2304 Artikel
Ausgewählte Kategorien:
Alle

13. Mai 2016
Feature: Mein Freund der Baum
Seit 25. Juni 2011 ist es amtlich: Fünf deutsche Waldgebiete gehören zum Welterbe der Menschheit und genießen damit den gleichen herausragenden Status wie der Yellowstone-Nationalpark, die Victoriafälle oder Darwins Galápagos-Arche. Die UNESCO würdigte damit den außergewöhnlichen und universellen Wert der „Alten Buchenwälder Deutschlands“ – als Ökosysteme, „die das Erscheinungsbild eines ganzen Kontinents in weltweit einzigartiger Weise geprägt haben.“
Die Waldflächen liegen in Hessen (Nationalpark Kellerwald-Edersee), Thüringen (National-park Hainich), Brandenburg (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin) und gleich doppelt in Mecklenburg-Vorpommern: im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen und im Müritz-Nationalpark in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die fünf Schutzgebiete bildeten gewis-sermaßen eine Nachhut – denn sie ergänzten die bereits 2007 zum Welterbe erklärten „Bu-chenurwälder der Karpaten“ in der Slowakei und der Ukraine. Als vereintes Welterbe bilden sie alle Typen von Buchenwald ab, der einstmals weite Teile Europas bedeckte. Auch heute noch sind Buchenwälder einzigartig. Als Naturräume und Rückzugszonen für Pflanzen, Vögel, Kleinsäuger und Insekten – die Zahl allein der Käferarten in Buchenwäldern wird auf mehrere hundert geschätzt. Aber auch für den Menschen waren sie stets überle-benswichtig – hier holte er Bau- und Brennholz, sammelte Beeren und Pilze, ging auf die Jagd, weidete das Vieh. Bis heute prägt die Buche auch unsere Kultur: Sie ist nicht wegzu-denken aus Märchen und Sagen. Auf sie gehen Worte wie Buch oder Buchstabe zurück. Rund 1.500 Orte in Deutschland tragen die Buche im Namen – von Buchholz bis zur slawischen Form Buckow. Und nicht zuletzt sind Buchenwälder unersetzlich als Erholungsraum. Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen etwa fasziniert die grandiose Kulisse des Bu-chenwalds, der sich von den weißen Kliffhängen der Kreideküste spektakulär hinabzustürzen scheint ins blaugrüne Meer. Ein Naturschauspiel, das den Maler Caspar David Friedrich be-reits vor fast 200 Jahren immer wieder inspirierte zu fantastischen Gemälden. Dass die Bu-chen hier nicht nur überlebten, sondern auch prächtig gediehen und richtig alt wurden, ist dem Standort zu danken – der unzugänglichen Lage wegen wurde der Jasmunder Buchen-wald nie forstwirtschaftlich genutzt. Und so wachsen hier unter hohen Buchenwipfeln voll-kommen ungestört Riesenschachtelhalm und Zwiebelzahnwurz, blühen seltene Orchideen wie der Frauenschuh, brüten Wanderfalken und Seeadler, siedeln Mehlschwalben in großen Kolonien an den Hängen des Kreidekliffs. Auch der Buchenwald von Serrahn im Müritz-Nationalpark ist ein typischer Tiefland-Buchenwald, wie es ihn nur noch im Nordosten Deutschlands gibt. Eine von der Eiszeit hüge-lig geformte Waldlandschaft mit hunderten Seen, Mooren und Wiesen, in der sich ebenfalls viele seltene Tier- und Pflanzenspezies ausgesprochen wohl fühlen. Im wasserreichen Biotop leben Kraniche und Rohrdommeln, brüten See- und Fischadler. In alten Baumriesen und ab-gestorbenen Totholzstämmen wohnen Rote-Liste-Sorgenkinder wie die Mopsfledermaus, Käfer-Notfälle wie der Eremit, Schmarotzer-Pilze wie der Buchen-Schleimrübling und zahllo-se andere Insekten, Pilze, Flechten und Moose. Ähnlich wie auf der Insel Rügen gibt es auch in Serrahns Wäldern schon seit sehr langer Zeit keine intensive fortwirtschaftliche Nutzung mehr. Schuld – aus heutiger Sicht ein enormer Segen – war die Jagdleidenschaft der Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz, die dieses Re-vier sogar umzäunten, um es vor Jagdfrevel und Holzdiebstahl zu schützen. Bis 1945 blieb das Gebiet um Serrahn der privilegierten Jagd vorbehalten. 1952 bereits wurden die Wälder zum Naturschutzgebiet erklärt und 1990 schließlich in den neuen Müritz-Nationalpark integriert. Wo die alten Stämme erahnen lassen, wie die einstigen Urwälder in ganz Deutschland einmal ausgesehen haben. Die 1000-jährigen Eichen von Ivenack Ick weit einen Eikbom, de steiht an de See
de Nurdsturm de brust in sin Knäst;
stolz reckt hei de mächtige Kron in de Höh,
so is dat all dusend Johr wäst. Fritz Reuter Sagenhafte 1000 Jahre! Die Eichen von Ivenack beginnen zu keimen, als slawische Siedler ihr Weidevieh in die Wälder treiben – da endet gerade das erste Jahrtausend nach Christus. Sie strotzen bereits vor Kraft, als auch die Zisterzienser-Nonnen des Klosters Ivenack ab 1252 ihre Schweine, Schafe und Rinder im Wald weiden lassen. Durch den Tierverbiss wird dieser allmählich immer lichter; die Eichen jedoch wachsen unbeirrt weiter, ihre Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere. Zur Reformation haben sie schon stattliche 500 Jah-resringe auf dem knorrigen Zähler. Und heute, noch einmal 500 Jahre danach, ragt die mächtigste der sechs erhaltenen XXL-Exemplare wie eine gigantische Säule gen Himmel. Mit einem Durchmesser von 3,50 Metern. Einem Umfang von 11 Metern. Einer Höhe von 35,5 Metern. Und einem Volumen von 180 Kubikmetern Holz. Anders gesagt: Es handelt sich um das größte, älteste und stärkste Lebewesen in ganz Deutschland. Kein Wunder, dass sich um diese Methusalems allerlei Mythen und Sagen ranken. Da sollen einst sieben Nonnen ihr Gelübde gebrochen und zur Strafe in Eichen verwandelt worden sein. Erst nach tausend Jahren werde die Erste erlöst, jede weitere Nonne/Eiche jeweils hundert Jahre später. In einer anderen Sage werden die Nonnen im Schlaf von Räubern überrascht und fliehen halbnackt in den Wald. Doch sie schämen sich ihres sündhaften An-blicks und bitten Gott, dass er sie schützen möge wie die Bäume im Wald. Und genau das tut er dann auch, indem er sie verwandelt in Eichen. Weitgehend wahr ist die Geschichte von Herodot, einem berühmten Zuchthengst aus dem Ivenacker Gestüt. 1806 vor französischen Truppen in einer hohlen Eiche versteckt, verriet er sich durch Wiehern, wurde entdeckt und zu Napoleon gebracht, der ihn auch ritt. 1814 brachte Marschall Blücher den Schimmel nach Mecklenburg zurück. Als er dort 1829 starb, wurde er ehrenvoll bestattet – natürlich unter einer Eiche. Ivenack heute – das ist ein einzigartiger Tiergarten, in dem die erwähnte mittelalterliche Landnutzungsform des Hudewaldes (Hütewald) weiterhin gepflegt wird. Auch wenn die Rolle des Weideviehs schon seit langem von eingegattertem Damwild übernommen wurde, blei-ben so die natürlichen Bedingungen weitestgehend erhalten, unter denen die Eichen steinalt geworden sind. Verzichtet wird deshalb auch konsequent auf künstliche Stabilisierungsmaß-nahmen und Schönheitsoperationen wie Baumchirurgie oder Ausmauern, lediglich einfache Barrieren um die Eichen schützen die empfindlichen Wurzelbereiche. Und so sind und blei-ben die Ivenacker Eichen eine kultur- und naturhistorische Besonderheit, die ihresgleichen sucht in Deutschland.
