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Familie Fischer, Inhaber des Naturcampingplatzes Hexenwäldchen

28. Mär 2017

| Neues aus den Regionen

Schlaffässer und Seehütten

Im Campingland Mecklenburg-Vorpommern haben Urlauber die Qual der Wahl: Zahlreiche Plätze werben mit dem gewissen Extra. Im Folgenden Tipps für Familien, Freigeister und Wassersportler: In einer der am dünnsten besiedelten Gegenden Deutschlands, am Jamelsee, einem kleinen Quellsee der Havel inmitten des Müritz-Nationalparks, befindet sich der Natur-Campingplatz Hexenwäldchen. So verwunschen der Name des Campingplatzes klingt, so ist auch die Landschaft, in die er eingebettet ist. Eine Sauna am See, Musik-, Märchen- und Stockbrotabende am Lagerfeuer, Holz- und Instrumentenbaukurse sowie Räucherfischtage gehören zum Angebot. Ein paar Kilometer weiter südlich liegt der einen Kilometer lange und rund 100 Meter breite Campingplatz am Gobenowsee, der durch seine Lage Stellplätze mit Seeblick anbieten kann. Auf einer Zeltwiese können Kanuten und Radwanderer die Nacht verbringen. Wer ein besonderes Domizil sucht, bucht eines der Schlaffässer oder eine Seehütte. Kanu- und Bootsverleih, sieben Bootsliegestege sowie eine Slip-Anlage machen den Platz zu einem Magneten für Wassersportler. Kinder finden unter anderem einen Spiel-, Fuß- und Volleyballplatz vor. Wer sich von textilen Zwängen befreien will, ist im weiter nördlich gelegenen Ferienidyll am Rätzsee richtig. Der FKK-Campingplatz stellt Mietcaravans zur Verfügung und bietet darüber hinaus eine Sauna am See sowie eine Kanu-Leihstation an. Ein Abenteuerspielplatz mit Seilbahn, Piratenschiff und vielen anderen Spiel- und Klettergeräten bietet Abwechslung für junge Gäste.
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Krebslarve

28. Mär 2017

| Neues aus den Regionen

Familienplanung im Meer

Zu Ostern startet im Ozeaneum und Meeresmuseum Stralsund das Jahresthema „Meereskinder“. In beiden Erlebnismuseen wird dieses an jeweils mehr als 20 Stationen anhand von Geschichten über Fortpflanzung und Aufzucht des Nachwuchses im Meer erlebbar gemacht. So wird beispielsweise die ungewöhnliche Fortpflanzung des Tiefseeanglers erklärt, bei der sich die Männchen an die bis zu 20-fach größeren Weibchen beißen, fast alle ihrer Organe reduzieren und quasi mit ihnen verschmelzen. Die Männchen werden über den Blutkreislauf der Weibchen miternährt und dienen fortan als lebende Samenkapseln. Die befruchteten Eier werden ins Wasser abgegeben und treiben mit der Hilfe von Öltröpfchen an die Meeresoberfläche. Dort entwickeln sich die Larven unabhängig von den Elterntieren. Das ist eine von den Geschichten, die Gäste erfahren, und ein Beispiel dafür, dass aufwändige Brutpflege im Meer eine Ausnahme ist. Darüber hinaus können Meerbabys wie kleine Quallen beobachtet werden. Das Jahresthema „Meereskinder“ folgt auf die Schau „Kraken und Konsorten“, die sich gut 200.000 Besucher im Meeresmuseum und rund 550.000 Gäste im Ozeanenum ansahen. Passend zum Jahresthema wurde der Erlebnisbereich „Meer für Kinder“ im Ozeaneum neu gestaltet. Eine Dünenlandschaft mit einem begehbaren, raumhohen Leuchtturm lädt Kinder dazu ein, selbst zum Meereskind zu werden.
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Neu: "Grüne Wellnesstage am Meer"

28. Mär 2017

| Neues aus den Regionen

Neu: „Grüne Wellnesstage am Meer“

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Grüne Wellnesstage am Meer“ wird der erste zertifizierte Kur- und Heilwald Mecklenburg-Vorpmmerns vom 21. bis 23. April in Heringsdorf auf der Insel Usedom eingeweiht. Unter dem Titel „Wald – Wasser – Wellness“ laden dabei ein Dutzend Hotels sowie die „OstseeTherme“ in Ahlbeck zu einem Wohlfühlwochenende ein, das eine Mischung aus Wellness an der frischen Luft und in den Hotels der Insel bietet. Den Auftakt der „Grünen Wellnesstage am Meer“ bilden Sauna-Erlebnisabende, zu denen die „OstseeTherme“ und die Wellness-Hotels am 21. April in ihre Spa-Bereiche einladen. Dort werden Gäste mit Anwendungen typischer Produkte der Region, darunter Sanddorn, Bernstein und Heringsdorfer Jodsole, verwöhnt. Weitere Höhepunkte sind eine Wellness-Schatzssuche am Strand, ein Nordic Walking-Tag am Meer sowie geführte Wanderungen durch den Kur- und Heilwald. Dabei erfahren Teilnehmer Wissenswertes über die Gesundheitspotenziale des Waldes und können die darin installierten Therapiegeräte ausprobieren. Begleitet wird der Rundgang durch den Revierförster, Jagdhornbläser und die Therapeuten des Inselnetzwerks „UsedomGanzGesund“. Hintergrund: Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. hat ein umfassendes Konzept für Kur- und Heilwälder in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt, anhand dessen Kommunen im Nordosten sich ab sofort zertifizieren lassen können. Neben Empfehlungen zur Strukturierung gesundheitstouristischer Angebote und deren Vermarktung wurde ein Kriterienkatalog zur Zertifizierung eines Kur- und Heilwaldes erarbeitet. Zu diesen Kriterien gehören unter anderem ein naturnaher, gepflegter Wald mit emissionsarmer Luft sowie das Vorhandensein von Fachpersonal wie beispielsweise Klimatherapeuten und Waldpädagogen. Aktuell streben die Kommunen Bad Doberan, Graal-Müritz, Waren (Müritz), Sassnitz, Krakow am See, Plau am See, Baabe, Klink sowie Heringsdorf die Zertifizierung an. Der Heringsdorfer Kur- und Heilwald ist der erste, der diese Zertifizierung erhält.
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St. Georgen Wismar

28. Mär 2017

| Neues aus den Regionen

Konzertsaison in Wismarer St.-Georgen-Kirche eröffnet

Musikliebhaber aufgepasst: Zwei Klassikkonzerte stehen im April in Wismars St.-Georgen-Kirche auf dem Programm. Am 1. April widmet sich das NDR Kammerorchester der Musik im Spannungsfeld zwischen Kammermusik und großer, sinfonischer Form. Es erklingen Werke von Felix Mendelsohn Bartholdy, Dmitri Schostakowitsch, Anton Weber und Peter Tschaikowsky. Mit opulenter Kirchenmusik von Johann Adolf Hasse, Johann Michael Haydn und Johann Sebastian Bach ist die NDR Radiophilharmonie am 6. Mai zu Gast in Wismar. Die Leitung wird durch David Stern übernommen, ein Experte in Sachen Barockmusik und historischer Aufführungspraxis. Die Solistinnen Ania Vegry und Hilke Andersen sind von ihren Engagements an der Staatsoper Hannover bekannt, unterstützt werden sie vom Mädchenchor Hannover. Auf die NDR-Konzerte folgen in den Sommermonaten Theaterinszenierungen von Faust und Jedermann. Tickets für alle Veranstaltungen gibt es bei der Tourist-Information Wismar oder unter der Rufnummer 03841 19433.
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Jugendherberge Warnmünde

