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Kreidezeit am Strand von Sellin

31. Jul 2014

| Neues aus den Regionen

Kreideweißer Sommerspaß an der Ostsee

Verwundert werden sich die Badegäste Anfang August die Augen reiben: So viele kreidebleiche Menschen am Strand von Warnemünde, Prerow, Zingst, Binz, Sellin, Göhren und Trassenheide? Habe ich Halluzinationen? Sind das etwa Gestalten der Nacht? Oder Neuankömmlinge, die der Sonne zum ersten Mal ihre Körper zeigen? Die Antwort ist ganz einfach: Am 3. August von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr startet an der Ostseeküste die „3. Kreidezeit am Strand“, eine Aktion des Vereins Rügener Heilkreide.
„Vor zwei Jahren haben wir mit dieser Aktion in Sellin, Sassnitz und Göhren einen Versuchsballon gestartet und den Badegästen das Naturprodukt Rügener Heilkreide auf spielerische Weise näher gebracht. Und das hat funktioniert“, sagt Projektleiterin Verena Kulessa vom Verein Rügener Heilkreide. „Der Zulauf war groß, die Resonanz überaus erfreulich. Manche haben sogar aus Spaß Ganzkörper-Heilkreide-Painting gemacht. Im letzten Jahr, als wir den Aktionstag zum ersten Mal außerhalb von Rügen angeboten haben, ist dies ebenfalls sehr gut angenommen worden.“
Die Badegäste werden auch in diesem Jahr an bestimmten Strandabschnitten kleine Schälchen bekommen, in denen das feine Kreidepulver mit Wasser zu einer samtig-weichen Kreidemasse angerührt ist. Die Urlauber können die Heilkreide so direkt auf ihrer Haut testen. „Sie glauben gar nicht, wie viel Spaß die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen haben – sich erst einmal damit einzureiben oder den anderen zu bemalen und die Kreide auf der Haut zu spüren“, so Verena Kulessa. „Zum Schluss, wenn die Kreide angetrocknet ist, wird alles wieder ganz einfach in der Ostsee abgespült. Der Effekt: Die Haut fühlt sich danach viel zarter an, denn Heilkreide hat einen sanften Peeling-Effekt. Also: Badesachen und Handtücher nicht vergessen.“
Im vergangenen Jahr wurden so über 50 Kilogramm Kreide an die Badegäste verteilt. Viele Physiotherapeuten, Wellness- und Beauty-Zentren wissen inzwischen die Wirkung der Rügener Heilkreide zu schätzen, auch Menschen, die unter Hautproblemen oder Muskel- und Gelenkbeschwerden leiden oder einfach nur etwas für ihr Wohlbefinden tun wollen.
„Wer am Strand das Gefühl der Kreide auf der Haut genossen hat und neugierig geworden ist, kann in diesem Jahr in den Tagen nach der Kreidezeit in Prerow, Binz, Sellin, Göhren und Trassenheide in Vorträgen viel Interessantes zu dem weißen Inselgold erfahren“, kündigt Verena Kulessa an. „Oder wussten Sie, dass die größten Teilchen der Heilkreide sieben mal kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares? Das besondere Naturprodukt von Rügen wärmt und entschlackt den Körper, lindert Schmerzen und sorgt noch ganz nebenbei für eine schöne Haut.“
Vor 14 Jahren wurde der Verein Rügener Heilkreide aus einer Interessengemeinschaft von Anwendern heraus gegründet, um über den sach- und fachgerecht zum Einsatz zu informieren. Weitere Informationen:

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Lange Nacht des offenen Denkmals in Stralsund

31. Jul 2014

| Neues aus den Regionen

Carpe noctem!

Von der Travestie-Show im Bauamt bis zur Rock-Nacht in der Sparkasse: Am 6. September zwischen 19.00 und 24.00 Uhr wird in der Hansestadt Stralsund die Lange Nacht des offenen Denkmals gefeiert, bei der mehr als 30 Kulturstationen entdeckt werden können. Dabei öffnen Kirchen und Klöster, Gewölbe und Giebelhäuser, Speicher und Höfe ihre Türen. Gäste erleben die Stralsunder Altstadt als Bühne mit besonderer Atmosphäre:Tausende tingeln dann durch die mittelalterlichen Gassen und genießen Live-Musik von Rock über Jazz, Folk und Blues bis hin zu Dudelsack-Klängen, Klassik und Klezmer. Artistik und Aussstellungen können bestaunt und Tanz und Theater beklatscht werden. Es gibt Krimi-Lesungen, Vorträge und fotografische Streifzüge durch Stralsund. Armbändchen als Eintrittskarte für die Lange Nacht des offenen Denkmals inklusive Programmheft sowie Nutzung der Linien- und Zusatzbusse gibt es in der Tourismuszentrale am Alten Markt.
Weitere Informationen:

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Blick auf Greifswald

31. Jul 2014

| Neues aus den Regionen

Jahr der Romantik erreicht seinen Höhepunkt mit der Romantik-Festwoche in Greifswald

