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Urlaubsnachrichten aus MV

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Repro: Hoarded Centuries, ein Werk von Lorenzo Pompa

21. Okt 2016

| Neues aus den Regionen

„Hoarded Centuries“ auf Rügen

Kulturtipp auf Rügen: Vom 22. Oktober bis 4. Dezember stellt die Galerie „Circus eins“ im Kronprinzenpalais Putbus den deutsch-italienischen Künstler Lorenzo Pompa mit einer umfassenden Einzelausstellung vor. Gezeigt werden 20 Werke, darunter Bilder und Skulpturen, die eigens für diese Ausstellung in der  „Weißen Stadt“, wie Putbus durch seine Bäderarchitekturbauten auch genannt wird, entstanden sind. „Hoarded Centuries“ bezeichnet dabei die angehäuften Jahrhunderte, auf deren Grundlage jede Kunst heute produziert wird. Der Titel bezieht sich darüber hinaus auch auf ein Werk des italienischen Künstler Mario Merz. „Dessen ‚Haufen‘ hat Lorenzo Pompa einst als Techniker eines Kunstmuseums aufgebaut – und es hat ihn fasziniert“, sagte Galeristin Susanne Burmester. Lorenzo Pompa wurde 1962 in Krefeld geboren und ist in Rom aufgewachsen. Nach einem Studium der Architektur in Rom und Düsseldorf hat er von 1997 bis 2003 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Georg Herold studiert. Neben Malerei, Zeichnung, Skulptur und Kunst im öffentlichen Raum umfasst sein Werk auch Performances (mit Marc Sabat). Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf. Die Ausstellung „Hoarded Centuries“ ist im Oktober täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr und ab November donnerstags bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
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Hofladen "Kunst und Käse" in MV

14. Okt 2016

| Pressemitteilungen

Erste Hofladenkonferenz in Klockenhagen

Erfolgreiche Direktvermarktung ist das Thema der ersten Hofladenkonferenz am 17. Oktober im Landhotel „Zum Honigdieb“ in Klockenhagen auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die vom Fachverband Landurlaub und dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam veranstaltet wird. Zu der eintägigen Konferenz werden mehr als 50 Hofladenbetreiber und Produzenten erwartet, die sich über Themen wie Sortimentsgestaltung, Hygienevorschriften, Kennzeichnungspflichten von Lebensmitteln und Konzessionen austauschen. Des Weiteren stehen die Themen Weiterbildungsmöglichkeiten für Hofladenbetreiber und aktuelle Werbekampagnen auf dem Programm. Inzwischen gehören regionale Produkte zum stimmigen Urlaubserlebnis. Immerhin: Jeder vierte Gast in Mecklenburg-Vorpommern genießt laut Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus regionale Produkte, deren Liste im Nordosten vom Stralsunder Marzipan über Räucherfisch aus Rambin auf der Insel Rügen bis hin zu Honig aus Klockenhagen reicht. Zudem konstatiert die Studie, dass das gastronomische Angebot im Nordosten immerhin für jeden zehnten Gast ein Grund für seine Reisezielwahl ist. Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern reagiert unter anderem mit der neuen Karte „Hofläden und Hofcafés“, die inzwischen in der fünften Auflage erschienen ist, auf diese Entwicklung. Darin sind mehr als 100 Anbieter von der Mosterei bis zur Imkerei verzeichnet. Die Faltkarte richtet sich an Urlauber und Einheimische, die Wert auf regionale Produkte legen, hinter die Kulissen von Landwirtschaftsbetrieben schauen oder einfach nur eine typische Spezialität aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen möchten. Die Karte „Hofläden und Hofcafés in Mecklenburg-Vorpommern“, die vom Fachverband Landurlaub herausgegeben wird, kann kostenlos beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern unter bestellt werden. Zudem steht sie dort zum Herunterladen bereit oder kann online durchblättert werden.
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Reittourismus in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: /TMV/Hafemann)

