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Warnemünder Wintervergnügen

22. Dez 2017

| Neues aus den Regionen

Après-Beach und Strandsauna: Warnemünder Wintervergnügen

Eisbaden, Wintertauchen, Leuchtturm-Rock: Vom 2. bis zum 4. Februar wird in Warnemünde das neunte Wintervergnügen veranstaltet. Das Erlebniswochenende für die ganze Familie lockt mit zahlreichen Veranstaltungen an den Strand des Seebades sowie auf den Platz vor Leuchtturm und Teepott, den Wahrzeichen des Urlaubsortes. Zu den Höhepunkten des Wintervergnügens gehört das traditionelle Treffen der Eisbader des Vereins Rostocker Seehunde, die sich beim Eisfasching in ihren bunten Kostümen in Ostsee stürzen. Kamelreiten, ein Drachenfest und der Leuchtturm-Rock, bei dem in vielen Bars, Bistros, Cafés und Restaurants vorwiegend einheimische Musiker mit ihren aktuellen Konzertprogrammen auftreten, sind weitere Angebote für Gäste.
Saison haben auch die Strandkörbe: Besucher haben Gelegenheit, aus den Sitzmöbeln, die um ein Lagerfeuer drapiert sind, auf die winterliche Ostsee zu schauen. Warm wird es zudem in der beheizte Ice-Lounge mit Musik.
Weitere Informationen und das ausführliche Programm:

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Yoga in der Jugendherberge

22. Dez 2017

| Neues aus den Regionen

Kobra und Krieger: Familienyoga in Stralsund

Raus aus dem Alltag, rein in die Entspannung und endlich Zeit füreinander finden – das verspricht das Familien-Yoga-Angebot der Jugendherberge Stralsund. Dabei führt die Heilpraktikerin und zertifizierte Kinder-Yoga-Lehrerin Julia Kötter in die indische philosophische Lehre ein. Um Kinder spielerisch an das Thema heranzuführen, stellt sie die Einheiten unter verschiedene Themen wie etwa „Tiere im Zoo“ und „Traumreisen“ und mischt sie mit Klangelementen. Zwischen den Yoga-Stunden können Familien einen Ausflug in die Altstadt unternehmen, um etwa die Tierwelt im Meeresmuseum zu bestaunen. Zwei Übernachtungen inklusive Vollpension, drei Yoga-Einheiten, Lagerfeuer mit Stockbrot, dem Eintritt ins Meeresmuseum sowie einer kleinen Überraschung kosten 115 Euro pro Person im Familienzimmer. Das Angebot für Kinder ab sechs Jahren gilt für den 23. bis 25. Februar sowie für den 9. bis 11. März 2018.
Weitere Informationen Yoga-Termine in der Jugendherberge Stralsund – auch für Erwachsene – sind unter zu finden.

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Ohlerich Speicher Wismar

22. Dez 2017

| Neues aus den Regionen

Urlaub im Hafen

Vorn die Wismarer Bucht, hinten die Altstadt: Der denkmalgeschützte Ohlerich Speicher – namensgebend war eine alte Warnemünder Seefahrerfamilie – im Alten Hafen in der Unesco-Welterbestadt Wismar wird derzeit in ein Luxus-Ferien-Domizil umgewandelt und bietet Gästen ab 2018 einen Urlaub mit Weitblick. In dem 34 Meter hohen Gebäude aus dem Jahr 1938, das als Getreidespeicher diente, stehen Gästen 48 Ferienappartements mit Wohnflächen von 48 bis 94 Quadratmetern zur Verfügung. Im Erdgeschoss wird es einen großzügigen Empfangsbereich mit Restaurant und Sonnenterrasse mit Blick auf den Hafen geben. Investor ist die Penta Real Estate GmbH & Co. KG.
Weitere Informationen: ,

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Aus der Schau „During the war, you once told me …“.

22. Dez 2017

| Neues aus den Regionen

Eddie Bonesire zeigt Fotoschau in Ribnitz-Damgarten

Unter dem Titel „During the war, you once told me …“ präsentiert der in Belgien geborene Fotograf und Übersetzer Eddie Bonesire eine Fotoschau in der Galerie im Kloster in Ribnitz-Damgarten. Die Ausstellung, die vom 28. Januar bis zum 17. März zu sehen ist, zeigt Menschen während des Zweiten Weltkrieges. Sie thematisiert ihre Not, Ängste und Verzweiflung, aber auch ihre Hoffnung. Die Fotografien, die aus historischen Familienalben stammen, zeigen junge Soldaten, deren Familien und Freunde und historische Alltagszenen. Eddie Bonesire kombiniert diese Bilder Aufnahmen mit aktuellen Landschaftsfotos aus der Eifel und nimmt damit Bezug auf die Herkunft der Familienfotos. Zu den Fotos stellt Bonesire darüber hinaus eigene Texte sowie Worte und namhafter Autoren wie Heinrich Böll.
Weitere Informationen:

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Winterstrandkorbfest auf Usedom

22. Dez 2017

| Neues aus den Regionen

Winterstrandkorbfest auf der Insel Usedom

Vom 26. bis 28. Januar feiern Insulaner und Urlauber das traditionelle Winterstrandkorbfest erstmals am Strand von Ahlbeck. Sportlich-kurioser Höhepunkt ist die Strandkorb-Sprint-Weltmeisterschaft am Strand vor der Kulisse der Seebrücke. Neuer Weltmeister wird das Team, welches den Strandkorb tragend am schnellsten eine Strecke von 20 Metern im Sprint absolviert. Teilnehmen kann jedes Zweier-Team, das sich kräftig genug fühlt, schließlich wiegt ein Strandkorb stattliche 60 Kilogramm. Bereits am 26. Januar findet ab 17.00 Uhr das erste Training unter Flutlicht statt. Am 27. Januar fällt um 10.30 Uhr der Startschuss für die Kinderolympiade, bei der die Kleinen mit Mini-Strandkörben um die Wette sprinten. Nach der anschließenden Siegerehrung stehen um 14.00 und 15.00 Uhr starke Männer und Frauen in den Startlöchern. An allen Veranstaltungstagen wird ein buntes Programm mit Strandkorbversteigerun, Lasershow und Eisbildhauerei geboten.
Weitere Informationen: ,

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Es ist Eisbadesaison in Mecklenburg-Vorpommern.

21. Dez 2017

| Pressemitteilungen

Eisbären ahoi!

Dass sich am ersten Tag des neuen Jahres Tapfere, Verrückte und Hartgesottene in die Fluten der mit drei bis vier Grad fast eiskalten Ostsee stürzen, ist eine schöne Tradition, der zwischen Boltenhagen und Usedom jede Menge Wasserratten frönen. Zumeist in Vereinen organisiert, die sich namentlich an der arktischen Tierwelt orientieren, haben etwa die Rostocker Seehunde, die Stralsunder Walrosse, die Warener Eisvögel oder die Neubrandenburger Robben durch langes Training einen Grad an Kälteresistenz erworben, der anderen Menschen beim Badeakt-Zuschauen Gänsehautschauer über den Rücken jagt. Und wenn die harten Typen und Ladies zwischen Januar und April wieder überall im Land ihrem eiskalten Hobby nachgehen, tun sie es an Stränden, Seen und Seebrücken im Beisein tausender teils begeisterter, teils kopfschüttelnder Schaulustiger. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Eisbade-Partys zusammengestellt, an denen natürlich auch Eisbade-Einsteiger aktiv teilnehmen können. Neujahr:
An gleich acht Orten werden nach Silvesternacht und Jahreswechsel der Kater ausgetrieben und der Stimmungspegel hoch gehalten, wenn zu dem allseits und stets vergnüglichen Eisbade-Spektakel die mecklenburgischen Ostseebäder Boltenhagen, Kühlungsborn und Warnemünde einladen, dazu Prerow auf der Ferienhalbinsel Fischland-Darß-Zingst, Heringsdorf und Karlshagen auf der Insel Usedom, die Hansestadt Stralsund sowie das kleine Dorf Banzkow in der Lewitz bei Schwerin. Dort zum Beispiel schwimmen mutige Eisbären – oft in Kostümen und unter einem bestimmten Motto – durch den eisigen Störkanal an der Banzkower Klappbrücke. So wie in Boltenhagen – dort erlebt das Neujahrsschwimmen bereits seine 20. Auflage – haben die Eisbade-Events fast überall eine lange Nachwendetradition. Die Veranstaltungen beginnen meist bereits kurz vor Mittag mit allerlei Rahmenprogramm und haben ihren Höhepunkt um 14.00 Uhr, wenn die Eisbade-Truppen zur Tat schreiten. In der Regel sind es zwischen 50 und 500 Männer, Frauen und Kinder, die Jüngsten im einstelligen, die Ältesten im fast dreistelligen Altersbereich, die zum Beispiel in Kühlungsborn einen traditionellen, rot- oder blau-weiß gestreiften Badeanzug erhalten und dieserart uniformiert fröhlich in die Wellen tauchen. Planschen, Kreischen, Lachen, Jauchzen – auch am Prerower Nordstrand geht an Neujahr die Bibber-Post ab. Dort läutet Meeresherrscher Neptun höchstpersönlich die Zitterparty ein, woraufhin sich die Hartgesottenen in Badehose, schrägen Kostümen oder gar im FKK-Look ins Ostseewasser stürzen. Und normalerweise nicht länger als fünf Minuten drinbleiben. Gesund daran ist übrigens die physische Reaktion auf den Wärmeverlust der Haut. Der Körper reagiert darauf mit verstärkter Produktion von Wärme – das weitet die Gefäße, verbessert die Blutzirkulation und stärkt das Immunsystem. Und zur Belohnung für die mutige Tat gibt es obendrein Glühwein und Feuer am Strand sowie Jubel und Respekt von einigen tausend Zuschauern.