Weitere Fotos zum Herunterladen:
Die Waldflächen liegen in Hessen (Nationalpark Kellerwald-Edersee), Thüringen (National-park Hainich), Brandenburg (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin) und gleich doppelt in Mecklenburg-Vorpommern: im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen und im Müritz-Nationalpark in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die fünf Schutzgebiete bildeten gewis-sermaßen eine Nachhut – denn sie ergänzten die bereits 2007 zum Welterbe erklärten „Bu-chenurwälder der Karpaten“ in der Slowakei und der Ukraine. Als vereintes Welterbe bilden sie alle Typen von Buchenwald ab, der einstmals weite Teile Europas bedeckte. Auch heute noch sind Buchenwälder einzigartig. Als Naturräume und Rückzugszonen für Pflanzen, Vögel, Kleinsäuger und Insekten – die Zahl allein der Käferarten in Buchenwäldern wird auf mehrere hundert geschätzt. Aber auch für den Menschen waren sie stets überle-benswichtig – hier holte er Bau- und Brennholz, sammelte Beeren und Pilze, ging auf die Jagd, weidete das Vieh. Bis heute prägt die Buche auch unsere Kultur: Sie ist nicht wegzu-denken aus Märchen und Sagen. Auf sie gehen Worte wie Buch oder Buchstabe zurück. Rund 1.500 Orte in Deutschland tragen die Buche im Namen – von Buchholz bis zur slawischen Form Buckow. Und nicht zuletzt sind Buchenwälder unersetzlich als Erholungsraum. Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen etwa fasziniert die grandiose Kulisse des Bu-chenwalds, der sich von den weißen Kliffhängen der Kreideküste spektakulär hinabzustürzen scheint ins blaugrüne Meer. Ein Naturschauspiel, das den Maler Caspar David Friedrich be-reits vor fast 200 Jahren immer wieder inspirierte zu fantastischen Gemälden. Dass die Bu-chen hier nicht nur überlebten, sondern auch prächtig gediehen und richtig alt wurden, ist dem Standort zu danken – der unzugänglichen Lage wegen wurde der Jasmunder Buchen-wald nie forstwirtschaftlich genutzt. Und so wachsen hier unter hohen Buchenwipfeln voll-kommen ungestört Riesenschachtelhalm und Zwiebelzahnwurz, blühen seltene Orchideen wie der Frauenschuh, brüten Wanderfalken und Seeadler, siedeln Mehlschwalben in großen Kolonien an den Hängen des Kreidekliffs. Auch der Buchenwald von Serrahn im Müritz-Nationalpark ist ein typischer Tiefland-Buchenwald, wie es ihn nur noch im Nordosten Deutschlands gibt. Eine von der Eiszeit hüge-lig geformte Waldlandschaft mit hunderten Seen, Mooren und Wiesen, in der sich ebenfalls viele seltene Tier- und Pflanzenspezies ausgesprochen wohl fühlen. Im wasserreichen Biotop leben Kraniche und Rohrdommeln, brüten See- und Fischadler. In alten Baumriesen und ab-gestorbenen Totholzstämmen wohnen Rote-Liste-Sorgenkinder wie die Mopsfledermaus, Käfer-Notfälle wie der Eremit, Schmarotzer-Pilze wie der Buchen-Schleimrübling und zahllo-se andere Insekten, Pilze, Flechten und Moose. Ähnlich wie auf der Insel Rügen gibt es auch in Serrahns Wäldern schon seit sehr langer Zeit keine intensive fortwirtschaftliche Nutzung mehr. Schuld – aus heutiger Sicht ein enormer Segen – war die Jagdleidenschaft der Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz, die dieses Re-vier sogar umzäunten, um es vor Jagdfrevel und Holzdiebstahl zu schützen. Bis 1945 blieb das Gebiet um Serrahn der privilegierten Jagd vorbehalten. 1952 bereits wurden die Wälder zum Naturschutzgebiet erklärt und 1990 schließlich in den neuen Müritz-Nationalpark integriert. Wo die alten Stämme erahnen lassen, wie die einstigen Urwälder in ganz Deutschland einmal ausgesehen haben. Die 1000-jährigen Eichen von Ivenack Ick weit einen Eikbom, de steiht an de See
de Nurdsturm de brust in sin Knäst;
stolz reckt hei de mächtige Kron in de Höh,
so is dat all dusend Johr wäst. Fritz Reuter Sagenhafte 1000 Jahre! Die Eichen von Ivenack beginnen zu keimen, als slawische Siedler ihr Weidevieh in die Wälder treiben – da endet gerade das erste Jahrtausend nach Christus. Sie strotzen bereits vor Kraft, als auch die Zisterzienser-Nonnen des Klosters Ivenack ab 1252 ihre Schweine, Schafe und Rinder im Wald weiden lassen. Durch den Tierverbiss wird dieser allmählich immer lichter; die Eichen jedoch wachsen unbeirrt weiter, ihre Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere. Zur Reformation haben sie schon stattliche 500 Jah-resringe auf dem knorrigen Zähler. Und heute, noch einmal 500 Jahre danach, ragt die mächtigste der sechs erhaltenen XXL-Exemplare wie eine gigantische Säule gen Himmel. Mit einem Durchmesser von 3,50 Metern. Einem Umfang von 11 Metern. Einer Höhe von 35,5 Metern. Und einem Volumen von 180 Kubikmetern Holz. Anders gesagt: Es handelt sich um das größte, älteste und stärkste Lebewesen in ganz Deutschland. Kein Wunder, dass sich um diese Methusalems allerlei Mythen und Sagen ranken. Da sollen einst sieben Nonnen ihr Gelübde gebrochen und zur Strafe in Eichen verwandelt worden sein. Erst nach tausend Jahren werde die Erste erlöst, jede weitere Nonne/Eiche jeweils hundert Jahre später. In einer anderen Sage werden die Nonnen im Schlaf von Räubern überrascht und fliehen halbnackt in den Wald. Doch sie schämen sich ihres sündhaften An-blicks und bitten Gott, dass er sie schützen möge wie die Bäume im Wald. Und genau das tut er dann auch, indem er sie verwandelt in Eichen. Weitgehend wahr ist die Geschichte von Herodot, einem berühmten Zuchthengst aus dem Ivenacker Gestüt. 1806 vor französischen Truppen in einer hohlen Eiche versteckt, verriet er sich durch Wiehern, wurde entdeckt und zu Napoleon gebracht, der ihn auch ritt. 1814 brachte Marschall Blücher den Schimmel nach Mecklenburg zurück. Als er dort 1829 starb, wurde er ehrenvoll bestattet – natürlich unter einer Eiche. Ivenack heute – das ist ein einzigartiger Tiergarten, in dem die erwähnte mittelalterliche Landnutzungsform des Hudewaldes (Hütewald) weiterhin gepflegt wird. Auch wenn die Rolle des Weideviehs schon seit langem von eingegattertem Damwild übernommen wurde, blei-ben so die natürlichen Bedingungen weitestgehend erhalten, unter denen die Eichen steinalt geworden sind. Verzichtet wird deshalb auch konsequent auf künstliche Stabilisierungsmaß-nahmen und Schönheitsoperationen wie Baumchirurgie oder Ausmauern, lediglich einfache Barrieren um die Eichen schützen die empfindlichen Wurzelbereiche. Und so sind und blei-ben die Ivenacker Eichen eine kultur- und naturhistorische Besonderheit, die ihresgleichen sucht in Deutschland.
Weitere Fotos zum Herunterladen:
5 min
Mehr lesen

10. Mai 2016
| Pressemitteilungen
Pfingsten zu „KunstOffen“ nach Mecklenburg-Vorpommern
Zu „KunstOffen“ am Pfingstwochenende empfangen rund 800 Künstler und Kunsthandwerker interessierte Gäste in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits zum 22. Mal können Besucher vom 14. bis 16. Mai Malern, Bildhauern oder Kunsthandwerkern über die Schulter schauen und sich mit ihnen austauschen. Unterstützt werden sie von Galeristen, Kulturämtern, Kunstvereinen und Stiftungen. „Kulturinteressierte schätzen das Angebot der Reihe ‚KunstOffen‘. Wir rechnen mit rund 50.000 Besuchern, die die Gelegenheit nutzen werden, mit Künstlern ins Gespräch zu kommen“, sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Laut einer Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 200 Beherbergen, Tourist-Informationen und Tourismuszentralen liegt die erwartete durchschnittliche Auslastung bei etwa 75 Prozent. Die Erwartung liegt etwas unter der des Vorjahres. „Je nach Witterungssituation kann sich die tatsächliche Buchungslage gegenüber dem Vorjahr aber noch positiv entwickeln", so Fischer weiter. Sollte das Wetter mitspielen, rechnet Fischer mit vielen kurfristigen Buchungen.
Unter finden Interessierte das Progamm in allen drei teilnehmenden Regionen – Vorpommern, Westliches Mecklenburg sowie Mecklenburgische Seenplatte und Mecklenburgische Schweiz.
