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03. Apr 2024
| Nr. 19
| Neues aus den Regionen
Eröffnungskonzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit Elbphilharmonie Orchester
„Es geht wieder los. Wir bringen das ganze Land zum Klingen“. Mit diesen Worten weist die Intendantin der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Ursula Haselböck, auf das Eröffnungskonzert am 14. Juni in der Wismarer St.-Georgen-Kirche hin. Dabei kann die 1990 ins Leben gerufene Konzertreihe gleich bei der Saisoneröffnung mit dem Elbphilharmonie Orchester ein Highlight setzen. Die Festspiele hatten gemeinsam mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald bei der Komponistin Konstantia Gourzi die Festspielouvertüre in Auftrag gegeben. Gourzis Werk trage den Titel „Mondaufgang am Meer“, sie habe sich dabei von Caspar David Friedrich und dessen gleichnamigen Kunstwerk inspirieren lassen, berichtete Haselböck. Der Anlass ist das Festjahr für den berühmten Künstler, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.
Neben dieser Uraufführung werde am Eröffnungsabend noch „Weathered. Konzert für Klarinette und Orchester“ gespielt. Das Stück stammt von Anna Clyne, laut Haselböck eine der angesagtesten Komponistinnen dieser Zeit. Solist wird der schwedische Ausnahme-Klarinettist Martin Fröst sein. Anschließend werde die Elbphilharmonie Orchester noch die Sinfonie Nr. 3 von Sergej Rachmaninow spielen.
„Mondaufgang am Meer“ sei eine von fünf Uraufführungen, die in diesem Festspielsommer zu hören sein werden. „Darauf sind wir sehr stolz“, fügte die Intendantin hinzu. Caspar David Friedrich werde noch einmal eine Hauptrolle bei der Uraufführung von Christian Josts „Eismeer“ innehaben. Diese werde am 26. Juli im Greifswalder Dom und einen Tag später in der Festspielscheune Ulrichshusen gespielt, unter Mitwirkung von Daniel Hope und dem SIGNUM Saxophon Quartett.
Der Festspielsommer wird insgesamt rund 130 Konzerte über ganz Mecklenburg-Vorpommern verteilt bieten können, sagte Haselböck. „Natürlich ist viel Klassik und Kammermusik dabei, aber wir sprengen auch Grenzen.“ Es werde ein Festival für alle sein, also auch für die, die nicht direkt mit Klassik etwas zu tun haben. „Hinzu kommt, dass wir an den schönsten und interessantesten Orten des Landes auftreten werden“, sagte sie. Zudem hätten auch Stars wie Hélène Grimaud, Daniel Hope, Max Mutzke oder der Pianist Pierre-Laurent Aimard zugesagt. „Und das Ganze zu wirklich leistbaren Preisen.“
Karten für das Eröffnungskonzert und für das Festspielkonzert am 27. Juli 2024 sind unter anderem in der Wismarer Tourist-Information erhältlich. Inhaber eines WISMARplus Couponheftes 2024 haben die Möglichkeit, zehn Prozent für das Festspielkonzert am 27. Juli im Alten Hafen zu sparen.
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03. Apr 2024
| Nr. 19
| Neues aus den Regionen
Golfanlage Fleesensee mit Weinberg
Mecklenburg-Vorpommern ist als ein Land mit gut ausgestatteten Golfplätzen in bester Lage bekannt, jedoch noch nicht als Weinanbaugebiet. Doch das könnte sich weiter ändern: Die empfindlichen Reben könnten dank der fortschreitenden Erwärmung auch im Nordosten gedeihen, wie es auf der kleinen, etwa 35 Hektar großen Anbaufläche beim Schloss Rattey schon gezeigt wird. Mit der Pflanzung von rund 3.300 Rebstöcken auf einer Fläche von etwa einem Hektar startete im vergangenen Jahr auf der Golfanlage Fleesensee ein hoffnungsvolles Experiment, wie Philipp Pietz, Marketing Manager von GOLF Fleesensee, berichtete. In diesem Jahr könnten wohl die ersten Trauben geerntet werden. Mit hohen Erträgen werde ab dem vierten Anbaujahr gerechnet.
