bis 18. November 2023 finden in Kooperation zwischen der Kurverwaltung des Ostseebades Ahrenshoop und der Filmland MV gGmbH im Kunstmuseum Ahrenshoop die 17. Ahrenshooper Filmnächte mit Lesungen, Film- und Kurzfilmvorführungen statt. Dabei verwandelt sich das Kunstmuseum Ahrenshoop zum zweiten Mal in einen multikulturellen Ort für Malerei, Film, Musik und Literatur. Dazu Kai Lüdeke, Kurdirektor Ostseebad Ahrenshoop: „Gerade in schwierigen Zeiten haben Kunst und Kultur eine große Bedeutung für unser Zusammenleben. Durch Kunst nehmen wir andere Perspektiven ein, bleiben im Dialog und erweitern unseren Horizont. Hier in Ahrenshoop übrigens nicht nur im übertragenen Sinn. Wo gibt es das sonst?“. Neben dem Wettbewerb um einen Jury- und einen Publikumspreis im Mittelpunkt der Filmnächte wird Besucherinnen und Besuchern in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Lukas auch ein filmisches Rahmenprogramm der Drehbuch-Stipendiaten geboten. Sie arbeiten im Künstlerhaus innerhalb eines auf Nordeuropa konzipierten Stipendienprogrammes.
Im Rahmen der sechs Wettbewerbsbeiträge, darunter die Filme „Monster im Kopf“ oder „Leere Netze“, wird es auch Gespräche mit Darstellenden und Regisseurinnen und Regisseuren geben. Ausgelobt sind der vom Ostseebad Ahrenshoop gestiftete Preis für den besten Film, der vom Künstlerhaus Lukas und der Kurverwaltung getragene Preis für herausragendes Drehbuch/Regie sowie ein vom Hotel The Grand Ahrenshoop gestifteter Publikumspreis.
Zur Jury gehören der in der Schweiz geborene Fernsehmoderator, Autor und Sänger Max Moor, die Schauspielerin Anne Schäfer sowie die Regisseurin und Drehbuchautorin Mariko Minoguchi. Die Moderation zur Eröffnung und im Rahmen der Preisverleihung übernimmt der Filmjournalist Knut Elstermann. Die Wettbewerbsbeiträge moderiert der Kurator und Filmeditor Dietmar Kraus. Die Sonderprogramme begleitet der Autor, Regisseur und Grimme-Preisträger Lutz Pehnert. Elstermann, Pehnert und Moor werden auch aus eigenen Werken lesen, und musikalisch begleitet der Musiker und Sänger Wenzel die Eröffnung der Filmnächte mit einem Soloprogramm.
Neben dem Genuss für Augen und Ohren wird im Rahmen der Ahrenshooper Filmnächte auch für kulinarischen Genuss gesorgt. So bietet „Tines Nudelküche“ direkt im Kunstmuseum kreative Nudelgerichte an. Kulinarische Unterstützung kommt zudem von der Alten Pommernkate, dem größten Markt mit regionalen Produkten in Vorpommern mit hauseigener Backstube und Fischräucherei.
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01. Nov 2023
| Nr. 55
| Neues aus den Regionen
Zum Märchengarten Grammentin in die Mecklenburgischen Seenplatte
Antje Hornburg-Zeneli und ihr aus Albanien stammender Mann Mirjan betreiben seit 2021 den Märchengarten Grammentin nördlich von Stavenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die aus dem Ort stammende Dolmetscherin war 16 Jahre lang im Ausland tätig, hat sich vor sieben Jahren mit ihrer Familie zur Rückkehr in ihren Heimatort entschieden und ist mittlerweile zur Gründerin geworden.
Der auch im Herbst und Winter geöffnete, kostenfrei zugängliche Märchengarten Grammentin ist ein 3,5 Hektar großes Gelände, in dem nach und nach Areale mit Märchenthemen entstehen. So gibt es bereits den Peter-Hase-Gemüsegarten, den Zwerg-Nase-Kräutergarten, den Daemon-Slayer-Manga-Garten und einen Märchenwald mit Hänsel-und-Gretel-Haus im Wachstum. Gäste finden in den Gärten die Pflanzen und Blumen, von denen im jeweiligen Märchengarten die Rede ist.
