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02. Jun 2016
| Pressemitteilungen
„MittsommerRemise 2016“ – Die Nacht der nordischen Guts- und Herrenhäuser
2 min
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27. Mai 2016
| Pressemitteilungen
Meck-Pomm Short News Mai
Am 5. Juni feiert die Landeshauptstadt Schwerin den bundesweiten Unesco-Welterbetag mit zahlreichen Veranstaltungen rund um das Schweriner Residenzensemble. An insgesamt 19 Orten werden thematische Führungen, Ausstellungen und Konzerte geboten. So können sich kleine Kulturentdecker im Schlossmuseum mit dem Schlossgeist Petermännchen auf wundersame Reise zu den Pyramiden begeben. Während die Schlosskirche zur Führung mit Orgelmusik einlädt, bittet der Schlossverein zum Konzert mit Picknick im Jugendtempel. Das Schweriner Residenzensemble, bestehend unter anderem aus dem Schweriner Schloss, dem romantischen Schlossgarten und dem Mecklenburgischen Staatstheater wurde im Juni 2014 in die deutsche Vorschlagsliste für das Prädikat Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen.
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[caption id="attachment_18734" align="alignnone" width="310"] Das geplante „Maremüritz Yachthafen Resort & SPA“ (Animation: LIM)[/caption]
+++ Grundsteinlegung für das „Maremüritz Yachthafen Resort & SPA“ in Waren (Müritz) +++
In Waren (Müritz) wurde der Grundstein für das „Maremüritz Yachthafen Resort & SPA“ gelegt. Bis zum Herbst 2017 entstehen auf einem Grundstück zwischen Müritz und Feisnecksee 184 Ferienwohnungen mit einer Größe zwischen 55 bis 169 Quadratmeter sowie ein eigener Hafen mit 150 Liegeplätzen, eigener Hafengastronomie und einem Wellness-Bereich. Eigentümer ist die Lindner Investment Management GmbH, die 2015 bereits das Hotel- und Sportresort Fleesensee in der Mecklenburgischen Seenplatte übernommen hatte. „Durch das Maremüritz Yachthafenresort & SPA wird der Tourismus in der Region um eine Attraktion reicher“, so Kai Richter, geschäftsführender Gesellschafter der Lindner Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit institutionellen Investoren investiert die Lindner Investment Management GmbH mehr als 40 Millionen Euro in den Bau des Projektes.
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[caption id="attachment_18737" align="alignnone" width="310"] Die erste fertiggestellte Villa der Perlenkette „Villa Perle“ (rechts) und die „Villa Greif“ (Anschnitt links) (Foto: ECH/Thomas Grundner)[/caption]
+++ Sanierungsstart für die „Villa Greif“ im Seeheilbad Heiligendamm +++
Die Sanierung der „Villa Greif“ im Seeheilbad Heiligendamm startet im Juni. In dem Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Logierhaus, einem der insgesamt sieben Strandvillen der sogenannten „Perlenkette“, sollen sechs Eigentumswohnungen entstehen, die Bauzeit wird auf zwei Jahre geschätzt. Des Weiteren beginnt die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm mit den planerischen Vorarbeiten für zwei weitere Villen der „Perlenkette“, dem Haus „Möwe“ und der „Villa Seestern“. Der Wiederaufbau erfolgt nach den historischen Originalplänen. Die Sanierung der sieben Häuser wird von der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm in Abstimmung mit der Stadt Bad Doberan durchgeführt.
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[caption id="attachment_18743" align="alignnone" width="310"] Ausgezeichnete und gute Qualität für 477 Badegewässer in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: TMV/Werk3)[/caption]
+++ Ausgezeichnete und gute Qualität für 96,5 Prozent der Badegewässer in Mecklenburg-Vorpommern +++
96,5 Prozent der 494 gelisteten Badestellen an der Ostsee und im Landesinneren überzeugen mit ausgezeichneter und guter Qualität. Das bestätigte das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Vorstellung der Badewasserkarte 2016. In der vergangenen Saison wurden über 2.000 Proben von Vertretern der Gesundheitsämter entnommen und analysiert. Einen Überblick über die Badewasserqualität im Nordosten können sich Interessierte in der Badewasserkarte 2016 verschaffen. Diese ist im Internet unter zu finden oder über eine App unter abrufbar.