30. Sep 2016

| Pressemitteilungen

+++ Meck-Pomm Schort News September 2 +++

Für Inhaber und Mitarbeiter von Reiterhöfen und Reitställen bietet das BilSE – Institut für Bildung und Forschung in Güstrow in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Landurlaub Mecklenburg-Vorpommern eine Seminarreihe mit dem Zertifikatsabschluss „Fachkraft für Reittourismus“ an. Die aufeinander aufbauenden Kurse unterstützen dabei, den Reitbetrieb im Hinblick auf den Tourismus zu optimieren. Der Basiskurs, der am 1. November in Güstrow beginnt, vermittelt unter anderem Grundlagen im Pferdetourismus, der Produktentwicklung sowie im serviceorientierten Umgang mit dem Gast. Im Aufbaukurs – im Januar und Februar 2017 – werden kundenorientiertes Marketing, Marktforschung sowie steuerrechtliche Betriebsabgrenzung thematisiert. Interessierte haben die Möglichkeit, sich bis zum 9. Oktober unter der Rufnummer 03843 7736240 oder per E-Mail an britta.ender@bilse.de anzumelden. Basis- und Aufbaukurs kosten jeweils 250 Euro. Weitere Informationen:

+++ „Darßer Naturfilmfestival“ auf Fischland-Darß-Zingst +++


Das „Darßer Naturfilmfestival“ lockt vom 5. bis zum 9. Oktober die deutsche Natur- und Tierfilmelite sowie Gäste auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Im Mittelpunkt stehen die zwölf für den „Deutschen NaturfilmPreis“ nominierten Filme, wie etwa „Die Eroberung der Weltmeere“, „Tiermythen – Die Kinder des rosa Delfins“ und „Insel der Pinguine – Südgeorgien“. Eine aus Fachleuten für Naturfilm- und Umweltangelegenheiten bestehende Jury kürt die Siegerfilme. Spielorte sind Wieck, Born, Prerow und Zingst sowie das Ozeaneum in Stralsund. Erstmals wird in diesem Jahr der „KinderfilmPreis“ verliehen, bei dem Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 14 Jahren aufgerufen waren, Filme zum Thema „Wilde Stadt“ zu drehen. Das 2005 ins Leben gerufene Filmfestival gehört zu den beliebtesten Natur- und Umweltfilmfestivals in Deutschland. In diesem Jahr werden rund 4.000 Besucher, darunter etwa 100 Naturfilmemacher, erwartet. Weitere Informationen:

+++ „Usedomer Drachenfestival“ im Ostseebad Karlshagen +++


Ein Ereignis für die ganze Familie verspricht das „5. Usedomer Drachenfestival“ am Strand des Ostseebades Karlshagen am 1. und 2. Oktober zu werden, wenn Drachenliebhaber ihre Himmelsgleiter in die Lüfte steigen lassen. Auf die großen und kleinen Besucher warten am Samstag zwischen 15.00 und 20.30 Uhr und Sonntag zwischen 11.00 und 16.30 Uhr neben dem Drachensteigen viele Aktionen: Kinder können sich als Drachen schminken lassen, auf dem weltweit größten aufblasbaren Drachen herumtollen oder ein Drachenei aus einem Labyrinth befreien. Zur Stärkung steht „Drachensuppe“ bereit. Zudem werden Ausschnitte aus dem Musical „Tabaluga“ gezeigt. Ein weiterer Höhepunkt ist das „XXL Usedomer Strandfeuerwerk“ am 3. Oktober, bei dem ab 19.30 Uhr im Zehnminutentakt Raketen von Heringsdorf bis Karlshagen gezündet werden. Weitere Informationen: ,

+++ Neues Online-Portal für Campingurlaub in Mecklenburg-Vorpommern +++


Das „Campingland MV“ bietet ab sofort ein neugestaltetes und überarbeitetes Online-Portal an, das es Campingurlaubern erleichtert, das passende Reiseziel zu finden. Auf präsentieren sich 122 Campingplätze Mecklenburg-Vorpommerns ihren potenziellen Gästen. Diese erhalten auf einen Blick Informationen zu Kontaktdaten, Lage und Ausstattung des Platzes. Zudem können direkt aus dem Portal Buchungsanfragen an die Campingplätze gesendet werden. Dank verschiedener Suchoptionen und Filter haben Besucher der Homepage weiterhin die Möglichkeit, Campingplätze nach Regionen oder Lieblingsaktivität – von Angeln über Golf bis Wasserwandern – zu suchen. Weiterhin werden auf dem Portal aktuelle Sonderangebote der Campingplätze sowie Tipps zu den Regionen des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Weitere Informationen:

+++ Radweg auf Bansiner Promenade wird ausgebaut +++


Im Seebad Bansin auf der Insel Usedom wird derzeit die Strandpromenade für den Radverkehr ausgebaut. Auf einer Länge von rund 700 Metern wird die Flaniermeile auf eine Breite von drei Metern erweitert, sodass nach Beendigung der Bauarbeiten Fußgänger und Radfahrer eigene Spuren haben werden. Der Radweg auf der Strandpromenade ist Teil des Ostseeküsten Radweges, der auf einer Strecke von 670 Kilometern auf 15 Etappen durch Mecklenburg-Vorpommern führt: von Usedom und Rügen über Greifswald, Stralsund, Rostock und Wismar nach Lübeck-Travemünde. Laut ADFC-Radreiseanalyse 2016 zählt der Ostseeküsten Radweg zu den fünf beliebtesten Radfernwegen Deutschlands. Die Investitionen in Höhe von knapp 810.000 Euro werden mit 401.000 Euro aus den Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. Weitere Informationen: ,

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Zeesboottour am Stettiner Haff

29. Sep 2016

| Pressemitteilungen

Feature: Löwenjagd am Oderhaff

Plötzlich geht Jürgen Henke in die Hocke. Zieht eine kleine Schaufel hervor, bohrt sie in den lockeren Boden und entnimmt eine Ladung Sand. Mit den Fingern siebt er diesen dann Krümel für Krümel durch. Wiegt schon zweifelnd den Kopf, doch dann ertastet er doch noch das Objekt seiner Begierde und präsentiert hocherfreut seinen Jagderfolg. „Was ihr hier seht, ist ein Ameisenlöwe“, erklärt der Ranger der staunenden Gruppe. Ein gefürchteter Kleintierjäger, der gefährliche Trichter in den Sand wühlt und dann geduldig darauf wartet, dass Ameisen und Raupen hineinfallen, um sie sich zu greifen und einzuverleiben. Und kein Witz: „Um diesen Rutschprozess zu befördern, wirft der Ameisenlöwe sogar mit Sandkörnchen nach seinen Opfern – das habe ich selbst schon gesehen“, sagt Henke und tippt vorsichtig an die mörderischen Zangen des Insekts. Wie er dem im Sand versteckten Winzling allerdings auf die Schliche gekommen ist, bleibt sein Geheimnis: „Berufserfahrung“, kommentiert er lakonisch. Unterwegs auf den Binnendünen von Altwarp am Stettiner Haff, nur einen Katzensprung entfernt und in Sichtweite von Polen. Ein Naturraum und Naturschutzgebiet von besonderer Güte, wie Jürgen Henke nicht müde wird zu betonen. Die bis zu 15 Meter hohen Sandberge nämlich, die – wie der Name verrät – nicht wie üblich direkt am Wasser, sondern ein Stück landeinwärts liegen, sind ein Areal großer Kontraste. Mit extremen Trockenbereichen auf der einen und Feuchtwiesen auf der anderen Seite. Was daran so außergewöhnlich ist? „Hier liegt alles dicht bei dicht“, erklärt Jürgen Henke. „Oben auf der Düne ist es knalltrocken und unten steht Wasser – das macht die Gegend aus, und das macht sie auch so wertvoll.“ Flora und Fauna bedanken sich mit einer großen Anzahl seltener Spezies. Die Binnendünen sind bedeckt von Silbergras, Schaf-Schwingel, Blaugrünem Schillergras, Berg-Haarstrang und Kartäuser-Nelken. Seeseitig vorgelagert dominieren seggen- und binsenreiche Wiesen mit Breitblättrigem Knabenkraut, Kuckucks-Lichtnelke und Stranddreizack, die übergehen in ausgedehnten Schilfröhricht. Südlich und westlich der Dünen schließt sich mit einem Eichen-Niederwald wiederum ein ganz anderer spezifischer Lebensraum an. Tierisch einzigartig für Mitteleuropa ist die gewaltige Population der vom Aussterben bedrohten Kerbameise. Hier gibt es 18 Brutareale mit 2.500 Nestern – da bekommt Jürgen Henke tatsächlich glänzende Augen. Zahlreiche Käfer-, Spinnen- und über 400 Schmetterlingsarten finden hier ebenso erstklassige Biotope vor wie Seeadler, Neuntöter, Sperbergrasmücken, Bartmeisen, Drosselrohrsänger, Karmingimpel, Kraniche und andere Brutvögel. Und auf dem Riether Werder – einer kleinen Insel im Neuwarper See – spektakelt die größte