Begonnen habe alles mit dem Mecklenburg-Vorpommern-Urlaub des Winzers Theo Gehring aus Nierstein in Rheinland-Pfalz. Er habe die Kreidemoräne auf dem Golfplatz gesehen und dabei Parallelen zur Region Champagne im Osten Frankreichs erkannt. „So entstand die Idee, drei verschiedene Weißwein-Rebsorten, Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, anzubauen“, sagte Pietz. Die Voraussetzungen für resistente und stabile Pflanzen seien in der idyllischen Naturlandschaft gegeben. Denn in diesem Boden falle es den Pflanzen schwer, ihre Wurzeln in die Tiefe zu treiben, was wiederum nach Ansicht von Experten für eine gute Weinqualität sorge.
Auch wenn in Zukunft der maximale Ertrag geerntet werden kann, werde es sich immer um ein sehr exklusives Produkt handeln. „Wir rechnen mit rund 4.000 Litern, was wiederum 5.000 bis 6.000 Flaschen Schaumwein entspricht“, sagte Pietz. Die künftigen Verkaufspreise lägen dann bei 30 bis 40 Euro pro Flasche. „Wir ernten die Trauben von Hand. Diese werden dann ins Weingut nach Nierstein gefahren und dort per Flaschengärung weiterverarbeitet“, erklärte er den voraussichtlichen Preis. Bei dieser Menge rentiere sich die Anschaffung von speziellen Keltergerätschaften nicht. Um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, soweit es geht, zu reduzieren, sorgen unter anderem Schafe für das natürliche Eindämmen des Graswuchses.
Die neue Weinbaukultur in Mecklenburg-Vorpommern werde auch die Teilnehmer des Seniorenländerpokales vom 26. bis 28. Juli auf der Golfanlage Fleesensee interessieren, ist sich Pietz sicher. An den Start des jährlich stattfindenden Turniers gehen alle zwölf deutschen Landesgolfverbände mit den besten Damen und Herren der Altersklasse 50. In diesem Jahr richtet der Golfverband Mecklenburg-Vorpommern dieses sportliche Event aus. Der Weinberg befindet sich hinter der Driving Range und ist auch vom 15. Abschlag des Schloss-Platzes zu sehen.
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03. Apr 2024
| Nr. 19
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Heirat im Badekarren wieder möglich
Nach der coronabedingten Auszeit lässt das Ostseebad Binz auf Rügen eine Tradition wieder aufleben, die in den Jahren zuvor eine gute Resonanz erfahren hatte: Die Hochzeit im Badekarren am Binzer Strand mit Meeresrauschen als Hintergrundbegleitung. „Der kleine Karren ist eine offizielle Außenstelle des Binzer Standesamtes“, sagte Marikke Behrens vom Binzer Bucht Tourismus. Von Mai bis September ist diese exklusive Zeremonie möglich. Auch für die Standesbeamtin Katrin Wildenhein ist diese Saison Premiere. Sie habe erst seit Kurzem ihren Posten in Binz inne.
Neben der guten Ostseeluft sowie dem freien Blick auf Strand, Meer und Kreideküste dürfe das Brautpaar aber nicht viel Komfort erwarten, sagte Behrens. Denn der Badekarren sei mit gut vier Quadratmetern doch ziemlich klein. Da gebe es nur Platz für Braut und Bräutigam und die Standesbeamtin. „Trauzeugen sind ja keine Pflicht mehr. Aber wenn doch welche da sind, bleibt nur der Platz an der Tür.“ Die Hochzeitsgesellschaft müsse am Strand die Zeremonie verfolgen, auch der Hund müsse draußen bleiben. Das ganze Vergnügen kostet pro Trauung 250 Euro.