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[caption id="attachment_18746" align="alignnone" width="310"] Neue Heimat: Schafherde im Golf Resort Wittenbeck (Foto: Golf Resort Wittenbeck)[/caption]
+++ Schafherde hat neue Heimat auf der Golfanlage des Golf Resorts Wittenbeck +++
Als erste deutsche Golfanlage beherbergt das Ostsee Golf Resort Wittenbeck seit Mai eine Schafherde. Zehn Vertreter der ostpreußischen Landschafrasse Skudde leben ab sofort in einem 2,5 Hektar großen Gehege am Rande des Platzes an der Mecklenburgischen Ostseeküste. Mit etwa 4.000 Jahren sind Skudden eine der ältesten noch existenten Schafrassen und zudem vom Aussterben bedroht. Die Beherbergung der Schafe ist eine weitere Maßnahme des Resorts zum Umwelt- und Naturschutz. So gibt es auf der Anlage unter anderem ein Insektenhotel und zur natürlichen Reinigung des Wassers, in dem sich Flusskrebse und Bachforellen wiederfinden, werden Bio-Saiblinge eingesetzt. Für das Engagement erhielt die Anlage 2015 die Auszeichnung „Golf & Natur“ in Gold des Deutschen Golfverbandes.
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3 min
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23. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Das perfekte Bild: Umweltfotofestival „horizonte zingst“
„Überirdisches in Zingst – die Erde in XXL“ ist beispielsweise eine Open-Air-Ausstellung in der Jordanstraße, in der Fotos von Alexander Gerst gezeigt werden. Der Raumfahrer präsentiert dabei seine Eindrücke aus der Weltallperspektive. „Architektier“ ist eine weitere Open-Air-Austellung am Postplatz von Ingo Arndt, der zwei Jahre um die Welt gereist ist, und Tierbauten, darunter Vogelnester und Termitenhügel, fotografiert hat.
Die Garage wird zum Kunstobjekt: Die Bewohner des Ostseeheilbades Zinsgt geben während des Umweltfotofestivlas ein augenfälliges Bekenntnis zur Fotografie und damit auch ihrer Sympathie für Fotografen ab. Unter dem Titel „Hier ist die Fotografie zuhause“ werden mehr als 20 Garagentore zu Ausstellungsflächen. Jeder Hausbesitzer stellt dabei ein Motiv seines Lieblingskünstlers vor.
Unter finden Interessierte das gesamte Festivalprogramm.
Weitere Informationen: , Übernachtungen:
55 sek
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23. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Strand statt Tribüne
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23. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Blues in Binz
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54 sek
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23. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Vom Bär zur Burg: Neues Erlebnis-Ticket für Plau am See
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42 sek
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23. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Zum Schlossfest nach Schwerin
53 sek
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23. Mai 2016
| Neues aus den Regionen
Bundesweiter Tag der offenen Tür auf Campingplätzen am 25. Juni
44 sek
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19. Mai 2016
| Pressemitteilungen
Reportage: Das Lied der Wälder