„KunstOffen“ in Vorpommern
Zwischen Fischland-Darß-Zingst und der Insel Usedom locken rund 260 Künstler in ihre Ateliers. Die Eröffnungsveranstaltung zum Kulturwochenende findet am 13. Mai ab 18.00 Uhr auf dem Gut Stolpe an der Peene statt. Dabei wird die Sammelausstellung eröffnet, die Werke von 40 ausgewählten Künstlern zeigt, darunter Elke Klonikowski mit der Arbeit „Bunte Welt“, hergestellt in einer Mischtechnik, oder Gerald Dunzik mit der Holzskulptur „Fischer im Netz“. Zudem werden kostenlose Führungen über das Gutshausgelände angeboten, und es gibt Musik aus den 60-iger Jahren von der Rostockerin Angela Klee mit Band. Neu: Im aktuellen Flyer sind überregionale Rad- und Wanderwege mit abgebildet. Damit kann er zur individuellen Tourenplanung für den Besuch der Galerien, Ateliers und Werkstätten genutzt werden. Das Faltblatt liegt in allen Tourist-Informationen in Vorpommern – auf Usedom, Fischland-Darß-Zingst und Rügen aus. Ebenso kann der Flyer unter oder beim Tourismusverband Vorpommern unter der Rufnummer 03834 891189 bestellt werden. Zwischen den Seen: „KunstOffen“ in der Mecklenburgischen Seenplatte
Gelbe Schirme mit dem Aufdruck „KunstOffen“ weisen den Weg zu den rund 100 Orten in der Mecklenburgischen Seenplatte und in der Mecklenburgischen Schweiz, die zur Aktion ihr Können präsentieren. Das Angebot reicht von Malerei über Fotografie bis hin zu Schmuck und Keramik. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 12. Mai um 19.00 Uhr im Torhaus der Burg Wredenhagen statt. Zu sehen gibt es Plastiken und Pastelle von Anke Besser-Güth sowie Malerei von Silke Julia Voß und Sigi Zahn. Anschließend haben Gäste die Qual der Wahl: So lockt das Schloss Kummerow mit einer „Fotografischen Sammlung“ mit Werken von Hiroshi Sugimoto, Bernd und Hilla Becher oder Andreas Gursky, in Gnevezow erklärt Marie-Luise Franz die Technik der Porzellanherstellung, und in der Glasschmiede Paula in Blumenholz zeigt Karin Schöttler ihr Werk. Dazu gibt es Irish Folk, Rock und Swing.
Weitere Informationen: 400 Künstler und jede Menge Kunst und Kunsthandwerk in der Region Westliches Mecklenburg
An der Mecklenburgischen Ostseeküste, in der Region Mecklenburg-Schwerin sowie in der Hansestadt Rostock öffnen 400 Künstler und Kreative ihre Werkstätten zu Pfingsten. Im Kulturhaus Mestlin ist unter dem Titel „Verschwendung“ eine Gemeinschaftsausstellung bildender Künstler zu sehen. Im Gartencafé Sonntagsgrün präsentiert Opernsänger Mikael Babajanyan aus Schwerin Acrylarbeiten und dreidimensionale Scherenschnitte, und im Ostseebad Boltenhagen werden Buddelschiffe präsentiert. Alle Teilnehmer an der Aktion sind unter www.ostseeferien.de/kunst-offen zu finden.
Das gesamte Programm ist unter nach zulesen.
Zwischen Fischland-Darß-Zingst und der Insel Usedom locken rund 260 Künstler in ihre Ateliers. Die Eröffnungsveranstaltung zum Kulturwochenende findet am 13. Mai ab 18.00 Uhr auf dem Gut Stolpe an der Peene statt. Dabei wird die Sammelausstellung eröffnet, die Werke von 40 ausgewählten Künstlern zeigt, darunter Elke Klonikowski mit der Arbeit „Bunte Welt“, hergestellt in einer Mischtechnik, oder Gerald Dunzik mit der Holzskulptur „Fischer im Netz“. Zudem werden kostenlose Führungen über das Gutshausgelände angeboten, und es gibt Musik aus den 60-iger Jahren von der Rostockerin Angela Klee mit Band. Neu: Im aktuellen Flyer sind überregionale Rad- und Wanderwege mit abgebildet. Damit kann er zur individuellen Tourenplanung für den Besuch der Galerien, Ateliers und Werkstätten genutzt werden. Das Faltblatt liegt in allen Tourist-Informationen in Vorpommern – auf Usedom, Fischland-Darß-Zingst und Rügen aus. Ebenso kann der Flyer unter oder beim Tourismusverband Vorpommern unter der Rufnummer 03834 891189 bestellt werden. Zwischen den Seen: „KunstOffen“ in der Mecklenburgischen Seenplatte
Gelbe Schirme mit dem Aufdruck „KunstOffen“ weisen den Weg zu den rund 100 Orten in der Mecklenburgischen Seenplatte und in der Mecklenburgischen Schweiz, die zur Aktion ihr Können präsentieren. Das Angebot reicht von Malerei über Fotografie bis hin zu Schmuck und Keramik. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 12. Mai um 19.00 Uhr im Torhaus der Burg Wredenhagen statt. Zu sehen gibt es Plastiken und Pastelle von Anke Besser-Güth sowie Malerei von Silke Julia Voß und Sigi Zahn. Anschließend haben Gäste die Qual der Wahl: So lockt das Schloss Kummerow mit einer „Fotografischen Sammlung“ mit Werken von Hiroshi Sugimoto, Bernd und Hilla Becher oder Andreas Gursky, in Gnevezow erklärt Marie-Luise Franz die Technik der Porzellanherstellung, und in der Glasschmiede Paula in Blumenholz zeigt Karin Schöttler ihr Werk. Dazu gibt es Irish Folk, Rock und Swing.
Weitere Informationen: 400 Künstler und jede Menge Kunst und Kunsthandwerk in der Region Westliches Mecklenburg
An der Mecklenburgischen Ostseeküste, in der Region Mecklenburg-Schwerin sowie in der Hansestadt Rostock öffnen 400 Künstler und Kreative ihre Werkstätten zu Pfingsten. Im Kulturhaus Mestlin ist unter dem Titel „Verschwendung“ eine Gemeinschaftsausstellung bildender Künstler zu sehen. Im Gartencafé Sonntagsgrün präsentiert Opernsänger Mikael Babajanyan aus Schwerin Acrylarbeiten und dreidimensionale Scherenschnitte, und im Ostseebad Boltenhagen werden Buddelschiffe präsentiert. Alle Teilnehmer an der Aktion sind unter www.ostseeferien.de/kunst-offen zu finden.
Das gesamte Programm ist unter nach zulesen.