Inzwischen entstanden sind auch eine Brasserie mit einem vielseitigen Angebot italienisch geprägter Küche und ein Hofladen, in dem selbstangebaute und Produkte aus der Region sowie Waren des täglichen Bedarfs erhältlich sind. Antje Hornburg-Zeneli: „Bei uns kann man nicht nur in gemütlicher Atmosphäre einkaufen, sondern hat auch Zeit und Raum für eine Tasse Kaffee und Gespräche mit anderen Dorfbewohnern. Wir achten bestmöglich auf Regionalität unserer Waren. Damit möchten wir helfen, die Infrastruktur in unserer Region auszubauen.“ Auch Veranstaltungen werden ausgerichtet, so etwa ein Jazz-Abend am 10. November.
Das Projekt „Märchengarten“ ist Bestandteil der Landesinitiative „Neue Dorfmitte“, die der Sicherstellung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen dient. Aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wurde es mit 150.000 Euro unterstützt.
Weitere Informationen und Hofläden in der Mecklenburgischen Seenplatte: ,
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01. Nov 2023
| Nr. 55
| Neues aus den Regionen
OZEANEUM Stralsund: Vergünstigter Museumsbesuch
Ab dem 6. November bietet das OZEANEUM Stralsund jeweils ab 15:00 Uhr vergünstigte Eintrittspreise für die Besichtigung der Unterwasserwelten an. So können Museumsgäste für 13 statt 17 Euro eine Reise durch die Kaltwassermeere antreten, in denen glitzernde Makrelenschwärme, farbenfrohe Kuckuckslippfische oder schwerelos anmutende Kompassquallen zu sehen sind. Das Angebot „Weniger ist MEER – weniger zahlen, MEER erleben“ gilt bis einschließlich 15. Dezember 2023 auf den Vollzahlertarif für Erwachsene. In der kostenlosen App „Frag Walfred!“ mit Quiz-Funktion gibt es Inhalte und vertiefendes Wissen über die Ausstellungen und Aquarien sowie Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen.
Darüber hinaus bietet die neue Gästen in spe Informationen etwa zu Veranstaltungen, Unterkünften und gastronomischen Einrichtungen in der Welterbstadt an. Zudem bietet sie Informationen zu infrastrukturellen Belangen wie Parkplätzen und -häusern, Apotheken, Geldautomaten, öffentlichen WCs oder Spielplätzen. Auch die Erstellung einer persönlichen Merkliste für den Stralsund-Aufenthalt ist möglich. Eine digitale Karte hilft dabei, den richtigen Weg zu den entsprechenden Orten zu finden.
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27. Okt 2023
| Nr. 54
| Pressemitteilungen
Erste große Gästebefragung seit sieben Jahren
Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern präsentiert eine aktuelle Gästebefragung mit umfangreichen Beschreibungen des Gastes von heute; die letzte ihrer Art liegt bereits sieben Jahre zurück. Demnach ist erfreulicherweise die Gästezufriedenheit weiterhin hoch und Gäste empfehlen das Urlaubsland gern weiter. Gleichwohl gibt es im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern auch einige Baustellen, die von Gästen erkannt wurden. Dazu zählen unter anderem Belastungserscheinungen durch den Tourismus, das Preis-Leistungs-Verhältnis, die unzureichende Infrastruktur für das Laden von E-Autos oder die flächendeckende Internetverfügbarkeit. Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeaufragter des Landes und Geschäftsführer des Landestourismusverbandes: „Die Ergebnisse der mit mehr als 7.100 Teilnehmenden größten Gästebefragung des Landes sind für uns vor allem mit Blick auf das strategische und effiziente Marketing von zentraler Bedeutung.“ Im Folgenden die Kernergebnisse der von Benchmark Services durchgeführten Befragung, die vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 größtenteils über Online-Fragebögen, ein kleiner Teil der Gäste nahm schriftlich teil, erfolgte und Übernachtungsgäste ab 15 Jahren, die 2022/2023 einen privat motivierten touristischen Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern verbracht haben, ins Visier nahm:
Der typische Urlauber kommt aus Sachsen und ist 55 Jahre alt
MV-Urlauber bleiben im Schnitt 9,5 Nächte im Land. An der Spitze der Herkunftsbundesländer gab es kaum Veränderungen beziehungsweise nur kleinere Verschiebungen. So kommen die meisten Gäste aus Sachsen (13,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (13,2 Prozent), Niedersachen (10 Prozent), Berlin (9,4 Prozent) und Brandenburg (7,9 Prozent). Einen Wechsel gab es hier nur an der Spitze; sprich die sächsischen Gäste haben sich im Vergleich zu 2015/2016 vor die aus Nordrhein-Westfalen gesetzt. Mehr als jeder zweite Gast kommt aus den ostdeutschen Bundesländern (51 Prozent) inklusive Berlin. Damit bleibt Mecklenburg-Vorpommern ein gesamtdeutsches Reiseziel, dennoch ist der Anteil der Gäste aus den östlichen Bundesländern verhältnismäßig hoch. An die deutsche Nordseeküste reisen beispielsweise nur 2,8 Prozent der Gäste aus den östlichen Bundesländern (siehe Benchmark VGM SEE). Im Durchschnitt sind MV-Gäste knapp 55 Jahre alt und im Vergleich zur letzten Befragung um zwei, im Vergleich zur vorletzten Befragung (2009/2010) um knapp sieben Jahre gealtert.