Nach der Hälfte der Strecke stehen die Buchen nicht mehr so dicht, am Boden wachsen grüne Farne und Gräser. Auch die Geräusche haben sich verändert: Nun hören wir doch noch den Wind in den Blättern rauschen. Ein paar Vögel zwitschern dazu. „Alte Buchenwälder zählen weltweit zu den stark bedrohten Lebensräumen“, erzählt uns der Ranger. „Anders als in vielen Stätten des Unesco-Weltkulturerbes, wo es darum geht, konservierend einzugreifen, lautet das Prinzip zum Schutz der Buchenwälder: nichts machen! Hier im Nationalpark darf, kurz gesagt, nicht einmal eine Kettensäge benutzt werden.“ Etwa zwei Stunden dauert unsere Wanderung durch den Buchenwald. Mehrmals wöchentlich bieten die Ranger während der Sommermonate im Nationalpark Führungen mit unterschiedlichen Routen an. Unser Ziel heute: der bekannteste Kreidefelsen Rügens, der 118 Meter hohe Königsstuhl. Mit seinem blendend weißen Gestein hebt er sich deutlich vom dunklen Grün der Bäume und vom Blau der Ostsee ab. Einen fantastischen Blick auf den Königsstuhl haben wir von der Victoria-Sicht aus, dem zweiten weltberühmten Aussichtspunkt hier und dem Lieblingsplatz von Karsten Klaene. Er liegt ein paar Hundert Meter südlich vom Königsstuhl. Eine Aussichtsplattform ragt hier über den Rand des Felsens hinaus und ermöglicht einen unverstellten Blick auf den prominenten Felsnachbarn. Im Nationalpark-Zentrum gibt es eine interaktive Ausstellung
Mehr als eine Million Touristen besuchen jährlich den Nationalpark. Sein Mittelpunkt ist das Nationalpark-Zentrum mit Erlebnisausstellung und Multivisionskino. Die interaktive Ausstellung vermittelt Besuchern die Einzigartigkeit der Alten Buchenwälder und erzählt die Geschichte der Kreideküste. Zusätzlich finden saisonale Veranstaltungen, Wanderungen, Kurzführungen und Schulklassenprogramme statt. Das Highlight aber ist auch hier die unvergleichliche Aussicht auf die Ostsee vom Königsstuhl aus. Blaues Wasser, so weit das Auge reicht. Mittendrin ein paar Boote mit leuchtenden Segeln – Romantik pur. Hier oben hören wir die Wellen wieder und sehen, wie sie auf den Strand rollen. Dahinter, wo das Wasser flach ist, leuchtet die See knallig türkis. Ein wahrer Ort zum Träumen und Verweilen. Video zur Reportage: Kurzportrait zur Reportage: Ranger Karsten Klaene
Grünes Hemd, grüne Weste, grau-grüner Hut mit Feder: Karsten Klaene ist ein Ranger, wie man ihn sich vorstellt. Schon als Kind streifte der 1960 in Rügens Hauptstadt Bergen geborene Ranger durch die umliegenden Wälder. Heute hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Klaene war einmal Forstwirt. Später machte er eine Ausbildung zum Natur- und Landschaftspfleger, immer mit dem Ziel, die Wälder zu erhalten und zu schützen. (Foto: Cross Media Redaktion/Anne Schüssler)
Hintergrundinformationen: Nationalpark Jasmund – die grüne Oase Rügens
Der Nationalpark Jasmund besteht seit September 1990. Er ist 3.003 Hektar groß und damit Deutschlands kleinster Nationalpark. Seit Juni 2011 gehört ein Teil des Buchenwalds im Park zum Unesco-Weltnaturerbe. Das Gebiet des Nationalparks umfasst den Höhenrücken der Stubnitz mit der Kreideküste nördlich der Hafenstadt Sassnitz, einen 500 Meter weit in die Ostsee hinein reichenden Wasserstreifen sowie die ehemaligen Quoltitzer Kreidebrüche.
Weitere Informationen: Das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl – Geschichte zum Anfassen
Das Nationalpark-Zentrum bietet auf 2.000 Quadratmetern eine interaktive Erlebnisausstellung zur Entstehung der Kreideküste. Im Freien befinden sich ein Forscherzelt und Spielplätze für Kinder.
Weitere Informationen:
Wandern im Nordosten – für jeden der richtige Weg
In Mecklenburg-Vorpommern führen viele Wanderwege von einem See zum anderen, über sanfte Hügel und oft direkt ans Meer. Sie passieren wilde Küsten mit Kreidefelsen, tiefgrüne Wälder mit uralten Bäumen, wildromantische Moore und schilfgesäumte Lagunen. Das Wegenetz umfasst zahlreiche Stern- und Rundtouren, Kurztouren, drei Europäische Fernwanderwege und mehrere Pilgerwege. Als erster zertifizierter Qualitätswanderweg in MV lädt der Bodden-Panoramaweg auf die Insel Rügen. Auch der Hochuferweg auf den Kreidefelsen von Rügen zählt seit Jahren zu den Top 10 der deutschen Wanderwege.