Lachmöwenkolonie Mecklenburg-Vorpommerns fröhlich und ungestört vor sich hin. Das Naturschutzgebiet Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder ist Teil des Naturparks Stettiner Haff, einem von sieben solcher Schutzräume in Mecklenburg-Vorpommern. Es umfasst 53.000 Hektar im abgeschiedenen Grenzgebiet zu Polen und zieht sich von der Haffküste bis zu den Brohmer Bergen im Süden. Geprägt wird die Landschaft von eiszeitlichen Endmoränen, Buchen- und Mischwäldern, Sandböden und Niedermoorflächen entlang mehrerer Flussläufe. Größere Naturräume sind die Ueckermünder Heide, die Brohmer Berge, der Randowbruch und die Friedländer Große Wiese. Der Park, in dem sich die Natur weitgehend ungestört entfalten kann, ist folglich ein Paradies für all jene, die auf Entspannung und Ruhe schwören und sich abseits der touristischen Großströme erholen wollen. Erkunden und erleben lässt sich der Naturpark wunderbar zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Pferd und selbstverständlich auch zu Wasser. Bei Touristen besonders beliebt sind zudem der Botanische Garten in Christiansberg, der Tierpark mit Fischotteranlage in Ueckermünde sowie das Mittelalterzentrum und das Ukranenland in Torgelow, ein für Mecklenburg-Vorpommern einzigartiges Freilichtmuseum mit historischen Häusern, historischen Werkstätten und historischen Schiffen aus der Slawenzeit. Bliebe zum Schluss noch das Haff selbst, und wie könnte man es zünftiger erleben als an Bord eines traditionellen Zeesenbootes. Vom Hafen Mönkebude läuft Käpt´n Alwin Harder täglich mit seiner schmucken „Ghost“ aus zu Törns auf diese ganz spezielle Lagune der Ostsee, die fast doppelt so groß ist wie der Bodensee. Gespeist wird das Stettiner Haff – auch Oderhaff oder Pommersches Haff genannt – von Oder, Uecker, Zarow und Peene sowie zahlreichen Entwässerungsgräben; daher besteht es überwiegend aus Süßwasser. Und mitten hindurch verläuft die deutsch-polnische Grenze. Die vorgelagerten Inseln Usedom und Wollin trennen das Gewässer fast völlig von der Ostsee, „sie sehen vom Boot aus also immer und überall Land“, erklärt Harder. Das macht es zum idealen Revier für Wassersportler, die sich nicht dem oft rauen Wetter auf dem offenen Meer aussetzen wollen. Das macht es zum Traum für Angler, die im Süßwasser Hechte, Zander, Barsche, Karpfen und Aale in Hülle und Fülle finden. Und nicht zuletzt fasziniert alle auch hier die weitgehend unberührte Natur. Die breiten Schilfgürtel am Ufer, in denen sich viele Wasservögel wohlfühlen. Der kreisende Seeadler, „der sich gleich seinen Snack holen wird“, wie Harder aus Erfahrung weiß. Die Möwen, die auf den Reusenpfählen der Fischer auf fette Beute lauern. Und die Abendsonne, die sich schlussendlich durch die düstere Wolkenfront bohrt und die Idylle vergoldet – viel friedlicher und schöner kann ein Abend kaum sein. Weitere Informationen:
Naturparkzentrum Stettiner Haff: 039779 2968-0
Naturpark-Expeditionen, geführte Wanderungen, Ausritte, Kanutouren etc. auf Anfrage und Voranmeldung, www.naturpark-am-stettiner-haff.mvonline.de Zeesenbootfahrten mit Alwin Harder ab Mönkebude: 0172 3125388, Törns ab 8 Euro/1,5 Stunden, Halb- und Ganztagestagestouren auf Anfrage Tourismusverband Vorpommern, Tel.: 03834 891189,
Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Tel.: 0381 4030500 Internet:


Fotos: Naturpark-Ranger Jürgen Henke buddelt sich ein (Quelle: E. Eichler)
Wer suchet, der findet – Ranger Henke präsentiert einen Ameisenlöwen (Quelle: E. Eichler)
Die Altwarper Binnendünen sind ein außergewöhnlicher Naturraum und Heimat vieler seltener Pflanzen und Tiere (Quelle: E. Eichler)

Idyllische Bucht am Stettiner Haff (Quelle: TMV/Grundner)

4 min

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Zeesboottour am Stettiner Haff