2 min
Mehr lesen

04. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
25. Peenefest der Hansestadt Demmin
Riesenrad und Feuerwerk: Vom 20. bis zum 22. Mai feiert die Hansestadt Demmin die Peene. Das größte Volksfest in der Region, zu dem rund 30.000 Besucher erwartet werden, lockt zum 25. Mal mit zahlreichen Höhepunkten, angefangen beim Fackelumzug über den Bootskorso bis hin zu einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm, ans Flussufer. Auf der Peene paddeln zahlreiche Teams beim Kutterrudern um den Sieg, kleine Gäste erwartet ein Animationsprogramm, und der Modellsportclub Demmin stellt am Ufer Schiffsmodelle aus. Die Peene gehört zu den letzten unverbauten Flüssen Europas und begeistert Jahr für Jahr Naturliebhaber, vor allem Kanuten. Übernachtungsmöglichkeiten vermittelt der Tourimusmusverband Mecklenburgische Seenplatte unter
Weitere Informationen:
Weitere Informationen:
30 sek
Mehr lesen

04. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Für Kurzentschlossene: Vier Nächte buchen, nur drei bezahlen
Last minute: Unter locken ausgewählte Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern mit Sparangeboten im Mai. Gäste können vier Nächte bleiben, bezahlen aber nur drei. Vom 12. bis zum 17. Mai 2016 ist das Pfingstangebot inklusive Halbpension buchbar – Verlängerungsnächte sind auf Nachfrage möglich. Mit Meer- oder Seeblick, am Rande der Nationalparke Müriz, Jasmund oder Vorpommersche Boddenlandschaft oder in den Hansestädten Rostock, Wismar und Stralsund – hier findet jeder den passenden Standort. Das Service-Center berät montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 0381 776670 bei der Auswahl. Im Mai besticht Mecklenburg-Vorpommern mit leuchtend gelben Rapsfeldern. Mutige zieht es zum Baden in die Ostsee oder die Seen.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen:
34 sek
Mehr lesen

04. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Peilturm und Pfarrwitwenhaus
Wo lassen sich die Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps von Deutschlands größter Insel am besten im Bild festhalten? Die Anwort liefert die neue Faltkarte mit dem Titel „Top 15 Foto-Spots auf Rügen“. Kaum größer als eine Kreditkarte liefert sie jede Menge Informationen für Freizeitfotografen. Verzeichnet sind über die Landesgrenzen hinaus bekannte Orte wie der Königsstuhl und das Kap Arkona, aber auch pittoreske mitunter unbekannte wie das Pfarrwitwenhaus im kleinen Fischerdorf Groß Zicker oder Altefähr, von dem Gäste einen faszinierenden Blick auf Stralsund genießen können. Die Karte bietet GPS-Daten, eine Kurzbeschreibung und nützlichen Informationen über Motive, Parkmöglichkeiten und die besten Tages- und Jahreszeiten zum Fotografieren. Das Faltblatt steht unter zum Herunterladen bereit und kann unter bestellt werden. Tipp: Die Tourismuszentrale Rügen lädt in Kooperation mit den Kurverwaltungen der Insel erstmals zu so genannten Instawalks ein. Die Touren zu Themen wie Bäderarchitektur oder Kreideküste bieten Nutzern des Social-Media-Kanals Instagram zahlreiche Motive zum Befüllen. Mehr dazu unter
Weitere Informationen: ,
Weitere Informationen: ,
50 sek
Mehr lesen

04. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Schwerin Schätze auf einen Blick
Schloss und Zoo, Geocaching und Kletterwald: Der neue Flyer „Schwerin – Schätze erleben“ präsentiert auf elf Seiten Freizeittipps für die Landeshauptstadt. Im Faltblatt finden Interessierte Sehenswürdigkeiten und Gastronomietipps. Eine Übersichtskarte zeigt 17 Spielplätze in der Stadt und im Veranstaltungskalender sind Höhepunkte gelistet, angefangen beim kulinarischen Event „GourmetGarten“ vom 15. bis 17. Juli rund um den Schlossgartenpavillon bis hin zum Drachenbootfestival am dem städtischen Pfaffenteich. Mit Spannung wird die Eröffnung des „Museums der Moderne“ am 1. und 2. Juli erwartet, in dem Kunst nach 1945 – und damit im Besonderen auch die Werke des international bekannten Malers und Objektkünstlers Günther Uecker gezeigt werden sollen. Daneben gibt es im Flyer Tipps für einen Bummel, Wellness-Oasen am Rande der Stadt sowie Hinweise zum Schwerin-Ticket, mit dem Gäste die Stadt bequem entdecken können. Der Flyer ist kostenlos bei der Stadtmarketing Gesellschaft Schwerin mbH unter der Rufnummer 0385 555094 zu bestellen.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen:
42 sek
Mehr lesen

04. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Neu: Couponheft „wismarPLUS“
Zum Saisonbeginn startet Wismar mit einem neuen Angebot für Gäste. Das Couponheft „wismarPLUS“ bietet zahlreiche Ermäßigungen in der Unesco-Welterbe- und Hansestadt. Es richtet sich an Gäste, die einen mehrtägigen Aufenthalt in der Region planen. So gibt es Rabatte für das Erlebnisbad Wonnemar, den Tierpark, das Erlebnismuseum „phanTECHNIKUM“, das Theater oder für die Ausflugsschiffe, die zu Törns in der Wismarer Bucht einladen. Bei Inanspruchnahme aller Angebote von „wismarPLUS“ kann der Nutzer bis zu 30 Euro sparen. Das Couponheft „wismarPLUS“, das in der Wismarer Tourist-Information, in den beteiligten Partnerfirmen sowie in ausgewählten Hotels erhältlich ist, kostet zwölf Euro und ist bis Jahresende 2016 gültig. Im Preis enthalten ist zudem ein Tagesticket für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs im Wismarer Stadtgebiet.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen:
37 sek
Mehr lesen

03. Mai 2016
| Pressemitteilungen
300 Kilometer für Jedermann: „Mecklenburger Seen Runde“ geht in die dritte Runde
Aktivurlauber und Freizeitsportler aufgepasst: Am 27. und 28. Mai geht die "Mecklenburger Seen Runde" in der Mecklenburgischen Seenplatte, ein Radsportereignis, zu dem bis zu 3.000 Teilnehmer erwartet werden, in die dritte Runde. Die Mecklenburgische Seenplatte wird dabei zur eindrucksvollen Kulisse der 300 Kilometer langen „Jedermann-Fahrradtour“. Jedermann ist hier wörtlich zu verstehen, denn es können sich alle, die Freude am Radfahren haben, zu diesem Ereignis anmelden. Im Vordergrund der Radtour steht nicht etwa der Wettbewerb um die schnellstmögliche Zeit. Vielmehr liegt der Fokus auf gemeinschaftlichem Radfahren und dem Spaß am Radsport. Dazu Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Die ‚Mecklenburger Seen Runde‘ ist mehr als ein Radrennen. Sie sorgt für eine spürbare Belebung der Mecklenburgischen Seenplatte und verbindet Orte und Menschen in der Region. Der Veranstalter versteht es, touristische Partner, regionale Akteure und Ehrenamtliche erfolgreich zu vernetzen. Die Einführung der Veranstaltung in den letzten beiden Jahren ist beeindruckend gelungen. Jetzt geht es darum, das Konzept kontinuierlich weiterzuentwickeln.” Die „Mecklenburger Seen Runde“ zähle laut Fischer neben dem Ansommern () inzwischen zu den Veranstaltungshöhepunkten in der Mecklenburgischen Seenplatte.
Immer mehr Gäste interessieren sich für das Veranstaltungsformat: „Ein Drittel der Teilnehmer kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, der Rest aus dem gesamten Bundesgebiet. Ganz allmählich steigt auch die Zahl der Starter aus dem Ausland“, sagte Detlef Koepke, Veranstalter der "Mecklenburger Seen Runde". "Immer mehr Firmen, darunter der Windenergieanlagenbauer Nordex oder die AOK Nordost, sehen in dem Event eine gute Gelegenheit, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Oftmals trainieren die Teams vorab gemeinsam für das Event und investieren damit in ihre Gesundheit", so Koepke weiter.
Die "Mecklenburger Seen Runde", die als Rundtour konzipiert ist, startet in Neubrandenburg und führt über Neustrelitz, Mirow, Röbel/Müritz und Penzlin. Zudem ist eine Frauenrunde ausgewiesen, die als Rundtour über 90 Kilometer durch die Feldberger Seenlandschaft führt. Teilnehmer erwartet ein Rundum-sorglos-Paket. Es beinhaltet einen Massageservice an vielen Stationen entlang der Strecke, einen Busfahrplan für Fahrer, die die Rundtour abbrechen wollen, es gibt Pannenfahrzeuge und Reparaturdienste sowie ein eigens für das Event entwickeltes Müsli namens "Kette rechts", das die notwendige Energie für das Rennen liefern soll. Zudem erhalten die Teilnehmer ein handgefertigtes Starterkit. Daneben gibt es eine kleine Fahrradmesse, ein Bühnenprogramm sowie eine Hüpfburg und einen Hindernisparcours für die kleinen Gäste. Die Anmeldung für den 300-Kilometer-Radmarathon und die 90-Kilometer Frauenrunde ist bis zum 15. Mai unter möglich.