Die Gemeinde Binz habe den Badekarren für die Saison 2016 nach historischem Vorbild bei einer Tischlerei im niedersächsischen Hude anfertigen lassen. „Die Ursprünge des Badekarrens liegen vermutlich im beginnenden 19. Jahrhundert“, berichtete Behrens. Damals seien die Badebräuche sehr viel konservativer und prüder gewesen. Nackte Haut gab es weder von Frauen noch Männern zu sehen. Um trotzdem ein Bad in der Ostsee zu gewährleisten, seien die mobilen Umkleidekabinen ins Meer gefahren worden. Die Badegäste gingen von dort aus, geschützt vor unzüchtigen Blicken und abgeschirmt mit einer Markise bis aufs Wasser, ins kühle Nass. „Anschließend wurden die Karren samt Badegast mit Hilfe eines Pferdes wieder herausgezogen.“ Als sich dann etwa ab 1880 das Badeleben in Binz weiterentwickelte, gab es für die Holzkarren keine Nutzung mehr, am Strand wurden stattdessen Badeanstalten errichtet.
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03. Apr 2024
| Nr. 19
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BEECH Resort in Plau am See vor Eröffnung
An der Südspitze des Plauer Sees, dem drittgrößten See in Mecklenburg-Vorpommern, wird am 26. April 2024 das BEECH Resort Plauer See eröffnet. Das Resort ist in das Landschaftsschutzgebiet Ganzliner Holz in direkter Seelage eingebettet und will damit Familien und Paaren die Gelegenheit für eine bewusste Auszeit geben, wie Marketing- Managerin Eva-Maria Linde sagte. Auf dem weitläufigen Gelände mit einer Fläche von etwa neun Hektar war bis Ende 2022 das VILA VITA Anneliese Pohl Seedorf ansässig, anschließend hatten die neuen Betreiber die Anlage und die Häuser umfangreich modernisiert.
Entstanden ist laut Linde ein Komplex mit 72 Zimmern und Apartments, der vor allem für Familien und Paare gedacht ist. Die Möglichkeiten der Freizeitaktivitäten seien immens. Der 38 Quadratkilometer große Plauer See sei prädestiniert für alle Aktivitäten im Bereich des Wassersports. Das Resort verfüge über eine flache Badebucht mit Badewiese, die insbesondere Familien mit Kindern beste Gelegenheiten zum Baden in einem Natursee bieten. Ein großer Wellness- und Fitnessbereich stehe ebenfalls zur Verfügung. Im Restaurant „Bootshaus“ könnten Gäste regionale Köstlichkeiten mit Blick auf den Plauer See und den hoteleigenen Bootssteg genießen. Der weitere Ausbau der Anlage mit zusätzlichen Wohneinheiten und Erweiterung des Freizeitangebots samt Schwimmbad sind für das kommende Jahr geplant.
Entsprechend den aktuellen Vorgaben und eigenem Nachhaltigkeitsansprüchen sei die Wärme- und Energieversorgung nach modernen Kriterien umgestellt worden, sagte Linde. Dazu gehöre der Einsatz von Photovoltaik und auch Erdwärmepumpen. Mit dieser Technologie könne die natürliche Energie der Erde genutzt werden, um die Zimmer und Apartments umweltfreundlich mittels Geothermie aus rund 100 Metern Tiefe zu beheizen. Die Dämmung der Dächer sorge auch ohne Nutzung einer Klimaanlage für angenehme Raumtemperaturen.
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03. Apr 2024
| Nr. 19
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23. Jazzfest Ahrenshoop mit Schauspieler und Musiker Axel Prahl
Mit dem Schauspieler und Musiker Axel Prahl & Das Inselorchester als Topact startet am 13. Juni das 23. Ahrenshooper Jazzfest. Vier Tage lang ist das Ostseebad wieder Anziehungspunkt für Tausende Besucher, die in herrlicher Umgebung gute Musik genießen möchten, wie Andrea Krüger von der Kurverwaltung des Ostseebades sagte. Neben Prahl und seiner Band werden in diesem Jahr The Jakob Manz Project, Hania Rania und der Ahrenshooper Social Club erwartet. In den vergangenen Jahren lockte das Ereignis jeweils rund 3.000 Besucher an.
