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Kinder und Jugendliche kommen mit Familien zum Golfen nach Mecklenburg-Vorpommern

17. Jun 2024

| Nr. 32

| Pressemitteilungen

Sommer-Trainingscamps für Jugendliche im Ostsee Golf Resort Wittenbeck

Eine gute Kinder- und Jugendarbeit in Golfvereinen ist nach Ansicht des Jugendwarts im Ostsee Golf Club Wittenbeck, Heiko Fischer, die beste Grundlage für die Gewinnung späterer Vereinsmitglieder und Gäste. Das wiederum habe Auswirkungen auf die Auslastung der Anlagen und der angeschlossenen Beherbergungsunternehmen. Fischer ist auch im Golfverband Mecklenburg-Vorpommern für die Jugendarbeit zuständig und hatte Ende 2022 für den Aufbau der Jugendmannschaft in Wittenbeck den Nachwuchspreis des Deutschen Golf Verbands erhalten. Wittenbeck liegt zwischen Kühlungsborn und Heiligendamm.

Meist sind es laut Fischer die Eltern, die bei ihren Kindern die Begeisterung für den Golfsport wecken. Es seien immer häufiger Familien mit heranwachsenden Kindern auf den Plätzen anzutreffen. Es sei auch zu beobachten, dass im Familienverband die Anstrengungen einer mehrere Stunden dauernden Runde auf einer 18-Loch-Anlage viel einfacher wegzustecken sind. „Das stärkt die ganze Familie“, zeigte er sich überzeugt.

Um die Kinder- und Jugendarbeit zu fördern, biete das Ostsee Golf Resort Wittenbeck über die Golfschule im Sommer zwei Trainingscamps für Jugendliche auch aus anderen Bundesländern an. „Dann kommt meist die ganze Familie mit“, betonte Fischer. Das seien oft Familien, die hier in Mecklenburg-Vorpommern ihren Jahresurlaub verbringen und ihre Kinder im Golfclub betreuen lassen. „Da werden die Weichen dafür gestellt, dass die Kinder als Erwachsene auch Golf spielen und entsprechend reisen.“

Um die Familien mit Kindern im Golfsport zu unterstützen, gebe es inzwischen auch ein spezielles Golfturnier – den Generationen-Cup. „Dazu werden Pärchen gebildet: Einer muss jünger und der andere entsprechend älter als 18 Jahre sein.“ Da spielten dann die Elterngeneration mit ihren Kindern oder Großeltern mit ihren Enkeln. „Diese Idee ist gut aufgenommen worden“, berichtete Fischer. Bereits im ersten Jahr seien 21 Jugendliche mit Erwachsenen dabei gewesen.

Aktuell spielten in Wittenbeck 19 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 17 Jahren. Diese Zahl sei mehr als doppelt so hoch wie vor vier Jahren, als er mit seiner Tätigkeit als Jugendwart begonnen habe, sagte Fischer. Entsprechend seien inzwischen zwei Trainer für die gemischten Gruppen zuständig.

Weitere Zentren der Jugendarbeit sind den Verbandsangaben zufolge der Golfpark Strelasund bei Grimmen und WINSTONgolf östlich von Schwerin. Zur Förderung gehöre auch die Teilnahme eines Nachwuchsteams am Jugendländerpokal im August im brandenburgischen Bad Saarow mit dem Logo „MV tut gut“.

Der Verband in Mecklenburg-Vorpommern zählt den Angaben zufolge rund 18.000 Mitglieder, dies sei eine konstant hohe Zahl in den vergangenen Jahren. 50 Prozent der Mitglieder kommen aus anderen Bundesländern und dem Ausland.
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Klavierspieler am Steilufer von Ahrenshoop

04. Jun 2024

| Nr. 29

| Fischland-Darß-Zingst

Konzertreihe „Naturklänge“ auf Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und dem Küstenvorland

Mit insgesamt acht Konzerten wartet die Konzertreihe Naturklänge 2024 auf. Das Eröffnungskonzert findet am 21. Juni 2024 am Barther Bodden statt, die Naturklänge enden am 7. September am Steilufer zwischen Ahrenshoop und Wustrow. Wie der künstlerische Leiter der Konzertreihe, der Musiker und Komponist Lutz Gerlach sagte, werden mit der Konzertreihe die Ostseebäder auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst mit dem Landesinneren verbunden. „Wir sind in der ganzen Region unterwegs.“ So liege beispielsweise der Eixner See rund 40 Kilometer südlich von Zingst entfernt. Das Spezielle an dem dortigen Konzert sei, dass die Pianisten Ulugbek Palvanov und Eugene Mursky auf ihrem „Swimming Piano“ Werke unter anderem von Beethoven, Mozart oder Chopin spielen werden. Mit einem recht großen logistischen Aufwand werde für das Piano ein Ponton auf den See gelegt.