Weitere Informationen: , Küstenwälder in Mecklenburg-Vorpommern – vom Seewind geformt
Ob Gespensterwald an der Mecklenburgischen Ostseeküste oder Darßer Urwald auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die Küstenwälder im Nordosten sind ein wahres Naturschauspiel.
Informationen, Tourentipps und Angebote gibt es unter: . Weitere Bilder zum Download: (Foto: Nationalpark-Zentrum Königsstuhl) (Foto: Nationalpark-Zentrum Königsstuhl) (Foto: Cross Media redaktion/Anne Schüssler)
4 min
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13. Mai 2016
Feature: Mein Freund der Baum
Die Waldflächen liegen in Hessen (Nationalpark Kellerwald-Edersee), Thüringen (National-park Hainich), Brandenburg (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin) und gleich doppelt in Mecklenburg-Vorpommern: im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen und im Müritz-Nationalpark in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die fünf Schutzgebiete bildeten gewis-sermaßen eine Nachhut – denn sie ergänzten die bereits 2007 zum Welterbe erklärten „Bu-chenurwälder der Karpaten“ in der Slowakei und der Ukraine. Als vereintes Welterbe bilden sie alle Typen von Buchenwald ab, der einstmals weite Teile Europas bedeckte. Auch heute noch sind Buchenwälder einzigartig. Als Naturräume und Rückzugszonen für Pflanzen, Vögel, Kleinsäuger und Insekten – die Zahl allein der Käferarten in Buchenwäldern wird auf mehrere hundert geschätzt. Aber auch für den Menschen waren sie stets überle-benswichtig – hier holte er Bau- und Brennholz, sammelte Beeren und Pilze, ging auf die Jagd, weidete das Vieh. Bis heute prägt die Buche auch unsere Kultur: Sie ist nicht wegzu-denken aus Märchen und Sagen. Auf sie gehen Worte wie Buch oder Buchstabe zurück. Rund 1.500 Orte in Deutschland tragen die Buche im Namen – von Buchholz bis zur slawischen Form Buckow. Und nicht zuletzt sind Buchenwälder unersetzlich als Erholungsraum. Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen etwa fasziniert die grandiose Kulisse des Bu-chenwalds, der sich von den weißen Kliffhängen der Kreideküste spektakulär hinabzustürzen scheint ins blaugrüne Meer. Ein Naturschauspiel, das den Maler Caspar David Friedrich be-reits vor fast 200 Jahren immer wieder inspirierte zu fantastischen Gemälden. Dass die Bu-chen hier nicht nur überlebten, sondern auch prächtig gediehen und richtig alt wurden, ist dem Standort zu danken – der unzugänglichen Lage wegen wurde der Jasmunder Buchen-wald nie forstwirtschaftlich genutzt. Und so wachsen hier unter hohen Buchenwipfeln voll-kommen ungestört Riesenschachtelhalm und Zwiebelzahnwurz, blühen seltene Orchideen wie der Frauenschuh, brüten Wanderfalken und Seeadler, siedeln Mehlschwalben in großen Kolonien an den Hängen des Kreidekliffs. Auch der Buchenwald von Serrahn im Müritz-Nationalpark ist ein typischer Tiefland-Buchenwald, wie es ihn nur noch im Nordosten Deutschlands gibt. Eine von der Eiszeit hüge-lig geformte Waldlandschaft mit hunderten Seen, Mooren und Wiesen, in der sich ebenfalls viele seltene Tier- und Pflanzenspezies ausgesprochen wohl fühlen. Im wasserreichen Biotop leben Kraniche und Rohrdommeln, brüten See- und Fischadler. In alten Baumriesen und ab-gestorbenen Totholzstämmen wohnen Rote-Liste-Sorgenkinder wie die Mopsfledermaus, Käfer-Notfälle wie der Eremit, Schmarotzer-Pilze wie der Buchen-Schleimrübling und zahllo-se andere Insekten, Pilze, Flechten und Moose. Ähnlich wie auf der Insel Rügen gibt es auch in Serrahns Wäldern schon seit sehr langer Zeit keine intensive fortwirtschaftliche Nutzung mehr. Schuld – aus heutiger Sicht ein enormer Segen – war die Jagdleidenschaft der Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz, die dieses Re-vier sogar umzäunten, um es vor Jagdfrevel und Holzdiebstahl zu schützen. Bis 1945 blieb das Gebiet um Serrahn der privilegierten Jagd vorbehalten. 