28. Mär 2017

| Neues aus den Regionen

Jugendherberge Warnemünde erstrahlt in neuem Look

Pünktlich zum Saisonstart empfängt die Jugendherberge Warnemünde Gäste in rundum erneuerten Räumlichkeiten. Vier Monate lang wurde geschliffen und gehämmert, gemalert und gebohrt, um das erstmals vor rund 15 Jahren eröffnete Bettenhaus freundlicher erscheinen zu lassen und mit maritimen Elementen den Wiedererkennungswert zu steigern. Die Investitionskosten betrugen rund 290.000 Euro. Im Fokus der Sanierungsmaßnahmen standen die Neugestaltung des Foyers und der Rezeption, der Bau eines Freizeitraumes sowie die Aufarbeitung aller 122 Zimmer. Ein Bistro sowie ein angeschlossenes Freizeitzimmer, das die Themen Gesundheit und Sport aufgreift und im Surferstyle Warnemünde-Flair vermittelt, verspricht sowohl bei der Ankunft wie auch während des gesamten Aufenthalts in der Jugendherberge kurzweilige Momente vor allem für die Jüngeren. Der Umbau der Jugendherberge Warnemünde ist Teil eines umfangreichen Renovierungsprogramms des DJH-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Über einen Zeitraum von rund zwei Jahren werden bis Ende 2017 mehr als drei Millionen Euro in Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen investiert. Damit sollen die Qualität der Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern verbessert, nachhaltige Strukturen geschaffen und die Position als größter und wichtigster Anbieter von Kinder- und Jugendübernachtungsstätten im Land ausgebaut werden. Bereits im Jahr 2016 sind unter anderem in den Jugendherbergen Wismar, Zingst und Heringsdorf auf der Insel Usedom Speisesäle oder Rezeptionen erneuert sowie Optimierungen in puncto Gebäudesicherheit, Technik und Ver- und Entsorgung vorgenommen worden. Weitere Informationen:

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Entspannt anreisen an die Ostsee (Foto: TMV/Roth)

20. Mär 2017

| Pressemitteilungen

MV noch schneller und bequemer erreichbar

Zwei neue Flugverbindungen aus Österreich sowie eine neue Linie aus der Schweiz erleichtern in der Saison 2017 die Anreise aus zwei der wichtigsten Herkunftsmärkte des Urlaubslandes: Vom 19. Mai bis zum 27. Oktober 2017 fliegt Germania zweimal wöchentlich freitags und sonntags von Zürich und vom 26. Mai bis zum 10. September ebenfalls freitags und sonntags von Wien nach Rostock-Laage sowie an den gleichen Tagen retour. Die Verbindungen in die beiden größten Städte Österreichs und der Schweiz wurden in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern, Tourismusorganisationen und Kreuzfahrtreedereien etabliert. Die Verbindung von Wien ist die erste Linienverbindung von Österreich nach Rostock-Laage. Neu ist zudem der Bus-Transfer für die Flüge von und nach Wien und Zürich zwischen Rostock-Laage und der Insel Rügen sowie der Mecklenburgischen Seenplatte, der auf die Flugzeiten abgestimmt ist. Diesen können Gäste direkt unter buchen. Der Flughafen Heringsdorf auf der Insel Usedom wird von Linz vom 12. Mai bis zum 15. September 2017 mit einer Maschine der Linie Austria Airlines immer freitags angeflogen, am gleichen Tag verkehrt die Maschine in die Gegenrichtung. Folgende etablierte Verbindungen werden in der Saison 2017 fortgesetzt: Aus Stuttgart haben Gäste bis zum 28. Oktober 2017 die Möglichkeit, mit Eurowings zweimal wöchentlich Rostock-Laage im Flug zu erreichen. Die Linie bmi regional bringt Gäste aus München ganzjährig täglich und sonntags zweimal pro Tag nach Rostock-Laage. Beide Verbindungen verkehren an jeweils den gleichen Tagen auch in die Gegenrichtung. Zudem bringt Eurowings bis zum 28. Oktober 2017 jeweils samstags Urlauber aus Stuttgart nach Heringsdorf auf Deutschlands zweitgrößte Insel Usedom sowie ebenfalls samstags zurück nach Stuttgart. Vom 8. April bis zum 28. Oktober verkehrt Eurowings zudem samstags von Düsseldorf nach Heringsdorf sowie am gleichen Tag retour. Vom 15. April bis zum 28. Oktober können Gäste mit Lufthansa von Frankfurt nach Heringsdorf sowie in die Gegenrichtung reisen. Vom 4. Juni bis zum 10. September fliegt eine Maschine der Linie SkyWork immer sonntags von Bern nach Heringsdorf via Basel sowie am gleichen Tag zurück. Ab 2. September gelangen Gäste mit einer Maschine der Linie Germania immer samstags von Dortmund nach Heringsdorf und zurück. Zügig an die Küste von Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern ist aus den deutschsprachigen Ländern mit der Bahn gut zu erreichen.
Es bestehen umsteigefreie ICE-/IC-Direktverbindungen zum Beispiel aus den Regionen Rhein/Ruhr, Rhein/Main, Baden-Württemberg, Hamburg, Hannover, Leipzig/Halle, Erfurt und Berlin. Es werden ganzjährig Direktverbindungen auch bis auf die Insel Rügen angeboten. Ab München fährt beispielsweise ein ICE täglich umsteigefrei bis ins Ostseebad Binz beziehungsweise ein IC mit Halt in Neustrelitz und Waren (Müritz) ebenfalls täglich nach Rostock. Zudem gelangen Gäste täglich von Koblenz über Duisburg und Bremen mit einer direkten IC-Verbindung bis nach Binz. Von Karlsruhe über Frankfurt und Hannover besteht mehrmals täglich eine direkte IC-Verbindung nach Rostock und Stralsund. Attraktiv für Nachtschwärmer dürfte zudem die neue Verbindung mit dem Nacht-Intercity von Köln über Dortmund, Berlin, Neustrelitz und Rostock ins Ostseebad Binz sein. Bei gedimmtem Licht starten Reisende vom 23. Juni bis zum 1. September 2017 freitags um 23.00 Uhr in Köln und erreichen Binz um 11.15 Uhr. Außerdem ist Mecklenburg-Vorpommern entspannt im Schlaf erreichbar: Die neue Nachtreiseverbindung mit dem ÖBB Nightjet, die bequem über die Internetseite der Deutschen Bahn buchbar ist, startet beispielsweise täglich um 20.00 Uhr von Zürich und fährt über Karlsruhe, Frankfurt (Main) und Erfurt nach Berlin, wo samstags im Sommer um 6.30 Uhr ein direkter Anschlusszug nach Rostock, in die Mecklenburgische Seenplatte und weiter nach Rügen verkehrt. Aus Österreich können Urlauber die Euronight-Verbindung von Wien nach Berlin nutzen: Gäste starten um 22.50 Uhr in Wien, erreichen Berlin um 9.00 Uhr und können samstags bequem mit einem direkten Anschluss um 9.24 Uhr an die Ostseeküste oder in die Mecklenburgischen Seenplatte weiterreisen. Auch aus der Schweiz beziehungsweise aus Österreich bestehen sowohl Tagesverbindungen mit ICE-Zügen als auch weitere Nachtzugverbindungen nach Berlin und Hamburg mit Anschlüssen weiter zur Ostseeküste oder in die Mecklenburgische Seenplatte. Fernbusse erweitern Flexibilität
Eine Reihe von Fernbusstrecken erweitern die Anreisemöglichkeiten nach Mecklenburg-Vorpommern zu günstigen Preisen. So erhöht „FlixBus“ seine Stopps im Nordosten 2017 auf mehr als 30 Ziele unter anderem auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst sowie den Inseln Rügen und Usedom. Die Usedomer Bäderbahn bringt Gäste mit dem Bus unter anderem nach Berlin und Hamburg. Ein IC-Bus der Deutschen Bahn verkehrt täglich von Kopenhagen über Rostock nach Berlin und zurück. Von Schweden, Norwegen und Dänemark gelangen Gäste zudem mit Eurolines nach Rostock. Weitere Informationen:

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Auch im Ahrenshooper Kunstkaten werden zahlreiche Ausstellungen im Rahmen des Jubiläumsjahres gezeigt.

15. Mär 2017

| Pressemitteilungen

Feature: Im Himmelslicht zum Schöpfungstag

Dieses Bild nimmt gefangen. Nicht nur, weil es so groß ist und fast allein die ganze Stirnwand einnimmt. „Der alte Schifferfriedhof“ entstand 1893 und zeigt eine Frau in Trauergewand und schwarzer Haube inmitten einer Wiese voller gelber Blumen. Die Frau trägt einen Blütenkranz in der Hand. Sie geht über die Düne zum Friedhof, den ein schlichter Holzzaun von der Wiese trennt. Hinter dem Zaun stehen krumm und schief verwitterte Kreuze. Hinter der Frau schimmert das Meer in der Ferne. Und über ihr flirrt der Himmel in eigenartigem Licht. Das Bild stammt von Paul Müller-Kaempff und hängt im Kunstmuseum Ahrenshoop. Wie viele Gemälde von Dutzenden Männern und Frauen, die sich über Generationen so unsterblich in Natur und Licht auf dem schmalen Streifen Land zwischen Bodden und Meer verliebten, dass sie beschlossen, für immer hier zu bleiben. Und all das zu malen, zu malen und nochmals zu malen, was sie so sehr begeisterte. Hunderte von Werken entstanden so über die Jahre, und eine repräsentative Kollektion wird dieses Jahr alle Kunstfreunde überglücklich machen. Unter anderem. Denn Ahrenshoop feiert – den 125. Jahrestag seiner berühmten Künstlerkolonie. Spätsommer 1889. Der Oldenburger Maler Paul Müller-Kaempff und sein Kollege Oskar Frenzel weilen auf dem Fischland. Bei einer Wanderung entlang der Steilküste des Hohen Ufers erblicken sie von der letzten Anhöhe plötzlich ein winziges Dorf. Im Grunde nicht mehr als ein paar reetgedeckte Fischer- und Bauernhäuser, doch der Anblick haut die Männer schlichtweg um. „Wir hatten von dessen Existenz keine Ahnung und blickten überrascht und entzückt auf dieses Bild des Friedens und der Einsamkeit. Kein Mensch war zu sehen, die altersgrauen Rohrdächer, die grauen Weiden und grauen Dünen gaben dem ganzen Bilde einen Zug tiefsten Ernstes und willkommener Unberührtheit. Es war Liebe auf den ersten Blick.“ Müller-Kaempffs tiefer Eindruck vom verträumten „Powerdörp“, von der Schönheit des Fischlandes und vom einzigartigen Licht spricht sich schnell herum. Bald beginnen Seelenverwandte die Gegend zum Thema ihres Schaffens zu machen und so zunächst gewissermaßen visuell zu „kolonisieren“. Sie lieben die Weite der Landschaft, die zum Symbol wird für mentale und künstlerische Freiräume. Sie verewigen das mal blaue, mal graue, mal sanfte, mal wütende Meer. Sie malen die Dünen und die Steilküste. Die mit Schilf gedeckten alten Fischerkaten und Scheunen. Die Fischer in ihren Segelbooten. Die Wiesen am Bodden und die Wälder am Darß. All das und vieles mehr ist fortan Sujet, über alle Jahreszeiten hinweg. Von der bildlichen Aneignung bis zur tatsächlichen Ansiedlung ist es dann nur noch ein kleiner Schritt. 1892 baut Müller-Kaempff in der Dorfstraße ein Atelier- und Wohnhaus und begründet mit neun Kollegen die Künstlerkolonie Ahrenshoop. Bald schließen sich weitere Mitstreiter an – zur Schar der tatendurstigen Talente gehören Oskar Frenzel, Carl Malchin, Hugo Müller-Lefensdorf, Louis Douzette, Anna Gerresheim, Doris am Ende und Elisabeth von Eicken. Und es geht weiter, Schlag auf Schlag. 1894 eröffnet Müller-Kaempff das heutige Künstlerhaus Lukas als Pension und Malschule speziell für Frauen. Mehr als eine Alternative zum teuren Privatunterricht, denn Frauen – mögen sie noch so begabt sein – bleibt im wilhelminischen Deutschland der Zugang zu staatlichen Kunstakademien verwehrt. Und so pilgern die „Malweiber“ – wie man sie damals nennt – um die Jahrhundertwende in Scharen nach Ahrenshoop und genießen hier ungeahnte individuelle und künstlerische Freiheit. Um 1900 arbeiten und unterrichten 16 Maler in und um Ahrenshoop. 1909 entsteht der Kunstkaten als erste Galerie für die dem Ort verbundenen Künstler – ein Ausstellungsort, der bald schon überregionale Strahlkraft erlangt. Mit dem ersten Weltkrieg dann zerbricht die Künstlerkolonie. Viele Maler müssen kriegsbedingt ihre Häuser aufgeben, aber auch ohne den Kolonie-Status besitzt das inzwischen beliebte Seebad große Anziehungskraft. Die nächste Avantgardisten-Generation lässt nicht lange auf sich warten: der Zeichner Fritz Koch-Gotha etwa und seine Frau Dora Koch-Stetter, die den Expressionismus nach Ahrenshoop bringt. Oder der frühere Bauhaus-Meister Gerhard Marcks und sein Freund Alfred Partikel, der im Oktober 1945 im Ahrenshooper Holz spurlos verschwindet. An der Faszination für Land und Landschaft ändert sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nichts: 1949 schwärmt die Heimatschriftstellerin Käthe Miethe: „Blau liegt an einem Früh-sommertag der Bodden mit seinen Buchten. Blau breitet sich der unendliche Himmel aus und blau schaut die See zu uns herüber. Das Land ist umwoben von einem hauchfeinen Schleier; so haben die Farben keine Härte, keine Sättigung. Sie sind durchscheinend wie die ferne, stille Welt. Um uns ist ein Schöpfungstag.“ Ihnen allen setzt Ahrenshoop in diesem Jahr ein Extra-Denkmal. Den „Pionieren“ Paul Müller-Kaempff und Elisabeth von Eicken ebenso wie den Heerscharen kreativer Geister, die fast alle Strömungen moderner deutscher Kunst repräsentierten. Die während Weimarer Republik, Nazi-Diktatur und zu DDR-Zeiten in Ahrenshoop einen Sehnsuchts-, Wallfahrts- und Zu-fluchtsort fanden und in der Idylle von Dorf und Landschaft Inspiration und künstlerische Er-füllung. Mit einer Festwoche beginnen die Feierlichkeiten: Vom 25. März bis zum 2. April laden Kunsthäuser und Galerien zu Ausstellungseröffnungen, Führungen, Konzerten und Lesungen ein. Auf Bakel- und Schifferberg weisen dann überlebensgroße Skulpturen den Weg zur Künstlerkolonie, und ein Kunstpfad führt zu den beliebtesten Motiven der Maler. Herzstück des Festjahres ist die Ausstellung „Licht, Luft, Freiheit – 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop“ im Kunstmuseum; aber auch alle jährlich wiederkehrenden Höhepunkte stehen im Zeichen des Jubiläums – wie die 18. Lange Nacht der Kunst im August und die Filmnächte im September. Das letzte Wort schließlich haben die Fachleute, die im Oktober auf einem Symposium aktuelle Erkenntnisse zum Thema vorstellen. Auch das wieder im Kunstmuseum, das als architektonisches Ensemble übrigens selbst ganz und gar dem Erbe der Künstlerkolonie verhaftet ist. Weitere Informationen: Auszug aus dem Jubiläums-Programm 2017
24.03.
Auftakt des Jubiläumsjahres und Eröffnung der Ausstellung "Licht, Luft, Freiheit – 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop", Kunstmuseum 25.03.
Festwoche mit vielfältigen Aktivitäten an verschiedenen Orten in Ahrenshoop: Ortsführungen und Einweihung eines Kunstpfades durch den Künstlerort;
Lesung "Das rätselhafte Verschwinden des Malers Alfred Partikel", Neues Kunsthaus; Ausstellungseröffnung "Lockere Wolken" – Sichtbar in Ahrenshoop", Künstlerhaus Lukas; 26.03.
Ausstellungseröffnung "Elbhang & Weststrand – Dresdner Künstler in Ahrenshoop", Kooperationsausstellung im Kunstkaten, in der Strandhalle und in der Galerie Alte Schule 01.04.
Ausstellungseröffnung "Manntje manntje timpe te" mit Konzert im Hotel THE GRAND 27.05.
Ausstellungseröffnung "125 Bilder suchen eine Kolonie", Galerie im Hotel THE GRAND 19.08.
Lange Nacht der Kunst im Zeichen des Jubiläums, ganzer Ort 06.-09.09.
Filmnächte, Stipendiaten des Künstlerhauses Lukas zeigen Filme im Sonderprogramm 21.-22.10. Symposium mit Fachvorträgen, Kunstmuseum