Radler können sich zudem ein zweites Event vormerken: Mecklenburg-Vorpommern ist am 17. und 18. September 2016 erneut Austragungsort der Retro-Rad-Veranstaltung „Velo Classico“. Teilnehmen kann jeder, der Kultur- und Naturerlebnisse miteinander verbinden möchte und auf Rädern fährt, die bereits einige Jahre auf dem Buckel haben. Zudem wird das modische Trikot durch Vintage-Kleidung ersetzt. Die Strecken führen größtenteils auf nicht befestigten Straßen durch wunderschöne Natur, zu und vorbei an typisch mecklenburgischen Dörfern und historischen Stätten. Neben dem sportlichen Aspekt lässt ein umfangreiches Kulturprogramm rund um Räder, Mode und Genuss den Charme der guten alten Fahrradzeit wieder aufleben.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen:
2 min
Mehr lesen

29. Apr 2016
| Pressemitteilungen
+++ Meck-Pomm Short News April 2 +++
Im Bärenwald Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte wurde der Grundstein für die Erweiterung des Erlebniszentrums gelegt, das derzeit 17 Braunbären beherbergt. In Zukunft können Besucher auf einem Naturentdeckerpfad in die Lebenswelt der Tiere eintauchen, Wissenswertes über die Entwicklung der Bärenpopulation in Europa lernen und mehr über Mythen und Fabeln rund um die Wildtiere erfahren. Zudem entstehen ein neuer Empfangsbereich mit Bibliothek und einem Umweltbildungsraum sowie eine Aussichtsplattform und neue Spielplätze. Der Bärenwald Müritz ist Westeuropas größtes Bärenschutzzentrum, das Tieren aus nicht artgerechter Haltung einen bedürfnisgerechten Lebensraum gibt und Besuchern ermöglicht, die Braunbären in ihrer natürlichen Umgebung beobachten zu können. Die Erweiterung wird vom Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ gefördert.
Weitere Informationen:
Ab dieser Saison verfügt die Inselregion Usedom über ein umfangreiches Ladenetzwerk für Elektroautos, gelegen an zehn Ausflugszielen auf der Sonneninsel und auf dem angrenzenden Festland. Zudem können umweltbewusste Gäste ab Juni an den Stationen der Autovermieter „app2drive“ und „BlueGreen Ahlbeck“ ihr E-Auto zur Inselrundfahrt mieten. Am ersten Mai wird die erste Ladestation am Postel in Wolgast eröffnet, ab Juni folgen Stationen unter anderem in den Dreikaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, in Neppermin im Landesinneren der Insel sowie in Anklam und Libnow auf dem Vorpommerschen Festland. Alle Ladestationen werden mit Ökostrom gespeist. Das neue Angebot wurde von der Energiegenossenschaft „Inselwerke“ initiiert, weitere Ladestationen an ausgewählten, touristisch interessanten Standorten sind geplant. Weitere Informationen: , ,
Erstmals können Wassersportbegeisterte im Rahmen der Warnemünder Woche an einem Stand-Up-Paddling-Rennen teilnehmen. Ob Einsteiger oder erfahrener Paddler, am 4. Juli kann jeder Interessierte, der mindestens 16 Jahre alt ist, beim Wettkampf auf dem „Alten Strom“ in Warnemünde mitpaddeln. Der Spaß für Teilnehmer und Zuschauer steht im Vordergrund des Rennens, das sowohl einzeln als auch im Team bestritten werden kann und Teil des bundesweiten „Nisco SUP Race“ ist. Der „HW-Shapes Surfshop“, Partner der Veranstaltung, stellt für die Teilnehmer Wettkampfboards zur Verfügung. Der Sieger qualifiziert sich für einen Startplatz beim Finale des „Nisco Race“. Die Warnemünder Woche gehört mit etwa 2.000 Seglern aus rund 30 Ländern sowie zahlreichen begleitenden Veranstaltungen im, am und auf dem Wasser zu den größten Regattaveranstaltungen in Deutschland. Zur Anmeldung und für Informationen zum Rennen melden sich Interessierte unter sup@hw-shapes.de. Weitere Informationen:
Start in die Saison: Von Mai bis Oktober ist das Naturkundemuseum „Natureum“ am Leuchtturm Darßer Ort auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr und im Juni und August bis 18.00 Uhr geöffnet. Besucher können das Naturkundemuseum am Leuchtturm zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Pferdekutsche erreichen und Ausstellungen zu den Themen „Naturraum Darßer Ort“, „Tiere der Darßlandschaft“, „Ostseeküste“, „Küstendynamik“ und „Leuchtturmgeschichte“ besuchen. Ergänzend finden regelmäßig Sonderausstellungen statt. Zudem können für 19 Stationen im Natureum und einen Rundgang im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft anhand von sechs Stationen E-Guides ausgeliehen werden, welche über Fakten und Geschichten zu den jeweiligen Punkten informieren. Weitere Informationen:
Tradition neu aufgelegt: Am 8. Mai um 18.00 Uhr gastiert das schwedische Vokalquartett Kongero in der Petrikirche in der Östlichen Altstadt der Hansestadt Rostock. Vier Folkmusikerinnen präsentieren hier traditionelle Folksongs aus ihrer Heimat sowie selbstverfasste Lieder einmal ganz anders, nämlich in A-capella-Versionen. Dabei kreieren die vier Sängerinnen einen eigenen Sound aus verflochtenen Harmonien und treibenden Rhythmen, der die traditionelle Musik Schwedens frisch und modern auf die Bühne bringt. Das Ensemble hat bisher drei Alben veröffentlicht und konnte bereits auf Touren in Europa, Asien und Amerika sein Können unter Beweis stellen. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Weitere Informationen: ,
+++ Ladenetzwerk für Elektroautos in der Inselregion Usedom +++
Ab dieser Saison verfügt die Inselregion Usedom über ein umfangreiches Ladenetzwerk für Elektroautos, gelegen an zehn Ausflugszielen auf der Sonneninsel und auf dem angrenzenden Festland. Zudem können umweltbewusste Gäste ab Juni an den Stationen der Autovermieter „app2drive“ und „BlueGreen Ahlbeck“ ihr E-Auto zur Inselrundfahrt mieten. Am ersten Mai wird die erste Ladestation am Postel in Wolgast eröffnet, ab Juni folgen Stationen unter anderem in den Dreikaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, in Neppermin im Landesinneren der Insel sowie in Anklam und Libnow auf dem Vorpommerschen Festland. Alle Ladestationen werden mit Ökostrom gespeist. Das neue Angebot wurde von der Energiegenossenschaft „Inselwerke“ initiiert, weitere Ladestationen an ausgewählten, touristisch interessanten Standorten sind geplant. Weitere Informationen: , ,
++ Neu: Stand-Up-Paddling-Rennen bei der Warnemünder Woche +++
Erstmals können Wassersportbegeisterte im Rahmen der Warnemünder Woche an einem Stand-Up-Paddling-Rennen teilnehmen. Ob Einsteiger oder erfahrener Paddler, am 4. Juli kann jeder Interessierte, der mindestens 16 Jahre alt ist, beim Wettkampf auf dem „Alten Strom“ in Warnemünde mitpaddeln. Der Spaß für Teilnehmer und Zuschauer steht im Vordergrund des Rennens, das sowohl einzeln als auch im Team bestritten werden kann und Teil des bundesweiten „Nisco SUP Race“ ist. Der „HW-Shapes Surfshop“, Partner der Veranstaltung, stellt für die Teilnehmer Wettkampfboards zur Verfügung. Der Sieger qualifiziert sich für einen Startplatz beim Finale des „Nisco Race“. Die Warnemünder Woche gehört mit etwa 2.000 Seglern aus rund 30 Ländern sowie zahlreichen begleitenden Veranstaltungen im, am und auf dem Wasser zu den größten Regattaveranstaltungen in Deutschland. Zur Anmeldung und für Informationen zum Rennen melden sich Interessierte unter sup@hw-shapes.de. Weitere Informationen:
+++ Naturkundemuseum „Natureum“ im Darßer Ort ab Mai geöffnet +++
Start in die Saison: Von Mai bis Oktober ist das Naturkundemuseum „Natureum“ am Leuchtturm Darßer Ort auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr und im Juni und August bis 18.00 Uhr geöffnet. Besucher können das Naturkundemuseum am Leuchtturm zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Pferdekutsche erreichen und Ausstellungen zu den Themen „Naturraum Darßer Ort“, „Tiere der Darßlandschaft“, „Ostseeküste“, „Küstendynamik“ und „Leuchtturmgeschichte“ besuchen. Ergänzend finden regelmäßig Sonderausstellungen statt. Zudem können für 19 Stationen im Natureum und einen Rundgang im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft anhand von sechs Stationen E-Guides ausgeliehen werden, welche über Fakten und Geschichten zu den jeweiligen Punkten informieren. Weitere Informationen:
+++ Schwedischer A-capella-Folk zu Gast in der Petrikirche in Rostock +++
Tradition neu aufgelegt: Am 8. Mai um 18.00 Uhr gastiert das schwedische Vokalquartett Kongero in der Petrikirche in der Östlichen Altstadt der Hansestadt Rostock. Vier Folkmusikerinnen präsentieren hier traditionelle Folksongs aus ihrer Heimat sowie selbstverfasste Lieder einmal ganz anders, nämlich in A-capella-Versionen. Dabei kreieren die vier Sängerinnen einen eigenen Sound aus verflochtenen Harmonien und treibenden Rhythmen, der die traditionelle Musik Schwedens frisch und modern auf die Bühne bringt. Das Ensemble hat bisher drei Alben veröffentlicht und konnte bereits auf Touren in Europa, Asien und Amerika sein Können unter Beweis stellen. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Weitere Informationen: ,
3 min
Mehr lesen

26. Apr 2016
| Pressemitteilungen
ADFC und Tourismusverband mahnen mehr Zusammenarbeit für Radtourismus an
Schulterschluss für den Radtourismus: Auf der ersten gemeinsam veranstalteten Radkonferenz haben der Allgemeine Deutsche Fahrradclub MV (ADFC) und der Landestourismusverband mit einem Aktionsprogramm aus acht Punkten mehr Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit für den Radtourismus im Land gefordert.
