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04. Sep 2019
| Neues aus den Regionen
Woche der Bäderarchitektur auf der Insel Usedom
Vom 8. bis zum 15. September beleuchten zahlreiche Veranstaltungen, darunter Vorträge, Filme und Führungen, die Besonderheit der Kaiserbäder Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf: die Bäderarchitektur. Zum Auftakt der Woche der Bäderarchitektur am 8. September – dem bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“, der in diesem Jahr mit dem Titel „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ überschrieben ist – erhalten Interessierte ab 12.00 Uhr einen Einblick in die Museumsvilla Irmgard und in das Hans Werner Richter-Haus. Dort werden verschiedene Filme, darunter eine Dokumentation über die sogenannte Gruppe 47 um den Usedomer Schriftsteller Hans Werner Richter, sowie ein Multimedia-Vortrag mit dem Ortschronisten Fritz Spalnik über die Geschichte Heringsdorfs präsentiert. In den Abendstunden lockt die Licht- und Windinstallation „deKompresso“ des Künstlers Tomm Jeckel, bei der Farbfotografien auf weiße, vier Meter große Fahnen projiziert werden, an die Bansiner Strandpromenade. Das gesamte Programm ist unter nachzulesen.
Die Villen der Kaiserbäder gelten als Europas größtes erhaltenes Bäderarchitektur-Ensemble. Wie bunte Perlen einer Kette säumen sie die rund zwölf Kilometer lange Promenade zwischen Bansin und dem polnischen Swinemünde. Von der Gründerzeit bis in die 1920er Jahr errichteten die Bauherren je nach Geschmack, Finanzkraft und Geltungsbedürfnis ihre individuellen Sehnsuchtsdomizile an der Ostsee – heute Blickfang für Besucher. Dabei bedienten sie sich aus dem reichen Schatz der Stilelemente früherer Epochen wie der Renaissance, dem Barock, der Gründerzeit oder dem Jugendstil.
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04. Sep 2019
| Neues aus den Regionen
Route der Norddeutschen Romantik multimedial erlebbar
Die Route der Norddeutschen Romantik, die Radfahrer seit April letzten Jahres entlang des Ostseeküstenradweges zwischen Greifswald und Wolgast an Originalschauplätze sowie Lebens- und Wirkungsstationen berühmter Künstler der Romantik führt, wurde um multimediale Angebote ergänzt: So finden Interessierte unter beziehungsweise in der Smartphone-App „izi.TRAVEL“ einen kostenlosen Audioguide in den Sprachen Deutsch und Englisch, mit dem sie die Route individuell erkunden können. Zudem beinhaltet das zehnseitige, in den Sprachen Deutsch, Englisch und Polnisch neu aufgelegte Faltblatt QR-Codes, die auf den digitalen Reiseführer aufmerksam machen. Diese lassen sich auch auf den Informationstafeln an den einzelnen Stationen finden. Der Audioguide wurde vom Tourismusverband Vorpommern in Kooperation mit der Hochschule Stralsund im aus Bundesmitteln finanzierten Projekt „DigiMed & Tour Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum“ erstellt.
Am 18. April 2018 wurde die Route der Norddeutschen Romantik durch den Tourismusverband Vorpommern, die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft sowie weitere Partner und Förderer des Projektes an der Klosterruine Eldena offiziell eröffnet. Auf ihr können Interessierte auf den Spuren von Caspar David Friedrich, Karl Lappe, Philipp Otto Runge und Friedrich August von Klinkowström wandeln. Das Projekt wurde im Rahmen eines EU-LEADER-Projektes zur Stärkung des ländlichen Raumes finanziert.
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04. Sep 2019
| Neues aus den Regionen
Aktivherbst auf der Insel Rügen
Eine Insel im Farbenrausch: Vom 14. September bis zum 27. Oktober 2019 lockt der Aktivherbst Rügen mit knapp 90 überwiegend kostenlosen Angeboten, darunter Fledermausexkursionen, Strandwanderungen und Fahrradtouren, in die herbstlich bunte Natur auf Deutschlands größte Insel. Zum Auftakt führt Christine Krohnfuß, Mitarbeiterin im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, von Sassnitz durch die Buchenwälder im Nationalpark Jasmund zum UNESCO-Welterbeforum. Auf der Wanderung erfahren Interessierte unter anderem, wie die Kreideküste entstand und welchen Einfluss die Eiszeit auf die Landschaft hatte.
Darüber hinaus werden Führungen auf den Spuren des bekannten Malers, Zeichners und Grafikers Caspar David Friedrich, Wanderungen durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen zum Göhrener Nordperd sowie kulinarische und historische Rundgänge angeboten.
Zu den sportlichen Höhepunkten des diesjährigen Aktivherbstes zählen neben dem Baaber Heidelauf und dem Beach Polo Cup Sellin auch die Tour d’Allée, die zahlreiche Radsportbegeisterte auf die Insel lockt.
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Zu den sportlichen Höhepunkten des diesjährigen Aktivherbstes zählen neben dem Baaber Heidelauf und dem Beach Polo Cup Sellin auch die Tour d’Allée, die zahlreiche Radsportbegeisterte auf die Insel lockt.
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04. Sep 2019
| Neues aus den Regionen
Ein Hoch auf die Knolle – Siebte Tüffelwochen in der Lewitz
Die jährliche Veranstaltungsreihe „Tüffelwochen“ in der Lewitz südöstlich der Landeshauptstadt Schwerin, die vom Verein Lewitz e. V. in Zusammenarbeit mit 15 Hotels, Gaststätten und Hofläden organisiert wird, hebt die Kartoffel vom 1. bis zum 31. Oktober bereits zum siebten Mal auf einen kulinarischen Ehrenplatz. Von Maustüffeln mit Boddermelk und Bradspeck über Erdäppelkaas bis hin zu Kartoffel-Schinken-Schnecken – Gastronomen der Region tischen das heimische Produkt in zahlreichen traditionellen und modernen Variationen auf. Zu den Höhepunkten zählen das dritte Kartoffelkäferflugdrachenfest im Ferienpark Retgendorf am 3. Oktober, die Kartoffelfahrt mit dem Ausflugsboot „Lewitzkieker“ in Plate am 5. Oktober sowie die Führung inklusive Verkostung im Kartoffelmarkt Sülte in Sülstorf am 15. Oktober. Vielerorts können Besucher an sogenannten Tüffeltests teilnehmen und für ihre Lieblingssorte stimmen. In diesem Jahr beteiligen sich zudem erstmals ausgewählte Restaurants, etwa das Gasthaus „Zum heiligen Geisthof“ in Parchim, an der Wahl der Kartoffel 2019, indem sie als Amuse-Gueule vier verschiedene Kartoffelsorten servieren, die von Gästen bewertet werden. Beim Abschlussfest am 26. Oktober auf dem Hof Denissen in Wöbbelin werden alle abgegebenen Stimmen ausgezählt und die Siegerkartoffel 2019 verkündet.