5 min

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Auch im Ahrenshooper Kunstkaten werden zahlreiche Ausstellungen im Rahmen des Jubiläumsjahres gezeigt.

15. Mär 2017

Feature: Im Himmelslicht zum Schöpfungstag

Dieses Bild nimmt gefangen. Nicht nur, weil es so groß ist und fast allein die ganze Stirnwand einnimmt. „Der alte Schifferfriedhof“ entstand 1893 und zeigt eine Frau in Trauergewand und schwarzer Haube inmitten einer Wiese voller gelber Blumen. Die Frau trägt einen Blütenkranz in der Hand. Sie geht über die Düne zum Friedhof, den ein schlichter Holzzaun von der Wiese trennt. Hinter dem Zaun stehen krumm und schief verwitterte Kreuze. Hinter der Frau schimmert das Meer in der Ferne. Und über ihr flirrt der Himmel in eigenartigem Licht. Das Bild stammt von Paul Müller-Kaempff und hängt im Kunstmuseum Ahrenshoop. Wie viele Gemälde von Dutzenden Männern und Frauen, die sich über Generationen so unsterblich in Natur und Licht auf dem schmalen Streifen Land zwischen Bodden und Meer verliebten, dass sie beschlossen, für immer hier zu bleiben. Und all das zu malen, zu malen und nochmals zu malen, was sie so sehr begeisterte. Hunderte von Werken entstanden so über die Jahre, und eine repräsentative Kollektion wird dieses Jahr alle Kunstfreunde überglücklich machen. Unter anderem. Denn Ahrenshoop feiert – den 125. Jahrestag seiner berühmten Künstlerkolonie. Spätsommer 1889. Der Oldenburger Maler Paul Müller-Kaempff und sein Kollege Oskar Frenzel weilen auf dem Fischland. Bei einer Wanderung entlang der Steilküste des Hohen Ufers erblicken sie von der letzten Anhöhe plötzlich ein winziges Dorf. Im Grunde nicht mehr als ein paar reetgedeckte Fischer- und Bauernhäuser, doch der Anblick haut die Männer schlichtweg um. „Wir hatten von dessen Existenz keine Ahnung und blickten überrascht und entzückt auf dieses Bild des Friedens und der Einsamkeit. Kein Mensch war zu sehen, die altersgrauen Rohrdächer, die grauen Weiden und grauen Dünen gaben dem ganzen Bilde einen Zug tiefsten Ernstes und willkommener Unberührtheit. Es war Liebe auf den ersten Blick.“ Müller-Kaempffs tiefer Eindruck vom verträumten „Powerdörp“, von der Schönheit des Fischlandes und vom einzigartigen Licht spricht sich schnell herum. Bald beginnen Seelenverwandte die Gegend zum Thema ihres Schaffens zu machen und so zunächst gewissermaßen visuell zu „kolonisieren“. Sie lieben die Weite der Landschaft, die zum Symbol wird für mentale und künstlerische Freiräume. Sie verewigen das mal blaue, mal graue, mal sanfte, mal wütende Meer. Sie malen die Dünen und die Steilküste. Die mit Schilf gedeckten alten Fischerkaten und Scheunen. Die Fischer in ihren Segelbooten. Die Wiesen am Bodden und die Wälder am Darß. All das und vieles mehr ist fortan Sujet, über alle Jahreszeiten hinweg. Von der bildlichen Aneignung bis zur tatsächlichen Ansiedlung ist es dann nur noch ein kleiner Schritt. 1892 baut Müller-Kaempff in der Dorfstraße ein Atelier- und Wohnhaus und begründet mit neun Kollegen die Künstlerkolonie Ahrenshoop. Bald schließen sich weitere Mitstreiter an – zur Schar der tatendurstigen Talente gehören Oskar Frenzel, Carl Malchin, Hugo Müller-Lefensdorf, Louis Douzette, Anna Gerresheim, Doris am Ende und Elisabeth von Eicken. Und es geht weiter, Schlag auf Schlag. 1894 eröffnet Müller-Kaempff das heutige Künstlerhaus Lukas als Pension und Malschule speziell für Frauen. Mehr als eine Alternative zum teuren Privatunterricht, denn Frauen – mögen sie noch so begabt sein – bleibt im wilhelminischen Deutschland der Zugang zu staatlichen Kunstakademien verwehrt. Und so pilgern die „Malweiber“ – wie man sie damals nennt – um die Jahrhundertwende in Scharen nach Ahrenshoop und genießen hier ungeahnte individuelle und künstlerische Freiheit. Um 1900 arbeiten und unterrichten 16 Maler in und um Ahrenshoop. 