Unter dem Titel „Aufbruch oder Stillstand?“ diskutierten rund 80 Teilnehmer in Rostock Perspektiven für den Radtourismus, die Entwicklung der Radinfrastruktur sowie Handlungsoptionen für Politik und Verbände. „Radverkehr funktioniert dann am besten, wenn die Anforderungen Einheimischer und Urlauber in Einklang gebracht und nicht voneinander losgelöst behandelt werden. Um alle Möglichkeiten des Ausbaus und Erhalts auch touristischer Wege zu nutzen, brauchen wir ein stärkeres Denken und Handeln über einzelne Zuständigkeiten auf den Ebenen des Landes, der Landkreise und der Kommunen hinaus“, erklärte Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes MV. Das Land bleibe in der Entwicklung des Radverkehrs unter seinen Möglichkeiten, was weniger am finanziellen Spielraum als an der optimierbaren Abstimmung läge. „Wir müssen auf Basis festgelegter Schwerpunkte noch integrierter und effizienter planen, um den Bedürfnissen von Einheimischen und Touristen gleichermaßen gerecht zu werden“, so Seidel. Radfahren ist aktuellen Erhebungen zufolge die wichtigste Urlaubsaktivität im Nordosten; 41 Prozent aller Gäste des Landes nutzen das Rad während ihres Aufenthaltes. MV rutscht in Bewertung ab
Jürgen Seidel verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern im auch aufgrund des E-Bike-Trends ansteigenden Radtourismus die lang besetzte Spitzenposition eingebüßt hat: Das Urlaubsland rutschte laut der ADFC-Radreiseanalyse 2016 von Platz drei auf Platz sieben der beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands ab. „Dies ist ein Dämpfer für das Radreiseland Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Verbandspräsident. Auch die Zufriedenheit der Gäste mit den Radwegen sank empfindlich: Im Sommer 2009 wurden die Wege von den Urlaubern im Nordosten auf einer Notenskala von 1 bis 6 noch mit durchschnittlich 1,78 bewertet. Dieser Wert ist laut der aktuellen, repräsentativen Gästebefragung, dem Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus 2015/16, auf 2,04 abgesunken.
„Wir müssen jetzt gegensteuern“, sagte Martin Elshoff, stellvertretender Vorsitzender des ADFC-Landesverbandes. Er bezeichnete in diesem Zusammenhang die inzwischen sehr gute Kooperation zwischen ADFC und Tourismusverband als beispielgebend. „Der ADFC erhofft sich davon eine stärkere Förderung des Radtourismus durch Landesregierung und eine konstruktive Zusammenarbeit mit den regionalen Tourismusverbänden.“ Die Anforderungen an Wege, Beschilderungen, Rastplätze sowie an die Vermarktung hätten in Zeiten vernetzter Beförderungsmittel, Digitalisierung, E-Mobilität und nachhaltigem Verkehr weiter zugenommen. Übergreifende Radverkehrskonzeption erforderlich
Das auf der Konferenz vorgestellte Aktionsprogramm umfasst acht Punkte: Unter anderem wird darin die bessere Verbindung von Freizeit- und Alltagsverkehr ausgehend von einer reibungslosen Zusammenarbeit der zuständigen Ministerien über die Landkreise bis zu den Kommunen gefordert. Dazu sei eine ressortübergreifende Radverkehrskonzeption mit klaren Verantwortungen und Aufgabenstellungen erforderlich. Weiterhin solle der Ausbau touristischer Strecken insbesondere auf den Fern- und Rundwegen mittels der in Strategiegesprächen zwischen Tourismusverbänden, Landkreisen und Kommunen abgestimmten Prioritätenliste erfolgen. Danach gelten von den Fernwegen unter anderem der Ostseeküsten-Radweg, der Radweg Berlin-Kopenhagen, der Mecklenburger Seen-Radweg, der Oder-Neiße Radweg und der Radweg Hamburg-Rügen als besonders wichtig. Stärker müsse das Land zudem die veränderten Anforderungen an die Infrastruktur unter anderem durch die Zunahme von Elektrofahrrädern berücksichtigen. Eine einheitliche Wegweisung, moderne Ladestationen, höhere Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die intelligente Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln seien erforderlich. Tourismusforscher: Radtourismus braucht starken politischen Rückhalt
Überdies müsste das Qualitätsmanagement im Radtourismus zum Beispiel durch die Zertifizierung von Wegen, Quartieren und Infostellen wieder eine größere Rolle spielen, um die Gästezufriedenheit zu erhöhen. Im Jahr 2017 soll bei einer Konferenz speziell die Herausforderung, touristische Infrastruktur an Radwegen in dünn besiedelten Regionen aufrecht zu erhalten, thematisiert werden. Außerdem ist geplant, das Marketing mit dem touristischen Themenjahr „Radwanderland Mecklenburg-Vorpommern 2018“ zu stärken. „In der Vor- und in der Nachsaison sowie in den Auslandsmärkten liegen bei einer Trendumkehr noch erhebliche Potenziale für den Radtourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Der Nordosten muss bei Innovationen, Investitionen und integrierter Zusammenarbeit wieder eine führende Rolle einnehmen. Radwege sind Lebensadern gerade im ländlichen Raum“, erklärte Tourismusverbandspräsident Jürgen Seidel.
Der auf der Radkonferenz referierende Tourismusforscher Dr. Mathias Feige (dwif-Consulting) bezeichnete den Radtourismus in MV als einen etablierten, ökonomisch hoch interessanten Markt mit weiteren guten Entwicklungsperspektiven für mehr Wertschöpfung: „Hauptaufgaben sind der Erhalt der Qualität der Infrastruktur, eine Konzentration auf wirklich nachfragestarke Bereiche und Strecken sowie eine noch konsequentere Zielgruppenorientierung in der Angebotsgestaltung und der Kommunikation.“ Der Radtourismus in MV brauche daher starken politischen Rückhalt. Nach Angaben Dr. Feiges beträgt der Netto-Umsatz im Radtourismus in Deutschland rund 13 Milliarden Euro, die Netto-Wertschöpfung beläuft sich auf etwa 7,3 Milliarden Euro. HINTERGRUND Aktionsprogramm Radtourismus von ADFC und Tourismusverband MV: 1. Radverkehr als wichtigen Mobilitäts- und Wirtschaftsfaktor stärker wahrnehmen und berücksichtigen
a. wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Radtourismus anerkennen
b. Vernetzung von Freizeit- und Alltagsverkehr nutzt Bevölkerung und Touristen
c. dem Wert entsprechende Einbindung in Landestourismuskonzeption, politische Programme und den integrierten Verkehrsplan des Landes
d. Sicherung, Kontinuität und Nutzung von Marktforschung
2. Erstellung einer ressortübergreifenden Radverkehrskonzeption für Mecklenburg-Vorpommern
a. Grundlage für ergebnisorientierte und effiziente interministerielle bzw.