Das Jazzfest hat sich laut Krüger in den vergangenen Jahren zu einem der größten Feste seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. „Das Spezielle ist, dass der ganze Ort mitgenommen wird“, berichtete sie. Die rund 15 verschiedenen Spielstätten wie Restaurants und Galerien würden miteinbezogen. Zudem gebe es sogenannte Walk-Acts, bei der die Künstler durch den Ort ziehen und Gäste und Bewohner mitreißen. „Das hängt natürlich vom Wetter ab, aber schlechte Stimmung gab es noch nie.“ Viele Gäste kämen immer wieder. Das Fest habe sich auch als Reisegrund etabliert, wie sich aus den zahlreichen Anfragen ablesen lasse. Zudem kämen nicht nur die Freunde des Jazz auf ihre Kosten, bei den Stilrichtungen gebe es keine Grenzen, betonte Krüger.
Axel Prahl, bestens bekannt als TV-Kommissar Frank Thiel aus dem Münsteraner „Tatort“, werde von seinem Inselorchester begleitet. Dies ist laut Krüger eine handverlesene Truppe von neun Musikern, die in der deutschen Rock-, Jazz- und Klassikszene klangvolle Namen tragen. Prahl erfreut nach Ansicht der Kritiker sein Publikum mit Musik, die aus seiner Feder stammt und dem eigenen Erleben entspricht.
The Jakob Manz Project gehört den Angaben zufolge zu den erfolgreichsten Bands des jungen deutschen Jazz. Die Musik der Band ist von Jazz Rock und Funk inspiriert und wird durch die vier Künstlerpersönlichkeiten mit Einflüssen aus Soul, Pop, Weltmusik oder Hip-Hop angereichert. Hania Rani werde in Ahrenshoop ihr neues Album „Ghosts“ präsentieren. Sie wechsele als Komponistin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin leichtfüßig zwischen musikalischen Welten.
Den Abschluss bildet das Konzert „Ahrenshooper Social Club meets Classic“. Der „Ahrenshooper Social Club“ war vor rund 20 Jahren vom Pianisten und Komponisten Lutz Gerlach in Anlehnung an den bekannten Kinofilm „Buena Vista Social Club“ und die berühmten kubanischen Musiker gegründet worden. Gerlach, der in Ahrenshoop wohnt, spielt jedes Jahr mit anderen Musikern zusammen. Diese suche er sich aus den Künstlern des aktuellen Jazzfestes heraus und nach ein, zwei Proben gehe es dann auf die Bühne. „Das ist immer eine spannende Geschichte“, betonte Krüger.
Der rund 650-Einwohner-Ort Ahrenshoop liegt auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Er ist vor allem durch seine Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Künstlerkolonie bekannt. Zahlreiche, auch international bekannte Künstler haben sich dort zumindest zeitweise niedergelassen. Sie ließen sich dort durch die Landschaft und die besonderen Lichtverhältnisse inspirieren. Ihre Spuren sind noch überall im Ort zu sehen.
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03. Apr 2024
| Nr. 19
| Neues aus den Regionen
Wolgast feiert 900. Geburtstag
Wolgast, die Stadt am Peenestrom, feiert in diesem Jahr ihren 900. Geburtstag. „Wir wollten nicht nur ein Wochenende mit einem Umzug und einer großen Feier haben. Wir haben unser Jubiläumsjahr als komplettes Festjahr geplant“, berichtete Stadtsprecherin Ann Kathrin Dworatzek. So finden sich in Zusammenhang mit „Wolgast 900“ viele Veranstaltungen und kulturelle Höhepunkte, die die knapp 12.000 Einheimischen und zahlreiche Gäste anziehen sollen. „Es geht uns vor allem ums Mitmachen“, betonte sie.