1909 entsteht der Kunstkaten als erste Galerie für die dem Ort verbundenen Künstler – ein Ausstellungsort, der bald schon überregionale Strahlkraft erlangt. Mit dem ersten Weltkrieg dann zerbricht die Künstlerkolonie. Viele Maler müssen kriegsbedingt ihre Häuser aufgeben, aber auch ohne den Kolonie-Status besitzt das inzwischen beliebte Seebad große Anziehungskraft. Die nächste Avantgardisten-Generation lässt nicht lange auf sich warten: der Zeichner Fritz Koch-Gotha etwa und seine Frau Dora Koch-Stetter, die den Expressionismus nach Ahrenshoop bringt. Oder der frühere Bauhaus-Meister Gerhard Marcks und sein Freund Alfred Partikel, der im Oktober 1945 im Ahrenshooper Holz spurlos verschwindet. An der Faszination für Land und Landschaft ändert sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nichts: 1949 schwärmt die Heimatschriftstellerin Käthe Miethe: „Blau liegt an einem Früh-sommertag der Bodden mit seinen Buchten. Blau breitet sich der unendliche Himmel aus und blau schaut die See zu uns herüber. Das Land ist umwoben von einem hauchfeinen Schleier; so haben die Farben keine Härte, keine Sättigung. Sie sind durchscheinend wie die ferne, stille Welt. Um uns ist ein Schöpfungstag.“ Ihnen allen setzt Ahrenshoop in diesem Jahr ein Extra-Denkmal. Den „Pionieren“ Paul Müller-Kaempff und Elisabeth von Eicken ebenso wie den Heerscharen kreativer Geister, die fast alle Strömungen moderner deutscher Kunst repräsentierten. Die während Weimarer Republik, Nazi-Diktatur und zu DDR-Zeiten in Ahrenshoop einen Sehnsuchts-, Wallfahrts- und Zu-fluchtsort fanden und in der Idylle von Dorf und Landschaft Inspiration und künstlerische Er-füllung. Mit einer Festwoche beginnen die Feierlichkeiten: Vom 25. März bis zum 2. April laden Kunsthäuser und Galerien zu Ausstellungseröffnungen, Führungen, Konzerten und Lesungen ein. Auf Bakel- und Schifferberg weisen dann überlebensgroße Skulpturen den Weg zur Künstlerkolonie, und ein Kunstpfad führt zu den beliebtesten Motiven der Maler. Herzstück des Festjahres ist die Ausstellung „Licht, Luft, Freiheit – 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop“ im Kunstmuseum; aber auch alle jährlich wiederkehrenden Höhepunkte stehen im Zeichen des Jubiläums – wie die 18. Lange Nacht der Kunst im August und die Filmnächte im September. Das letzte Wort schließlich haben die Fachleute, die im Oktober auf einem Symposium aktuelle Erkenntnisse zum Thema vorstellen. Auch das wieder im Kunstmuseum, das als architektonisches Ensemble übrigens selbst ganz und gar dem Erbe der Künstlerkolonie verhaftet ist. Weitere Informationen: Auszug aus dem Jubiläums-Programm 2017
24.03.
Auftakt des Jubiläumsjahres und Eröffnung der Ausstellung "Licht, Luft, Freiheit – 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop", Kunstmuseum 25.03.
Festwoche mit vielfältigen Aktivitäten an verschiedenen Orten in Ahrenshoop: Ortsführungen und Einweihung eines Kunstpfades durch den Künstlerort;
Lesung "Das rätselhafte Verschwinden des Malers Alfred Partikel", Neues Kunsthaus; Ausstellungseröffnung "Lockere Wolken" – Sichtbar in Ahrenshoop", Künstlerhaus Lukas; 26.03.
Ausstellungseröffnung "Elbhang & Weststrand – Dresdner Künstler in Ahrenshoop", Kooperationsausstellung im Kunstkaten, in der Strandhalle und in der Galerie Alte Schule 01.04.
Ausstellungseröffnung "Manntje manntje timpe te" mit Konzert im Hotel THE GRAND 27.05.
Ausstellungseröffnung "125 Bilder suchen eine Kolonie", Galerie im Hotel THE GRAND 19.08.
Lange Nacht der Kunst im Zeichen des Jubiläums, ganzer Ort 06.-09.09.
Filmnächte, Stipendiaten des Künstlerhauses Lukas zeigen Filme im Sonderprogramm 21.-22.10. Symposium mit Fachvorträgen, Kunstmuseum

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Usedom warb auf der ITB für das neue Veranstaltungsformat Xtreme Coast Race