Ebenen übergreifende Zusammenarbeit
b. Berücksichtigung (unter anderem):
- verschiedene Interessensgruppen
- einheitliches Wegekataster
- Qualitätsmanagement
- Sicherung der Datengrundlage
3. Klare Regelung der Zuständigkeiten
a. Belebung und Neustrukturierung einer interministeriellen Arbeitsgruppe Radverkehr
b. Festlegung klarer Verantwortlichkeiten für den Radverkehr/Radtourismus in allen zuständigen Ministerien, Landkreisen und Kommunen i. S. v. Aufgabenteilung
c. Schaffung und abgestimmte Zusammenarbeit mit den koordinierenden Stellen auf Landesebene (Landesradwegemeister-/in) und auf kommunaler Ebene (geplante AG fahrradfreundlicher Kommunen in MV, Landesamt für Straßenbau und Verkehr, ADFC und TMV)
4. Touristischer Radwegebau
a. Schwerpunktsetzung auf Fern- und Rundwegen mittels einer Prioritätenliste, die zwischen Fachverbänden, Landkreisen und Kommunen in Strategiegesprächen abgestimmt wurde
b. Beispiel Fernwege: Ostseeküsten Radweg, Radweg Berlin-Kopenhagen, Mecklenburger Seen Radweg, Oder-Neiße-Radweg, Radweg Hamburg-Rügen prioritär
c. Lückenschlüsse mit den stärksten Effekten (i. S. v. Doppelnutzung)
d. Berücksichtigung der Schwerpunkte in der Förderpolitik
5. Sicherung und Ausbau einer zeitgemäßen Infrastruktur
a. Ausbau Intermodalität und Optimierung der Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln für vernetzte Mobilität
b. einheitliche, lückenlose Wegweisung nach Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
c. Erhöhung der Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in Bahn und Bussen
d. Schaffung von sicheren Fahrradabstellanlagen an touristischen Sehenswürdigkeiten
e. Bestandsaufnahme und Sanierung von Schutzhütten und Rastplätzen Ausrichtung und Anpassung der Radwege und Infrastruktur an neue technische Anforderungen (Befahrbarkeit mit höherer Geschwindigkeit, Transporträder, Fahrradanhänger, Ladeinfrastruktur)
6. Stärkung des Qualitätsmanagements im Radtourismus
a. Analyse und Umsetzung von Zertifizierungen (z. B. ADFC-Qualitätsradrouten, BettundBike, ServiceQ, i-Marke)
b. Bewertung der Kundenzufriedenheit
7. Konferenz zum Thema „Förderung und Sicherung der touristischen Infrastruktur im Radtourismus“ im Jahr 2017
Schwerpunkte unter anderem:
a. Beherbergungs- und Gastronomieangebote
b. Freizeitinfrastruktur
c. Wegeinfrastruktur und Kommunikationssicherheit
d. Wettbewerb „Fahrradfreundliche Kommune“
8. Stärkung des touristischen Marketings mit dem Themenjahr „Radwanderland Mecklenburg-Vorpommern 2018“
Ziele (unter anderem):
a. Belebung der Vor- und Nachsaison
b. Stärkung des Auslandsmarktes
c. Produktinnovationen
d. Radtourismus als Kernaktivität bei Gästen und Einheimischen verankern Zahlen und Fakten zum Radtourismus in MV
Laut Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus gaben im Sommer 2015 (Mai-Oktober) 41 Prozent der Gäste in Mecklenburg-Vorpommern an, während ihres Urlaubs mindestens einmal Fahrrad zu fahren. Immerhin 23 Prozent der Gäste bezeichneten ihren Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern konkret als Radurlaub (Mehrfachnennungen möglich). Damit gehört der Radurlaub zu den wichtigsten Urlaubsarten in Mecklenburg-Vorpommern (Rang 4). Rund fünf Prozent der Gäste fahren in ihrem Urlaub hauptsächlich Rad. Für 18 Prozent der MV-Gäste war das Angebot an Radwegen ein konkreter Entscheidungsgrund, sich für ihr Reiseziel zu entscheiden. Zwar wird das Rad im Urlaub vor allem zwischen Mai und Oktober genutzt: Fast die Hälfte aller Befragten fährt im Urlaub auf zwei Rädern. Aber auch zwischen November und April nutzt gut ein Drittel der Gäste im Nordosten das Fahrrad. Fahrradfahren spielt demzufolge auch in der Nebensaison eine Rolle.
Mehr als 6.000 Kilometer Radwege laden in MV zu abwechslungsreichen Touren ein. Es bestehen beispielsweise neun Radfernwege mit jeweils 500 bis 600 Kilometern Länge () und 21 Radrundwege (jeweils zwischen 100 und 300 Kilometern Länge,). In allen Regionen sind zudem Kurztouren ausgewiesen. Die touristischen Radwege führen über straßenbegleitende Radwege, wenig befahrene Orts-, Gemeinde- und Kreisstraßen, gut befahrbare Wald- und Feldwege. Der Landestourismusverband bewirbt vorrangig die Radfern- und Radrundwege im Land. Gute Chancen in der weiteren Entwicklung hat unter anderem der Ostseeküstenradweg: 7,1 Prozent, und damit die meisten der vom ADFC zur aktuellen Radreiseanalyse Befragten, gaben an, in der Saison 2016 diesen Radweg befahren zu wollen. Schon jetzt belegt der Ostseeküstenradweg den fünften Rang bei der Frage nach den beliebtesten Radfernwegen in Deutschland.
Unter dem Titel „Aufbruch oder Stillstand?“ diskutierten rund 80 Teilnehmer in Rostock Perspektiven für den Radtourismus, die Entwicklung der Radinfrastruktur sowie Handlungsoptionen für Politik und Verbände. „Radverkehr funktioniert dann am besten, wenn die Anforderungen Einheimischer und Urlauber in Einklang gebracht und nicht voneinander losgelöst behandelt werden. Um alle Möglichkeiten des Ausbaus und Erhalts auch touristischer Wege zu nutzen, brauchen wir ein stärkeres Denken und Handeln über einzelne Zuständigkeiten auf den Ebenen des Landes, der Landkreise und der Kommunen hinaus“, erklärte Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes MV. Das Land bleibe in der Entwicklung des Radverkehrs unter seinen Möglichkeiten, was weniger am finanziellen Spielraum als an der optimierbaren Abstimmung läge. „Wir müssen auf Basis festgelegter Schwerpunkte noch integrierter und effizienter planen, um den Bedürfnissen von Einheimischen und Touristen gleichermaßen gerecht zu werden“, so Seidel. Radfahren ist aktuellen Erhebungen zufolge die wichtigste Urlaubsaktivität im Nordosten; 41 Prozent aller Gäste des Landes nutzen das Rad während ihres Aufenthaltes. MV rutscht in Bewertung ab
Jürgen Seidel verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern im auch aufgrund des E-Bike-Trends ansteigenden Radtourismus die lang besetzte Spitzenposition eingebüßt hat: Das Urlaubsland rutschte laut der ADFC-Radreiseanalyse 2016 von Platz drei auf Platz sieben der beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands ab. „Dies ist ein Dämpfer für das Radreiseland Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Verbandspräsident. Auch die Zufriedenheit der Gäste mit den Radwegen sank empfindlich: Im Sommer 2009 wurden die Wege von den Urlaubern im Nordosten auf einer Notenskala von 1 bis 6 noch mit durchschnittlich 1,78 bewertet. Dieser Wert ist laut der aktuellen, repräsentativen Gästebefragung, dem Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus 2015/16, auf 2,04 abgesunken.
„Wir müssen jetzt gegensteuern“, sagte Martin Elshoff, stellvertretender Vorsitzender des ADFC-Landesverbandes. Er bezeichnete in diesem Zusammenhang die inzwischen sehr gute Kooperation zwischen ADFC und Tourismusverband als beispielgebend. „Der ADFC erhofft sich davon eine stärkere Förderung des Radtourismus durch Landesregierung und eine konstruktive Zusammenarbeit mit den regionalen Tourismusverbänden.“ Die Anforderungen an Wege, Beschilderungen, Rastplätze sowie an die Vermarktung hätten in Zeiten vernetzter Beförderungsmittel, Digitalisierung, E-Mobilität und nachhaltigem Verkehr weiter zugenommen. Übergreifende Radverkehrskonzeption erforderlich
Das auf der Konferenz vorgestellte Aktionsprogramm umfasst acht Punkte: Unter anderem wird darin die bessere Verbindung von Freizeit- und Alltagsverkehr ausgehend von einer reibungslosen Zusammenarbeit der zuständigen Ministerien über die Landkreise bis zu den Kommunen gefordert. Dazu sei eine ressortübergreifende Radverkehrskonzeption mit klaren Verantwortungen und Aufgabenstellungen erforderlich. Weiterhin solle der Ausbau touristischer Strecken insbesondere auf den Fern- und Rundwegen mittels der in Strategiegesprächen zwischen Tourismusverbänden, Landkreisen und Kommunen abgestimmten Prioritätenliste erfolgen. Danach gelten von den Fernwegen unter anderem der Ostseeküsten-Radweg, der Radweg Berlin-Kopenhagen, der Mecklenburger Seen-Radweg, der Oder-Neiße Radweg und der Radweg Hamburg-Rügen als besonders wichtig. Stärker müsse das Land zudem die veränderten Anforderungen an die Infrastruktur unter anderem durch die Zunahme von Elektrofahrrädern berücksichtigen. Eine einheitliche Wegweisung, moderne Ladestationen, höhere Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die intelligente Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln seien erforderlich. Tourismusforscher: Radtourismus braucht starken politischen Rückhalt
Überdies müsste das Qualitätsmanagement im Radtourismus zum Beispiel durch die Zertifizierung von Wegen, Quartieren und Infostellen wieder eine größere Rolle spielen, um die Gästezufriedenheit zu erhöhen. Im Jahr 2017 soll bei einer Konferenz speziell die Herausforderung, touristische Infrastruktur an Radwegen in dünn besiedelten Regionen aufrecht zu erhalten, thematisiert werden. Außerdem ist geplant, das Marketing mit dem touristischen Themenjahr „Radwanderland Mecklenburg-Vorpommern 2018“ zu stärken. „In der Vor- und in der Nachsaison sowie in den Auslandsmärkten liegen bei einer Trendumkehr noch erhebliche Potenziale für den Radtourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Der Nordosten muss bei Innovationen, Investitionen und integrierter Zusammenarbeit wieder eine führende Rolle einnehmen. Radwege sind Lebensadern gerade im ländlichen Raum“, erklärte Tourismusverbandspräsident Jürgen Seidel.