Einer der Leitsätze der Konzertreihe lautet „Besondere Musik an besonderen Orten“. Die unterschiedlichen Spielorte wie etwa der Naturstrand Glöwitzer Bucht am Barther Bodden, wo der Sänger und Songwriter Benne mit seiner Band auftreten wird, machten den Reiz der Veranstaltungen aus und böten auch manchmal Überraschungen, berichtete Gerlach. „Man kann nicht überall damit rechnen, dass man auf gepolsterten Stühlen sitzen kann.“ Hintergrund sei, dass die Veranstalter Orte suchten, mit denen die Besonderheiten der Natur deutlich werden und die Künstler im Einklang mit den Gegebenheiten der Umgebung ihre Kunst darbieten können. So gebe es an der Küste Wellengeräusche, Möwen und Wind, woanders rauschen die Blätter und die Grillen zirpen. „Dazu gehört auch, dass Künstler und Besucher Wind und Wetter ausgesetzt sind – was natürlich auch ein gewisses Risiko birgt“, sagte Gerlach. Manche Spielorte seien auch nur mit einem längeren Fußmarsch zu erreichen.

Es sei ein weiteres wichtiges Merkmal der „Naturklänge“, dass sie genreoffen sind. Nahezu jede Stilrichtung kann vertreten sein. „Wir sind kein Klassik-Festival, wir sind kein Jazz-Festival. Wir generieren Veranstaltungserlebnisse und wollen mit dem Konzertort in eine gewisse Korrespondenz treten, wenn es möglich ist“, sagte Gerlach. So trete die Brassband Schnaftl Ufftschik im Freilichtmuseum Klockenhagen auf. Die Band spiele Polka und sei robust und hemdsärmelig und passe damit wunderbar zum Museum.

„Die Konzertreihe findet von Beginn an unter der Leitung des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst in Kooperation mit den einzelnen Veranstaltungsorten statt und begeistert alle Beteiligten jedes Jahr aufs Neue“, sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst Julia Bülow.
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Müther-Turm im Ostseebad Binz

04. Jun 2024

| Nr. 29

| Insel Rügen

Binz widmet Bauingenieur Müther eine Themenwoche

Ufo besichtigen und kreativ werden: Vom 30. September bis zum 6. Oktober 2024 wird im Ostseebad Binz die Müther-Woche veranstaltet. Der Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007) hat mit seinen filigranen Bauten aus Beton Architekturgeschichte geschrieben. Dazu gehören unter anderem weltberühmte Bauwerke wie der Teepott in Warnemünde, der Müther-Turm (ehemals Rettungsturm) in Binz oder der Uferpavillon Seerose in Potsdam geschaffen. Mehr als 70 seiner Schalenbauten gab es weltweit, die meisten davon in Ostdeutschland, aber auch in Polen oder auf Kuba.

Wie Holger Vonberg vom Binzer Bucht Tourismus berichtete, wird im Rahmen der Müther-Woche beispielsweise eine exklusive Bustour zu den Müther-Bauten auf Rügen oder einen Kreativkurs mit dem Titel: „Geht nicht, gibt’s nicht“ angeboten. Dort könnten Teilnehmende erfahren, wie aus Geraden doppelt gekrümmte Flächen werden. Oder wie es Vonberg auch ausdrückt: „Mit Schaschlikspießen hyperbolische Paraboloide bauen“. Auch Kinder könnten in diesen speziellen Müther-Bastelstunden kreativ werden.

Mehrmals werde es „UFO OFFEN – Ein- und Ausblicke im Müther-Turm“ geben. Dieser futuristisch anmutende Rettungsturm in der Düne am Binzer Strand ist heute eine Außenstelle des Standesamtes. Für die Zeremonie kommen Paare auch von weit her angereist. Dabei diente der 1982 fertiggestellte Bau bis 2004 tatsächlich als Rettungsturm in der Badesaison. Das Baudenkmal war 2017 aufwendig saniert worden. Wie Vonberg erklärte, ist der Turm in außergewöhnlicher Optik eines seiner kleinsten Bauwerke. Im Haus des Gastes werde auch noch eine Dauerausstellung mit 3D-Modellen von Müther-Bauten zu sehen sein.