29. Sep 2016

Feature: Löwenjagd am Oderhaff

Plötzlich geht Jürgen Henke in die Hocke. Zieht eine kleine Schaufel hervor, bohrt sie in den lockeren Boden und entnimmt eine Ladung Sand. Mit den Fingern siebt er diesen dann Krümel für Krümel durch. Wiegt schon zweifelnd den Kopf, doch dann ertastet er doch noch das Objekt seiner Begierde und präsentiert hocherfreut seinen Jagderfolg. „Was ihr hier seht, ist ein Ameisenlöwe“, erklärt der Ranger der staunenden Gruppe. Ein gefürchteter Kleintierjäger, der gefährliche Trichter in den Sand wühlt und dann geduldig darauf wartet, dass Ameisen und Raupen hineinfallen, um sie sich zu greifen und einzuverleiben. Und kein Witz: „Um diesen Rutschprozess zu befördern, wirft der Ameisenlöwe sogar mit Sandkörnchen nach seinen Opfern – das habe ich selbst schon gesehen“, sagt Henke und tippt vorsichtig an die mörderischen Zangen des Insekts. Wie er dem im Sand versteckten Winzling allerdings auf die Schliche gekommen ist, bleibt sein Geheimnis: „Berufserfahrung“, kommentiert er lakonisch. Unterwegs auf den Binnendünen von Altwarp am Stettiner Haff, nur einen Katzensprung entfernt und in Sichtweite von Polen. Ein Naturraum und Naturschutzgebiet von besonderer Güte, wie Jürgen Henke nicht müde wird zu betonen. Die bis zu 15 Meter hohen Sandberge nämlich, die – wie der Name verrät – nicht wie üblich direkt am Wasser, sondern ein Stück landeinwärts liegen, sind ein Areal großer Kontraste. Mit extremen Trockenbereichen auf der einen und Feuchtwiesen auf der anderen Seite. Was daran so außergewöhnlich ist? „Hier liegt alles dicht bei dicht“, erklärt Jürgen Henke. „Oben auf der Düne ist es knalltrocken und unten steht Wasser – das macht die Gegend aus, und das macht sie auch so wertvoll.“ Flora und Fauna bedanken sich mit einer großen Anzahl seltener Spezies. Die Binnendünen sind bedeckt von Silbergras, Schaf-Schwingel, Blaugrünem Schillergras, Berg-Haarstrang und Kartäuser-Nelken. Seeseitig vorgelagert dominieren seggen- und binsenreiche Wiesen mit Breitblättrigem Knabenkraut, Kuckucks-Lichtnelke und Stranddreizack, die übergehen in ausgedehnten Schilfröhricht. Südlich und westlich der Dünen schließt sich mit einem Eichen-Niederwald wiederum ein ganz anderer spezifischer Lebensraum an. Tierisch einzigartig für Mitteleuropa ist die gewaltige Population der vom Aussterben bedrohten Kerbameise. Hier gibt es 18 Brutareale mit 2.500 Nestern – da bekommt Jürgen Henke tatsächlich glänzende Augen. Zahlreiche Käfer-, Spinnen- und über 400 Schmetterlingsarten finden hier ebenso erstklassige Biotope vor wie Seeadler, Neuntöter, Sperbergrasmücken, Bartmeisen, Drosselrohrsänger, Karmingimpel, Kraniche und andere Brutvögel. Und auf dem Riether Werder – einer kleinen Insel im Neuwarper See – spektakelt die größte Lachmöwenkolonie Mecklenburg-Vorpommerns fröhlich und ungestört vor sich hin. Das Naturschutzgebiet Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder ist Teil des Naturparks Stettiner Haff, einem von sieben solcher Schutzräume in Mecklenburg-Vorpommern. Es umfasst 