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04. Sep 2019
| Neues aus den Regionen
Kinder führen Kinder im Meeresmuseum Stralsund
Zum „Tag des offenen Denkmals“ am 8. September lädt das Meeresmuseum Stralsund zu besonderen Führungen ein, die von kleinen „Meeresbiologen“ im Alter zwischen acht und elf Jahren durchgeführt werden. Dabei präsentieren sie ihre Lieblingstiere in den tropischen Aquarien und gehen auf die Tricks und Kniffe ein, die die Meeresbewohner zum Überleben im offenen Ozean benötigen. Zudem können ausgewählte Sammlungsobjekte berührt und einige Tiere gefüttert werden. Das Ziel der Kinderlotsen ist es, ihre Begeisterung für die Meereswelt an möglichst viele andere Kinder weiterzugeben. Die etwa 70-minütigen Führungen, an denen maximal 15 Entdecker teilnehmen können, werden um 12.00 Uhr und um 14.00 Uhr angeboten und sind mit einem gültigen Museumsticket kostenfrei.
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28. Aug 2019
| Pressemitteilungen
„Das Schönste am Herbst“: Landestourismusverband startet Herbstkampagne
Mit der groß angelegten Kampagne „Das Schönste am Herbst“ macht der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern im Berliner und Hamburger Raum auf Kurzreiseangebote und Veranstaltungen in der goldenen Jahreszeit aufmerksam. So informieren Großflächen-Plakate und Infoscreens auf hochfrequentierten S-Bahnhöfen in beiden Städten, ein Booklet mit Reiseofferten, beigelegt in den Tageszeitungen „Hamburger Abendblatt“ und „Berliner Morgenpost“, die bewährte Broschüre „Kurzurlaub zum kleinen Preis“ sowie zahlreiche Online-Maßnahmen über die Vorzüge eines herbstlichen Kurzurlaubes im Nordosten. Dazu Wolfgang Waldmüller, Präsident des Landestourismusverbandes: „Mecklenburg-Vorpommern wird zunehmend auch als beliebtes Reiseziel in der Nebensaison wahrgenommen. In den letzten zehn Jahren sind die Übernachtungszahlen im Herbst um fast 20 Prozent gestiegen. Von September bis November 2018 verbrachten etwa 1,9 Millionen Gäste rund 7,1 Millionen Übernachtungen im Nordosten.“ Auch in den Wintermonaten reisen immer mehr Menschen ins Urlaubsland. Im vergangenen Winter – von November 2018 bis April 2019 – betrug der Anteil der Übernachtungen mit 28,1 Prozent mehr als ein Viertel des Gesamtaufkommens.
Herbstliche Höhepunkte zwischen Ostsee und Seenplatte
Wellnesstage in Hotels, Rendezvous in Herrenhäusern oder Spaziergänge durch gefärbte Laubwälder: Ein umfangreiches Veranstaltungsrepertoire lockt Familien, Genießer und Aktive nach Mecklenburg-Vorpommern. Am 14. und 15. September kommen beispielsweise Hobbyradfahrer und ambitionierte Sportler zur fünften Auflage der Diamant Velo Classico Germany in Ludwigslust und Umgebung zusammen, um Kultur- und Naturerlebnisse miteinander zu verbinden. Die vier Strecken von 30 bis 150 Kilometer Länge führen größtenteils auf nicht befestigten Straßen durch pittoreske Naturlandschaften südlich von Schwerin, zu und vorbei an typisch mecklenburgischen Dörfern und historischen Stätten. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst erinnern bis Ende September Zeesbootregatten an die Zeiten, in denen die traditionellen Boote mit den rostbraunen Segeln zum Fischen eingesetzt wurden. So fahren sie vor den Augen zahlreicher Schaulustiger etwa am 7. September zur 55. Großen Bodstedter Zeesbootregatta und am 21. September zur 26. Althäger Fischerregatta aus. Unter dem Titel „Aktivherbst“ finden auf der Insel Rügen vom 14. September bis zum 27. Oktober zahlreiche Sportveranstaltungen statt. Zu den Höhepunkten zählen beispielsweise der Baaber Heidelauf am 21. September, der Beach Polo Cup im Ostseebad Sellin vom 3. bis zum 6. Oktober sowie der Rügenbrückenmarathon am 19. Oktober in der Hansestadt Stralsund, zu dem mehr als 3.000 Teilnehmer erwartet werden. Fans klassischer Klänge und moderner Interpretationen sind zum Usedomer Musikfestival auf der Sonneninsel eingeladen, das vom 21. September bis zum 12. Oktober bereits in 26. Auflage veranstaltet wird. Auf dem Programm stehen unter anderem Aufführungen des Opernsängers Matthias Goerne, des Cellisten und Dirigenten David Geringas sowie des „RIAS Kammerchors“ aus Berlin. Kulturinteressierte können in einem der zahlreichen Schlösser, Guts- und Herrenhäuser einkehren, die beim sogenannten Schlösserherbst vom 12. Oktober bis 3. November ihre Pforten zu magischen Rendezvous öffnen: Führungen und Ausstellungen erwarten die Besucher dabei ebenso wie Konzerte oder Workshops. Zum Auftakt am 12. Oktober steht im Schloss Kummerow die Galerie „Der Gespensterwald“ des Fotografen und Künstlers Andreas Mühe zur Schau. Herbstzeit ist Kranichzeit: Zehntausende „Vögel des Glücks“ aus dem skandinavischen und osteuropäischen Raum nehmen im September und Oktober Kurs auf ihre Winterquartiere in Frankreich und Spanien – mit Zwischenhalt in Mecklenburg-Vorpommern. Vielerorts im Urlaubsland können Naturliebhaber und Fotografen die Großvögel beim Rasten beobachten. Die Region Darß-Zingster Boddenkette und Rügen zählt zu den bedeutendsten Kranichrastplätzen Europas. Von der barrierefreien Aussichtsplattform Pramort, von Bisdorf an der südlichen Boddenküste und von Tankow auf der Rügen vorgelagerten Insel Ummanz haben Interessierte einen idealen Blick auf das Naturschauspiel. Auch im Müritz-Nationalpark und in der Region um den Schaalsee bei Zarrentin im Südwesten des Landes können die Tiere zum morgendlichen Abflug von sowie zur abendlichen Rückkehr zu den Schlafplätzen bestaunt werden. Verwöhnmomente für den Gaumen bescheren die Usedomer Wildwochen vom 19. Oktober bis zum 3. November. Zahlreiche Hotels und Restaurants der Insel Usedom haben dafür eine Speisekarte mit Wildgerichten kreiert. Auf dem Gelände des Forstamtes Neu Pudagla wird am 26. Oktober zudem ein „Wild(er) Markt“ mit Wildprodukten zum Probieren und Kaufen, Jagdhornbläsern sowie Vorstellungen der Jagdhundeprüflinge veranstaltet.