1952 bereits wurden die Wälder zum Naturschutzgebiet erklärt und 1990 schließlich in den neuen Müritz-Nationalpark integriert. Wo die alten Stämme erahnen lassen, wie die einstigen Urwälder in ganz Deutschland einmal ausgesehen haben. Die 1000-jährigen Eichen von Ivenack Ick weit einen Eikbom, de steiht an de See
de Nurdsturm de brust in sin Knäst;
stolz reckt hei de mächtige Kron in de Höh,
so is dat all dusend Johr wäst. Fritz Reuter Sagenhafte 1000 Jahre! Die Eichen von Ivenack beginnen zu keimen, als slawische Siedler ihr Weidevieh in die Wälder treiben – da endet gerade das erste Jahrtausend nach Christus. Sie strotzen bereits vor Kraft, als auch die Zisterzienser-Nonnen des Klosters Ivenack ab 1252 ihre Schweine, Schafe und Rinder im Wald weiden lassen. Durch den Tierverbiss wird dieser allmählich immer lichter; die Eichen jedoch wachsen unbeirrt weiter, ihre Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere. Zur Reformation haben sie schon stattliche 500 Jah-resringe auf dem knorrigen Zähler. Und heute, noch einmal 500 Jahre danach, ragt die mächtigste der sechs erhaltenen XXL-Exemplare wie eine gigantische Säule gen Himmel. Mit einem Durchmesser von 3,50 Metern. Einem Umfang von 11 Metern. Einer Höhe von 35,5 Metern. Und einem Volumen von 180 Kubikmetern Holz. Anders gesagt: Es handelt sich um das größte, älteste und stärkste Lebewesen in ganz Deutschland. Kein Wunder, dass sich um diese Methusalems allerlei Mythen und Sagen ranken. Da sollen einst sieben Nonnen ihr Gelübde gebrochen und zur Strafe in Eichen verwandelt worden sein. Erst nach tausend Jahren werde die Erste erlöst, jede weitere Nonne/Eiche jeweils hundert Jahre später. In einer anderen Sage werden die Nonnen im Schlaf von Räubern überrascht und fliehen halbnackt in den Wald. Doch sie schämen sich ihres sündhaften An-blicks und bitten Gott, dass er sie schützen möge wie die Bäume im Wald. Und genau das tut er dann auch, indem er sie verwandelt in Eichen. Weitgehend wahr ist die Geschichte von Herodot, einem berühmten Zuchthengst aus dem Ivenacker Gestüt. 1806 vor französischen Truppen in einer hohlen Eiche versteckt, verriet er sich durch Wiehern, wurde entdeckt und zu Napoleon gebracht, der ihn auch ritt. 1814 brachte Marschall Blücher den Schimmel nach Mecklenburg zurück. Als er dort 1829 starb, wurde er ehrenvoll bestattet – natürlich unter einer Eiche. Ivenack heute – das ist ein einzigartiger Tiergarten, in dem die erwähnte mittelalterliche Landnutzungsform des Hudewaldes (Hütewald) weiterhin gepflegt wird. Auch wenn die Rolle des Weideviehs schon seit langem von eingegattertem Damwild übernommen wurde, blei-ben so die natürlichen Bedingungen weitestgehend erhalten, unter denen die Eichen steinalt geworden sind. Verzichtet wird deshalb auch konsequent auf künstliche Stabilisierungsmaß-nahmen und Schönheitsoperationen wie Baumchirurgie oder Ausmauern, lediglich einfache Barrieren um die Eichen schützen die empfindlichen Wurzelbereiche. Und so sind und blei-ben die Ivenacker Eichen eine kultur- und naturhistorische Besonderheit, die ihresgleichen sucht in Deutschland.
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