Januar:
Sechs Tage nach Neujahr steigt Neustadt-Glewe mit seinem „Wintervergnügen“ ins kalte Geschehen ein. Das „Große Eisbaden am Neustädter See“ findet am 7. Januar 2018 zum zweiten Mal statt und soll nicht nur Wasserratten Spaß machen, denen frostige Temperaturen nichts anhaben können. Neben „normalen“ Zuschauern sind am Barracuda Beach insbesondere Familien willkommen und Sportler, die bereit und willens sind, auf einem 70 Meter lan-gen Parcours im See gegeneinander anzutreten – die Besten und Schnellsten können Kurzurlaube als Hauptpreis gewinnen.
Februar:
Neben Neujahr ist Februar die Hochzeit der Eisbadevergnügen im Land. Kein Wunder, lässt sich doch der eine Riesenspaß schon mal trefflich verbinden mit einem anderen. So werden am 10. Februar um 11 Uhr 11 beim Faschingsbaden in Warnemünde die einen Narren auf die anderen treffen. Organisiert von den Rostocker Seehunden, die gleich für mehrere Veranstaltungen verantwortlich sind: Sie verabschieden mit dem Silvesterschwimmen das alte Jahr (siehe unten), läuten mit dem Neujahrsschwimmen das neue ein (siehe oben) und sorgen mit Warnemünder Wintervergnügen und Faschingsbaden zugleich dafür, dass Rostocks populäre Badewanne auch bundeslandweit die meisten Besucher anzieht. Zweite Eisbade-Hochburg im Lande ist die Insel Usedom, wo neben dem Saisonauftakt in Heringsdorf und Karlshagen (siehe oben) noch drei weitere Veranstaltungen stattfinden: In Trassenheide am 3., in Ahlbeck am 17. und in Koserow am 24. Februar. Dabei hat es vor allem das um den Valentinstag herum gefeierte „Usedomer Winterbadespektakel“ im Ostseebad Ahlbeck zu erheblicher Popularität und auch internationalem Echo gebracht – speziell aus dem nahen Polen reisen Eisbadevereine und viele Zuschauer an. Schwerpunkt der Ahlbecker Veranstaltung ist der Kostümwettbewerb, der 2018 unter dem Motto „Petticoat & Rock 'n' Roll – Modische und musikalische Zeitreise durch die 60er und 70er“ steht. Und wer hier auch nur den Hauch einer Chance auf einen Pokal haben will, muss ausgesprochen kreativ sein.

Wer das Eiswasser partout nicht bis ins neue Jahr halten kann, darf sich bereits vor und an Silvester auf Eisbade-Gaudi in der Ostsee freuen. Auch diesbezüglich sind Usedom (Zinnowitz, bereits am 30. Dezember) und Warnemünde (31. Dezember) Vorreiter. Dort fällt dann auch am 28. April die letzte Eisbade-Klappe für die Saison 2018. Weitere Informationen:

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Wolfgang Waldmüller ist Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