Gesamtzufriedenheit der Gäste ist hoch / Gäste wollen wiederkommen und empfehlen das Urlaubsland weiter
Die Gästezufriedenheit ist mit 1,59 (Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 6 = „sehr unzufrieden“) weiterhin sehr hoch. Mehr noch: Im Vergleich zur letzten Befragung (Note: 1,78) sind die Gäste noch zufriedener geworden.
Die Wiederbesuchswahrscheinlichkeit ist erfreulich hoch: Laut Befragung wollen rund 84 Prozent den Nordosten in den kommenden drei Jahren wieder besuchen. Dabei sagten die meisten Gäste auf Fischland-Darß-Zingst (88 Prozent), dass sie die Halbinsel sehr sicher beziehungsweise sicher wieder besuchen wollen. Die Wiederbesuchsabsicht ist bei Gästen in Mecklenburg-Schwerin mit rund 77 Prozent am geringsten ausgeprägt. In diesem Zusammenhang nachvollziehbar lesen sich die Zahlen zur Weiterempfehlungsabsicht, die mit landesweit mit 1,35 (Skala von 1 = „ganz sicher“ bis 6 = „sicher nicht“) ebenfalls hoch ist (vgl.: 2015/2016: 1,61). Anders gesagt: Rund 92 Prozent der Gäste würden Mecklenburg-Vorpommern als Reiseziel weiterempfehlen. Dabei ist die Weiterempfehlungsabsicht bei Gästen in der Mecklenburgischen Seenplatte mit überdurchschnittlichen rund 94 Prozent am stärksten ausgeprägt.
Hoher Stammgästeanteil / Geringer Erstkundenanteil
Mit rund 73 Prozent ist der Stammgästeanteil, sprich Gäste, die häufig oder sehr regelmäßig in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen, hoch. Dieser ist im Vergleich zur letzten Befragung gestiegen (2015/2016: 42 Prozent Stammgäste, die jährlich oder mehrfach jährlich nach MV reisen) und liegt beispielsweise deutlich über dem Stammgästeanteil an der deutschen Nordseeküste (rund 59 Prozent). Wohingegen der Erstbesucheranteil auf Landesebene seit 2015/2016 von zehn Prozent auf 5,6 Prozent gesunken ist und sich damit wieder auf dem Niveau von 2009/2010 bewegt. Schaut man auf die Regionen, ist festzustellen: Den höchsten Anteil an Erstbesuchern haben die Mecklenburgische Seenplatte (22 Prozent) und Mecklenburg-Schwerin (20 Prozent). Den niedrigsten Anteil an Erstbesuchern hat die Insel Usedom mit knapp 9 Prozent.
Mecklenburg-Vorpommern bei Paaren beliebt
Bei der Frage „Mit wem wird gereist?“ wir deutlich: Die meisten Befragten (rund 55 Prozent) reisen mit dem Partner beziehungsweise mit der Partnerin an. Die zweitgrößte Gästegruppe machen mit rund einem Viertel Familien mit Kindern aus. Darauf folgen Familienangehörige und Freunde (8,1 Prozent) sowie Alleinreisende (7,5 Prozent). Der Rest verteilt sich auf Gäste, die organisiert reisen und sonstige.