Mit der Romantik-Festwoche vom 30. August bis zum 6. September in der Hansestadt Greifswald erreicht das „Jahr der Romantik“ seinen Höhepunkt. Anlässlich des 240. Geburtstages von Caspar David Friedrich am 5. September finden zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt in Greifwald statt. „Ein Tag mit Caspar David Friedrich“ läutet am 30. August die Festwoche ein. Auf dem Marktplatz finden Besucher historische Fahrgeschäfte, die zu einer Zeitreise einladen. Wer selbst kreativ werden möchte, kann im Caspar-David-Friedrich-Zentrum Seifen herstellen, sich im Scriptorium des Doms in Kalligraphie üben oder im Pommerschen Landesmuseum verschiedene Zeichentechniken ausprobieren. Weitere Höhepunkte sind ein Vortrag im Pommerschen Landesmuseum, in dem Werke von Caspar David Friedrich ausgestelllt sind, Führungen auf dem so genannten Caspar-David-Friedrich-Bildweg – an 15 Stationen erschließen sich dem Spaziergänger wichtige Lebens- und Wirkungsorte des Malers – oder ein Romantik-Orgelkonzert im Dom. Am 5. September wird die „Lange Nacht der Romantik“ im Pommerschen Landesmuseum gefeiert. Zudem feiert das Caspar-David-Friedrich-Zentrum sein zehnjähriges Jubiläum. Die Romantik-Festwoche endet mit Konzerten der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in der Klosterruine, der Aula und im Dom. Das vollständige Programm ist unter www.caspar-david-friedrich-greifswald.de nachzulesen. Romantikliebhaber finden auf www.vorpommern.de passende Unterkünfte in der Region. Romantische Kanu-Tour im Naturpark „Flusslandschaft Peenetal“
Romantische Ecken bietet auch die Natur Vorpommerns.
Bei einem „Romantischen Zwei-Tages-Trip“ im Naturpark „Flusslandschaft Peenertal“ können Gäste das Flusstal von Liepen aus erkunden. Die Tour führt entlang von Biberburgen, zur Klosterruine in Stolpe und zu den Wikingergräbern in Menzlin. Abends wartet ein Drei-Gänge-Menü unterm Sternenhimmel im Gutshof Liepen auf die Kanuten. Naturfreunde haben die Möglichkeit, den „Romantischen Zwei-Tages-Trip“ als Zeltvariante zu buchen.
Weitere Informationen: , Hintergrund: Die Landeskulturinitiative „Natürlich romantisch“
Die Kreidefelsen auf der Insel Rügen, die Sonnenuntergänge an der Ostseeküste, die Segelboote im Hafen von Greifswald, knorrige alte Eichen, geheimnisvolle Hünengräber und immer wieder das ganz besondere Licht faszinierten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Künstler und machten das damalige Pommern und Mecklenburg zu einem Wallfahrtsort der Romantiker um Caspar David Friedrich. Mit der Initiative „Natürlich romantisch“ greift Mecklenburg-Vorpommern zum ersten Mal in einer landesweiten Aktion dieses Thema auf und macht Orte von Künstlerbiografien und Inspiration wieder sichtbar. Im Romantikjahr, das im Herbst 2013 seinen Anfang nahm und bis zum 240. Geburtstag des Malers Caspar David Friedrich am 5. September 2014 dauert, stehen in einem abwechslungsreichen Programm mehr als 100 Veranstaltungen auf dem Plan. Ausgerichtet und unterstützt werden sie von den Partnern der Landeskulturinitiative, zu denen der Landestourismusverband und das Landesmarketing, der Künstlerbund MV, das Fotofestival „horizonte zingst“ in Zingst, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Museen und Kunstsammlungen, die Stadt und Universität Greifswald, das Nationalparkzentrum Königsstuhl, Fördervereine, regionale Tourismusverbände, Verlage, Künstler, Theater und andere kulturelle Einrichtungen gehören.

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Beachcup am Karlshagener Strand

30. Jul 2014

| Pressemitteilungen

+++ Short News Meck-Pomm Juli (3) +++

Mehr als 1.000 Beachvolleyballer aus Spanien, Österreich, der Schweiz, Polen, den Niederlanden und Deutschland zeigen beim weltweit größten Beachvolleyball-Turnier vom 1. bis 3. August am Strand von Karlshagen auf Usedom ihr Können. Besucher haben die Wahl, das Spektakel von der Tribüne aus zu beobachten oder selbst in Zweier- und Vierer-Teams dabei zu sein. So wird beispielswiese ein „Fun-Cup“ veranstaltet, für den sich Interessierte noch bis zum 2. August anmelden können. Seit mehreren Jahren mischen sich unter die Mumien und Fregatten – so wird die Altersklasse ab 36 Jahre bezeichnet – auch Profis aus der Bundesliga und aus dem deutschen National-Team. Sie nutzen das Turnier als Trainingsstation und um Spaß zu haben. Am Abend wird bei Beachpartys über die Spiele gefachsimpelt und getanzt. Weitere Informationen:

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Segelschiffe auf der Warnow während der Hanse Sail

28. Jul 2014

| Pressemitteilungen

24. Hanse Sail: Eine Million Besucher an Rostocks Kaikanten erwartet

Die 24. Auflage des maritimen Klassikers „Hanse Sail“ verspricht auch in diesem Jahr rund eine Million Besucher zu begeistern. Mehr als 200 Schiffe aus zwölf Nationen nehmen Kurs auf die Hansestadt und sind vom 7. bis 10. August Hauptdarsteller bei einem der weltweit größten Treffen von Traditionsseglern und Museumsschiffen. Unter anderem werden der norwegische Großsegler „Christian Radich“, die Viermast-Barken „Sedov“ und „Kruzenshtern“ aus Russland sowie das deutsche Segelschulschiff „Gorch Fock“ in Rostock und dem Seebad Warnemünde erwartet. Zum ersten Mal kündigten sich der 1937 gebaute Viermast-Schoner „Santa Maria Manuela“ aus Portugal in der Hansestadt an. Ebenfalls neu an der Warnow sind der erst Anfang des Jahres fertiggestellte niederländische Toppsegelschoner „Avatar“ sowie die schwedische Brigg „Tre Kronor af Stockholm“. Komplettiert wird das Schiffsaufgebot unter anderem durch den historischen Eisbrecher „Stettin“, den 110 Jahre alten Schlepper „Woltman“ sowie den Tonnenleger „Bussard“ und den Schaufelraddampfer „Freya“. Partnerland der 24. Hanse Sail Rostock ist Finnland.  Bereits am 6. August findet der musikalische Auftakt der Hanse Sail 2014 mit einem Konzert des Ensembles „junge norddeutsche philharmonie“ im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auf dem ehemaligen Gelände der Neptunwerft statt. Den Startschuss zum maritimen Spektakel gibt die sechste Haikutter-Regatta am Mittwochabend. Dabei steuern zwölf der Traditionssegler vom dänischen Nysted kommend Warnemünde an. Ein attraktives Landprogramm aus Live-Musik, Märkten und Partys auf und vor acht Bühnen sowie verschiedene Ausstellungen und „Open-Ship“-Aktionen ergänzen das Schaulaufen der Schiffe. So locken mittelalterliche und internationale Schlemmermeilen, der „Citti Kids- und Funpark“ mit einem großen Abenteuerspielplatz, ein „Segelstadion im Stadthafen“ sowie Feuerwerkshows Groß und Klein in den Stadthafen der Hansestadt. Mit der „ARTsail“ am Rostocker Schwanenteich kommen auch Kunst- und Kulturinteressierte auf ihre Kosten. Viele Schiffe bieten Mitsegelmöglichkeiten an. Im letzten Jahr haben mehr als 20.000 Besucher diese Gelegenheit genutzt. Freie Plätze sind mit der kostenlosen OZ Hanse-Sail-App zu finden. Darüber hinaus sind Buchungen über die Tall-Ship-Buchungszentrale unter den Rufnummern 0381 381 2975/-76 oder im Internet unter www.hansesail.com möglich.  Weitere Informationen:

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Radfahren an der Steilküste von Ahrenshoop auf Fischland-Darß-Zingst

23. Jul 2014

Feature: Wilde Rosen auf dem Darß

Der Sand ergießt sich an den Strandzugängen von den Dünen auf den Radweg. Wenn man vom Fahrrad steigt und zum Meer läuft, sinken die Füße tief ein, fast bleibt man stecken. Auf den Dünen wachsen vom Wind gekämmte Pflanzen – Sanddorn, Strandhafer und wilde Rosen. Das Meer, bei Dierhagen auf dem Fischland von Holzbuhnen in Schach gehalten, ist aufgewühlt und fast gletschergrün – so wild und so schön, dass man Herzklopfen bekommt. Aber leider ist es heute etwas zu kühl, um zu baden. Der Bikini bleibt in der Satteltasche. Wir radeln auf dem Ostseeküsten-Radweg – eine Genusstour mit Freunden. Startpunkt ist Heiligendamm, von dort wollen wir in zwei Tagen über die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bis nach Barth. Eigentlich ist der Fernradweg länger: Er führt über 1.095 Kilometer von Flensburg nach Mecklenburg-Vorpommern und von dort bis nach Ahlbeck auf Usedom. Schon am Grand Hotel in Heiligendamm verlieren wir die Zeit ein wenig aus den Augen, schlendern über die Seebrücke, um einen besseren Eindruck von den Villen der „Weißen Stadt am Meer“ zu bekommen. Gut passen die beiden kleinen Mädchen ins Bild. Sie spielen vor dem Café auf der Wiese eine Partie Ball – in langen, weißen Kleidern. Und wenn man die Augen ein wenig zusammenkneift und den einen oder anderen Jetztzeit-Moment verschwimmen lässt, dann ist man mittendrin in der noblen Sommerfrische des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als hier unter anderem die russische Zarenfamilie Urlaub machte. Wir lösen uns von dem schönen Bild und radeln los. Rechts wogen Getreidefelder, auf der glitzernden Ostsee begleiten uns Segelschiffe. Geheimnisvolle Dämmerwelt voller Bäume
Bis plötzlich bei Nienhagen der Waldvorhang fällt. Es geht vom Taghellen in eine geheimnisvolle Dämmerwelt voller Bäume, der die Menschen den Namen Gespensterwald gegeben haben, vielleicht ja, um dem Wald auf diese Weise das Unheimliche zu nehmen. An nebelfreien Tagen ist das hier ohnehin eher ein Zauberwald: Die Stämme und Äste der bis zu 170 Jahre alten Eichen, Buchen und Hainbuchen sind knorrig gewachsen, verzweigen sich eigenartig. Als ob sie verharren, bis ein Zauberspruch sie von ihrem Bann erlöst. Weiter vorn sieht man die Steilküste, auf die man wie auf eine helle Bühne vom Zuschauerraum aus schaut. Mit ein paar anderen Aktivurlaubern werden wir irgendwann wieder aus diesem tiefen Wald gespült. Es ist eine wirklich bunte Mischung Menschen, die an schönen Wochenenden die Küste entlangradeln: behelmte Familien. Ältere Paare: sie mit Korb, er mit obligatorischer Fototasche vorn am Lenker. Und Einzelgänger mit sehr strammen Waden, die auch im Flachland das Mountainbike nehmen, um schneller zu sein. Wir sehen sie meist nur sehr kurz und bewegungsunscharf. Die Stimmung ist gut, weil Platz für alle ist. Eng wird‘s dieses Mal nur in Rostock-Warnemünde – wir haben uns zum Radeln das Hanse-Sail-Wochenende ausgesucht. Ein bisschen schick und doch geerdet
So schieben wir die Fahrräder entlang der Uferpromenade in Richtung Hafen, versuchen niemanden zu knuffen und doch die besondere Stimmung in uns aufzunehmen: Warnemünde bietet eine unverwechselbare Mischung aus Meergeruch, Fischkuttern, Ausflugsbooten, Cafés und kleinen Läden. Ein bisschen schick und doch geerdet, immer mit einer leichten Brise. Von der Fähre aus schauen wir hinüber. Der Ostseeküsten-Radweg führt auf der anderen Seite des Flusses nun entlang der Hohen Düne, dann durch die Rostocker Heide nach Graal-Müritz, das wir sofort ins Herz schließen: Das kleine Seebad ist so normal und gemütlich. Und was dann folgt, ist sowieso herzzerreißend: Wildrosen, Dünen, ein weiter Horizont. Schön, sich vorzustellen, dass hier vielleicht einst Franz Kafka mit seiner Freundin Dora Diamant spazieren ging. Die letzten Kilometer bis zum Etappenziel Dierhagen, wo wir übernachten werden, sind ein Höhenflug. Am nächsten Morgen geht es auf dem Fischland Richtung Ahrenshoop. Und wieder surren unsere Räder durch urwüchsige Dünenlandschaften. Ein Liegeradfahrer überholt uns singend. Zwei Badenixen huschen in zu großen Bademänteln über die Dünen. Und ein Junge nutzt den Wind und lässt sich auf dem Rad von einem Drachen ziehen – zumindest sieht es so aus. Das bunte Flatterteil ist groß, die Schnur am Lenker befestigt. Die Künstlerkolonie Ahrenshoop liegt nicht am Radweg, und wir entscheiden uns gegen einen Besuch, trotz des Kunstmuseums, das dort eröffnet hat. Unser Ziel ist der Boddenhafen in Althagen, denn die Räucherei dort wurde uns wärmstens ans Herz gelegt. Und so hocken wir im Restaurant mit Blick auf den Hafen, genießen Räucherlachs und plaudern mit Fischer Andreas Schönthier über Touren mit seinen alten Holz-Zeesenbooten. Wie schön, dass man mit den Leuten an der Küste leicht ins Gespräch kommt! Man tauscht Fischrezepte aus, bekommt Tipps für lauschige Strandplätze und die Wegbeschreibung zum nächsten Hofcafé. Durch herrliche Schilffelder führt unser Weg nun fernab der Straße am Bodden entlang – die Sonne scheint, die Welt ist wie frisch gewaschen. Und die Radtour bis Wieck auf dem Darß bietet gleich noch eine Besonderheit: Im Wald zwischen Born und Wieck wächst mannshoher Farn, und der ist ebenso märchenhaft wie die Dämmerung im Gespensterwald. Die Ostsee hat viele Temperamente
In Wieck spekulieren wir auf einen Last-minute-Kuchen im Hotel Haferland – Genießertouren erfordern nach unserer  Auffassung mindestens vier Kulinarikstopps am Tag. Es gelingt uns, noch kurz vor 18.00 Uhr ein Kaffeekränzchen auf der Terrasse zu veranstalten. Die Abfahrt zögern wir hinaus, weil wir wissen: Ab jetzt wird‘s sportlich, es liegen noch viele Kilometer vor uns. Prerow und Zingst erleben wir dieses Mal leider nur im Schnelldurchlauf – aber diese Tempowechsel an der Ostsee machen uns auch großen Spaß. Das Meer hat viele Temperamente – ist mal sanft, mal rau, mal spiegelglatt, mal wild, immer einnehmend. Und wir mit ihm: Vorher auf dem Darß hatten wir alle Zeit der Welt, jetzt treten wir schweigend im siebten Gang in die Pedale. Abendstimmung am Boddenhafen in Barth. Durch die Glasfronten des Alten Speichers, wo wir übernachten werden, schauen wir aufs Wasser und genießen gebratenen Dorsch. Es ist beschlossene Sache: Morgen machen wir blau. So blau wie die Ostsee. Verlängern das Wochenende und radeln einfach weiter. Im Kranichzentrum in Groß Mohrdorf wollen wir einen Stopp einlegen, und von dort geht es stramm ans Ziel: In der von der UNESCO zum Welterbe ernannten Altstadt Stralsunds wird die Tour ausklingen. Auch wenn uns der Gedanke an die Endlichkeit des Genusses schwer fällt. Weitere empfehlenswerte Radtouren am Meer:

  • Feininger-Radtour
    Die Feininger-Radtour auf Usedom ist ein 56 Kilometer langer Rundkurs mit über 40 Plätzen, an denen einst der weltberühmte Maler Lyonel Feininger Landschaftsskizzen für seine Werke gemacht hat. Bronzeplatten weisen darauf hin.

  • Gutshaus Rundweg
    Entlang schattiger Alleen und schöner Küstenwege, an denen viele alte Landsitze liegen, führt diese Tour. In zwei Etappen verbindet sie auf 100 Kilometern die Orte Bad Doberan, Kühlungsborn und Neubukow.


Der Besondere Tipp:

  • Insel Hiddensee
    Die für den privaten Autoverkehr gesperrte Insel ist ein Radler-Paradies. Auf 17 Kilometern erradelt man gemütliche Dörfer, kleine Häfen und die schöne Küste.  


Weitere empfehlenswerte Radtouren im Binnenland:

  • Müritz-Rundweg
    Diese Tour führt auf 112 Kilometern rund um das „Kleine Meer“, die Müritz. Ausgehend von der schönen Hafenpromenade von Waren (Müritz) verläuft die Tour am Westufer vorwiegend am Wasser entlang. Auf der östlichen Seite kann man den Müritz-Nationalpark genießen.

  • Schlösser-Rundweg
    Von Teterow aus radelt man auf 140 Kilometern mitten durch die Mecklenburgische Schweiz mit ihrem alten Baumbestand und ihren kleinen Seen. Schlösser aus unterschiedlichen Epochen liegen am Weg. Und zu vielen von ihnen gehört ein sehenswerter Landschaftspark.


Der Besondere Tipp:

  • Brohmer Berge – Randowtal
    211 Kilometer und vier Tagesetappen lang ist dieser Rundweg, der durch das Minigebirge im Nordosten verläuft. Slawische Siedlungen, mittelalterliche Stadtmauern und historische Windmühlen entführen in längst vergangene Zeiten.