53.000 Hektar im abgeschiedenen Grenzgebiet zu Polen und zieht sich von der Haffküste bis zu den Brohmer Bergen im Süden. Geprägt wird die Landschaft von eiszeitlichen Endmoränen, Buchen- und Mischwäldern, Sandböden und Niedermoorflächen entlang mehrerer Flussläufe. Größere Naturräume sind die Ueckermünder Heide, die Brohmer Berge, der Randowbruch und die Friedländer Große Wiese. Der Park, in dem sich die Natur weitgehend ungestört entfalten kann, ist folglich ein Paradies für all jene, die auf Entspannung und Ruhe schwören und sich abseits der touristischen Großströme erholen wollen. Erkunden und erleben lässt sich der Naturpark wunderbar zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Pferd und selbstverständlich auch zu Wasser. Bei Touristen besonders beliebt sind zudem der Botanische Garten in Christiansberg, der Tierpark mit Fischotteranlage in Ueckermünde sowie das Mittelalterzentrum und das Ukranenland in Torgelow, ein für Mecklenburg-Vorpommern einzigartiges Freilichtmuseum mit historischen Häusern, historischen Werkstätten und historischen Schiffen aus der Slawenzeit. Bliebe zum Schluss noch das Haff selbst, und wie könnte man es zünftiger erleben als an Bord eines traditionellen Zeesenbootes. Vom Hafen Mönkebude läuft Käpt´n Alwin Harder täglich mit seiner schmucken „Ghost“ aus zu Törns auf diese ganz spezielle Lagune der Ostsee, die fast doppelt so groß ist wie der Bodensee. Gespeist wird das Stettiner Haff – auch Oderhaff oder Pommersches Haff genannt – von Oder, Uecker, Zarow und Peene sowie zahlreichen Entwässerungsgräben; daher besteht es überwiegend aus Süßwasser. Und mitten hindurch verläuft die deutsch-polnische Grenze. Die vorgelagerten Inseln Usedom und Wollin trennen das Gewässer fast völlig von der Ostsee, „sie sehen vom Boot aus also immer und überall Land“, erklärt Harder. Das macht es zum idealen Revier für Wassersportler, die sich nicht dem oft rauen Wetter auf dem offenen Meer aussetzen wollen. Das macht es zum Traum für Angler, die im Süßwasser Hechte, Zander, Barsche, Karpfen und Aale in Hülle und Fülle finden. Und nicht zuletzt fasziniert alle auch hier die weitgehend unberührte Natur. Die breiten Schilfgürtel am Ufer, in denen sich viele Wasservögel wohlfühlen. Der kreisende Seeadler, „der sich gleich seinen Snack holen wird“, wie Harder aus Erfahrung weiß. Die Möwen, die auf den Reusenpfählen der Fischer auf fette Beute lauern. Und die Abendsonne, die sich schlussendlich durch die düstere Wolkenfront bohrt und die Idylle vergoldet – viel friedlicher und schöner kann ein Abend kaum sein. Weitere Informationen:
Naturparkzentrum Stettiner Haff: 039779 2968-0
Naturpark-Expeditionen, geführte Wanderungen, Ausritte, Kanutouren etc. auf Anfrage und Voranmeldung, www.naturpark-am-stettiner-haff.mvonline.de Zeesenbootfahrten mit Alwin Harder ab Mönkebude: 0172 3125388, Törns ab 8 Euro/1,5 Stunden, Halb- und Ganztagestagestouren auf Anfrage Tourismusverband Vorpommern, Tel.: 03834 891189,
Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Tel.: 0381 4030500 Internet:


Fotos: Naturpark-Ranger Jürgen Henke buddelt sich ein (Quelle: E. Eichler)
Wer suchet, der findet – Ranger Henke präsentiert einen Ameisenlöwen (Quelle: E. Eichler)
Die Altwarper Binnendünen sind ein außergewöhnlicher Naturraum und Heimat vieler seltener Pflanzen und Tiere (Quelle: E. Eichler)

Idyllische Bucht am Stettiner Haff (Quelle: TMV/Grundner)

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Gastgeber Annita und Dirk Frymark

28. Sep 2016

| Neues aus den Regionen

Aller guten Dinge sind drei: Eröffnungen in Schwerin

Gleich drei Neueröffnungen in einem Haus stehen in der Landeshauptstadt Schwerin bevor:  In der Schusterstraße eröffnet das Traditionshaus „Weinhaus Uhle“, in dem bereits seit 1751 Wein ausgeschenkt wurde, nach etwa dreieinhalbjähriger Sanierungszeit neu. Geführt wird das dem Trierer Bürgerverein gehörende Gebäude von Annika und Dirk Frymark aus Schwerin, die auf den Spuren des Weines bereits kreuz und quer durch die Welt gereist sind und über entsprechende Expertise verfügen. Am 22. Oktober eröffnen sie die Weinhandlung, in der rund 300 nationale und internationale Weine zur Auswahl stehen. „Wir arbeiten vornehmlich mit Jungwinzern zusammen, die sich durch Kreativität auszeichnen und auch durch den einen oder anderen Weinabend führen werden“, so Annika Frymark. Zur Weinhandlung gehört darüber hinaus ein Bistro mit 32 Sitzplätzen, das täglich zwischen 11.00 Uhr und 24.00 Uhr geöffnet ist. Am 28. Oktober eröffnet das Ehepaar ein Restaurant mit 60 Sitzplätzen im Haus, das neu interpretierte klassische Gerichte für anspruchsvolle Genießer bietet. Schließlich stehen Gästen ab dem 1. Dezember 18 Zimmer auf drei Etagen im neuen Vier-Sterne-Plus-Hotel zur Verfügung. Der Name Uhle geht auf den Gründer des Weinhauses, Johannes Georg Uhl, zurück, der seine Weinschenke 1751 in der Schusterstraße eröffnete. Er wurde – urkundlich bestätigt – vom Herzog Christian II Ludwig als „Frey-Wein-Schenker der Stadt Schwerin“ privilegiert und eingesetzt. Die damalige Weingroßhandlung „Uhl“ existierte bereits zu einer Zeit, in der die Landeshauptstadt Schwerin gerade einmal 4.300 Einwohner zählte.
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Nationalpark Jasmund

28. Sep 2016

| Neues aus den Regionen

4. Rügener Wanderherbst

Entlang von Kreidefelsen und durch Feuersteinfelder: Die Insel Rügen lädt vom 14. bis 23. Oktober 2016 zum 4. Rügener Wanderherbst ein. Dabei stehen rund 70 meist kostenfreie Wander- und Aktivangebote zur Auswahl: fachkundige Führungen durch die Natur- und Kulturlandschaften der Ostseeinsel und der Nachbarinsel Hiddensee, Nordic-Walking-Touren, Ausflüge auf die Halbinsel Jasmund, Erkundungen in der Granitz, Ortsrundgänge durch die Seebäder oder Führungen am Kap Arkona. Bei der Auftaktwanderung am 14. Oktober geht es hoch hinaus: Gewandert wird von Binz zum Naturerbe Zentrum Rügen, das im August bereits den einmillionsten Besucher begrüßen konnte. Auf dem 1.250 Meter langen Baumwipfelpfad mit 40 Meter hohem Aussichtsturm genießen Wanderer einen Rundumblick auf die Insel. Mit einem Vortrag  „Impressionen einer Ostseeschönheit“ über Landschaftsentstehung und Besiedlungsgeschichte Rügens sowie die Pflanzen- und Tierwelt im Wechsel der Jahreszeiten klingt dieser Tag aus. Am Eröffnungswochenende des 4. Wanderherbstes Rügen wird vom 14. bis 16. Oktober zum ersten Mal das auf Rügen veranstaltet. Angeboten werden sehr unterschiedliche Wanderungen, die unter anderem über die Halbinsel Wittow, durch die Granitz oder über die Halbinsel Jasmund führen. Der Höhepunkt des dreitägigen Festivals ist eine 12-Stunden-Wanderung am 15. Oktober, die um 5.00 Uhr auf Jasmund startet und dann über Prora und die Granitz nach Binz verläuft. Die Strecke ist etwa 48 Kilometer lang. Ganz sportliche Wanderer haben die Möglichkeit, auf 16 Stunden und 60 Kilometer zu verlängern. Weitere Information:

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Außenansicht Wonnemar Resort-Hotel

28. Sep 2016

| Neues aus den Regionen

Kurz vor der Eröffnung: Wonnemar Resort-Hotel in Wismar

Auf dem Gelände des Wonnemar-Erlebnisbades in Wismar entsteht ein neues Resort-Hotel. Mit 90 Zimmern auf Vier-Sterne-Niveau, einem Restaurant und Biergarten sowie einem direkten Gang zum Erlebnisbad soll das neue Hotel das Angebot des Erlebnisbades vervollständigen. Die Eröffnung ist am 18. November. Hauptzielgruppen sind Familienreisende und Städtetouristen, die einen mehrtägigen Aufenthalt in der Welterbe- und Hansestadt Wismar machen möchten. Das benachbarte Erlebnisbad verfügt über 18 Erlebnis- und Sportwasserbecken, einen Wellness- und Gesundheitsbereich sowie ein eigenes Sportzentrum und besitzt das Qualitätssiegel des Landestourismusverbandes „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“. Betrieben werden Hotel und Erlebnisbad von der „InterSPA-Gruppe“. Bereits am 12 .November feiert das Wonnemar Wismar seinen 16. Geburtstag. Zu dieser Jubiläumsveranstaltung erleben die Gäste von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr ein Wasseranimationsprogramm der Extraklasse für die ganze Familie.
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Usedom aus der Vogelperspektive