12. Mär 2017

| Pressemitteilungen

ITB 2017: Rückblick auf erste große Wegmarke in dieser Saison

Bestärkt durch viele gute Ergebnisse und ein sehr hohes Interesse am Urlaub im Nordosten haben die 21 Aussteller aus dem Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern am letzten Tag der 51. Internationalen Tourismusbörse in Berlin eine positive Bilanz gezogen. Auf mehr als 400 Quadratmetern, einer Ausstellungsfläche so groß wie ein Basketballfeld, begrüßte der Nordosten zwischen dem 8. und 12. März mehrere Tausend Fachbesucher, darunter Reiseveranstalter, Tourismusorganisationen, Verkehrsträger, Anbieter digitaler Lösungen sowie Politiker und Medienvertreter. An den anschließenden zwei Publikumstagen ließen sich zudem viele potenzielle Urlaubsgäste vor allem aus Berlin und Brandenburg von den Stärken des Urlaubslandes überzeugen. Schwerpunkt dabei war die auf der ITB gestartete Jahreskampagne zum Thema „Tradition und Brauchtum“ des Landes. „Die ITB ist der erste große Prüfstein für 2017. Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusbranche hat sich gemeinschaftlich und gut vorbereitet präsentiert und so noch einmal kräftig Schwung für die Saison geholt. Das Interesse von Veranstaltern, Medienvertretern, Geschäftskunden und potenziellen Urlaubern war hoch, sodass wir auf ein erfolgreiches Jahr mit guten Geschäften und glücklichen Gästen hoffen dürfen“, sagte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig verwies sie auf Herausforderungen, die bei der Messe neuerlich deutlich wurden, etwa bei der Verkehrsanbindung oder beim Ausbau touristischer Wege vor allem im Radtourismus. Hinzu komme die Verunsicherung in Teilen der Reisewelt mit schwer ausrechenbaren Folgen. „Reisende haben mehrere Optionen und verändern je nach Sicherheitsgefühl flexibel ihre Ziele. Was auch am alternativen Urlaubsort bleibt, ist der Anspruch der Gäste an das Service-Level und die Infrastruktur. Die Menschen wollen nicht weniger als das, was sie aus ihren bisherigen Urlaubsregionen gewohnt sind“, so Bretschneider weiter. In einem internationalen Umfeld von Konkurrenz sei dies der Maßstab auch für Mecklenburg-Vorpommern. Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe fügte hinzu: „Die Messe hat gezeigt: Unser Land ist auf die bevorstehende Saison sehr gut eingestellt. Wir konnten auf das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern ordentlich aufmerksam machen. Ein Ergebnis der Messe ist, dass Urlaub in Deutschland auch in diesem Jahr stark nach gefragt wird. Entscheidend ist, dass aus der Nachfrage der Gäste auch ein Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern wird. Viele Gäste entscheiden sich oft kurzfristig für einen Urlaub. Hier haben wir gute Argumente zu überzeugen. Wir müssen für unsere Gäste alles ermöglichen, damit sie viele Nächte bleiben und auch gern wiederkommen. Wir punkten mit attraktiven und abwechselnden Angeboten. Urlaub mit der Familie, Barrierefreiheit und auch der Ausbau von gesundheitstouristischen Angeboten sind wichtige Schwerpunktthemen, um Gäste für unser Land zu gewinnen. Die Branche muss weiter investieren. Und auch wir werden touristische Maßnahmen, vor allem die, die der Saisonverlängerung und der Qualitätssicherung touristischer Angebote dienen, weiter unterstützen. Die Fachkräftegewinnung und auch -sicherung ist eine wesentliche Herausforderung für Unternehmen. Wir brauchen mehr ganzjährige Beschäftigungsverhältnisse.“ Gute Gespräche zu zukünftigen Aufgaben
Gespräche zum Ausbau der nationalen und internationalen Beziehungen und Angebote standen auf der ITB an den drei Fachbesuchertagen auf dem Programm: So wurde unter anderem die erste Beiratssitzung zum Bundesprogramm „Blaues Band“ vorbereitet, bei der es vornehmlich darum gehen soll, die durchgängige Befahrung von Nebenwasserstraßen durch Motorboote abzusichern. Daneben hat es vielversprechende Verhandlungen über eine Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns als Partnerland des 50. Suisse Caravan Salons im Oktober im schweizerischen Bern gegeben. Auch eine Vereinbarung mit Tourismusvertretern aus Dänemark und Niederösterreich wurde vorbereitet, die im Juni mit dem Ziel des Aufbaus eines Fernradweges Wien-Prag-Berlin-Kopenhagen unterzeichnet werden soll. Schon jetzt zählt ein Teilstück, der Radfernweg Berlin-Kopenhagen, zu den beliebtesten Fernradwegen der Deutschen. In der Gunst der deutschen Gäste ist dieser laut aktueller Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) um drei Plätze auf Platz sieben gestiegen. Breite Unterstützung gab es auf der ITB für die verstärkten Bemühungen des Landestourismusverbandes und seiner Partner, barrierefreies Reisen, Gesundheitstourismus sowie den Urlaub im ländlichen Raum als Themen stärker auszubauen und mit Produkten zu untersetzen. Auch in Sachen Digitalisierung und den damit einhergehenden Veränderungen hat die ITB mit einer Reihe von Foren und Seminaren für einen weiteren Erkenntnisgewinn bei vielen Messeteilnehmern gesorgt. Unter anderem wurden in diesem Zusammenhang erste Gespräche zu einer Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns an dem im nächsten Jahr erstmals zeitgleich mit der ITB ausgerichteten „Berlin Travel Festival“ für jüngere Reisezielgruppen geführt. Weiterhin wurde auf der Messe mit Reiseveranstaltern im Zusammenhang mit Flugreisen über die Anbindung von Reiseregionen mittels Shuttle-Verkehren diskutiert. Nach Angaben des größten deutschen Reiseveranstalters TUI sei dies eine wichtige Voraussetzung, um weiter in den Markt Mecklenburg-Vorpommern investieren zu können. Für den Flughafen Heringsdorf auf Usedom existieren entsprechende Lösungen, für Rostock-Laage seien diese ausbaufähig. Beachtlich: Bei der TUI Deutschland liegt die deutsche Ostseeküste weiterhin auf Platz eins im Ranking der beliebtesten Reiseziele; die Mecklenburgische Seenplatte ist auf Rang sechs ebenfalls gut positioniert. Nicht zuletzt wurden im Rahmen der ITB zwei touristische Workshops noch für März geplant: Einer davon betrifft die touristische Kooperation mit der zweiten großen deutschen Tourismusregion, Bayern. Der zweite Workshop für die touristischen Regional- und Fachverbände sowie die Städte in MV betrifft einen in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband erstellten Leitfaden für die touristische Kommunikation im Krisenfall. Ausstellerbefragung: Stimmen zur ITB