Noch mehr Tipps für Radtrips, Angebote mit Gepäcktransport und viele nützliche Infos für Rad-Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern gibt es hier:

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Zählt zu Europas besten Golfplätzen: WinstonLinks

16. Jul 2014

| Pressemitteilungen

+++ Meck-Pomm Short News Juli 2 +++

Der Golfplatz WinstonLinks der Golfanlage WinstonGolf in Vorbeck bei Schwerin zählt der aktuellen Rangliste der Fachzeitschrift „Golf Journal“ nach zu den 30 besten Plätzen in Europa. Der 2011 eröffnete 18-Loch-Platz positioniert sich auf Rang 28 und damit noch vor dem weltweit bekannten Golfplatz „Old Course St. Andrews“ in Schottland. Gleichzeitig führt WinstonLinks die Liste der deutschen Golfplätze an. Bewertet wurden unter anderem Anspruch, Zustand, Design, Kulisse und Service am und auf dem Platz. Derzeit gibt es insgesamt 17 Golfplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Informationen: ,

+++ Mit dem „Lütt Kaffeebrenner" an die Ostsee: Neue Schmalspurbahn im Klützer Winkel +++


Ab sofort können Urlaubsgäste und Liebhaber historischer Schmalspurbahnen im Klützer Winkel mit dem „Lütt Kaffeebrenner" die Ostseeküste erkunden. Zwei historische Dampflokomotiven sind mit fünf restaurierten offenen Personenwagen bis Oktober (2015: Mai bis Oktober) auf der 600 Millimeter breiten Schienenstrecke zwischen Klütz und Reppenhagen nahe des Ostseebades Boltenhagen im Einsatz. Die rund sechs Kilometer lange Strecke überwindet der Zug in 20 Minuten. Fahrkarten kosten für Erwachsene zehn Euro und für Kinder fünf Euro (jeweils Hin- und Rückfahrt). Der „Lütt Kaffeebrenner“ ist nach dem Rasenden Roland auf Rügen und der Molli-Bahn an der Mecklenburgischen Ostseeküste die dritte historische Schmalspurbahn in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Informationen:

+++ Kultur am Meer: Heiligendamm lädt zu Sommerkino, Konzerten und Lesungen ein +++


Das Grand Hotel Heiligendamm lädt zwischen Juli und September zu zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in die Weiße Stadt am Meer ein. Im Sommerkino am Strand des Resorts warten Klassiker wie „Das Böse unter der Sonne" (18. Juli) oder „Die Tiefseetaucher" (15. August) auf Filmliebhaber, bei den „White Nights" (26. Juli, 9. und 23. August) verwöhnt DJ Raphaël Marionneau Gäste mit entspannter Lounge-Musik und einem Barbecue am Wasser, und bei Lesungen entführen Erfolgsautoren wie Christoph Dietrich (31. Juli) oder Martin Suter (3. August) Zuhörer in eine Welt zwischen Glamour und Abgrund. Am 4. September laden zudem die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu der Konzertreihe „Pavillons der Romantik“ nach Heiligendamm ein. Weitere Informationen:

+++ Anders trauen: Seebad Ueckermünde bekommt Liebes-Laterne +++


Im Seebad Ueckermünde können sich Paare ab sofort unter einer so genannten Liebes-Laterne das Ja-Wort geben. Eine eigens für diesen Zweck errichtete rote Laterne sowie eine Sitzbank nahe der Ueckerbrücke ermöglichen die standesamtlichen Trauungen. Zudem können an speziellen Vorrichtungen an der Laterne Liebenschlösser – mit den Initialen von Paaren versehende Vorhängeschlösser – angebracht werden. Initiator der Liebes-Laterne ist der Ueckermünder Bürgermeister Gerd Walther, der die Idee aus einem Italienurlaub in die Haffstadt mitgebracht hat. Weitere Informationen:

+++ 24. Hanse Sail 2014: Programmheft erschienen +++


Ab sofort ist mit dem so genannten „Sail Kompass“ das Programmheft der 24. Hanse Sail, zu der zwischen dem 7. und 10. August rund eine Millionen Besucher in Rostock und Warnemünde erwartet werden, erhältlich. Auf 96 Seiten informiert die Broschüre über die maritimen Höhenpunkte des größten Volkfestes Norddeutschlands sowie über Rahmenveranstaltungen auf dem Wasser und an Land. Neben einem detaillierten Ablaufplan und allen Bühnenprogrammen finden sich auch Orientierungspläne sowie eine Liste aller Teilnehmerschiffe und zahlreiche Mitsegeltipps im Heft. Wissenswerte Informationen über das Geschehen vor und nach der Hanse Sail sowie ein Blick hinter die Kulissen runden den Segler-Kompass ab. Der „Sail Kompass 2014" ist im Buch- und Zeitschriftenhandel sowie an Tankstellen der Region für 4,00 Euro erhältlich. Zudem ist er unter zum Preis von 2,00 Euro als elektronisches Magazin abrufbar. Weitere Informationen:

+++ Bestes Wellnesshotel Deutschlands steht auf Usedom +++


Das Strandhotel Ostseeblick in Heringsdorf auf der Insel Usedom ist vom Deutschen Wellness Verband zum besten Wellnesshotel Deutschlands gewählt worden. Mit rund 94 Prozent erreichte das Inselhotel, das mit der höchsten Auszeichnung des Verbandes „Premium Exzellent" zertifiziert ist, so viele Punkte wie kein anderes deutsches Hotel zuvor. Um eine Zertifizierung des Deutschen Wellness Verbandes zu erhalten, müssen mehr als 1400 Kriterien erfüllt sein. In einer anschließenden Vor-Ort-Prüfung werden unter anderem der Reservierungsablauf, die Beratung oder vorhandene Wellnesskonzepte bewertet. Weitere Informationen: ,

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Qualitätssiegel "Familienurlaub MV - Geprüfte Qualität"

09. Jul 2014

| Pressemitteilungen

Ausgezeichnet für Familien: 74 Tourismusanbieter aus Mecklenburg-Vorpommern erhalten Qualitätssiegel