Bei der Frage „Warum haben Sie sich für einen Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern entschieden?“, sagten knapp drei Viertel der Gäste (73,6 Prozent), dass sie wegen der Natur und der Landschaft angereist sind. Es folgten die Motive beziehungsweise Beweggründe „Ruhe und Erholungswert“ (63,7 Prozent) sowie „Strand und Bademöglichkeiten“ (54,6 Prozent). Die Top 5 der Gründe für einen Urlaub zwischen Ostseeküste und Seenplatte komplettieren „Atmosphäre und Flair“ (41,1 Prozent) sowie „Klima“ (34,2 Prozent). Das Radwanderangebot gaben 32,7 Prozent, das Wanderangebot 17,1 Prozent der Befragten aus ausschlaggebend an.
Mehr als die Hälfte der Gäste übernachtet im Ferienhaus oder in der Ferienwohnung
Die am häufigsten genutzten Unterkünfte sind das Ferienhaus/die Ferienwohnung (51,8 Prozent), das Hotel und Hotel garni (22,5 Prozent), das eigene Ferienhaus/die eigene Ferienwohnung (4,7 Prozent), der Campingplatz (8,9 Prozent) und Übernachtungsmöglichkeiten bei Verwandten/Bekannten (2,8 Prozent).
Spazieren gehen ist beliebteste Freizeitaktivität
Mit knapp 92 Prozent (2009/2010: 93 Prozent) war Spazierengehen die meistgenannte Freizeitaktivität der Gäste vor Ort, gefolgt von „regionaltypische Speisen oder Getränke genießen“ (78,3 Prozent, 2009/2010: 83 Prozent) und „Naturattraktionen besuchen“ (68,4 Prozent, 2009/2010: 81 Prozent). Des Weiteren standen „Baden und Schwimmen“ (63,1 Prozent) sowie die „Besichtigung von kulturellen Sehenswürdigkeiten“ 61,9 Prozent) hoch im Kurs (Mehrfachnennungen waren möglich). An der oben genannten Top 3 hat sich im Vergleich zur vorletzten Befragung im Ranking nichts, bei der Anzahl der Nennung nur teilweise etwas geändert. Das Wandern wurde mit 52,1 Prozent (2009/2010: 46 Prozent) und das Radfahren mit 49,9 Prozent (2009/2010: 44 Prozent) deutlich häufiger genannt.
Ausgabeverhalten: Unterkunft macht Hauptteil der Reisekosten aus
Im Durchschnitt geben Gäste 114,18 EUR pro Tag und Person aus. Damit sind die Tagesausgaben im Vergleich zur letzten Befragung (70,92 EUR) stark gestiegen (nominal: +61 Prozent, real: +29 Prozent). Am meisten geben die Gäste auf der Insel Usedom aus (125,42 EUR); am wenigsten an der Mecklenburgischen Ostseeküste (108,31 EUR) und auf Fischland-Darß-Zingst (108,56 EUR) aus. Dabei wird im Durchschnitt jeweils der Großteil (59,69 EUR) des Reisebudgets auf die Unterkunft, 21,94 EUR auf die Verpflegung im Gastgewerbe, 9,67 EUR für den Einkauf von Lebensmitteln und 9,84 EUR für den Kauf von sonstigen Waren verwendet. 5,97 EUR entfallen auf Freizeitaktivitäten, 3,54 EUR auf den lokalen Transport und 3,53 EUR auf Sonstiges.
Wichtigkeit und Zufriedenheit von ausgewählten Angebotsfaktoren
Die Top 5 dessen, was Gästen am wichtigsten im Urlaub ist, sind: die Unterkunft (88,8 Prozent), Strand und Bademöglichkeiten (62,3 Prozent) sowie die Gastronomie (57,7 Prozent), das Preis-Leistungs-Verhältnis (46,8 Prozent) und die Gastfreundschaft (45,7 Prozent). Dabei zeigt die Analyse der Daten auch, dass Gäste mit dem, was ihnen wichtig ist, auch zufrieden sind (Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 6 = „sehr unzufrieden“): Unterkunft (1,62), Strand und Bademöglichkeiten (1,49), Gastronomie (2,12), Gastfreundschaft (1,75). Lediglich das Preis-Leistungs-Verhältnis (2,46) sowie die Internetverfügbarkeit, die im Ranking der Wichtigkeit von Angebotsfaktoren mit 39,7 Prozent immerhin Platz sechs einnimmt (2,59), lassen Wünsche offen. Auch das Schlechtwetterangebot ist rund jedem siebenten Gast wichtig (14,9 Prozent), es erhält in der Zufriedenheitsbewertung allerdings die Note 2,81. Ebenfalls eher unzufrieden sind Gäste mit der Mobilität vor Ort (2,54) und der Nachhaltigkeit des Tourismusangebotes (2,46), wobei diese Aspekte bezogen auf die Wichtigkeit nicht unter den Top 10 rangieren.