In der Lewitz im Mecklenburger Wiesenland südlich von Schwerin heben Gäste und Einheimische die Kartoffel bei den sogenannten Tüffelwochen vom 1. bis zum 31. Oktober auf einen kulinarischen Ehrenplatz. Die Variation reicht von Ofenkartoffeln und Lewitzer Kartoffelpizza mit Zwiebeln und Speck bis hin zu Mecklenburger Kartoffelpudding und Kartoffelschnaps. Kurzurlaub zum kleinen Preis
In der Broschüre „Kurzurlaub zum kleinen Preis“ finden Interessierte 114 Angebote für erholsame Tage in der Nebensaison in Mecklenburg-Vorpommern. Doppelzimmer inklusive Frühstück sind vom 4. November bis 20. Dezember sowie vom 5. Januar bis 3. April wahlweise für 60, 80 oder 100 Euro verfügbar. Unter kann die Broschüre durchblättert und heruntergeladen werden.
Wellnesstage in Hotels, Rendezvous in Herrenhäusern oder Spaziergänge durch gefärbte Laubwälder: Ein umfangreiches Veranstaltungsrepertoire lockt Familien, Genießer und Aktive nach Mecklenburg-Vorpommern. Am 14. und 15. September kommen beispielsweise Hobbyradfahrer und ambitionierte Sportler zur fünften Auflage der Diamant Velo Classico Germany in Ludwigslust und Umgebung zusammen, um Kultur- und Naturerlebnisse miteinander zu verbinden. Die vier Strecken von 30 bis 150 Kilometer Länge führen größtenteils auf nicht befestigten Straßen durch pittoreske Naturlandschaften südlich von Schwerin, zu und vorbei an typisch mecklenburgischen Dörfern und historischen Stätten. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst erinnern bis Ende September Zeesbootregatten an die Zeiten, in denen die traditionellen Boote mit den rostbraunen Segeln zum Fischen eingesetzt wurden. So fahren sie vor den Augen zahlreicher Schaulustiger etwa am 7. September zur 55. Großen Bodstedter Zeesbootregatta und am 21. September zur 26. Althäger Fischerregatta aus. Unter dem Titel „Aktivherbst“ finden auf der Insel Rügen vom 14. September bis zum 27. Oktober zahlreiche Sportveranstaltungen statt. Zu den Höhepunkten zählen beispielsweise der Baaber Heidelauf am 21. September, der Beach Polo Cup im Ostseebad Sellin vom 3. bis zum 6. Oktober sowie der Rügenbrückenmarathon am 19. Oktober in der Hansestadt Stralsund, zu dem mehr als 3.000 Teilnehmer erwartet werden. Fans klassischer Klänge und moderner Interpretationen sind zum Usedomer Musikfestival auf der Sonneninsel eingeladen, das vom 21. September bis zum 12. Oktober bereits in 26. Auflage veranstaltet wird. Auf dem Programm stehen unter anderem Aufführungen des Opernsängers Matthias Goerne, des Cellisten und Dirigenten David Geringas sowie des „RIAS Kammerchors“ aus Berlin. Kulturinteressierte können in einem der zahlreichen Schlösser, Guts- und Herrenhäuser einkehren, die beim sogenannten Schlösserherbst vom 12. Oktober bis 3. November ihre Pforten zu magischen Rendezvous öffnen: Führungen und Ausstellungen erwarten die Besucher dabei ebenso wie Konzerte oder Workshops. Zum Auftakt am 12. Oktober steht im Schloss Kummerow die Galerie „Der Gespensterwald“ des Fotografen und Künstlers Andreas Mühe zur Schau. Herbstzeit ist Kranichzeit: Zehntausende „Vögel des Glücks“ aus dem skandinavischen und osteuropäischen Raum nehmen im September und Oktober Kurs auf ihre Winterquartiere in Frankreich und Spanien – mit Zwischenhalt in Mecklenburg-Vorpommern. Vielerorts im Urlaubsland können Naturliebhaber und Fotografen die Großvögel beim Rasten beobachten. Die Region Darß-Zingster Boddenkette und Rügen zählt zu den bedeutendsten Kranichrastplätzen Europas. Von der barrierefreien Aussichtsplattform Pramort, von Bisdorf an der südlichen Boddenküste und von Tankow auf der Rügen vorgelagerten Insel Ummanz haben Interessierte einen idealen Blick auf das Naturschauspiel. Auch im Müritz-Nationalpark und in der Region um den Schaalsee bei Zarrentin im Südwesten des Landes können die Tiere zum morgendlichen Abflug von sowie zur abendlichen Rückkehr zu den Schlafplätzen bestaunt werden. Verwöhnmomente für den Gaumen bescheren die Usedomer Wildwochen vom 19. Oktober bis zum 3. November. Zahlreiche Hotels und Restaurants der Insel Usedom haben dafür eine Speisekarte mit Wildgerichten kreiert. Auf dem Gelände des Forstamtes Neu Pudagla wird am 26. Oktober zudem ein „Wild(er) Markt“ mit Wildprodukten zum Probieren und Kaufen, Jagdhornbläsern sowie Vorstellungen der Jagdhundeprüflinge veranstaltet.