Der erste Höhepunkt werde das Erdbeerfest vom 14. bis 16. Juni sein. Dort werde in einer Hybridveranstaltung der eigens für das Festjahr produzierte Wolgast-Film gezeigt, der dann mit einer Theateraufführung kombiniert wird. „Es gibt einen Übergang vom Film auf das reale Geschehen auf der Bühne“, sagte Dworatzek. Zudem werde noch ein Public Viewing zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft integriert.
Es folgen die Wolgaster Hafentage (5. bis 7. Juli) an der blauen Brücke nach Usedom und vom 16. bis 18. August das Wolgast Magazin, das sich um die traditionelle Kulturnacht herumwebe. „Eine Zeitreise für die ganze Familie – das wird ein richtiges historisches Spektakel“, ist Dworatzek überzeugt. Es werde ein mittelalterlicher Markt aufgebaut, Reitschaukämpfe und Kutschfahrten werden organisiert. Zudem sind alle Museen offen und die Besucherinnen und Besucher können beispielsweise die historischen Gewölbe besuchen.
Am 19. September werde im Stadthafen auch die Oper von Carl Orff „Carmina Burana“ aufgeführt. Dazu werden aus ganz Mecklenburg-Vorpommern Chöre erwartet, die dann unter Leitung von Kantorin Maria Uhle das Werk aufführen.
Das Fest beruht auf der ersten nachweislichen Erwähnung Wolgasts im Winter 1123/1124. Fürst Heinrich hatte demnach sein Heer an diesem Ort versammelt und berichtet, dass es am Peenestrom eine Burg namens Woligost gibt. Heute ist die alte Handelsstadt, die über den einzigen Seeweg zum Stettiner Haff verfügt, unter anderem vom Schiffbau geprägt. So beschäftigt die Peene-Werft, die heute zur NVL-Gruppe (Naval Vessels Lürssen) gehört, mehr als 300 Mitarbeiter. Die Werft hat sich eigenen Angaben zufolge auf den Neubau und die Reparaturen von , sowie Spezialschiffen spezialisiert.
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03. Apr 2024
| Nr. 18
| Pressemitteilungen
Schöner Saisonstart: Tourismusbranche MV zufrieden mit dem Ostergeschäft
Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern ist zufrieden mit dem Verlauf der Osterfeiertage 2024. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn die Urlaubsaison in Mecklenburg-Vorpommern wieder Fahrt aufnimmt, Osterfeuer an Stränden und Seen lodern, geschlemmt, geradelt und gewandert wird. Vielerorts wurde die Auslastungserwartung (vgl.: ) von rund 65 Prozent noch übertroffen. Das bestätigt die konstante Nachfrage nach Urlaub im Nordosten, wenngleich es Umfragen zufolge immer mehr Deutsche ins Ausland zieht“, sagte Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.
Die Kurverwaltung im Ostseebad Binz etwa meldete eine Auslastung zwischen 70 und 90 Prozent in Hotels und eine „gute Auslastung“ in den Ferienwohnungen; auch eine Stichprobe im Ostseebad Ahrenshoop (Künstlerquartier Seezeichen) bestätigt eine Auslastung jenseits der 60 Prozent sowie vermehrte Spontananreisen. Traditionelle Veranstaltungen wie das Fischländer Strandgalopprennen in Wustrow auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst oder die Osterfeuermeile in Binz auf Rügen zogen Tausende Gäste an. Allein auf dem Walderlebnispfad Dargun in der Mecklenburgischen Seenplatte suchten rund 10.000 Einheimische sowie Besucherinnen und Besucher nach versteckten Ostereiern. Auch das Stralsunder Ozeaneum, das trotz eines Cyberangriffes vor rund zwei Wochen, durch den große Teile der IT ausfielen und dadurch der Eintritt in das Erlebnismuseum nur gegen Barzahlung möglich war, war gut besucht und zählte rund 5.000 Besucher an den Osterfeiertagen. Auch die Vorpommersche Landesbühne zeigte sich sehr zufrieden mit dem Besuch des Vineta-Osterspektakels, mit dem die Festspielsaison eingeläutet wird.