30. Nov 2017

| Pressemitteilungen

Neue Spitze: Wolfgang Waldmüller übernimmt erstmals Präsidentschaft beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Wolfgang Waldmüller ist neuer Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Das Amt ging auf der Vorstandssitzung des Verbandes am 30. November 2017 in Linstow turnusgemäß auf den Landtagsabgeordneten der CDU über. Sylvia Bretschneider bleibt der Doppelspitze des Verbandes als Vorsitzende erhalten. „Der Tourismus setzt die am positivsten besetzte und stärkste Botschaft für das Land. Damit und darüber hinaus gilt es, sich den massiven Herausforderungen im Wettbewerb offensiv, aktiv und progressiv zu stellen. Ich freue mich, an dieser großen Aufgabe für Mecklenburg-Vorpommern als Land zum Leben, Arbeiten und zum Urlaubmachen mitwirken zu können“, sagte Waldmüller. Der seit 1990 in Mecklenburg-Vorpommern lebende Wolfgang Waldmüller ist Betriebswirt und seit 2006 Mitglied des Landtages. Dort wirkt er als Mitglied des Wirtschaftsausschusses, in dem auch touristische Themen behandelt werden, sowie als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat derzeit 35 Mitglieder, darunter Regional- und Fachverbände, Städte und touristische Unternehmen. Dem Verbandsvorstand gehören 18 Personen an, die teils gewählt und teils benannt werden. Die Vorstandssitzung sowie eine Mitgliedervsammlung des Landestourismusverbandes folgten dem 27. Tourismustag unter dem Titel „Vorn bleiben! Vom Tourismusmarketing bis zum Hotelkonzept – Veränderungsprozesse einer Branche“, zu dem am 29. November rund 220 Teilnehmer im Van der Valk Resort Linstow begrüßt wurden. Überdies war der Tourismustag Anlass, um das aktuelle Tourismusjahr zu bilanzieren und sich gemeinsam über Ziele für das Jahr 2018 auszutauschen. Nicht zuletzt ist in diesem Rahmen der achte Tourismuspreis Mecklenburg-Vorpommern überreicht worden. Er ging an den langjährigen Vorsitzenden und Präsidenten des Landestourismusverbandes Jürgen Seidel, der zudem viele Jahre als Minister für den Tourismus im Nordosten verantwortlich zeichnete.

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Jürgen Seidel wurde mit dem 8. Tourismuspreis des Landes geehrt

29. Nov 2017

| Pressemitteilungen

Mr. Tourismus: Jürgen Seidel mit dem 8. Tourismuspreis des Landes geehrt

Der Tourismuspreis Mecklenburg-Vorpommern geht in diesem Jahr an den langjährigen Vorsitzenden und Präsidenten des Landestourismusverbandes Jürgen Seidel, der zudem viele Jahre als Minister für den Tourismus im Nordosten verantwortlich zeichnete. Die zum 8. Mal vergebene, von der Deutschen Kreditbank (DKB) gestiftete und vom Künstler Thomas Jastram gestaltete Auszeichnung in Form einer Bronzefigur des Heiligen Christophorus wurde im Rahmen des 27. Tourismustages in Linstow überreicht. „Jürgen Seidel hat das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern entscheidend mitgeformt, sowohl in seiner Verbandsfunktion als auch als Minister. Er hat den Aufbau des Tourismus nach 1990 miterlebt – neue Hotels und Straßen, Wege und Häfen, Ideen und Initiativen –, hat herausfordernde Themen wie die Vogelgrippe 2006 oder den G8-Gipfel 2007 moderiert und von vornherein vor Selbstzufriedenheit und zurückgehendem Engagement gewarnt. Immer hatte er den politischen Blick und den touristischen Blick – und wohl wie kein Zweiter in diesem Land verknüpfte er die Perspektiven. Der Titel ‚Mr. Tourismus‘ ist für einen Mann seiner Verdienste nicht übertrieben“, erklärte Laudator Wolfgang Waldmüller, der aktuelle Vorsitzende des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Jürgen Seidel war Mann der ersten Stunde in der Tourismusgeschichte des Landes. Am 27. März 1991 wurde er in Heiligendamm auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Konstituierung des Landesverbandes zum Vorsitzenden gewählt. Insgesamt 17 Jahre lang wirkte Jürgen Seidel abwechselnd als Vorsitzender und Präsident des Tourismusverbandes MV, dabei längere Zeiträume in konstruktiver und produktiver Zusammenarbeit mit Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider als Doppelspitze des Tourismusverbandes. Kurz vor Ende seiner Amtszeit beim TMV wurde im Frühjahr 2016 das Internationale Haus des Tourismus in Rostock eingeweiht, dessen Planung Seidel bereits im ausgehenden letzten Jahrtausend angestoßen und sie mit Beharrlichkeit bis zur Grundsteinlegung vorangetrieben hatte. Eine Reihe touristischer Institutionen haben in dem Gebäude ihren Platz neben dem Landestourismusverband gefunden. „Das Haus ist die Schaltzentrale für den Tourismus im Land und so etwas wie Jürgen Seidels Meisterstück. Es ist ein Haus der Gemeinsamkeit, des Dialogs, des Interessenausgleichs – und trägt damit wesentliche Charakterzüge auch Jürgen Seidels“, sagte Wolfgang Waldmüller. Von 1994 bis 1996 war Seidel Minister für Bau, Landesentwicklung und Umwelt und von 1996 bis 1998 Minister für Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Zwischen November 2006 bis 2011 arbeitete er als Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in MV und war damit erster und einziger Tourismusminister in Deutschland – ein besonderer Ausdruck der Wertschätzung gegenüber der Branche. In dieser Funktion initiierte Seidel unter anderem die bis heute erfolgreich fortgeführte Ostseetourismusinitiative, die im November 2008 mit dem 1. Ostseetourismusforum in Rostock ihren Anfang nahm und kürzlich beim 10. Forum im finnischen Turku ein Jubiläum beging. Im Jahr 2009 unterstützte er überdies den erstmals in Mecklenburg-Vorpommern ausgerichteten Germany Travel Mart (GTM), die größte internationale Einkäuferveranstaltung für den Deutschlandtourismus. 2020 wird die Veranstaltung erneut im Nordosten ausgetragen. Auf einer Reihe von Veranstaltungen zeigte sich Jürgen Seidel überdies von seiner musikalischen Seite – allein mit Gitarre oder in Begleitung seiner Band, den Black Tigers aus Waren/Müritz. Genau wie der Tourismus im Nordosten nicht erst 1990 begann, begann auch Jürgen Seidels touristische Biografie nicht erst mit der deutschen Einheit. So war der studierte Diplom-Ingenieur von 1974 bis 1984 im Rat des Kreises Waren als Ratsmitglied für Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Erholungswesen tätig und ab 1984 bis zur politischen Wende Geschäftsführer im Zweckverband Erholungswesen Waren. Nicht zuletzt aufgrund seiner Biografie war Seidel immer auch ein besonderer Fürsprecher der Tourismusentwicklung in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Landesinneren. Ehrennadeln gehen an Dr. Bernd Kuntze, Gerd Schröter und Marco Dorka