„Das Ostseebad Binz war für Müther Inspirationsort und Werkstatt zugleich; allerdings sind einige seiner Bauten abgerissen worden“, sagte Vonberg. Diesem Schicksal ist die 1967 errichtete Buswartehalle in Binz entgangen. „Die Überdachung ist noch heute zu bewundern.“ Über den Bauingenieur und sein Wirken als „Der Landbaumeister von Rügen“ weiß Torsten Seegert in seiner Veranstaltung „Müther-Bauten in der DDR – Eine Zeitreise in Bild und Ton“ zu berichten. Seegert hat bei Müther, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre, gearbeitet und ihn lange begleitet.
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Foto: TMV/Krauss

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Schwerin lädt am letzten Juni-Wochenende zum traditionellen Schlossfest ein.

04. Jun 2024

| Nr. 29

| Schwerin

Ein Wochenende rund ums Schweriner Märchenschloss

Schwerin lädt am letzten Juni-Wochenende (28. bis 30. Juni 2024) zum traditionellen Schlossfest ein. Drei Tage lang steht der monumentale Neorenaissance- und Neogotik-Bau im Mittelpunkt des Geschehens in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Den ersten Höhepunkt gibt es gleich am Freitagabend bei Einbruch der Dunkelheit mit der Licht- und Laserinszenierung „Son et Lumière“. Die Show, die mit Musik und visuellen Effekten aufwarten kann, findet am Hauptportal des Schlosses statt und wird am Samstagabend mit einem anderen inhaltlichen Fokus wiederholt.

Am Samstag, dem Tag für die Historie, hat Großherzog Friedrich Franz II. (1823-1883) seinen großen Auftritt. Der Großherzog war verantwortlich für die tiefgreifende Sanierung und Umgestaltung der Residenz. „Man kann 160 Jahre zurückblicken und sehen, wie es dort zugegangen ist“, sagte Mathias Schott, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Schweriner Schlosses und derjenige, der dem Großherzog Gestalt gibt. An diesem Tag werde das Schloss in die Zeit des Historismus versetzt. Mehr als 150 Mitglieder des Schweriner Schlossvereins und anderer Vereine schlüpfen in historische Kostüme und begeben sich auf den Festumzug durch die Stadt. Die Gäste könnten verfolgen, wie der Großherzog Audienz hält oder sehen, wie sich die Damenwelt der damaligen Zeit gekleidet hatte. „Wir haben für dieses Fest mit dem Schloss die schönste Fassade, die man sich vorstellen kann“, betonte Schott voller Überzeugung.

Mit dieser Meinung ist er nicht allein, aktuell befindet sich die Landeshauptstadt mit ihrem Schloss im Verfahren um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe. Vergangenes Jahr sei die Bewerbung eingereicht worden. „Das Evaluationsverfahren ist abgeschlossen, das Ergebnis ist aber noch nicht bekannt“, sagte Linda Holung, Koordinatorin der Stabsstelle Weltkulturerbe-Bewerbung bei der Landeshauptstadt Schwerin. Ende Juli werde die Entscheidung über die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe erwartet. Die Besucher des Schlossfestes können sich über den Stand und die Details der Bewerbung informieren.

Am Sonntag steht dann der Landtag im Mittelpunkt des Geschehens. „Der Tag der offenen Tür im Landtag ist für uns ein zentraler Tag, an dem wir viele Menschen erreichen können“, sagte der Sprecher des Landtags, Dirk Lange. Die Besucher könnten hinter die Kulissen schauen und die Orte besichtigen, in denen die Politik des Landes gemacht wird. Der Plenarsaal sei offen und die Gäste könnten probesitzen. „Auch der Bürger- und der Datenschutzbeauftragte werden die Fragen der Besucher beantworten“, erklärte Lange. Zudem seien alle Fraktionen mit ihren Abgeordneten vertreten. Der Mix aus Information und Unterhaltung locke regelmäßig rund 15.000 Gäste an.
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Vineta-Festspiele in Zinnowitz