In der Lewitz im Mecklenburger Wiesenland südlich von Schwerin heben Gäste und Einheimische die Kartoffel bei den sogenannten Tüffelwochen vom 1. bis zum 31. Oktober auf einen kulinarischen Ehrenplatz. Die Variation reicht von Ofenkartoffeln und Lewitzer Kartoffelpizza mit Zwiebeln und Speck bis hin zu Mecklenburger Kartoffelpudding und Kartoffelschnaps. Kurzurlaub zum kleinen Preis
In der Broschüre „Kurzurlaub zum kleinen Preis“ finden Interessierte 114 Angebote für erholsame Tage in der Nebensaison in Mecklenburg-Vorpommern. Doppelzimmer inklusive Frühstück sind vom 4. November bis 20. Dezember sowie vom 5. Januar bis 3. April wahlweise für 60, 80 oder 100 Euro verfügbar. Unter kann die Broschüre durchblättert und heruntergeladen werden.
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20. Aug 2019
| Pressemitteilungen
Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf hohem Niveau
Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat in den ersten acht Monaten des Jahres das hohe Niveau des Vorjahres bestätigt. Dabei profitierte sie unter anderem von guten Vorbuchungszahlen, überwiegend freundlichem Wetter und einem im Vergleich mit 2018 etwas längeren Sommerferien-Korridor. Laut aktuell veröffentlichten Zahlen des Statistischen Amtes verbrachten zwischen Januar und Juni dieses Jahres mehr als 3,6 Millionen Gäste etwa 13,5 Millionen Übernachtungen in den größeren gewerblichen Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommerns. Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Die Zahlen lassen auf ein gutes erstes Halbjahr mit Wachstum schließen. Das macht Hoffnung für einen insgesamt positiven weiteren Jahresverlauf. Mehr Übernachtungen und mehr Ankünfte spiegeln sich auch in der Statistik wider. Trotz des eher wechselvollen Wetters waren vielerorts Hotels, Pensionen, Ferienhäuser und Campingplätze gut ausgelastet. Einmal mehr wird deutlich: Sowohl die Ostseeküste als auch das Binnenland sind gefragte Reiseregionen. Die Nachfrage wächst. Als Herausforderung für die Branche stellen sich verschärft der Mangel an Fach- und Arbeitskräften und weiter die Erreichbarkeit dar.“
Der Präsident des Landestourismusverbandes (TMV), Wolfgang Waldmüller, ergänzte: „Vom Supersommer 2018 ging eine gewisse Sogwirkung aus. Vielen Gästen des Landes blieb er positiv in Erinnerung, sodass Mecklenburg-Vorpommern auch 2019 als Reiseziel gesetzt galt.“ Gleichzeitig warnte Waldmüller vor zu großer Euphorie über die erheblich gestiegenen Gäste- und Übernachtungszahlen. Von Januar bis Juni wurden zwischen Ostsee und Seenplatte rund 3,63 Millionen Ankünfte (+10,3 Prozent) und 13,5 Millionen Übernachtungen (+14,5 Prozent, entspricht rund 1,7 Millionen Übernachtungen mehr als im Vorjahreszeitraum) gemeldet. „Erst im nächsten Jahr können wir die Ergebnisse richtig einordnen, denn derzeit fehlt uns aufgrund von Verschiebungen in der Statistik die Vergleichsgrundlage.“
Waldmüller verwies in diesem Zusammenhang auf die etwa 500 Betriebe mit insgesamt 45.000 zusätzlichen Schlafgelegenheiten, die seit August 2018 durch eine erweiterte Abfrage des Statistischen Amtes hinzugekommen sind. Auf Grundlage eines Gerichtsurteils in Schleswig-Holstein müssen jetzt auch Quartiere erfasst werden, die zusammen mit anderen jeweils eine räumliche, wirtschaftliche und organisatorische Einheit bilden. Dies betrifft insbesondere Ferienwohnungsanlagen. „Anschaulich wird dies am Beispiel Prora. Die 150 Ferienwohnungen im Komplex ‚Prora Solitaire‘ gehören einer Vielzahl unterschiedlicher Investoren, werden aber über den Anbieter Novasol vermarktet und bilden so eine Einheit. Auch diese Unterkünfte werden jetzt erfasst, obwohl der einzelne Investor weniger als zehn Schlafgelegenheiten bieten mag. Im Moment erschwert dies die Betrachtung, mittelfristig aber erhalten wir ein schärferes Bild der realen Situation.“
Im Rahmen des Tourismusbarometers des Ostdeutschen Sparkassenverbandes am 13. September soll eine Modellrechnung vorgestellt werden, in der die neu erfassten Betriebe aus der Betrachtung genommen werden, um die Vergleichbarkeit mit den Zahlen des Vorjahres zu gewährleisten.
Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein ist laut einer solchen Modellrechnung der Großteil des Übernachtungswachstums im Jahr 2018 auf die erweiterte Statistik zurückzuführen. Von insgesamt 15,3 Prozent Zuwachs blieben nach modellhafter Bereinigung der zusätzlichen Betten eine Steigerung der Übernachtungszahlen um 3,5 Prozent übrig. Für Mecklenburg-Vorpommern sind ähnliche Verschiebungen zu erwarten.