Anreise und Mobilität vor Ort
Das Auto (Verbrenner) bleibt nach wie vor Mittel der Wahl für die Anreise ins Flächenland Mecklenburg-Vorpommern: 78,3 Prozent der Befragten nutzen dies. Der Wert ist im Vergleich zur letzten Umfrage (72,5) noch gestiegen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Bahn (11,1 Prozent) und das Elektroauto/Hybrid (5,1 Prozent).
Ein neues Kriterium, das abgefragt wurde, ist die Mobilität vor Ort. Demnach bewegen sich 91 Prozent zu Fuß vorwärts; 63 Prozent nehmen das Auto oder E-Auto. Fast die Hälfte (48 Prozent) nutzen das Rad und das E-Bike. Rund ein Drittel (34 Prozent) nutzt den ÖPNV; 1,3 Prozent nutzen E-Mobile wie den Elektroroller.
Stichwort Nachhaltigkeit und Kritikpunkte
Bei der Frage „Welche der Merkmale eines nachhaltigen Tourismus sind Ihnen wichtig?“, nannten rund 92 Prozent eine „intakte Landschaft und Natur“, rund 71 Prozent „regionale Produkte“ und rund 65 Prozent ein „intaktes, harmonisches Ortsbild“. Es folgten „Geringe Belastungserscheinungen durch den Tourismus“ (knapp jeder zweite) und die „Gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln“ (rund 44 Prozent). Dabei waren Gäste mit den drei Erstgenannten auch zufrieden (Skala von 1 = „sehr zufrieden“ bis 6 = „sehr unzufrieden“): intakte Landschaft (1,78), regionale Produkte 2,19 und intaktes Ortsbild (2,05). Die Zufriedenheit mit dem Thema „Geringe Belastungserscheinungen durch den Tourismus“ war mit der Note 3,3 und die „Gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln“ mit der Note 2,64 eher schlecht bewertet. Auch mit dem Angebot für Menschen mit Lebenseinschränkungen (Note: 3,11) waren Gäste eher unzufrieden. Die vorhandene Ladeinfrastruktur für E-Autos erhielt mit Abstand die schlechteste Bewertung: Note 3,81. „Fakt ist, dass Bewertungen jenseits der Note zwei eher selten sind, weil Gäste in der Bewertung ihres eigenen Urlaubes eher wohlwollend agieren. Insofern sollten uns alle Bewertungen jenseits der zwei ein Alarmsignal sein und uns die richtigen Ableitungen treffen lassen“, sagte Woitendorf abschließend.
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27. Okt 2023
| Nr. 53
| Pressemitteilungen
Wirtschaftsfaktor Tourismus: Mehr als sieben Milliarden Bruttoumsatz
Welche Wirtschaftskraft hat der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern? Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern hat beim Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif) Neuberechnungen des Wirtschaftsfaktors in Auftrag gegeben, die ein aktuelles Bild der Branche liefern. Unter anderem werden Zahlen zu den Beschäftigten, zu Umsätzen, die durch den Tourismus generiert werden, zu Einkommenseffekten und weiteren Kenngrößen aufgeschlüsselt. „Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern generiert eine hohe Wertschöpfung, bewirkt Einkommenseffekte, schafft und sichert ortsgebundene Arbeitsplätze. Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass es der Branche gelingt, auch bei herausfordernden Bedingungen für unsere Gäste attraktiv zu sein. Wichtig ist jetzt, dass wir nicht nachlassen. Es muss weiter auf Qualität, behutsames Wachstum und attraktive Angebote gesetzt werden. Wir unterstützen die Branche auf diesem Weg“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.