04. Jun 2024

| Nr. 29

| Insel Usedom

Theater am Strand von Usedom erleben

Mit dem Start der Vineta-Festspiele in Zinnowitz am 28. Juni 2024 erreicht der „Theatersommer auf Usedom“ der Vorpommerschen Landesbühne seinen Höhepunkt. Bis Ende August wird drei Mal in der Woche (jeweils Mittwoch, Donnerstag und Samstag) auf der Ostseebühne der letzte Teil der Trilogie „Der Glanz der Tiefe“ gespielt. „Die Open-Air-Bühne bietet ein ganz besonderes Flair“, sagte die Sprecherin der Landesbühne, Laura Hannemann. Unmittelbar am Strand gelegen sei durch das Meeresrauschen und den steten Wind das Gefühl für die Natur ganz nah. 

Mit viel Spannung geht es nun in die 28. Spielzeit der Vineta-Festspiele. Im zweiten Teil der Trilogie war Vineta untergegangen und nun biete das aktuelle Stück viel Spielraum für Spekulationen, ob und wie es weitergehen kann, wie Hannemann berichtete. Die Schauspielerinnen und Schauspieler, die zum größten Teil aus den Vorjahren bekannt sind, werden wie stets von Studierenden der Theaterakademie unterstützt. „Sie alle bieten viel Drama mit Tänzen, Kämpfen oder Intrigen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz“, sagte sie. Buch und Regie liegen in den Händen von Anna Engel und Andreas Flick.

Dabei sind die Vineta-Festspiele in Zinnowitz nur ein Teil des Theatersommers, den die Vorpommersche Landesbühne auf die Beine stellt. „Die vier Spielstätten mit eigenem Programm pro Saison haben sich bewährt, wir haben im Sommer ein Riesenrepertoire“, sagte Hannemann. Dazu gehöre noch das Theaterzelt „Chapeau Rouge“ im Seebad Heringsdorf, in dem bis Anfang September Stücke der Landesbühne aufgeführt werden. Es gebe aber auch Programme für Kinder, zudem würden mehrere Gastspiele auswärtiger Ensembles aufgeführt.

Die Hafenfestspiele in Wolgast warten in diesem Jahr mit dem Stück „Zur weißen Muschel am Wolgastsee“ auf. Die von der Oberspielleiterin Birgit Lenz geschriebene und inszenierte Komödie um kleine und größere Dramen im Hotel „Zur weißen Muschel“ wird vom 22. Juni bis zum 24. August ebenfalls drei Mal die Woche aufgeführt. Das Besondere daran sei, dass die Jugendgruppe Wolgast tanzt und mitspielt.

Der vierte Spielort der Landesbühne ist schließlich das gelbe Theater „Die Blechbüchse“ in Zinnowitz, in dem immer dann Programm ist, wenn auf der benachbarten Ostseebühne keine Vineta-Aufführungen stattfinden. Auch dort werden die Stücke der Landesbühne aufgeführt. „Zusätzlich laden wir uns Gäste ein“, sagte Hannemann.
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Set der SOKO Wismar vor dem Rathaus

04. Jun 2024

| Nr. 29

| Wismar

Jubiläum: 20 Jahre SOKO Wismar

Die ZDF-Serie SOKO Wismar feiert in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag. Seit Oktober 2004 ermitteln jeden Mittwochabend Schauspieler Udo Kroschwald als Kriminalhauptkommissar Jan-Hinrich Reuter und sein Team in der UNESCO-Welterbestadt. Und die Serie erfreut sich bester Aufmerksamkeit. Nach Angaben des ZDF hatte die 20. Jubiläumsstaffel, die im September vergangenen Jahres begann, einen Marktanteil von 23 Prozent.

Die Hansestadt, die durch die Serie mit inzwischen mehr als 470 Folgen bundesweite Aufmerksamkeit erfährt, plant anlässlich des Geburtstags eine ganze Reihe zusätzlicher Aktivitäten, wie Anica Dommning von der örtlichen Tourismuszentrale berichtete. So hätten das ZDF und Realfilm Berlin SOKO-Requisiten zur Verfügung gestellt, die im Stadtgeschichtlichen Museum SCHABBELL ausgestellt werden. In diesem Jahr bekämen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusätzlich Autogrammkarten der Seriendarsteller und Produktionsleiterin Lena Filthuth schule die Gästeführerinnen und Gästeführer.