Sommersaison 2019: Drei Viertel aller Unterkünfte sehr gut gebucht / Fachkräftemangel deutlich erkennbar
Unabhängig von den Anpassungen der Statistik ist die Sommersaison im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich verlaufen. Einer aktuellen Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 300 Quartiersanbietern zufolge waren drei Viertel der Unterkünfte sehr gut gebucht: Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, im Zeitraum von Ende Juni bis Mitte August eine Auslastung der Zimmer beziehungsweise Stellplätze von 90 Prozent und mehr erreicht zu haben. Etwa 35 Prozent schafften eine Auslastung zwischen 75 und 90 Prozent. An der Ostseeküste, auf den Inseln und Halbinseln war die Auslastung dabei am höchsten. Aber auch die Betriebe aus der Mecklenburgischen Seenplatte und der Mecklenburgischen Schweiz meldeten hohe Werte. Leicht abgesetzt stehen das Vorpommersche Festland und die Region Mecklenburg-Schwerin. „Ziel ist es unser Land weiter als eine der beliebtesten Urlaubs- und Reiseregionen in Deutschland zu entwickeln. Künftig stehen noch mehr qualitativ hochwertige und nachhaltige Angebote im Vordergrund. Wir haben ein hohes touristisches Niveau in Bezug auf Gäste und Übernachtungen im Land. Mit den verbesserten Erhebungen des Statistischen Amtes ist ein noch genauerer Blick auf die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern möglich“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich. Der TMV-Umfrage zufolge lag die sommerliche Auslastung bis Mitte August insgesamt etwa auf dem Niveau des Vorjahres: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten meldete eine gleich hohe Auslastung, jeweils etwa 20 Prozent der Unternehmen gaben an, etwas besser bzw. schlechter als im gleichen Zeitraum 2018 gebucht gewesen zu sein. Etwas pessimistischer sind die Erwartungen für die zweite Augusthälfte, in der sich lediglich die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern noch in den Ferien befinden. Jeder vierte Betrieb rechnet hier mit etwas schlechteren Belegungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Darüber hinaus gab die Befragung auch Aufschluss über die Probleme der Branche: Größte Kritikpunkte der Gäste sind demnach die Verkehrssituation und die Erreichbarkeit. Häufig im Fokus stehen dabei die Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen sowie der Zustand der Radwege. Darüber hinaus wurde laut den Befragten gästeseitig häufiger die Qualität der Gastronomie bemängelt. „Service und Qualität sind Daueraufgaben. Es gibt immer etwas, das besser gemacht werden kann. Hier ist besonders das Feedback unserer Gäste von enormer Bedeutung. Auch in Zeiten von Internet und sozialen Medien ist der direkte und persönliche Kontakt zu den Gästen immer die direkte und beste Erfahrung. Wir brauchen weiter viele Urlauber, die unbedingt Urlaub in unserem Land machen wollen. Dafür müssen wir immer wieder gute Gründe liefern. Das ist eine herausfordernde Aufgabe der gesamten Branche“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Auch der Fachkräftemangel wurde von den Betrieben vergleichsweise häufig als Problem genannt. Danach hat mindestens jedes fünfte Unternehmen im Nordosten erhebliche Probleme, den Personalbedarf während der Hauptsaison komplett zu decken. Gemischtes Fazit von Charterunternehmen, Fahrgastschiffen und Kanuverleihern
Wassertouristische Anbieter profitierten einerseits von den Vorbuchungen durch den Jahrhundertsommer 2018, zogen andererseits jedoch eine differenzierte Bilanz des Sommers. Der Hausbootanbieter Kuhnle Tours spürt die Auswirkungen durch die Sperrung der Schleuse Zaaren deutlich. „Bei den Gastliegern, das heißt Eignerbooten oder Booten fremder Charterfirmen in unserem Hafen an der Müritz, rechnen wir mit einem Rückgang von 20 bis 30 Prozent durch die Sperrung der Schleuse Zaaren“, sagte Dagmar Rockel-Kuhnle, Sprecherin des Unternehmens. Der Anbieter reagierte auf die Sperrung, in dem er eine Ausweichbasis in Priepert öffnete, damit Gäste weiterhin so genannte One-Ways buchen können, bei denen sie ihr Boot an einem anderen Hafen abgeben können als dem Starthafen. Dass die für den 1. August geplante Öffnung der Schleuse auf den Winter verschoben wurde, sieht Rockel-Kuhnle kritisch: „Unsere Reservierung hatte bereits viel Arbeit, um Kunden umzubuchen und vom Stornieren abzuhalten. Die Auswirkungen des Imageschadens werden sich in den nächsten Jahren noch bemerkbar machen“. Das Unternehmen „Yachtcharter Schulz“ mit Sitz in der Mecklenburgischen-Seenplatte ist mit dem Verlauf der Saison zufrieden und konnte bei den Buchungen an das Vorjahr anknüpfen. Gleichzeitig verwies Geschäftsführer Steffen Schulz auf die Zusatzkosten, die durch die Schleusensperrung in Zaaren verursacht wurden: „Wir müssen die Boote nun mit einem Tieflader aus Brandenburg holen, um sie ins Winterlager zu bringen, da der Weg übers Wasser nicht möglich ist“, sagte er. Zudem deutete er auf den wetterbedingten niedrigen Wasserstand hin, der Hausbootfahrern das Ansteuern von Häfen erschwert beziehungsweise unmöglich macht. „Im Vergleich zu früheren Jahren fehlen uns per August 40 