28. Sep 2016

| Neues aus den Regionen

Usedomer Wildwochen gehen in die zwölfte Runde

Die Usedomer Wildwochen locken vom 15. bis 30. Oktober Natur- und Jagdliebhaber sowie Genießer auf die Ostseeinsel. In 32 Restaurants des Eilandes stehen regionale Wildprodukte ganz oben auf der Speisekarte. Dazu gibt es Aktionen und Ausstellungen, bei denen Interessierte alles rund um die Themen Wald und Wild erfahren. Die Eröffnung der Usedomer Wildwochen mit Jagdhornbläsern, Markt und Wildschwein vom Spieß findet am 15. Oktober von 11.00 bis 17.00 Uhr am Bansiner Konzertpavillon statt. Mit den Usedomer Wildwochen wird eine alte Tradition belebt, denn schon im 12. Jahrhundert durchstreiften die Pommernherzöge die Wälder und Wiesen der Insel auf der Jagd nach Rotwild, Gänsen und Wildenten und feierten anschließend die erlegte Beute. Bereits am 11.Oktober ziehen passionierte Jäger zum traditionellen Bocksilvester – der letzte Tag, an dem Rehböcke vor Beginn der Schonzeit geschossen werden dürfen – durch Usedoms Wälder. Gäste können hier mit der Jägerschaft ins Gespräch kommen und frisches Wild kaufen. Ein weiterer Höhepunkt ist das „Wild Fashion Dinner“ am 21. Oktober im Hotel Forsthaus Damerow mit Modenschau und Fünf-Gänge-Menü. Zum Bergfest der Usedomer Wildwochen am 22. Oktober lädt das Forstamt Neu Pudagla zur Baumpflanzung in den Klimawald am Forsthaus Damerow ein. Jeder Käufer eines Jungbaumes erhält eine Waldaktie (). Zudem wird eine Kräuterwanderung angeboten, es gibt Wild zu kaufen und ein Falkner zeigt sein Können. Den Abschluss der Wildwochen bilden die Hubertusmesse in der Stadt Usedom am 30. Oktober und die Wildgala im Strandhotel Seerose am 5. November.
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Mühle Ahrenshoop

28. Sep 2016

| Neues aus den Regionen

Neu: Mühle Ahrenshoop mit Café und Künstlerwerkstatt

Neues Ausflugsziel für Genießer und Kreative: An der Stelle der um 1880 erbauten Holländerwindmühle im Ostseebad Ahrenshoop, die 1968 abgerissen wurde, steht jetzt eine neue und zwar nach altem Vorbild. Das Ehepaar Stefan und Sylvia Köppke hat diese mit viel Liebe zum Detail nach alten Plänen und Fotos neu gebaut und für Gäste hergerichtet. Entstanden ist die „Mühle Ahrenshoop“ mit einem Café, in dem es selbstgebackene Kuchen, Mühlenbrot und kleine warme Speisen gibt. „Wir legen sehr viel Wert auf regionale Produkte. Ziegenkäse, Säfte, Eier für die Kuchen – das kommt alles aus der unmittelbaren Umgebung“, so Sylvia Köppke. Nicht nur das Konzept der Mühle fügt sich wie selbstverständlich in den Künstlerort Ahrenshoop ein, die Caféleitung übernahm die Urenkelin des Ahrenshooper Künstlers Karl Bartoschek, Nicola Bartoschek. Neben dem Café, von dessen Garten aus Besucher einen weiten freien Blick über die Graswiesen der Boddenküste genießen können, gibt es hier eine Künstlerwerkstatt, in der auch die Ahrenshooper Künstlerin Carola Pieper ausstellt. Ab Oktober werden hier die ersten Kurse angeboten. Die Palette reicht von Mal- über Kalligraphie- bis hin zu Schreibkursen. Darüber hinaus entsteht im zweiten und dritten Obergeschoss eine Maisonette-Ferienwohnung für zwei Personen, die bis März 2017 fertiggestellt werden soll.
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