Am 25. September werde die Preview einer Jubiläumsfolge im Marienkino gezeigt. Ein besonderes Highlight sei dann die Verlosung einer Komparsenrolle unter den Zuschauerinnen und Zuschauern. Der Ticketpreis liegt bei 20 Euro pro Person. „Es lohnt sich, einen Platz zu reservieren“, fügte Dommning hinzu.

„Seit 20 Jahren bereichert die SOKO Wismar unsere Stadt durch spannende Kriminalfälle und bildstarke Drehkulissen“, sagte die Amtsleiterin für Tourismus und Kultur, Sibylle Donath. Da die SOKO Wismar überregional bekannt und beliebt sei, ließen sich mittlerweile rund 15 Prozent Gäste aufgrund der Fernsehserie zu einer Reise nach Wismar inspirieren.

Ein Autorenteam aus Wismar hat einen Reiseführer zu SOKO-Wismar geschrieben, der vom Hinstorff-Verlag vertrieben wird, wie Dommning sagte. „Auf 290 Seiten werden Drehorte fesselnd beschrieben und gezeigt.“ Das Buch werde für einen Preis von 24 Euro unter anderem in der Tourist-Information Wismar angeboten.
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 Vom 10. bis 16. Juni stehen zahlreiche Lesungen im Programm der Literaturwoche im Ostseebad Graal-Müritz.

15. Apr 2024

| Nr. 20

| Neues aus den Regionen

Franz Kafka steht im Zentrum der Literaturwoche in Graal-Müritz

Der Schriftsteller Franz Kafka, dessen Todestag sich am 3. Juni zum 100. Mal jährt, steht im Mittelpunkt der Graal-Müritzer Literaturwoche vom 10. bis 16. Juni 2024. „Hier war Kafka 1923 im Urlaub und hier lernte er seine letzte große Liebe kennen – Dora Diamant“, sagte die Kurdirektorin von Graal-Müritz, Dörthe Hausmann. So werde einer der Höhepunkte der Literaturwoche eine Lesung des Autors, Prof. Günter Karl Bose, sein. Er werde aus seinem jüngst erschienenen Buch „Franz Kafka im Ostseebad Müritz [1923]“ lesen.

Boses Buch über Kafkas Wochen in Graal-Müritz im Juli und August 1923 sei sehr gut recherchiert, sagte Hausmann. Diese Wochen hätten den in Prag geborenen Kafka verändert. Sein Freund Max Brod habe später geschrieben, dass sein letztes Jahr sein glücklichstes gewesen sei. Dieses letzte Jahr habe an der Ostsee begonnen, umgeben von singenden jüdischen Kindern in Berlin.

Neben Kafka werden die Schriftsteller Erich Kästner und Hans Fallada bei der Literaturwoche eine wichtige Rolle spielen. Bereits vom 8. Mai an werde die „Lyrik-Buche“ im Rhododendronpark von Graal-Müritz reaktiviert, berichtete Hausmann. Jeden Mittwoch um 10:00 Uhr treffen sich dort Lyrikerinnen und Lyriker. „Sie schreiben dort, sie tragen vor und inspirieren sich gegenseitig.“ Dies sei das Ziel der Treffen der Literaten und der Gäste des Ortes, die selbst ihre Gedichte oder auch Geschichten vortragen können. Bei der „Lyrik-Buche“ handelt es sich es sich um eine Neupflanzung, die die ehemalige Buche ersetzt.

Hausmann berichtete, dass sie das Thema Literatur und Literaten zu einem Markenkern des östlich von Rostock gelegenen Ostseeheilbades entwickeln wolle. An kaum einem anderen Ort der deutschen Ostseeküste gebe es eine solche Dichte von Schriftstellern, die hier viel Zeit verbracht haben, wie in Graal-Müritz. „So wie Ahrenshoop seine Maler hat, haben wir die Literaten“, betonte Hausmann. Neben Kafka, Kästner oder Fallada seien diese beispielsweise Kurt Tucholsky, Walter Kempowski oder auch Fritz Reuter gewesen. Sie alle hätten sich von der Ostsee, der Landschaft und der guten Luft inspirieren lassen.
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Im vorpommerschen Freest finden anlässlich der landesweiten Aktion „KunstOffen“ die ersten Fischerteppichtage statt.