Neben dem Tourismuspreis wurden beim Tourismustag auch drei Ehrennadeln des Tourismusverbandes MV vergeben: Diese erhielten Dr. Bernd Kuntze, ehemaliger Geschäftsführer der Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz, Gert Schröter, Vorsitzender der Jury im Qua-litätsmanagement Familienurlaub, und Marco Dorka, Geschäftsführer der „traumHaff“ Ferienhäuser Rieth am See. Dr. Bernd Kuntze war von 1999 bis 2017 als Geschäftsführer der Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz tätig und hat an der touristischen Entwicklung des Ostseeheilbades – beispielsweise an dessen Verdopplung der Übernachtungszahlen auf 1,2 Millionen – großen Anteil. Dabei hatte er vor allem auch die touristische Entwicklung der Destination Mecklenburgische Ostseeküste und des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern im Blick. So war er Vorsitzender des Marketingausschusses und ständiger Vertreter im Vorstand des Verbandes Mecklenburgischer Ostseebäder, Mitglied des Präsidiums und des Marketingausschusses des Bäderverbandes sowie aktiv in der Arbeitsgemeinschaft „Qualitätsoffensive in den Kur- und Erholungsorten MV“. Gert Schröter war maßgeblich am Aufbau des Müritz Hotels, vor der Wende eines der damals größten und modernsten FDGB-Ferienhotels, beteiligt und stand diesem als ökonomischer Direktor vor. 1990 wurde er auch auf Wunsch der Belegschaft Hoteldirektor und leitete engagiert und erfolgreich eines der größten Ferien- und Tagungshotels in MV. In den Vorstandsgremien des TMV und der IHK Neubrandenburg war Schröter ein energischer Kämpfer für Gastgewerbe und Tourismus. 2005 in den Ruhestand verabschiedet, arbeitet er seit dem aktiv für familienfreundliche Angebote in MV und wurde 2008 Vorsitzender der Jury im Qualitätsmanagement Familienurlaub (QMF). Darüber hinaus ist er Sprecher beim Dehoga für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und Ehrenmitglied im Arbeitskreis Tourismus der IHK Neubrandenburg. Marco Dorka war zunächst stellvertretender Leiter des Amtes für Fremdenverkehr der Hansestadt Greifswald und initiierte unter anderem die Gründung des Fremdenverkehrsvereins Greifswald Stadt und Land sowie des Regionalen Fremdenverkehrsverbandes Vorpommern, heute Tourismusverband Vorpommern, der am 22. Oktober 1990 mit ihm als Vorstandsvorsitzenden seine Arbeit aufnahm. Er war darüber hinaus an der Gründung des MV-Landesverbandes aktiv beteiligt und wirkte von Anbeginn bis zu seinem Ausscheiden in diesem Jahr im Vorstand mit. Von 1994 bis 2003 hatte Marco Dorka die Geschäftsführung des Tourismusverbandes Vorpommern inne. Er unterstütze neben dem Aufbau seines Unternehmens „traumHaff Ferienhäuser am Stettiner Haff“ die Gründung der Netzwerke „Stettiner Haff” und „Riether Winkel” und damit das Marketing im ländlichen Raum aktiv.