Die Aussteller am Stand des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern blicken auf anregende Gespräche und eine hohe Nachfrage von Fachbesuchern und Publikum zurück. Den diesjährigen touristischen Themenschwerpunkt „Tradition und Brauchtum“ begrüßt laut Teilnehmerbefragung die Mehrzahl der Aussteller, da er dem Interesse der Gäste nach unverwechselbaren Erlebnissen Rechnung trägt. Eine Trachtengruppe stellte in Berlin traditionelle Kleidung vor, und die Bierseminare der Störtebeker Braumanufaktur aus Stralsund am Mecklenburg-Vorpommern-Stand waren ebenfalls stark nachgefragt. Zudem gab es am ersten Messeabend einen mit rund 250 geladenen Gästen gut besuchten Empfang am Messestand mit regionalen Produkten und Beteiligung des Landesheimatverbandes. Auch die Pressekonferenz des Urlaubslandes MV stellte den Bezug zu gepflegten Traditionen und gelebten Bräuchen zwischen Ostsee und Seenplatte her. Thomas Sievert, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst, stellte auf der Messe Traditionen und Brauchtümer der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst vor, angefangen beim Tonnenabschlagen über die Zeesbootregatten bis hin zum 125-jährigen Jubiläum der Künstlerkolonie Ahrenshoop. Besonders freute er sich gemeinsam mit seinen Kollegen aus Zingst über die Auszeichnung des Projektes „Olympus FotoKunstPfad“ als „Leuchtturm der Tourismuswirtschaft“ im Rahmen des Sparkassen-Tourismusbarometers. Auch die Vertreter der Insel Usedom zeigten sich sehr zufrieden: „Mir neuen Veranstaltungen wie dem Vierkampf Xtreme Coast Race wollen wir mehr junge Gäste auf die Insel locken“, sagte Mathias Koch, Marketingreferent der Usedomer Tourismus GmbH. Das neue Event stellte der Kanute Gordon Harbrecht unter anderem Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph vor. Die Seetelhotels kündigten auf der Messe an, dass neben den für kommendes Jahr geplanten Eröffnungen des Waldhotels in Trassenheide und des Aparthotels Mare Balticum mit der „Villa Aurora“ in Heringsdorf ein weiteres Hotel auf Usedom von der Gruppe übernommen wird. Als Insel für Aktive präsentierte Caren Bakker, Marketingleiterin der Tourismuszentrale Rügen, Deutschlands größtes Eiland: „Es gab viele gute Gespräche, und wir haben Rügen als Aktivregion gut platziert. Dabei war es uns wichtig, die Insel als Ganzjahresziel zu vermarkten.“ Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin des Flughafens Rostock-Laage, zog für die ITB eine ebenfalls positive Bilanz: „Wir haben mit Reiseveranstaltern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Produkte entwickelt und mit Fluggesellschaften über mögliche Verbindungen verhandelt. Im Nachgang der Messe werden beiderseits Aufgaben abgearbeitet, um den Flughafen Rostock-Laage für die Katalogproduktion 2018 rechtzeitig und optimal zu positionieren.“ Etwas verhaltener war das Resümee von Norbert Vormelker, Marketingverantwortlicher für die Reiseregion Mecklenburg-Schwerin: „Die Fachbesuchertage waren etwas schwächer als im letzten Jahr, was auch mit dem Flughafen-Streik in Berlin zusammenhängt.“ Insbesondere am Freitag als drittem Messetag sei es ruhiger als in den Vorjahren gewesen, da viele Besucher alternative Möglichkeiten zur Abreise gesucht und genutzt hätten. Bewertungen, Auszeichnungen und Präsentationen
Mecklenburg-Vorpommern ist das laut der Reiseanalyse der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen (FUR) beliebteste deutsche Urlaubsreiseziel: Demnach verzeichnet das norddeutsche Bundesland einen Marktanteil von 5,6 Prozent an allen 2016 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,1 Prozentpunkte vor Bayern. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die mit jeweils 4,2 Prozent folgen. Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen der Deutschen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter Spanien (14,8 Prozent) und Italien (8,2 Prozent) erreicht das Urlaubsland gleichauf mit der Türkei erstmals einen Podestplatz. Die 33. Deutsche Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen als zweite, langjährig profilierte Studie zum Urlaubsverhalten kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Danach bleibt Deutschland das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Jeder dritte Reisende hat 2016 seinen Urlaub im eigenen Land verbracht. Mit jeweils 6,9 Prozent der Inlandsreisen bleiben Mecklenburg-Vorpommern und Bayern dabei die beliebtesten Ferienregionen. Mit etwas Abstand folgen Schleswig-Holstein mit 6,1 Prozent und Niedersachsen mit 3,8 Prozent. Zudem liegt Mecklenburg-Vorpommern der Analyse zufolge im Zehnjahresvergleich ebenfalls zusammen mit Bayern an der Spitze. Laut ADAC-Reisemonitor steht Deutschland in der Reisegunst vor Spanien und Italien: Demnach liegt Urlaub im eigenen Land weiterhin unangefochten vorn in der Gunst der Befragten. Mit 31 Prozent liegt Deutschland bei den geplanten Haupturlaubsreisen 2017 weit vor Spanien (12,4 Prozent) und Italien (10,4 Prozent). Zudem halte die Reiselust der Deutschen trotz der unsicheren Lage in einigen Urlaubsregionen weiter an. In der Gästezufriedenheit legt Mecklenburg-Vorpommern noch einmal leicht zu. Dies ergab das auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) vorgestellte Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, das die Tourismusentwicklung in den ostdeutschen Bundesländern widerspiegelt. Der so genannte Trust-You-Score, der die Zufriedenheit auf Basis von rund 30 Online-Bewertungsportalen misst, weist für den Nordosten 82,2 Punkte (von maximal 100) aus, ein Plus von 1,6 Prozent seit 2012. Allerdings: Der bundesweite Durchschnittswert liegt mittlerweile bei 82,5 Punkten (+ 3,2 % seit 2012). Mit dem neuen Heft „Mecklenburg-Vorpommern – Das Magazin für Ihren Urlaub zwischen Ostsee und Seenplatte 2017“ und vielen daran geknüpften Auskopplungen und Beilagen informiert der Landestourismusverband gemeinsam mit wichtigen touristischen Partnern Millionen potenzieller Gäste über Urlaubsmöglichkeiten im Nordosten. Die bereits vorliegende gedruckte Variante wurde zur ITB ergänzt durch ein digitales und interaktives Magazin, das als „Marco Polo travel magazine“ () zum Download vorliegt und voraussichtlich von mehr als einer halben Million Menschen gelesen wird. Im Bereich des wachsenden Radreisetourismus belegt Mecklenburg-Vorpommern wie im Vorjahr den siebenten Platz der beliebtesten Radreiseregionen. Das ergab die Radreiseanalyse 2017, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) auf der ITB vorgestellt wurde. Demnach ist Bayern die beliebteste Radreiseregion, gefolgt vom Münsterland und dem Bodensee auf den Rängen zwei und drei und vor der Ostsee auf Platz vier. Baden-Württemberg, das Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Norddeutschland, Brandenburg und der Schwarzwald behaupten sich ebenfalls vor Mecklenburg-Vorpommern als Bundesland. Bei der Frage nach den für Radreisen favorisierten Wegen belegt der Ostseeküsten-Radweg nunmehr den zweiten Platz, nachdem er im Vorjahr noch die Spitzenposition innehatte. Sechs Prozent der Befragten gaben an, den Radweg in diesem Jahr befahren zu wollen. Bei der Frage nach den beliebtesten Wegen liegt der Ostseeküsten-Radweg auf dem vierten Platz und damit einen Platz besser als im vergangenen Jahr. Das Landesmarketing MV hat auf der ITB den internationalen Multimedia-Tourismus-Award „Das Goldene Stadttor“ erhalten. Ausgezeichnet wurde das Referat im Finanzministerium des Landes für den neuen Imagefilm, der Mecklenburg-Vorpommern als Land zum Arbeiten, Studieren, Forschen, Investieren und Genießen – kurz: als Land zum Leben präsentiert. Für den Film gab es „Gold“ in der Kategorie „Region“ Im Rahmen des OSV-Barometers wurde der „MarketingAward – Leuchttürme der Tourismuswirtschaft“ an den „Olympus FotoKunstPfad in Zingst“ vergeben, der im letzten Jahr im Ostseeheilbad eröffnet wurde. Der Preis würdigt außerordentliche Marketingkonzepte. An acht markanten Ortspunkten entlang des „Olympus FotoKunstPfades“, in jeweils fußläufiger Entfernung, können Besucher Installationen internationaler Künstler bewundern und fotografieren.