Beliebtestes innerdeutsches Familienreiseziel stellt Qualität heraus: In Klockenhagen sind 74 Tourismusanbieter und -gemeinden erstmals beziehungsweise erneut mit dem vom Landestourismusverband im Jahr 2005 eingeführten Qualitätssiegel „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“ ausgezeichnet worden. Damit tragen im Jahr 2014 insgesamt 101 Betriebe mit 103 familienfreundlichen Angeboten den Urlaubskönig Gustav als Wegweiser für zertifizierten Familienurlaub. „In Mecklenburg-Vorpommern sind eine überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit der Gäste und eine hohe Qualität des touristischen Angebots vorhanden. Das ist im Wettbewerb mit anderen klassischen Familienzielen wie Spanien, Griechenland oder der Türkei ein klarer Vorteil. Aufgrund der hohen Bedeutung dieses Tourismussegmentes ist es wichtig, die Marktposition beizubehalten und weiter auszubauen. Das Siegel hilft bei der Positionierung im Wettbewerb. Es setzt einheitliche Standards für familienfreundliche Angebote. Und der Gast weiß: Wo ihn der kleine Fisch Gustav am Eingang empfängt, sind Familien herzlich willkommen“, sagte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. „Gerade Familien mit Kindern sind wichtig für die Zukunft des Tourismus im Land. Wer mit seinen Eltern an einem Urlaubsort erlebnisreiche Tage verbracht hat, kommt dort später gerne mit der eigenen Familie wieder hin“, ergänzte Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Das Qualitätssiegel für einen geprüften Familienurlaub gilt für drei Jahre, danach kann eine Neuzertifizierung erfolgen. Überall dort, wo das Siegel „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“ mit dem Fisch Gustav am Eingang empfängt, erwarten Gäste besonders familienfreundliche Angebote. Es wird nach Prüfung einer fachkundigen und unabhängigen Jury verliehen, zu der unter anderem anonyme Anfragen per Telefon oder Internet sowie Vor-Ort-Besichtigungen gehören. Die Familienfreundlichkeit wird anhand eines mit wissenschaftlicher Hilfe erarbeiteten Kriterienkataloges bewertet. Dieser sieht beispielsweise für Beherbergungsbetriebe speziell ausgewiesene Familienangebote, familiengerechte Zimmer mit Verbindungstür, besondere Speisen- und Getränkeangebote, einen hauseigenen Spielplatz, Sicherheitsmaßnahmen sowie die Möglichkeit, Babysitter zu stellen oder zu vermitteln, vor. Besondere Beachtung wurde in der aktuellen Zertifizierungsrunde der Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben sowie der Qualitätssicherung geschenkt. Neun Betriebe und Ostseebad Sellin neu ausgezeichnet
Erstmals erhielten die Auszeichnung in diesem Jahr zehn Tourismusbetriebe und -gemeinden, darunter sechs Erlebnispartner, zwei Gastronomiebetriebe, ein Beherbergungsbetrieb und ein Tourismusort. So überzeugten unter anderem das Freilichtmuseum Klockenhagen mit kreativen Mitmachangeboten für die ganze Familie, der Vogelpark Marlow mit einem ansprechenden Spielbereich für Kinder oder das kürzlich eröffnete Naturerbe Zentrum auf Rügen mit einem gesonderten Leitsystem und einer Erlebnisführung für kleine Gäste. Als familienfreundlich zertifizierte Tourismusgemeinde darf sich ab sofort das Ostseebad Sellin bezeichnen. Ein familienorientiertes Urlaubsangebot sowie eine große Anzahl an familienfreundlichen Veranstaltungen ermöglichte die Auszeichnung. Bei den Gastronomiebetrieben konnten das Kurhausrestaurant in Zingst und das Van der Valk Resort Linstow mit kindgerecht gestalteten Menükarten, großzügigen Spielecken und hochwertigen Kindergerichten die Jury überzeugen. Weiterhin neu zertifiziert wurden das Wildlife Usedom, Karls Erlebnis-Dorf Zirkow und das Landyidyll Hotel Ostseeland. Jeder vierte Gast in Mecklenburg-Vorpommern ist 2013 mit seiner Familie angereist. Damit ist und bleibt der Nordosten laut der Reiseanalyse 2014 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen das beliebteste innerdeutsche Reiseziel deutscher Familien. Mit acht Prozent aller Familienurlaubsreisen (1,1 Millionen) ab fünf Tagen Dauer mit Kindern unter 14 Jahren rangiert der Nordosten vor Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern. International reiht sich das Familienreiseziel Mecklenburg-Vorpommern hinter der Türkei (11 Prozent Marktanteil), Spanien (9,5 Prozent Marktanteil) und Italien (8,5 Prozent) auf Rang vier ein. Für Tourismusanbieter, die auch mit dem Qualitätssiegel prämiert werden wollen, haben der Landestourismusverband und das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern einen „Praxisleitfaden für Familientourismus in Mecklenburg-Vorpommern“ entwickelt, der Hinweise und Tipps zu mehr Familienfreundlichkeit von touristischen Betrieben gibt: . Zwischen dem 1. Februar und 15. März 2015 können sich Beherbergungsbetriebe, Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen sowie Tourismusgemeinden für die neue Zertifizierungsrunde bewerben. Weitere Informationen:

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07. Jul 2014

| Pressemitteilungen

Windkraft und Tourismus: Deutsche Urlauber tolerieren Eingriffe in die Landschaft nur bedingt