Zentimeter. Boote mit mehr als einem Meter Tiefgang müssen wir abweisen. Wir hatten dieses Jahr 80 Prozent weniger Tagesgäste und demzufolge auch Einbrüche im gastronomischen Geschäft“, sagte Rainer Steuck, Inhaber des Yachthafen Maribell mit 120 Liegeplätzen in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die „Weiße Flotte Müritz“ ist zufrieden mit dem Saisonverlauf. Allerdings berichtet auch Systemmanager Markus Rokvic von Problemen, die durch die niedrigen Wasserstände hervorgerufen wurden: „Wir haben einige Routenverläufe anpassen müssen, weil zum Beispiel der Bolter Kanal nur noch mit wenigen unserer Schiffe passierbar ist oder der Jabelsche Waldsee momentan gar nicht mehr angesteuert werden kann. Auch unser Flaggschiff, das Salon-Dampfschiff ‚Europa‘, kann die Eldenburger Reeck nicht mehr anfahren“. Kanubetreiber bilanzieren eine insgesamt starke Saison, wenngleich es auch hier streckenweise – unter anderem entlang der Warnow – Sperrungen aufgrund des niedrigen Wasserstandes gab. Open Airs und Volksfeste stark nachgefragt / Interesse an Museen und Spaßbädern gestiegen
Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zogen eine positive Halbzeitbilanz für den Festspielsommer 2019. Mit knapp 40.000 Besuchern liegt das Festival auf dem hohen Niveau der Vorjahre. 44 Vorstellungen waren komplett ausverkauft. „Wir freuen uns über die großartige Auslastung unserer Veranstaltungen“, resümiert Festspiel-Intendant Dr. Markus Fein die erste Hälfte der Sommersaison. Die Schlossfestspiele Schwerin verzeichneten mit etwa 30.200 Besuchern einen deutlichen Besucheranstieg im Vergleich zum letzten Jahr. Zur romantischen Komödie „Cyrano de Bergerac“ im Schlossinnenhof kamen mehr als 8.400 Zuschauer. Die 20 Vorstellungen des Musicals „Anatevka“ auf dem Alten Garten wurden von knapp 21.800 Interessierten bestaunt. Im vergangenen Sommer lockten die Oper „Tosca“ und das Schauspiel „Dracula“ rund 24.000 Gäste. Spaßbäder und Erlebnismuseen ziehen überwiegend positive Bilanzen. Im Wismarer Spaßbad Wonnemar schlug der Juli mit 45.000 Besuchern zu Buche: ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahresmonat, in dem sich etwa 31.000 Gäste Abkühlung zwischen Wasserrutsche und Whirlpool verschafften. Das Deutsche Meeresmuseum meldet für seine vier Standorte insgesamt ein Besucherplus von neun Prozent für den Zeitraum Januar bis Ende Juli 2019 im Vergleich zum Vorjahr. Das Ozeaneum konnte am 31. Juli 2019 mit mehr als 8.100 Gästen einen neuen Tagesbesucherrekord vermelden. „In diesem Jahr haben wir schon viel Aufmerksamkeit und positives Gästefeedback mit unserem neuen Sonderthema ‚Kein Lärm Meer‘ erzielt. Das abwechslungsreiche Wetter kommt uns dabei zugute“, sagt Andreas Tanschus, Direktor des Deutschen Meeresmuseums. Auch die Vorpommersche Landesbühne, die in der Sommersaison mit insgesamt 200 Theatervorstellungen, darunter 80 Freiluftaufführungen aufwartet, zieht eine positive Sommerbilanz. „Wir rechnen damit, dass die Zuschauerzahlen am Saisonende wieder bei 35.000 bis 40.000 Besuchern liegen werden und damit auf Vorjahresniveau. Großen Anklang finden nach wie vor die „Vineta-Festspiele“ auf der Insel Usedom. Zudem erwarten wir einen Publikumsrekord für das Stück ‚Die Wikinger kommen‘ im Barther Theater Garten“. Im Rostocker Zoo zeigt man sich ebenfalls zufrieden: „Insbesondere das neue Polarium mit Eisbären und Pinguinen, der neu aufgebaute KNAX-Kletterspielplatz sowie der Nachwuchs bei den Orang-Utans im Darwineum werden bei den Besuchern stark nachgefragt. Die Aktivitäten im Jubiläumsjahr, in dem wir die 120 Jahre Rostocker Zoo mit unseren Partnern gebührend feiern, sowie die erneute Anerkennung zum besten Zoo Europas in der Kategorie II wirken sich positiv auf die derzeitige Entwicklung aus“, sagte Sprecher René Gottschalk. Auch der Schweriner Zoo kann das Jahr 2019 bislang als ein erfolgreiches verbuchen. Dazu Zoodirektor Dr. Tim Schikora: „Mit einem Anstieg der Besucherzahlen um mehr als 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steuert der Zoo Schwerin auf ein Rekordergebnis zu. Das ist im Wesentlichen auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Steigerung des Besuchererlebnisses zurückzuführen, was uns insbesondere dank der konsequenten Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und der EU ermöglicht wird.“ Abschließend äußerte sich Wolfgang Waldmüller zu den tourismuspolitischen Rahmenbedingungen im Land: „Wir sind froh, dass die Landestourismuskonzeption mit dem Umsetzungsmanagement im Wirtschaftsministerium und der ressortübergreifenden Steuerungsgruppe in die Praxis kommt. Die drängenden Fragen der Finanzierung des Tourismus, der Verbesserung der Infrastruktur, der Gestaltung von Kurtaxe und Tourismusabgabe, der Mobilität und der Nachhaltigkeit müssen vereint und mit aller Kraft angegangen werden. Mecklenburg-Vorpommern sollte sich landespolitisch das qualitative Ziel geben, eine der innovativsten Tourismusregionen Deutschlands zu werden.“ Mit dem Deutschen Tourismustag am 20. und 21. November in Rostock und dem Germany Travel Mart vom 10. bis 12. Mai 2020 seien die nächsten Wegmarken gesetzt.