„Wenngleich die vorliegenden Zahlen ein positives Bild zeichnen, gibt es eine Menge Hausaufgaben. Wir stehen im intensiven touristischen Wettbewerb mit den anderen Bundesländern. Der wechselhafte Sommer hat einmal mehr gezeigt, dass Investitionen in ganzjährige Angebote weiter notwendig sind. Egal, ob die Sonne scheint, ob es regnet oder schneit – wir müssen das ganze Jahr über attraktiv für unsere Gäste bleiben. Zudem haben die Unternehmen die Herausforderung, ausreichend Fach- und Arbeitskräfte zu finden. Sorgen bereitet der Branche auch, dass die Gäste kurzfristiger buchen. Das erschwert die Planbarkeit insgesamt“, ergänzte Meyer. Die bislang vorliegenden Berechnungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus datieren aus dem Jahr 2019.
Kernerkenntnisse der Neuberechnungen
Ganzheitliches Bild für den Übernachtungstourismus
Die Berechnungen des dwif zeichnen ein ganzheitlicheres Bild für den Übernachtungstourismus in Mecklenburg-Vorpommern, da sie neben den Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit mehr als zehn Betten auch die Nächtigungen in Privatquartieren unter zehn Betten, Übernachtungsbesuche bei Verwandten/Bekannten (VFR-Übernachtungen) sowie auf Dauercampingplätzen, Freizeitwohnsitzen und im Reisemobiltourismus erfassen. Danach wurden 2022 insgesamt rund 57 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben gezählt. Den größten Anteil haben daran die Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben (rund 50 Millionen). Zusätzlich kamen 6,9 Millionen Übernachtungen bei Verwandten/Bekannten hinzu. Die Tagesreisen beliefen sich auf 67 Millionen. Besonders mit Blick auf die Einwohnerzahl Mecklenburg-Vorpommerns (1,6 Millionen) machen die Zahlen die Bedeutung des Tourismus deutlich.
7,1 Milliarden Euro Konsumausgaben 2022 / Gewerbliche Beherbergungsbetriebe generieren höchste Umsätze / Gastgewerbe profitiert am meisten vom Tourismus
Insgesamt betragen die Konsumausgaben im vergangenen Jahr 7,1 Milliarden Euro, ein Anstieg von 5,4 Prozent im Vergleich zu 2019. Davon entfallen 4,91 Milliarden Euro auf Übernachtungs- und 2,18 Milliarden Euro auf Tagesgäste inklusive Bekannten- und Verwandtenbesuche (VFR).
In den gewerblichen Beherbergungsbetrieben (mindestens zehn Betten) ist der Bruttoumsatz mit 3,42 Milliarden Euro am höchsten. Es folgen die Umsätze aus Tagesreisen (1,78 Milliarden Euro), dann die Privatquartiere (884,2 Millionen Euro) sowie die im Touristik und Dauercamping sowie im Reisemobiltourismus erzeugt wurden (606,6 Millionen Euro). Darüber hinaus schlagen Tagesgeschäftsreisen mit 199,1 Millionen Euro und der Besuch von Bekannten/Verwandten mit 203,5 Millionen Euro zu Buche. Von den Übernachtungs- und Tagesgästen profitiert das Gastgewerbe mit 3,97 Milliarden Euro am meisten. Es folgt der Einzelhandel, auf den 1,79 Milliarden Euro entfallen, und der Dienstleistungssektor mit 1,32 Milliarden Euro. Nach Abzug der Mehrwertsteuer und der Vorleistungen vom Bruttoumsatz (Konsumausgaben), beträgt die touristische Wertschöpfung (Einkommensbeitrag) in Mecklenburg-Vorpommern 3,5 Milliarden Euro; ein Anstieg vom 6,9 Prozent im Vergleich zu 2019. Das entspricht einem relativen Beitrag von zehn Prozent zum Primäreinkommen.
Rund 163.000 Bezieherinnen und Bezieher des (so genannten) durchschnittlichen Primäreinkommens
Der Einkommensbeitrag von 3,49 Milliarden Euro entspricht einem Äquivalent von rund 162.940 Personen, die durch die touristische Nachfrage ein durchschnittliches Primäreinkommen (= 21.396 Euro pro Kopf und Jahr) beziehen könnten.