15. Apr 2024

| Nr. 20

| Neues aus den Regionen

Erste Fischerteppichtage in Freest

Im vergangenen Jahr wurde das Knüpfen von vorpommerschen Fischerteppichen ins immaterielle UNESCO-Kulturerbe aufgenommen. Mit diesem Rückenwind will nun der Verein für maritimes Kulturgut „Fischerdorf e.V.“ mit den Fischerteppichtagen die Öffentlichkeit über diese Kunst informieren und möglichst auch neue Anhänger für dieses filigrane Handwerk finden, sagte der Vereinsvorsitzende Michael Heck in Freest unmittelbar an der Peenemündung. Anlass ist die landesweite Aktion an Pfingsten (18. bis 20. Mai), an der sich insgesamt mehr als 900 Künstlerinnen und Künstler an mehr als 500 Orten zwischen Ostsee und Seenplatte beteiligen werden.

Der Geburtszeitraum des Knüpfens von Fischerteppichen lasse sich gut eingrenzen, berichtete Heck. Im Jahr 1928 hatte die Ostseefischerei unter einem dramatischen Fischmangel gelitten. Der für die Region zuständige Landrat sei auf die Idee gekommen, den erwerbslosen Fischern, die in der Herstellung und Reparatur von Fischernetzen geübt waren, das Teppichknüpfen nach orientalischen Mustern nahezulegen. Nach anfänglicher Skepsis hätten sich die Fischer entschlossen mitzumachen. „Sie haben zwar die orientalische Technik benutzt, aber die Motive haben sie selbst entwickelt“, erzählte Heck. Klassische Motive seien Fische, Anker oder Stranddisteln, die in den 1930er Jahren teilweise von Schulkindern entworfen wurden.

Leider gebe es nur noch sehr wenige Knüpferinnen und Knüpfer, die diese Kunst beherrschen. „Wir wollen das Handwerk aber für die Zukunft retten“, betonte Heck. Denn immaterielles Kulturerbe bedeute nicht, einen Teppich im Museum an die Wand zu hängen, sondern das Handwerk dauerhaft auszuführen. Nun hoffen die Fans dieses Kunsthandwerks, bei den Fischerteppichtagen Menschen zu finden, die in Workshops das Knüpfen lernen und damit das Handwerk retten wollen.

Eines der Highlights bei den Fischerteppichtagen werde die Aufführung eines Theaterstücks sein, die die Geschichte des Handwerks von 1928 an bis zum Jahr 1990 erzählt. Zu DDR-Zeiten war die „Produktionsgenossenschaft Volkskunst an der Ostsee“ für das Handwerk zuständig. Aufgeführt werde das zweiteilige Stück „Fischerteppichsaga“ am Samstag und Sonntag von Akteuren der Theaterwerft Greifswald am Originalschauplatz in Freest. Komplettiert werde das Programm der Fischerteppichtage durch Führungen, Schauknüpfen und eine Kreativwerkstatt.
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Am 4. Mai lädt die Hansestadt Stralsund zum Tag der offenen Tür auf der Volkswerft ein.

15. Apr 2024

| Nr. 20

| Neues aus den Regionen

Tag der offenen Tür auf der Volkswerft in Stralsund

 „Hartlich willkåmen up uns Warft!“, so lautet das Motto, mit dem die Hansestadt Stralsund ihre Gäste am 4. Mai von 10.00 bis 16.00 Uhr begrüßt. Die Stadt hatte im Februar 2022 das Gelände der früheren MV Werften gekauft und erfolgreich weiterentwickelt. „Als deutliches Zeichen dieses Wechsels sind auf dem Dach des Hochhauses inzwischen die Wappen der Volkswerft und der Hansestadt angebracht, sie strahlen in den Nachthimmel“, sagte Stadtsprecher Peter Koslik. In Kürze werde auch der Schriftzug von MV Werften entfernt und durch Volkswerft Stralsund ersetzt. Die Stralsunderinnen und Stralsunder und die Gäste der Stadt könnten sich auf besondere Einblicke in den neuen Maritimen Industrie- und Gewerbepark freuen.