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Der "Qualitätsaward Tourismus" des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Repro: TMV

29. Nov 2017

| Pressemitteilungen

Erster Qualitätsaward Mecklenburg-Vorpommern geht an Fischland-Darß-Zingst

Der „Qualitätsaward Tourismus“ des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern geht an die Region Fischland-Darß-Zingst. Zum ersten Mal wird die Auszeichnung beim 27. Tourismustag in Linstow vergeben. Grundlage ist die Auswertung der Gästemeinungen aus der weltweit führenden Bewertungsplattform der „TrustYou“ GmbH, mit welcher der Verband jetzt eine der ersten Kooperationen auf Bundeslandebene eingegangen ist. „TrustYou“ fasst die wichtigsten Hotel-Bewertungsportale in einem Index zusammen und ermittelt aussagekräftige und vergleichbare Einschätzungen der Gäste zum Beispiel für Hotels, Orte oder Regionen. Im Vergleich der touristischen Destinationen Mecklenburg-Vorpommerns auf dem Portal schnitten die Betriebe auf Fischland-Darß-Zingst und an der südlichen Boddenküste in diesem Jahr mit 86 von 100 Punkten mit der besten Gesamtnote für MV ab. Auch im deutschlandweiten Maßstab behauptet sich die Halbinsel auf einem achtbaren 22. Rang. Zugrunde lagen der Erhebung ca. 28.000 durch den Tourismusverband aufbereitete Bewertungen für die Region in den vergangenen 24 Monaten. Insgesamt wurden für Mecklenburg-Vorpommern 470.000 Einschätzungen ausgewertet. „Die Statistik dieses Jahres zeigt, dass wir uns gegen Einflüsse wie Wetterkapriolen oder wachsenden Konkurrenzdruck noch stärker wappnen müssen. Die Qualität unserer Angebote ist ein entscheidendes Kriterium bei der Werbung um die Gunst der Gäste“, sagte Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Bewertungsportale bieten die Chance, positive und auch negative Tendenzen zu erkennen und rasch zu reagieren“, so Waldmüller weiter. Qualität müsse insgesamt in Zukunft messbarer und berechenbarer werden, dabei helfe die Zusammenarbeit mit „TrustYou“. Kombiniert mit objektiven Qualitätsmanagementsystemen, den oft so genannten Siegeln und Zertifikaten, entsteht ein gut nachvollziehbares Qualitätsbild, das wertvolle Anhaltspunkte für eventuell notwendige Veränderungen liefert. Um die Zusammenhänge zwischen Qualitätsmerkmalen von Unternehmen und Gästebewertungen im Internet besser zu erkennen und Handlungen ableiten zu können, entwickelt der Tourismusverband derzeit ein dauerhaftes Mess- und Kontrollsystem der wichtigsten Qualitätsindikatoren. Dies ist zugleich der erste Baustein einer Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie, die im kommenden Jahr erarbeitet wird. Zentraler Datenkern ist dabei die Gästebewertungsdatenbank von „TrustYou“. In die Auswertung fließen überdies die Kennziffern bekannter Klassifizierungen und Zertifizierungen ein, wie zum Beispiel die Hotelklassifizierung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes und die Ferienwohnungsklassifizierung des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), die Zertifizierung der Touristinformationen des DTV oder das Qualitätsmanagementsystem „ServiceQualität Deutschland“. „Qualitätskontrolle wird so zu einem unmittelbar anwendbaren Marketinginstrument“, erklärte Wolfgang Waldmüller. In den vergangenen Jahren begründete der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eine Reihe von Qualitätsinitiativen, beispielsweise Projekte wie „Urlaub für Alle“, das den Ausbau barrierefreier Angebote fördert, oder verschiedene Zertifizierungsmaßnahmen wie das Qualitätsmanagement Familienurlaub, das familienfreundliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern ausweist. Auf Initiative des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern sind darüber hinaus Workshops und Coachings im Bereich Landurlaub zu Themen wie Kommunikation, Suchmaschinenoptimierung oder Gestaltung einer Homepage mit Anbietern durchgeführt worden. „Der Schlüssel zu mehr Qualität ist das Wissen um die entsprechenden Erfordernisse. Der Weiterbildung kommt dabei gerade in touristischen Regionen, die am Anfang ihrer touristischen Entwicklung stehen, eine erhebliche Rolle zu“, sagte der Verbandsvorsitzende Waldmüller.