Der Bau von Windkraftanlagen nahe Tourismusorten auf dem Land und vor der Küste ist mit erheblichen Risiken für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern verbunden. Die jetzt veröffentlichte, für die deutsche Bevölkerung repräsentative Studie „Tourismus, Erneuerbare Energien und Landschaftsbild“ des Kieler NIT-Institutes für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa gibt den Betrachtungsstand zum aktuellen Zeitpunkt wieder: Demnach nehmen knapp zwei Drittel der reisenden Deutschen Eingriffe in ihre Urlaubsregion wahr, die das Landschaftsbild stören könnten. Jeder zehnte Urlauber fühlt sich durch Bauten wie Autobahnen, Hochhäuser, Solarpanele oder Windräder gestört – die Hälfte davon (5,1 Prozent) durch Merkmale erneuerbarer Energien. Befragt wurden insgesamt 6.070 Personen. 45 Prozent der Befragten gaben an, Produktionsorte erneuerbarer Energien wie Windkraft-, Solar- und ferner auch Biogasanlagen im Urlaub  wahrzunehmen. Dies entspricht 24,6 Millionen Deutschen. 2,8 Millionen Menschen fühlen sich davon gestört; bereits 1,5 Millionen davon empfinden Windkraftanlagen und -parks als störend – eine Zunahme bei weiterem Ausbau ist anzunehmen. In Mecklenburg-Vorpommern und Norddeutschland dominiert im Vergleich zu süddeutschen Bundesländern und Mittelgebirgen die Wahrnehmung von Windkraftanlagen und -parks, d. h., diese werden häufiger wahrgenommen als andere Eingriffe ins Landschaftsbild. 7,7 Prozent der Mecklenburg-Vorpommern-Urlauber stören sich schon heute an Windenergieanlagen und -parks – ein Wert, der deutlich über dem Durchschnitt (4,2 Prozent) liegt; ebenfalls überdurchschnittliche 1,1 Prozent wollen aufgrund dessen den Nordosten nicht wieder besuchen. Aktuell sagt rund ein Prozent aller Urlauber in Deutschland, dass es aufgrund einer Landschaftsstörung durch Anlagen der erneuerbaren Energien nicht mehr in die entsprechende Urlaubsregion fahren wird. Das ist möglicherweise ein geringerer Prozentsatz, als auf Seiten der Kritiker des Ausbaus insbesondere der Windkraft befürchtet wurde. Jedoch handelt es sich bei der Studie um ein Meinungsbild, das auf der aktuellen Situation fußt. „Ein weiterer Ausbau der Windenergie in Tourismusgebieten wird das Bild verschieben – mutmaßlich zum Negativen, dafür muss man kein Prophet sein“, erklärte Jürgen Seidel, Präsident des Landestourismusverbandes. Überdies gebe die Studie ein Gesamtbild für Deutschland ab, empfehle aber gleichzeitig, Konfliktebenen auf örtlicher oder regionaler Ebene separat zu betrachten. Wissenschaftliche Begleitung des Ausbaus erneuerbarer Energien erforderlich
Seidel bezeichnete die im Entwurf zum Landesraumentwicklungsprogramm verfassten Pläne zum Ausweisen von Vorranggebieten für die Windenergiegewinnung in der Nähe touristischer Zentren im Land und vor Ostseebädern in den Küstengewässern als Risiko für die Tourismusbranche und Gefahr für das Image des gesamten Bundeslandes. „Wir stellen uns selbstverständlich nicht gegen die energie- und industriepolitischen Ziele des Bundes und des Landes. Aber wir fordern einen Ausbau mit Maß und einen verantwortungsvollen Umgang im Sinne einer genauen Risiken- und Folgenabschätzung.“ Kluge Kompromisse, kleinräumliche Betrachtungen und Rücksichtnahmen auf politische Entscheidungen vor Ort seien notwendig. Raumplanung auf regionaler und auf Landesebene könne und solle nicht an der Mehrheitsmeinung vorbei erfolgen, sagte Seidel. Laut Seidel sei es nötig, weitere wissenschaftliche Erkenntnisse und Folgenabschätzungen insbesondere mit Bezug auf den Wirtschaftsbereich Tourismus in Betracht zu ziehen. Er plädierte zudem für eine wissenschaftliche Begleitung des Ausbaus der erneuerbaren Energien sowie für periodische Gäste- und Einwohnerbefragungen. „Mit einem solchen Monitoring oder Screening lässt sich im Prozess auf Entwicklungen reagieren, die aus heutiger Sicht nicht absehbar sind“, erläuterte Seidel. Niemand könne zurzeit mit Sicherheit sagen, wie die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus in 20 oder 30 Jahren auf die Windkrafttechnologie und dementsprechend auf die Windräder im Land blickten und welche Einstellung sie dazu hätten. „Die Perspektive hängt nicht zuletzt vom Erfolg und von der Vermittlung der Energiewende ab“, sagte Seidel. Der Tourismusverband erkennt darin auch eine Aufgabe für Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb fordert er vom Land eine konzeptionelle Anpassung der touristischen Marken- und Kommunikationsstrategie an die Bedingungen einer stärkeren „Industrialisierung der Landschaft“, um das Image des Urlaubslandes positiv zu verstärken. Tourismusverband zum Landesraumentwicklungsprogramm: Keine Arbeitsplätze riskieren
Von Seiten der Tourismusbranche in MV gibt es eine breite Beteiligung an der Landesraumentwicklungsplanung, die die ernsthafte Sorge um einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes widerspiegelt. In den Stellungnahmen der touristischen Landes-, Fach- und Regionalverbände finden sich viele kritische und zugleich konstruktive Anmerkungen, die im weiteren Planungsprozess Berücksichtigung finden und zu Anpassungen und Kompromissen führen sollten. Konfliktpotenziale werden u. a. mit den Bereichen Energie und Landwirtschaft gesehen. Auch wird seitens der Branche kritisiert, dass touristische Flächen im Land und auf dem Wasser weiterhin lediglich als Vorbehaltsflächen, aber nicht verbindlich als Vorrangflächen ausgewiesen sind, was einen Nachteil gegenüber anderen Nutzungsformen darstellt. Es solle geprüft werden, Vorranggebiete auch für den Tourismus auszuweisen und diesen in den Leitlinien der Landesentwicklung insgesamt angemessener zu berücksichtigen. Der Landestourismusverband fordert überdies, dass alle touristischen Betriebe und Arbeitsplätze in MV auch bei neu definierten Raumnutzungen gesichert sein müssen. „Neu geförderte Technologien und Industriezweige müssen einen nachvollziehbaren Mehrwert für das Land und seine Bewohner bringen und dürfen funktionierende Wirtschaftssysteme nicht verdrängen oder gefährden“, heißt es entsprechend. Insbesondere die nahe der touristischen Zentren im Landesinneren und die im Küstenmeer vor Ostseebädern geplanten Gebiete für die Windenergiegewinnung vertragen sich in ihrer Dimension sowie in ihrer Lage nicht mit der für erfolgreichen Tourismus notwendigen Landschaftsprägung. Verweise auf angedachte Sichtkorridore, auf den potenziellen Unterschied von Planung und Umsetzung, auf den längerfristigen zeitlichen Horizont der Umsetzung oder auf die wider Erwarten mehrheitlich nicht negativen Erfahrungen mit ersten Windparks wie „Baltic I“ vor Fischland-Darß-Zingst reichen als Begründung und Fundierung keineswegs hin, um konkrete Befürchtungen hinsichtlich der aktuellen Raumplanung aufzulösen. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern unterstützt insofern die auch von regionalen Tourismusverbänden erhobene Forderung nach einer Erhöhung der Minimaldistanz der Eignungsgebiete für Windenergie zur Küste und dem Ausschluss einer Verbauung weiter Bereiche des Horizontes im Sinne einer Riegelwirkung. Auf dem Land ist aus Sicht des Tourismusverbandes MV bei der landesseitigen und regionalen Raumplanung insbesondere auf die Tourismusschwerpunkt- und -entwicklungsräume Rücksicht zu nehmen, sodass insbesondere entwickelte Tourismusstrukturen hier vorrangig betrachtet werden.