Steueraufkommen durch den Tourismus: Rund 636 Millionen Euro
Aus Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer resultieren 636,5 Millionen Euro Steueraufkommen aus dem Tourismus, das als Gemeinschaftssteuer Bund, Land und Kommunen zukommt. Hinzu kommen Grundsteuer, Gewerbesteuer, Zweitwohnungssteuer, Kurtaxe (Gast) und Tourismusabgabe (Gewerbe).
Aktuelle Tourismusentwicklung
Das Urlaubsland konnte von Januar bis August laut Statistischem Amt Mecklenburg-Vorpommern rund 5,4 Millionen Gästeankünfte (+4,3 Prozent zu 2022) und 23,5 Millionen Übernachtungen (+1,2 Prozent zu 2022) in Beherbergungsbetrieben ab 10 Schlafgelegenheiten verbuchen. Dazu Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Der Sommer war wettertechnisch eher durchwachsen. Zudem waren die Herausforderungen, sprich ein zunehmend kurzfristigeres Buchungsverhalten, der anhaltende Arbeitskräftebedarf sowie der Wettbewerb mit anderen Reiseregionen, ungemein hoch. Immerhin hat die Branche sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen ein Plus geschafft.“
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17. Okt 2023
| Nr. 51
| Neues aus den Regionen
Open-Air-Ausstellung in Ahlbeck dokumentiert die Tradition der Küstenfischerei
An der Promenade in Ahlbeck wird mit einer Open-Air-Ausstellung der Geschichte und Bedeutung der heimischen Strandfischerei ein dauerhafter Platz gewidmet. Die Exposition zu diesem Thema entstand, nachdem im Jahr 2021 die Fotografen Franz Bischof und Jan Kuchenbecker mit großformatigen Porträts unter dem Titel „Die letzten ihrer Zunft“ auf die Nöte der wenigen verbliebenen Ostseefischer zwischen Flensburg und der Insel Usedom hingewiesen haben.
Auch in den Kaiserbädern ist dieses traditionelle Handwerk in Gefahr: Binnen weniger Jahrzehnte ist die Zahl an hauptberuflichen Fischern in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin von hunderten auf gerade einmal fünf zusammengeschrumpft. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig und werden auf vier Ausstellungsmodulen mit den Titeln „Handwerk“, „Wellenreiter“, „Fangfrisch“ und „Tradition“ näher beleuchtet. Mit seltenem, teils unveröffentlichtem Fotomaterial und Interviews mit den Fischerinnen und Fischern erhalten Gäste Einblicke in den Berufsstand. Darüber hinaus werden auch die Fragen geklärt, was auf ein gutes Fischbrötchen gehört oder wann welcher Fisch Saison hat.
Das Ausstellungskonzept wird durch digitale Inhalte aufs Smartphone verlängert: Über die App „“ (kostenlos verfügbar in allen App Stores) können die QR-Codes der Fischereiausstellung gescannt und Videos, Zeitzeugenberichte oder altes Liedgut der Fischer aufgerufen werden.
Gäste der Insel können sich von der Tätigkeit der Küstenfischer natürlich auch geschmacklich überzeugen. Deftige Fischgerichte bieten beispielsweise Uwe Krüger in seinem Restaurant „Uwe’s Fischerhütte“ in Ahlbeck oder Bianca und Ricarda Schmidt in Zempin an. Die beiden Frauen bewirtschaften die Fischgaststätte „Taun Fischer un sin Fru“ und verarbeiten dort frischen Fang, den ihr Vater Friedhelm Schmidt als einer der letzten Küstenfischer Usedoms täglich liefert. Darüber hinaus wird auch in Restaurants wie dem „Kulmeck“ von Sternekoch Tom Wickboldt in Heringsdorf, der „Remise Stolpe“ oder der „Bauernstube Morgenitz“ von René Bobzin fangfrischer Fisch verarbeitet.
Thomas Heilmann, Kurdirektor der Kaiserbäder und Geschäftsführer der KaiserbäderTourismusService GmbH: „Mit der Realisierung dieser Ausstellung verfolgen die Kaiserbäder das Ziel, die einheimische Fischerei, Geschichte und Traditionen lebendig zu halten und den noch aktiven Fischern eine Plattform zu bieten. Die intensiven Recherchen für diese Dauerausstellung sind eine exzellente Grundlage für das Fischerei-Erlebniszentrum, das perspektivisch neben dem Bansiner Fischerstrand entstehen soll.“
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