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15. Mär 2024
| Nr. 15
| Neues aus den Regionen
Plein Air Festival in Kühlungsborn: Malen an der Ostsee unter freiem Himmel
Das Plein Air Festival im Ostseebad Kühlungsborn und in Bad Doberan ist vom 5. bis 12. Mai wieder Ziel zahlreicher Maler aus ganz Deutschland. Es ist bereits das sechste Mal, dass das Treffen zum Malen unter freiem Himmel über die Bühne gehen wird, wie Katja Seppelt sagte. Sie ist bei der Tourismus GmbH Kühlungsborn für das Marketing zuständig. „Der Mai ist als Zeitraum für das Festival bewusst gewählt, da dann die Farben in der Natur besonders intensiv sind.“, sagte Seppelt.
Das Fest soll Hobby- und Freizeitmaler sowie Profis ansprechen, es gebe keine Restriktionen. Dabei komme dem Plein Air Festival an der Ostsee eine besondere Bedeutung zu. „Wir waren 2017 in Deutschland einer der Ersten, die ein solches Treffen angeboten haben“, sagte Seppelt. Der Sanitzer Künstler Frank Koebsch sei der Ideengeber gewesen und trete weiter als Projektleiter auf.
Das Festival wird mit dreitägigen Workshops bei acht in der Kunstszene etablierten Dozentinnen und Dozenten beginnen. Sie können je nach den Bedürfnissen der Gäste Grundlagen vermitteln oder auch deren vorhandenes Können erweitern. Die Workshops finden in Kühlungsborn und Bad Doberan statt. Die Themen der Workshops sind unter anderem das Aquarellieren, Skribbeln, Urban sketching, die Malerei mit Ölfarben oder auch die Pastellmalerei.
Nach den Workshops folgen dann zwei Tage freies Malen. Zunächst müssten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine gestempelte Leinwand abholen. „Wenn am Abend die Bilder abgegeben werden, wissen wir, dass es an diesem Tag auch entstanden ist“, erklärte Seppelt. Mit allen Werken werde am Samstag in der Kühlungsborner Kunsthalle eine große Vernissage veranstaltet, deren Höhepunkt die Verleihung des Publikums- beziehungsweise Jurypreises ist. „Es ist für die Hobbykünstler etwas ganz Besonderes, wenn sie ihre Werke ausgestellt sehen.“ Weil viele Künstler es wünschten, dass ihre Bilder noch länger zu sehen sind, werden sie noch weitere zwei Monate im Roten Pavillon auf dem Kamp in Bad Doberan ausgestellt. Pro Künstler sei dann für zwei Monate im Sommer ein Bild zu sehen.
Zu den Workshops werden 96 Plätze vergeben, dazu kommen noch einmal 70 Plätze beim freien Malen. Die Teilnahme müsse begrenzt werden, da der Ausstellungsplatz in der Kühlungsborner Kunsthalle für mehr Bilder schlicht nicht ausreiche. Die Plätze seien begehrt, für das freie Malen gebe es aber noch restliche Kapazitäten.