Der auf der Radkonferenz referierende Tourismusforscher Dr. Mathias Feige (dwif-Consulting) bezeichnete den Radtourismus in MV als einen etablierten, ökonomisch hoch interessanten Markt mit weiteren guten Entwicklungsperspektiven für mehr Wertschöpfung: „Hauptaufgaben sind der Erhalt der Qualität der Infrastruktur, eine Konzentration auf wirklich nachfragestarke Bereiche und Strecken sowie eine noch konsequentere Zielgruppenorientierung in der Angebotsgestaltung und der Kommunikation.“ Der Radtourismus in MV brauche daher starken politischen Rückhalt. Nach Angaben Dr. Feiges beträgt der Netto-Umsatz im Radtourismus in Deutschland rund 13 Milliarden Euro, die Netto-Wertschöpfung beläuft sich auf etwa 7,3 Milliarden Euro. HINTERGRUND Aktionsprogramm Radtourismus von ADFC und Tourismusverband MV: 1. Radverkehr als wichtigen Mobilitäts- und Wirtschaftsfaktor stärker wahrnehmen und berücksichtigen
a. wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Radtourismus anerkennen
b. Vernetzung von Freizeit- und Alltagsverkehr nutzt Bevölkerung und Touristen
c. dem Wert entsprechende Einbindung in Landestourismuskonzeption, politische Programme und den integrierten Verkehrsplan des Landes
d. Sicherung, Kontinuität und Nutzung von Marktforschung
2. Erstellung einer ressortübergreifenden Radverkehrskonzeption für Mecklenburg-Vorpommern
a. Grundlage für ergebnisorientierte und effiziente interministerielle bzw.
Ebenen übergreifende Zusammenarbeit
b. Berücksichtigung (unter anderem):
- verschiedene Interessensgruppen
- einheitliches Wegekataster
- Qualitätsmanagement
- Sicherung der Datengrundlage
3. Klare Regelung der Zuständigkeiten
a. Belebung und Neustrukturierung einer interministeriellen Arbeitsgruppe Radverkehr
b. Festlegung klarer Verantwortlichkeiten für den Radverkehr/Radtourismus in allen zuständigen Ministerien, Landkreisen und Kommunen i. S. v. Aufgabenteilung
c. Schaffung und abgestimmte Zusammenarbeit mit den koordinierenden Stellen auf Landesebene (Landesradwegemeister-/in) und auf kommunaler Ebene (geplante AG fahrradfreundlicher Kommunen in MV, Landesamt für Straßenbau und Verkehr, ADFC und TMV)
4. Touristischer Radwegebau
a. Schwerpunktsetzung auf Fern- und Rundwegen mittels einer Prioritätenliste, die zwischen Fachverbänden, Landkreisen und Kommunen in Strategiegesprächen abgestimmt wurde
b. Beispiel Fernwege: Ostseeküsten Radweg, Radweg Berlin-Kopenhagen, Mecklenburger Seen Radweg, Oder-Neiße-Radweg, Radweg Hamburg-Rügen prioritär
c. Lückenschlüsse mit den stärksten Effekten (i. S. v. Doppelnutzung)
d. Berücksichtigung der Schwerpunkte in der Förderpolitik
5. Sicherung und Ausbau einer zeitgemäßen Infrastruktur
a. Ausbau Intermodalität und Optimierung der Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln für vernetzte Mobilität
b. einheitliche, lückenlose Wegweisung nach Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
c. Erhöhung der Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in Bahn und Bussen
d. Schaffung von sicheren Fahrradabstellanlagen an touristischen Sehenswürdigkeiten
e. Bestandsaufnahme und Sanierung von Schutzhütten und Rastplätzen Ausrichtung und Anpassung der Radwege und Infrastruktur an neue technische Anforderungen (Befahrbarkeit mit höherer Geschwindigkeit, Transporträder, Fahrradanhänger, Ladeinfrastruktur)
6. Stärkung des Qualitätsmanagements im Radtourismus
a. Analyse und Umsetzung von Zertifizierungen (z. B. ADFC-Qualitätsradrouten, BettundBike, ServiceQ, i-Marke)
b. Bewertung der Kundenzufriedenheit
7. Konferenz zum Thema „Förderung und Sicherung der touristischen Infrastruktur im Radtourismus“ im Jahr 2017
Schwerpunkte unter anderem:
a. Beherbergungs- und Gastronomieangebote
b. Freizeitinfrastruktur
c. Wegeinfrastruktur und Kommunikationssicherheit
d. Wettbewerb „Fahrradfreundliche Kommune“
8. Stärkung des touristischen Marketings mit dem Themenjahr „Radwanderland Mecklenburg-Vorpommern 2018“
Ziele (unter anderem):
a. Belebung der Vor- und Nachsaison
b. Stärkung des Auslandsmarktes
c. Produktinnovationen
d. Radtourismus als Kernaktivität bei Gästen und Einheimischen verankern Zahlen und Fakten zum Radtourismus in MV
Laut Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus gaben im Sommer 2015 (Mai-Oktober) 41 Prozent der Gäste in Mecklenburg-Vorpommern an, während ihres Urlaubs mindestens einmal Fahrrad zu fahren. Immerhin 23 Prozent der Gäste bezeichneten ihren Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern konkret als Radurlaub (Mehrfachnennungen möglich). Damit gehört der Radurlaub zu den wichtigsten Urlaubsarten in Mecklenburg-Vorpommern (Rang 4). Rund fünf Prozent der Gäste fahren in ihrem Urlaub hauptsächlich Rad. Für 18 Prozent der MV-Gäste war das Angebot an Radwegen ein konkreter Entscheidungsgrund, sich für ihr Reiseziel zu entscheiden. Zwar wird das Rad im Urlaub vor allem zwischen Mai und Oktober genutzt: Fast die Hälfte aller Befragten fährt im Urlaub auf zwei Rädern. Aber auch zwischen November und April nutzt gut ein Drittel der Gäste im Nordosten das Fahrrad. Fahrradfahren spielt demzufolge auch in der Nebensaison eine Rolle.
Mehr als 6.000 Kilometer Radwege laden in MV zu abwechslungsreichen Touren ein. Es bestehen beispielsweise neun Radfernwege mit jeweils 500 bis 600 Kilometern Länge () und 21 Radrundwege (jeweils zwischen 100 und 300 Kilometern Länge,). In allen Regionen sind zudem Kurztouren ausgewiesen. Die touristischen Radwege führen über straßenbegleitende Radwege, wenig befahrene Orts-, Gemeinde- und Kreisstraßen, gut befahrbare Wald- und Feldwege. Der Landestourismusverband bewirbt vorrangig die Radfern- und Radrundwege im Land. Gute Chancen in der weiteren Entwicklung hat unter anderem der Ostseeküstenradweg: 7,1 Prozent, und damit die meisten der vom ADFC zur aktuellen Radreiseanalyse Befragten, gaben an, in der Saison 2016 diesen Radweg befahren zu wollen. Schon jetzt belegt der Ostseeküstenradweg den fünften Rang bei der Frage nach den beliebtesten Radfernwegen in Deutschland.
6 min
Mehr lesen