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Strand an der Seebrücke im Ostseebad Sellin

04. Jul 2014

| Pressemitteilungen

Tourismusbranche in MV geht optimistisch in Hauptsaison

Zum Start der Sommerferien in Deutschland blickt die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern optimistisch in die nun beginnende Hauptsaison. Laut einer Umfrage des Landestourismusverbandes unter mehr als 1.300 touristischen Unternehmen vermelden fast 70 Prozent aller Befragten einen sehr guten oder guten Vorbuchungsstand für die Sommermonate. Zudem bescheren die Wettervorhersagen für die kommenden Tage der Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche kurzfristige Buchungsanfragen. „Nach einem verhaltenen ersten Quartal ist die Nachfrage jetzt in allen Regionen des Landes groß, und pünktlich zum Beginn der Sommerferien verwöhnt auch die Sonne das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern wieder überdurchschnittlich“, sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. In allen Regionen und Orten bestehen jedoch noch Möglichkeiten für Kurzentschlossene und spontane Urlaube an Ostsee oder Seenplatte, so Fischer weiter. Bereits bis April konnte das Urlaubsland mit rund zehn Prozent mehr Gästeankünften und Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr einen erfolgreichen Saisonstart verzeichnen. Auch die Bilanz der Himmelfahrts- und Pfingstwochenenden liest sich positiv. In den Sommermonaten Juli und August werden rund zehn Millionen Übernachtungen, darunter bis zu einem Drittel von Familien mit Kindern, im Nordosten erwartet – in etwa so viele wie im gesamten ersten Halbjahr. Nichtsdestotrotz wirkt sich der enge Sommerferienkorridor ungünstig auf die Buchungssituation aus. So rechnen rund 25 Prozent aller Befragten mit negativen Auswirkungen. Breites Veranstaltungsangebot an Ostsee und Seenplatte
Neben sonnigem Wetter, Stränden und Badeseen machen zahlreiche Veranstaltungen, viele davon unter freiem Himmel, Lust auf einen Sommerurlaub im Nordosten. Bei den Schlossfestspielen auf dem Alten Garten in Schwerin lädt das Mecklenburgische Staatstheater noch bis zum 3. August Opernliebhaber ein, Verdis „Nabucco“ mit Blick auf das Schweriner Schloss zu erleben (). Bei den 25. Festspielen Mecklenburg-Vorpommern haben sich bis zum 21. September 2014 große Namen wie die Berliner Philharmoniker, Götz Alsmann oder der Pianist und amtierende „Preisträger in Residence“ Igor Levit angesagt. Ungewöhnliche Hörerfahrungen in Herrenhäusern und Schlossparks, in Kirchen und Klöstern oder in Scheunen und Industriehallen ermöglichen Formate wie das Festival „360 Grad Streichquartett“ im Schloss Ulrichshusen (29. bis 31. August), das Wandertheater „Jahrmarkt der Sensationen“ (1. bis 10. August) oder das „Kleine Fest im großen Park“ in Ludwigslust, bei dem am 8. und 9. August 2014 internationale Künstler und Ensembles ihr Können zeigen (). Auch kleinere Gäste können bei zahlreichen Inszenierungen unter freiem Himmel jede Menge erleben. Auf der Insel Rügen zum Beispiel erobert der Seeräuber Klaus Störtebeker mittelalterliche Handelsschiffe, das Gold reicher Kaufleute und Frauenherzen. Unter dem Titel „Gottes Freund“ werden noch bis zum 6. September Koggen gekapert und dramatische Kämpfe ausgefochten, begleitet von einem allabendlichen Feuerwerk. Am Strand von Zinnowitz auf der Insel Usedom entführen bis zum 30. August die Vineta-Festspiele Besucher in die sagenumwobene versunkene Stadt, und bis 6. September wird es in Grevesmühlen beim Piraten-Open-Air wieder abenteuerlich (). Der Plauer See  lockt zwischen dem 18. und 20. Juli, Badewannenkonstrukteure mit kuriosen Schwimmgeräten aus ganz Deutschland an, die bei einer Badewannenrallye und einem buntem Rahmenprogramm um das schnellste oder schönste Gefährt wetteifern (). Auf ein buntes Programm und eine Reihe von internationalen Traditionsseglern, Windjammern und Museumsschiffen können sich Gäste der 24. Rostocker Hanse Sail vom 7. bis 10. August freuen. Bis zu eine Million Besucher werden am Rostocker Stadthafen, an der Mole und am Warnemünder Strand beim größten Volksfest Ostdeutschlands zusammenkommen, um die Regatten der Großsegler zu verfolgen oder zu bummeln. Darüber hinaus werden zahlreiche Fahrten auf Schonern, Koggen, Zeesbooten, Barken, Briggs, Feuerschiffen und Dampfeisbrechern angeboten (). Weitere Informationen und Buchungen
Informationen zu Urlaubsregionen, Veranstaltungen und Unterkünften erhalten Spontanreisende auf der Internetseite des Tourismusverbandes unter . Freie Zimmer in Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen können zudem auf den jeweiligen Internetseiten der Reiseregionen, Urlaubsorte oder Anbieter gebucht bzw. per Telefon erfragt und reserviert werden.

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