Unabhängig von den Anpassungen der Statistik ist die Sommersaison im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich verlaufen. Einer aktuellen Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 300 Quartiersanbietern zufolge waren drei Viertel der Unterkünfte sehr gut gebucht: Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, im Zeitraum von Ende Juni bis Mitte August eine Auslastung der Zimmer beziehungsweise Stellplätze von 90 Prozent und mehr erreicht zu haben. Etwa 35 Prozent schafften eine Auslastung zwischen 75 und 90 Prozent. An der Ostseeküste, auf den Inseln und Halbinseln war die Auslastung dabei am höchsten. Aber auch die Betriebe aus der Mecklenburgischen Seenplatte und der Mecklenburgischen Schweiz meldeten hohe Werte. Leicht abgesetzt stehen das Vorpommersche Festland und die Region Mecklenburg-Schwerin. „Ziel ist es unser Land weiter als eine der beliebtesten Urlaubs- und Reiseregionen in Deutschland zu entwickeln. Künftig stehen noch mehr qualitativ hochwertige und nachhaltige Angebote im Vordergrund. Wir haben ein hohes touristisches Niveau in Bezug auf Gäste und Übernachtungen im Land. Mit den verbesserten Erhebungen des Statistischen Amtes ist ein noch genauerer Blick auf die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern möglich“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich. Der TMV-Umfrage zufolge lag die sommerliche Auslastung bis Mitte August insgesamt etwa auf dem Niveau des Vorjahres: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten meldete eine gleich hohe Auslastung, jeweils etwa 20 Prozent der Unternehmen gaben an, etwas besser bzw. schlechter als im gleichen Zeitraum 2018 gebucht gewesen zu sein. Etwas pessimistischer sind die Erwartungen für die zweite Augusthälfte, in der sich lediglich die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern noch in den Ferien befinden. Jeder vierte Betrieb rechnet hier mit etwas schlechteren Belegungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Darüber hinaus gab die Befragung auch Aufschluss über die Probleme der Branche: Größte Kritikpunkte der Gäste sind demnach die Verkehrssituation und die Erreichbarkeit. Häufig im Fokus stehen dabei die Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen sowie der Zustand der Radwege. Darüber hinaus wurde laut den Befragten gästeseitig häufiger die Qualität der Gastronomie bemängelt. „Service und Qualität sind Daueraufgaben. Es gibt immer etwas, das besser gemacht werden kann. Hier ist besonders das Feedback unserer Gäste von enormer Bedeutung. Auch in Zeiten von Internet und sozialen Medien ist der direkte und persönliche Kontakt zu den Gästen immer die direkte und beste Erfahrung. Wir brauchen weiter viele Urlauber, die unbedingt Urlaub in unserem Land machen wollen. Dafür müssen wir immer wieder gute Gründe liefern. Das ist eine herausfordernde Aufgabe der gesamten Branche“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Auch der Fachkräftemangel wurde von den Betrieben vergleichsweise häufig als Problem genannt. Danach hat mindestens jedes fünfte Unternehmen im Nordosten erhebliche Probleme, den Personalbedarf während der Hauptsaison komplett zu decken. Gemischtes Fazit von Charterunternehmen, Fahrgastschiffen und Kanuverleihern
Wassertouristische Anbieter profitierten einerseits von den Vorbuchungen durch den Jahrhundertsommer 2018, zogen andererseits jedoch eine differenzierte Bilanz des Sommers. Der Hausbootanbieter Kuhnle Tours spürt die Auswirkungen durch die Sperrung der Schleuse Zaaren deutlich. „Bei den Gastliegern, das heißt Eignerbooten oder Booten fremder Charterfirmen in unserem Hafen an der Müritz, rechnen wir mit einem Rückgang von 20 bis 30 Prozent durch die Sperrung der Schleuse Zaaren“, sagte Dagmar Rockel-Kuhnle, Sprecherin des Unternehmens. Der Anbieter reagierte auf die Sperrung, in dem er eine Ausweichbasis in Priepert öffnete, damit Gäste weiterhin so genannte One-Ways buchen können, bei denen sie ihr Boot an einem anderen Hafen abgeben können als dem Starthafen. Dass die für den 1. August geplante Öffnung der Schleuse auf den Winter verschoben wurde, sieht Rockel-Kuhnle kritisch: „Unsere Reservierung hatte bereits viel Arbeit, um Kunden umzubuchen und vom Stornieren abzuhalten. Die Auswirkungen des Imageschadens werden sich in den nächsten Jahren noch bemerkbar machen“. Das Unternehmen „Yachtcharter Schulz“ mit Sitz in der Mecklenburgischen-Seenplatte ist mit dem Verlauf der Saison zufrieden und konnte bei den Buchungen an das Vorjahr anknüpfen. Gleichzeitig verwies Geschäftsführer Steffen Schulz auf die Zusatzkosten, die durch die Schleusensperrung in Zaaren verursacht wurden: „Wir müssen die Boote nun mit einem Tieflader aus Brandenburg holen, um sie ins Winterlager zu bringen, da der Weg übers Wasser nicht möglich ist“, sagte er. Zudem deutete er auf den wetterbedingten niedrigen Wasserstand hin, der Hausbootfahrern das Ansteuern von Häfen erschwert beziehungsweise unmöglich macht. „Im Vergleich zu früheren Jahren fehlen uns per August 40 Zentimeter. Boote mit mehr als einem Meter Tiefgang müssen wir abweisen. Wir hatten dieses Jahr 80 Prozent weniger Tagesgäste und demzufolge auch Einbrüche im gastronomischen Geschäft“, sagte Rainer Steuck, Inhaber des Yachthafen Maribell mit 120 Liegeplätzen in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die „Weiße Flotte Müritz“ ist zufrieden mit dem Saisonverlauf. Allerdings berichtet auch Systemmanager Markus Rokvic von Problemen, die durch die niedrigen Wasserstände hervorgerufen wurden: „Wir haben einige Routenverläufe anpassen müssen, weil zum Beispiel der Bolter Kanal nur noch mit wenigen unserer Schiffe passierbar ist oder der Jabelsche Waldsee momentan gar nicht mehr angesteuert werden kann. Auch unser Flaggschiff, das Salon-Dampfschiff ‚Europa‘, kann die Eldenburger Reeck nicht mehr anfahren“. Kanubetreiber bilanzieren eine insgesamt starke Saison, wenngleich es auch hier streckenweise – unter anderem entlang der Warnow – Sperrungen aufgrund des niedrigen Wasserstandes gab. Open Airs und Volksfeste stark nachgefragt / Interesse an Museen und Spaßbädern gestiegen
Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zogen eine positive Halbzeitbilanz für den Festspielsommer 2019. Mit knapp 40.000 Besuchern liegt das Festival auf dem hohen Niveau der Vorjahre. 44 Vorstellungen waren komplett ausverkauft. „Wir freuen uns über die großartige Auslastung unserer Veranstaltungen“, resümiert Festspiel-Intendant Dr. Markus Fein die erste Hälfte der Sommersaison. Die Schlossfestspiele Schwerin verzeichneten mit etwa 30.200 Besuchern einen deutlichen Besucheranstieg im Vergleich zum letzten Jahr. Zur romantischen Komödie „Cyrano de Bergerac“ im Schlossinnenhof kamen mehr als 8.400 Zuschauer. Die 20 Vorstellungen des Musicals „Anatevka“ auf dem Alten Garten wurden von knapp 21.800 Interessierten bestaunt. Im vergangenen Sommer lockten die Oper „Tosca“ und das Schauspiel „Dracula“ rund 24.000 Gäste. Spaßbäder und Erlebnismuseen ziehen überwiegend positive Bilanzen. Im Wismarer Spaßbad Wonnemar schlug der Juli mit 45.000 Besuchern zu Buche: ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahresmonat, in dem sich etwa 31.000 Gäste Abkühlung zwischen Wasserrutsche und Whirlpool verschafften. Das Deutsche Meeresmuseum meldet für seine vier Standorte insgesamt ein Besucherplus von neun Prozent für den Zeitraum Januar bis Ende Juli 2019 im Vergleich zum Vorjahr. Das Ozeaneum konnte am 31. Juli 2019 mit mehr als 8.100 Gästen einen neuen Tagesbesucherrekord vermelden. „In diesem Jahr haben wir schon viel Aufmerksamkeit und positives Gästefeedback mit unserem neuen Sonderthema ‚Kein Lärm Meer‘ erzielt. Das abwechslungsreiche Wetter kommt uns dabei zugute“, sagt Andreas Tanschus, Direktor des Deutschen Meeresmuseums. Auch die Vorpommersche Landesbühne, die in der Sommersaison mit insgesamt 200 Theatervorstellungen, darunter 80 Freiluftaufführungen aufwartet, zieht eine positive Sommerbilanz. „Wir rechnen damit, dass die Zuschauerzahlen am Saisonende wieder bei 35.000 bis 40.000 Besuchern liegen werden und damit auf Vorjahresniveau. Großen Anklang finden nach wie vor die „Vineta-Festspiele“ auf der Insel Usedom. Zudem erwarten wir einen Publikumsrekord für das Stück ‚Die Wikinger kommen‘ im Barther Theater Garten“. Im Rostocker Zoo zeigt man sich ebenfalls zufrieden: „Insbesondere das neue Polarium mit Eisbären und Pinguinen, der neu aufgebaute KNAX-Kletterspielplatz sowie der Nachwuchs bei den Orang-Utans im Darwineum werden bei den Besuchern stark nachgefragt. Die Aktivitäten im Jubiläumsjahr, in dem wir die 120 Jahre Rostocker Zoo mit unseren Partnern gebührend feiern, sowie die erneute Anerkennung zum besten Zoo Europas in der Kategorie II wirken sich positiv auf die derzeitige Entwicklung aus“, sagte Sprecher René Gottschalk. Auch der Schweriner Zoo kann das Jahr 2019 bislang als ein erfolgreiches verbuchen. Dazu Zoodirektor Dr. Tim Schikora: „Mit einem Anstieg der Besucherzahlen um mehr als 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steuert der Zoo Schwerin auf ein Rekordergebnis zu. Das ist im Wesentlichen auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Steigerung des Besuchererlebnisses zurückzuführen, was uns insbesondere dank der konsequenten Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und der EU ermöglicht wird.“ Abschließend äußerte sich Wolfgang Waldmüller zu den tourismuspolitischen Rahmenbedingungen im Land: „Wir sind froh, dass die Landestourismuskonzeption mit dem Umsetzungsmanagement im Wirtschaftsministerium und der ressortübergreifenden Steuerungsgruppe in die Praxis kommt. Die drängenden Fragen der Finanzierung des Tourismus, der Verbesserung der Infrastruktur, der Gestaltung von Kurtaxe und Tourismusabgabe, der Mobilität und der Nachhaltigkeit müssen vereint und mit aller Kraft angegangen werden. Mecklenburg-Vorpommern sollte sich landespolitisch das qualitative Ziel geben, eine der innovativsten Tourismusregionen Deutschlands zu werden.“ Mit dem Deutschen Tourismustag am 20. und 21. November in Rostock und dem Germany Travel Mart vom 10. bis 12. Mai 2020 seien die nächsten Wegmarken gesetzt.
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14. Aug 2019
| Pressemitteilungen
+++ Meck-Pomm Short News August +++
Im ältesten deutschen Seebad Heiligendamm entstehen drei neue Mietshäuser mit insgesamt 63 Eineinhalb-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Davon werden 36 Wohnungen barrierefrei errichtet und vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern mit 1,4 Millionen Euro gefördert. In diese dürfen sich nur Menschen einmieten, deren Einkommen einen festgelegten Satz nicht überschreiten. Zudem sollen diejenigen von den neuen Unterkünften profitieren, die in der Region arbeiten und sich dort niederlassen möchten – so die Idee von Paul Morzynski, Eigentümer des Grand Hotels Heiligendamm, der für das Projekt verantwortlich zeichnet. Der Grundstein für die Wohngebäude wurde am 1. August gelegt. Bereits im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
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09. Aug 2019
| Neues aus den Regionen
Ferienpark „Lütt Moor“ in Wismar eröffnet
Mit dem neuen terassenförmig angelegten Ferienpark „Lütt Moor“ steht Campern seit Juli nebem dem Wohnmobilpark am Westhafen ein zweiter Anlaufpunkt in der Hansestadt Wismar an der Mecklenburgischen Ostseeküste zur Verfügung. Im Park im Ortsteil Redentin gibt es insgesamt 155 Parzellen – fünf davon für Wohnmobile mit Überlänge. Zelten ist ebenfalls erwünscht. Eigentümerin und Betreiberin ist die aus Wismar stammende Jane Wussow-Matz, die den ganzjährig geöffneten Ferienpark mit ihrer Familie führt. „Der Park liegt direkt am Ostseeküstenradweg und bietet einen schönen Blick auf Wismars Silhouette“, sagte Jane Wussow-Matz. Für die nächste Saison seien zudem ein Sanitärhaus sowie ein Rezeptionsgebäude mit Frühstücks-Service geplant.
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09. Aug 2019
| Neues aus den Regionen
Bonbons aus Boizenburg und Käsepralinen aus Kummer
Garnelen aus Grevesmühlen, Bonbons aus Boizenburg, Käsepralinen aus Kummer: Unter dem Titel „Gutes aus der Region – Werksverkäufe aus Westmecklenburg“ hat der Verein Regionalmarketing Mecklenburg-Schwerin kürzlich eine Broschüre herausgegeben, die den Weg zu regionalen Spezialitäten aufzeigt. In den Rubriken „Fleisch und Wurst“, „Fisch und Meeresfrüchte“, „Genussmittel“ sowie „Wohnen und Handwerk“ bietet sie sowohl Einheimischen als auch Urlaubern die Möglichkeit, sich dem Landstrich auch produktseitig zu nähern. Neben Kontaktdaten zu den einzelnen Unternehmen präsentiert die Broschüre auch Porträts zu diesen und liefert Informationen zu deren Sortiment. Die Broschüre liegt kostenlos in den Touristinformationen Westmecklenburgs aus und steht unter www.westmecklenburg.de zum Download zur Verfügung.
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