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Entwicklung der Übernachtungszahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2000 bis 2017, Quelle: Statistisches Amt MEcklenburg-Vorpommern, 2017

29. Nov 2017

| Pressemitteilungen

27. Tourismustag in Linstow: Branche sucht nach Lösungen

„Vorn bleiben!“ – so lautet das Motto des 27. Tourismustages, zu dem sich heute 220 Spitzenvertreter der Branche in Linstow in der Mecklenburgischen Seenplatte treffen. Ziel ist es, den Weg in eine neue touristische Zeitrechnung zu markieren, in der Qualität die Hauptrolle spielt. Zudem sollen das Jahr bilanziert und ein Ausblick auf die neue Saison gegeben werden. Dabei muss die Branche in diesem Jahr einen Dämpfer verkraften und Ursachenforschung betreiben, denn die touristischen Zahlen liegen unter den Erwartungen: Zwischen Januar und September wurden vom Statistischen Amt in Mecklenburg-Vorpommern 6,18 Millionen Gästeankünfte (-0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und 24,91 Millionen Übernachtungen (-1,9 Prozent) registriert. Dies ist das zweitbeste Ergebnis seit 1990, allerdings bleibt der Nordosten damit in diesem Jahr hinter dem Bundestrend zurück. Auf Bundesebene ist im gleichen Zeitraum ein Wachstum der Übernachtungszahlen von 2,7 Prozent verzeichnet. „Wir sind auf einem sehr hohen Niveau, was Übernachtungen und Gästezahlen betrifft. Da sind Rekorde jedes Jahr aufs Neue kein Automatismus. Starkes und dynamisches Wachstum, wie wir es in den vergangenen Jahren erlebt haben, verlangsamt sich und geht in eine Reifephase über. Die Gäste kommen zwar, bleiben aber nicht mehr so lange bei uns. Deshalb ist wichtig, die anstehenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen, um auf hohem Niveau zu bleiben. Wir unterstützen die Förderung nachhaltiger touristischer Angebote und Strukturen weiter. Das Thema Saisonverlängerung bleibt dabei von elementarer Bedeutung. Egal, ob die Sonne scheint, es regnet oder schneit, wir müssen Angebote für 365 Tage im Jahr vorhalten. Potential besteht vor allem auch in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns. Das können wir nach außen noch stärker betonen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, sagte: „Wir bekommen in diesem Jahr bestätigt, dass die Querschnittsbranche Tourismus in jeglicher Hinsicht gute Rahmenbedingungen braucht. Wenn sich Qualitätslücken auftun, die Verkehrsinfrastruktur schwächelt, die Digitalisierung stockt, Engpässe bei Fachkräften bestehen, andere Regionen stärker in das Produkt, die Erreichbarkeit sowie das Marketing investieren und uns auch das Wetter noch häufig im Stich lässt, kann aus einem erhofften Plus wie in diesem Jahr auch ein leichtes Minus werden. Das System Tourismus benötigt ein smartes Update. Die Branche hat die Kraft und den Willen, in die Erfolgsspur zurückzukehren.“ Wirtschaftsministerium verstärkt Anstrengungen für den Tourismus
Waldmüller zeigte sich in diesem Zusammenhang erfreut und dankbar dafür, dass das Wirtschaftsministerium zunächst für die Jahre 2018 bis 2020 zusätzliche Mittel für das Marketing, das Regionalmanagement speziell im ländlichen Raum sowie für die Entwicklung und Umsetzung einer Qualitätstrategie mit klaren und messbaren Kennziffern zur Verfügung stellt. Der Landestourismusverband kann danach über jährlich rund 800.000 Euro mehr und so über insgesamt knapp drei Millionen Euro verfügen und das bisherige Tourismusmarketing in ein komplexeres Tourismusmanagement überführen. Darin sollen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsinitiativen, Weiterbildung und Kooperationen sowie die Internationalität eine größere Rolle spielen. „Das ist ein Bekenntnis zu dem für Mecklenburg-Vorpommern zentralen und stabilen Wirtschaftsfaktor Tourismus, der viele andere Zweige und Bereiche stützt und stärkt.“ Der von der Branche initiierte Umsatz von jährlich knapp acht Milliarden Euro ähnele in seiner Wirkung den Effekten einer klassischen Exportwirtschaft, da er zu großen Teilen von außen in das Land geführt würde. Hinzu käme die Rolle des Tourismus als einer der wichtigsten Arbeitgeber im Land, erklärte Waldmüller. „Wir müssen auch stärker für das Tourismusbewusstsein beziehungsweise die Akzeptanz von Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor im Land werben. Diesen gilt es durch konsequente Zusammenarbeit in Wirtschaft und Politik, durch die Steigerung der Gastfreundschaft, durch das Aufzeigen von Perspektiven für Einwohner und Gastgeber herauszustellen und dann weiter aufzubauen“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Qualitatives vor quantitativem Wachstum