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15. Mär 2024
| Nr. 15
| Neues aus den Regionen
Hafentage Stralsund in neuem Ambiente
Die Besucher der traditionellen Hafentage der Hansestadt Stralsund vom 30. Mai bis 2. Juni können sich auf einige Neuerungen freuen. Denn eines der größten Feste der Stadt wird erstmalig wieder nach der kompletten Umgestaltung der Hafeninsel rund um das Ozeaneum im vergangenen Sommer über die Bühne gehen, wie Stadtsprecher Peter Koslik berichtete. So seien die Stufen zum Wasser neu gebaut worden und laden zum Sitzen und Schiffe anschauen ein. „In Kombination mit der Kulinarik, den Ständen, mit Musik, Tanz und Spielen wird das zum Hotspot“, ist Koslik überzeugt. Es werde schon ein besonderes Erlebnis sein, da die Hafenkanten in den Vorjahren wegen Baufälligkeit gesperrt gewesen waren. „Man hat es von außen nicht gesehen, aber unter dem Asphalt war es hohl und verfault.“
Getoppt werde das Ganze noch durch die angekündigte Anwesenheit der „Gorch Fock 1“. Noch ist die stolze, bald 91 Jahre alte Dreimastbark auf der Stralsunder Volkswerft zur Generalüberholung. Bei dem ehemaligen Segelschulschiff mussten unter anderem rund 70 Quadratmeter Außenhaut ausgetauscht werden. Für etwa zehn Millionen Euro, die zum größten Teil aus EU- und Landesmitteln stammen, wurden bei der Sanierung auch die Schwimmfähigkeit, die Sicherheit der Takelage und der Brandschutz sichergestellt. Inzwischen gehört die „Gorch Fock 1“ der Hansestadt Stralsund. Vorheriger Besitzer war der Verein Tall-Ship Friends. Der Verein soll die „Gorch Fock 1“ künftig als Museumsschiff im Stadthafen weiter betreiben.
„Bei den Hafentagen werde es auch viele Aktionen zu Wasser und an Land geben“, sagte Koslik. Die Marinetechnikschule Parow und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) werden über die drei Tage hinweg Seenotrettungsübungen vorführen. Drachenbootrennen der Schulen sowie der Vereine und Firmen gehören ebenso zum Programm wie die Aktionen des Stralsunder Ruderclubs e. V. sowie des Stralsunder Kanu Clubs e. V., die für Schnuppertrainings oder Ruderregatten ihre Tore öffnen.
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15. Mär 2024
| Nr. 15
| Neues aus den Regionen
Waldbaden auf dem Campingplatz
Mitten im Wald beim Fischerdorf Freest rund 30 Kilometer östlich von Greifswald liegt der Campingplatz „Ostseecamping Peenemündung“. „Die Gäste, die zu uns kommen, sind in der Regel schon naturaffin“, sagte Besitzerin Alexandra Heck. Nun können diese noch tiefer in die Natur eintauchen. Von Anfang Mai an hält sie erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern für Camper ein besonderes Angebot parat: Waldbaden im Küstenwald. Geplant sei zunächst, mit ihnen jeweils zwei Stunden samstagvormittags durch den riesigen Wald an der Peene-Mündung und am Bodden zu gehen. „Seele baumeln lassen“, betonte Heck.
Vor acht Jahren hatten Alexandra Heck und ihr Mann Michael den sehr sanierungsbedürftigen Platz gekauft, 30 Jahre lang sei dort wenig investiert worden. 2017 war dann bereits die erste Saison in dem komplett bewaldeten Platz, 400 Bäume wachsen auf dem Gelände. Nach und nach sei dann der Gedanke gereift, diese „Location“ weiter auszubauen. Es folgte ein Lehrgang auf der Deutschen Akademie für Waldbaden im rheinland-pfälzischen St. Martin. Mit Beginn der Vorsaison werde sie nun mit dem Waldbaden starten, schrittweise soll das Angebot auf ganze Wochen ausgebaut werden.
Dabei biete sie definitiv keine Therapie an, betonte die gelernte Betriebswirtin. Auch von der Umsetzung von esoterischen Gedanken nehme sie Abstand und es werden auch keine Bäume umarmt. Der Schwerpunkt liege auf Ruhe, Natur, Entspannung und Entschleunigung. „Wir wollen die Menschen davon überzeugen, mehr und öfter in die Natur zu gehen“, sagte Heck. Es werde bei den Spaziergängen feste Rituale geben. „Es geht darum zu lernen, langsamer zu gehen, zu schlendern und aufmerksam aufzunehmen, was ringsherum passiert.“ Der Schwerpunkt liege auf den Sinnen – Hören, Sehen, Riechen und Fühlen. Es solle ein Prozess der Entschleunigung in Gang gesetzt werden, der im Kontrast zur Hektik des Alltags eine regenerierende und entspannende Wirkung entfaltet. Das Angebot kostet 20 Euro pro Person.
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