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Top-10-Reiseziele der Deutschen 2016 (Foto: Repro TMV)

08. Mär 2017

| Pressemitteilungen

Reiseanalyse 2017: Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste Urlaubsziel in Deutschland

Ostsee grüßt Alpen: Mecklenburg-Vorpommern hat sich in seinem bislang erfolgreichsten touristischen Jahr zurück an die Spitze der beliebtesten Urlaubsreiseziele in Deutschland gekämpft. Nirgendwo anders verbrachten im Jahr 2016 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Zugleich hat der Nordosten es auch im internationalen Maßstab erstmals auf das Treppchen geschafft. Das geht aus der Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) hervor, die am ersten Tag der 51. Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Diese wird seit 47 Jahren durchgeführt und gilt als eine der detailliertesten und renommiertesten Untersuchungen des deutschen Urlaubsreisemarktes. Demnach verzeichnet das norddeutsche Bundesland einen Marktanteil von 5,6 Prozent an allen 2016 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,1 Prozentpunkte vor Bayern. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die mit jeweils 4,2 Prozent folgen. Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen der Deutschen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter Spanien (14,8 Prozent) und Italien (8,2 Prozent) erreicht das Urlaubsland gleichauf mit der Türkei erstmals einen Podestplatz. Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Landestourismusverbandes, sagte: „Wie kein anderes Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern ein gesamtdeutsches Urlaubsziel und bei Menschen aus allen Teilen des Landes beliebt. Die Reiseanalyse zeigt, wie wettbewerbsfähig unser norddeutsches Bundesland auch in Zeiten wachsender Konkurrenz ist. Die Ergebnisse sind jedoch nur eine Momentaufnahme. Die gute Ausgangsposition muss immerzu behauptet und verteidigt werden. Die Branche wird weiter hart arbeiten und sich auf gute Rahmenbedingungen stützen müssen. Wir legen unser Augenmerk klar auf die Qualität und die Ehrlichkeit der Angebote. Nur so können wir die Gäste von morgen begeistern.“ Das Ergebnis der Reiseanalyse 2017 folgt auf die statistische Meldung der bisher höchsten Übernachtungszahlen der Tourismusbranche des Landes. Mit einem Ergebnis von 30,3 Millionen Übernachtungen hatte diese das vergangene Jahr abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs von 2,8 Prozent und damit das beste Ergebnis seit 1990. Die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,6 Millionen um 2,3 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Dazu Harry Glawe, Wirtschafts- und Tourismusminister Mecklenburg-Vorpommerns: „Die Ergebnisse der Reiseanalyse markieren einen erfolgreichen Etappensieg für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Aber: Es geht immer noch besser. Deshalb bleibt für uns die Entwicklung und Etablierung saisonverlängernder Angebote ein entscheidender Schwerpunkt. Mehr ausländische Gäste für unser Land zu begeistern, die Mobilität weiter zu verbessern und die touristische Vielfalt des Vor-Ort-Angebotes auszubauen, sind wichtige Aufgaben der Branche insgesamt. All dies trägt auch dazu bei, mehr ganzjährige Beschäftigung im Tourismus zu erreichen.  Darüber hinaus ist es wichtig, noch stärker die Möglichkeiten, die das Binnenland bietet, zu nutzen. Im ländlichen Raum steht vor allem die Stärkung der Region und die Identifikation mit ihr im Vordergrund.“ Der FUR zufolge lag die Urlaubsreiseintensität der Deutschen im vergangenen Jahr bei nach wie vor hohen 77 Prozent. Insgesamt unternahmen den Angaben zufolge damit 53,4 Millionen Urlaubsreisende etwa 69 Millionen Urlaubsreisen mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen. Auch Stiftung für Zukunftsfragen sieht Mecklenburg-Vorpommern und Bayern vorn
Die 33. Deutsche Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen als zweite, langjährig profilierte Studie zum Urlaubsverhalten kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie die Reisanalyse der FUR: Danach bleibt Deutschland das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Jeder dritte Reisende hat 2016 seinen Urlaub im eigenen Land verbracht. Mit jeweils 6,9 Prozent der Inlandsreisen bleiben Mecklenburg-Vorpommern und Bayern dabei die beliebtesten Ferienregionen. Mit etwas Abstand folgen Schleswig-Holstein mit 6,1 Prozent und Niedersachsen mit 3,8 Prozent. Zudem liegt Mecklenburg-Vorpommern der Analyse zufolge im Zehnjahresvergleich ebenfalls zusammen mit Bayern an der Spitze. „Bayern und Mecklenburg-Vorpommern haben sich eine starke Position im touristischen Wettbewerb erarbeitet. Stetig an der Spitze zu sein, verlangt danach, dass touristische Niveau stetig weiter zu verbessern. Unsere Aufgabe ist es, die touristische Infrastruktur an die Veränderungen, die sich aus dem demografischen Wandel und neuen Urlaubsformen ergeben, anzupassen. Der Ausbau von Service und Qualität und barrierefreie Angebote schaffen, sind wichtige Herausforderungen hierbei“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. Beide Urlaubsländer haben zwischen 2006 und 2016 einen Anteil an Urlaubsreisen von 6,9 Prozent erreicht, wobei Mecklenburg-Vorpommern die höchsten Zuwachsraten verzeichnen und seinen Anteil innerhalb von zehn Jahren um 2,7 Prozentpunkte steigern konnte. Die Gründe für die Beliebtheit des Nordostens liegen laut Studie an der touristischen Infrastruktur, den natürlichen Gegebenheiten, am guten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie am hohen Stammkundenanteil. Sylvia Bretschneider erklärte: „Die Mischung aus Natur und Infrastruktur stimmt. Auch 2017 locken wir unsere Gäste mit unseren geschützten Naturlandschaften einerseits und mit neuen Hotels, Freizeiteinrichtungen, Sportformaten und hochkarätigen Kulturveranstaltungen andererseits.“ ADAC-Reisemonitor sieht Deutschland in der Reisegunst vor Spanien und Italien
Zudem wurde am ersten Tag der weltgrößten Reisemesse der ADAC-Reisemonitor vorgestellt, der einmal im Jahr erhoben wird und über Trends zum geplanten Reiseverhalten der ADAC-Mitglieder informiert. Demnach bleibt Deutschland weiterhin unangefochten vorn in der Gunst der Befragten. Mit 31 Prozent liegt es bei den geplanten Haupturlaubsreisen 2017 weit vor Spanien (12,4 Prozent) und Italien (10,4 Prozent). Zudem halte die Reiselust der Deutschen trotz der unsicheren Lage in einigen Urlaubsregionen weiter an. Mecklenburg-Vorpommern punktet auf der ITB mit Traditionen und Bräuchen
Am Nachmittag des ersten Messetages lud Mecklenburg-Vorpommern überdies zu einem
Empfang am Messestand unter dem Motto „In Tradition verbunden“ ein. „Bei uns im Land kann man traditionelle Feste feiern, landestypische Spezialitäten genießen, historische Bausubstanz bewundern und traditionelle Handwerkstechniken erleben. Tradition und Brauchtum sind in Mecklenburg-Vorpommern touristische Standortfaktoren, um auf regionale Höhepunkte und Besonderheiten aufmerksam zu machen. Hier haben wir viel Potenzial, um neue Impulse für den Tourismus zu setzen, unseren Städten und Gemeinden besondere Ausstrahlung zu geben und damit auch die regionale Identität zu stärken. So können wir neue Zielgruppen durch attraktive Angebote für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern begeistern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe abschließend. Die Veranstaltung nahm rund 200 Gäste mit auf eine Reise zu gelebten Traditionen und alten Bräuchen in Mecklenburg-Vorpommern. Regionale Fisch- und Brauspezialitäten rundeten den Empfang kulinarisch ab.

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