Den Handlungsrahmen für die zukünftige Entwicklung des Tourismus soll die neue Landestourismuskonzeption setzen. Diese soll nach der aktuell laufenden Ressortbefassung im kommenden Frühjahr veröffentlicht werden. „Die touristische Entwicklung bedarf einer strategischen Neuausrichtung, die der Prämisse folgt: qualitatives vor quantitativem Wachstum. Wir müssen hierzu alle an einem Strang ziehen: Unternehmen, Organisationen, Verbände, Verwaltung und Politik. Qualität und Professionalität sind dabei die Antriebskräfte, mit denen das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern vorn bleiben kann“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe die Branche auf. Drei Großveranstaltungen in den kommenden drei Jahren
Eine gute Chance für neuen Schwung im Tourismus bietet Wolfgang Waldmüller zufolge die weltgrößte Reisemesse, die ITB in Berlin vom 6. bis 11. März 2018, deren offizielle Partnerland Mecklenburg-Vorpommern kurzfristig werden konnte. Darüber hinaus wird in Rostock 2019 der Deutsche Tourismustag ausgerichtet sowie im Jahr darauf der Germany Travel Mart, der nach 2009 zum zweiten Mal in Mecklenburg-Vorpommern stattfindet. „Diese Großveranstaltungen können im besten Fall das Dreigestirn des Aufbruchs sein, hin zu einer neuen Qualität des Tourismus, die sich ausdrückt in mehr Internationalität, mehr Qualität, mehr Vernetzung, mehr Digitalität und mehr Innovationsgeist.“ Ein aktuelles Zeichen für die Innovationskraft der Branche sei die Verleihung des Deutschen Tourismuspreises am 23. November 2017 an das Dock-Inn Hostel in Rostock-Warnemünde gewesen, sagte Waldmüller. „Mit allen Veranstaltungen setzen wir ein starkes Signal für mehr Überregionalität. Wir wollen und müssen vor allem im internationalen Maßstab noch bekannter werden. Unsere Unternehmen und Anbieter stehen in einem sich rasant verändernden Marktumfeld. Intensives Marketing ist dabei ein wichtiges Element, um im nationalen und vor allem auch im internationalen Wettbewerb noch besser mithalten zu können“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. In Zahlen I: Wirtschaftsfaktor Tourismus
Die gesamten Umsätze im Tourismus belaufen sich laut Berechnungen des Institutes DIW Econ auf 7,75 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei werden mehr als zwei Drittel der Ausgaben (68 Prozent) von Menschen aus anderen Bundesländern und Ländern getätigt. Die touristische Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern beträgt 4,1 Milliarden Euro und macht damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern aus. Damit liegt die Bruttowertschöpfung der Querschnittsbranche Tourismus mit 9,6 Prozent noch vor dem Baugewerbe mit einem Anteil von 6,5 Prozent. Deutschlandweit liegt sie bei einem Anteil von 4,4 Prozent (Jahr 2010). 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben. In Zahlen II: Aktuelle Statistik
Von der leicht negativen Entwicklung in den ersten neun Monaten dieses Jahres sind fast alle Reiseregionen betroffen. Die größten Verluste verbuchte die Region Fischland-Darß-Zingst. Dort sind die Übernachtungen von Januar bis September 2017 um 9,8 Prozent gesunken. Einzig in der Mecklenburgischen Schweiz/Seenplatte (+0,3 Prozent) übersteigt die Zahl der Übernachtungen das Vorjahresergebnis. Dagegen liegen fast alle Städte im Plus. Die Hansestadt Wismar (+15,1 Prozent) behauptet ihre Führungsposition vor Greifswald (+8,5 Prozent) und Schwerin (+2,4 Prozent). Die Hansestadt Stralsund hält das Vorjahresniveau mit einer schwarzen Null. Bei den Unterkunftsarten können von Januar bis September vier der zehn ausgewiesenen Unterkunftsarten steigende Übernachtungszahlen vermelden, darunter die Hotels Garnis (+3,2 Prozent), Pensionen (+2,8 Prozent) sowie Vorsorge-/Rehakliniken (+2,0 Prozent). Die Betreiber von Campingplätzen (-7,8 Prozent) und Gasthöfen (-7,7 Prozent) müssen Rückgänge verkraften. Die angebotenen Schlafgelegenheiten waren in den ersten neun Monaten des Jahres zu 37,8 Prozent ausgelastet und damit etwas schlechter als im Vorjahreszeitraum (38,5 Prozent). Aus dem Ausland wurden nach drei Vierteln des Jahres rund 860.000 Übernachtungen (-2,7 Prozent) gezählt. Allein schwedische Gäste übernachteten häufiger als im Vorjahresszeitraum im Nordosten (+5,9 Prozent). Unterdessen sind die Übernachtungen aus den Niederlanden (-16,4 Prozent), Dänemark (-5,1 Prozent), Schweiz (-3,8 Prozent) und Österreich (-2,1 Prozent) zurückgegangen.

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