Die Gäste könnten sich innerhalb eines Wegesystems frei durch die Hallen und entlang des Ausrüstungskais bewegen, sagte Koslik. Ein besonderes Highlight werde gewiss das Open Ship der „GORCH FOCK (l)“ sein, zu dem keine Anmeldung nötig sein wird. Für ihren großen ersten Auftritt nach der Sanierung ist die „GORCH FOCK (l) “ an die Kaikante der Werft gelegt worden. Geplant sei, dass die Dreimastmark zügig wieder in den Stadthafen verlegt werden soll. Dort solle es wieder als Museumsschiff dienen.

Am Tag der offenen Tür werde im ehemaligen Speisesaal die Schau „Schiffe, Kunst und Modellbau“ eingerichtet, Künstler und Fotografen werden für Gespräche zur Verfügung stehen. Zudem würden rund 30 Schiffsmodelle aus unterschiedlichen Zeitepochen präsentiert, mehr als 20 Ölgemälde, Zeichnungen und großformatige Wandbilder warten auf interessierte Gäste.

Auf großes Interesse wird laut Koslik auch die dritte Stralsunder Blaulichtmeile stoßen. Mit Infoständen, Aktionen, Fahrzeugen, Einsatztechnik und eigenen Schiffen präsentieren sich unter anderem die Bundes-, Landes- und Wasserschutzpolizei sowie die Polizeiinspektion Stralsund. Mit dabei sein werden auch das Hauptzollamt, die Marinetechnikschule Parow, die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr, das Technisches Hilfswerk Stralsund oder auch verschiedene Rettungsdienste und das Helios Hanse Klinikum. Der Eintritt zum Tag der offenen Werft ist frei.

Nach dem Kauf der Werft hatte die Stadt dort einen maritimen Gewerbepark etabliert. Den Angaben zufolge haben sich 15 Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen angesiedelt. Dabei sei der Andrang von Firmen groß gewesen, es gebe deutlich mehr als 500 Arbeitsplätze. Das Konzept gehe auf. „Wir hätten die Fläche doppelt und dreifach belegen können“, hieß es aus der Stadtverwaltung.
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Im Ostseebad Warnemünde wird die Promenade beim „Frühlingslandgang“ vom 26. April bis zum 1. Mai zur Festmeile.

15. Apr 2024

| Nr. 20

| Neues aus den Regionen

Mit dem Format „Frühlingslandgang“ soll Saison in Warnemünde eingeläutet werden

Das Ostseebad Warnemünde hat sich für die Strandsaison 2024 fit gemacht. Äußeres Zeichen dafür ist der „Frühlingslandgang“ vom 26. April bis zum 1. Mai, sagte Ingeborg Regenthal vom Warnemünde Verein, der die Veranstaltung organisiert. „Wir möchten ein Fest gestalten, das den regionalen Künstlerinnen und Künstlern ein Podium bietet, auf dem sie sich präsentieren können.“ Warnemünde locke mit seinem Namen, seinem Strand und dem Blick von der Bahnhofsbrücke auf den alten Strom.

Die Promenade werde fünf Tage lang zur Bummelmeile mit viel Kunsthandwerk und Gastronomie. „Das Kulturprogramm soll viel von dem maritimen Flair zeigen, das Warnemünde ausmacht“, sagte Regenthal. So treten neben dem Mecklenburger Drehorgelorchester auch die Shantychöre „Luv un Lee“, „de Klaashahns“ sowie die „Breitlings“ auf, die laut eigener Darstellung für „maritimen Kraftgesang aus Rostock“ stehen. Rock 'n' Roll komme am 1. Mai von den Marching Saints. Es sei auch geplant, dass sie als „Walking Act“ durch Warnemünde ziehen.

Während die meisten Menschen dringend die warmen Tage erwarten, um ein Bad in der Ostsee zu nehmen, bedeutet der „Frühlingslandgang“ für die Warnemünder Seehunde das Saisonende, berichtete Regenthal. Denn der lokale Eisbadeverein nutze die Veranstaltung für ein offizielles Abbaden. Am Samstag ab 14.00 Uhr und am Sonntag ab 10.00 Uhr steigen die Schwimmerinnen und Schwimmer ein letztes Mal für diese Saison in die immer noch kalte Ostsee.        

Nach dem Saisonbeginn mit dem „Frühlingslandgang“ werden im Ostseebad im Jahr 2023 weitere Highlights. Dazu gehören laut dem Sprecher der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde, Moritz Naumann, unter anderem die 86. Warnemünder Woche vom 6. bis 14. Juli oder die 33. Hanse Sail vom 8. bis 11. August.
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