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Strandansicht Insel Usedom

23. Mai 2016

| Neues aus den Regionen

Strand statt Tribüne

Unter dem Titel Strand statt Tribüne lockt die Insel Usedom Fußballfans und alle, die es werden wollen, zum Public Viewing während der Europameisterschaft in Frankreich an den Ostseestrand. Neben der Heringsdorfer Seebrücke werden alle Spiele vom 10. Juni bis zum 10. Juli auf einer 32 Quadratmeter großen LED-Videowand übertragen. 24 Mannschaften kämpfen um den begehrten Pokal in der Endrunde der EM. Deutschland ist als Weltmeister und Nummer eins der FIFA-Weltrangliste großer Favorit auf den Europameistertitel 2016. Unter finden Interessierte den Spielplan. Ob Strandkorb, Bank oder Handtuch – bei den Sitzgelegenheiten am Strand von Heringsdorf haben Gäste die Qual der Wahl. Der Eintritt zu allen Spielen ist kostenfrei. Unter www.usedom.de vermittelt die Usedom Tourismus GmbH freie Unterkünfte.
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"Blue Wave Festival" auf Rügen

23. Mai 2016

| Neues aus den Regionen

Blues in Binz

Jubliäum: Vom 16. bis 19. Juni wird im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen das 20. „Blue Wave Festival“ veranstaltet. Das Thema in diesem Jahr lautet „Bands, die es so nicht mehr gibt“. In den letzten 20 Jahren traten beim Festival viele Bands auf, die bis heute auf der Bühne stehen, die sich getrennt und wieder vereint haben, aber auch Gruppen, die es längst nicht mehr gibt. Das Festival führt diese Bands in ihrer Urbesetzung auf Rügen zusammen. Mit dabei unter anderem die „Jambirds“, die „Top Dog Brass Band“, „Memo Gonzales und The Bluescasters“. Zum „Blue Wave Festival“ gehört zudem das „Blue Wave Camp“ vom 12. bis 17. Juni, ein Workshop zu verschiedenen Instrumenten im Ostseebad Göhren. Die Workshops bieten sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene entsprechende Programme. Interessierte können unter anderem zwischen Kursen wie „Bluesharp für Einsteiger“, „Drums – Backbeat und Shuffle“ oder „Stimmbildung und Gesang“ wählen. Anmeldungen für zwölf Stunden für 210 Euro unter www.bluewave.de. Allabendlich gibt es zudem auf einer Showbühne Gelegenheit, die täglichen Ergebnisse in ungezwungener Runde zu hören.
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Blick auf Plau am See

23. Mai 2016

| Neues aus den Regionen

Vom Bär zur Burg: Neues Erlebnis-Ticket für Plau am See

Vier Freizeiterlebnisse am Plauer See für einen Preis bietet das neue „Plaulina-Bärenwald-ErlebnisTicket“. Mit dem Ticket, das bis Oktober gültig ist, sparen Familien und Paare 25 Prozent im Vergleich zum Einzelkauf der Leistungen. Mit dabei sind der Bärenwald Müritz, das Burgmuseum Plau am See sowie der Wangeliner Garten. Zudem ist eine Stadtführung im Luftkurort Plau am See im Preis von 39 Euro für Familien und 29 Euro für Paare enthalten. Im Bärenwald Müritz können Bären, die aus nicht artgerechter Haltung kommen und dort ein Zuhause gefunden haben, beobachtet werden, das Burgmuseum Plau am See bietet Einblicke in die Geschichte und Technik des 19. Jahrhunderts, und im Wangeliner Garten können auf 15.000 Quadratmetern etwa 900 Pflanzenarten entdeckt werden. Das „Plaulina-Bärenwald-ErlebnisTicket“ ist in der Tourist Information Plau am See sowie in den Touristinformationen in der Mecklenburgischen Seenplatte erhältlich.
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Das illuminierte Schweriner Schloss

23. Mai 2016

| Neues aus den Regionen

Zum Schlossfest nach Schwerin

Schwerin lädt zum Schlossfest ein: Zu einer Zeitreise in die Vergangenheit des Schweriner Schlosses können Gäste vom 17. bis 19. Juni aufbrechen. Höhepunkte des Schlossfestes sind unter anderem ein Festumzug in historischen Gewändern, ein Konzert in der Schlosskirche, die abendliche Illumination und eine historische Modenschau. Das Schlossmuseum zeigt die Wohn- und Festräume des Großherzogs Friedrich Franz II., dem Erbauer, in der Ahnengalerie können sich Interessierte über geheime Codes auf dem Schloss – die Fächersprache – informieren, und im Schlossinnenhof wird mit den Gästen getanzt. Apropos Schlossinnenhof: Dieser steht seit Mitte Mai an den Wochenenden zwischen 10.00 Uhr und 20.00 Uhr Besuchern offen. Zu sehen sind unter anderem die bis auf einen Teilbereich umfangreich sanierten Innenfassaden des Schlosses, der Uhrenturm und nicht zuletzt die in die Schlossfassade eingearbeitete Skulptur des Schlossgeistes Petermännchen. Zugänglich ist der Innenhof über das der Altstadt zugewandte Hauptportal des Schlosses. Der Eintritt ist frei. Am 19. Juni steht der Landtag, der seit 1990 seinen Sitz im Schloss hat, Besuchern im Rahmen des Schlossfestes offen. Karten für das Schlossfest gibt es in der Schweriner Tourist-Information unter der Rufnummer 0385 5925214. Initiator des Festes ist der Verein „Freunde des Schweriner Schlosses“. Weitere Informationen:

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Immer dicht am Wasser: Camping in MV

23. Mai 2016

| Neues aus den Regionen

Bundesweiter Tag der offenen Tür auf Campingplätzen am 25. Juni

Am 25. Juni 2016 lädt der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland zum zweiten bundesweiten „Tag der offenen Tür auf Campingplätzen“ in ganz Deutschland ein. Unter dem Titel „Campingland MV – Natur, Erholung, Abenteuer“ nehmen sechs Plätze aus Mecklenburg-Vorpommern teil. Ziel ist es, campingaffine Gäste über neue Angebote auf den Plätzen zu informieren. Im Ostseecamping Zierow an der mecklenburgischen Ostseeküste etwa erleben Gäste Experimente in Zusammenarbeit mit dem Erlebnismuseum „phanTechnikum Wismar“. Der Camping- und Ferienpark Havelberge in Groß Quassow in der Mecklenburgischen Seenplatte eröffnet am 25. Juni zwei neue Parcours im Hochseilgarten, und Kinder können sich auf eine Hüpfburg, Kistenklettern und ein Trampolin freuen. Animation für die Gäste mit Hüfpfburg und Co. Bietet auch der Platz Seecamping Flessenow am Schweriner See. Zudem werden Gäste an diesem Tag kostenlos nach Schwerin und zurück gefahren. Weitere Informationen zum „Tag der offenen Tür“ sowie zum Campingurlaub unter .

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Umgeben von Buchenwald: Der Königsstuhl auf Rügen (Foto: Nationalpark-Zentrum Königsstuhl)

19. Mai 2016

| Pressemitteilungen

Reportage: Das Lied der Wälder

Die Wellen der Ostsee rauschen an den Strand. In stetem Rhythmus rollen sie über den Kies. Wir sehen sie nicht, wir hören sie – und das mitten im Buchenwald des Nationalparks Jasmund. Eigentlich hätten wir erwartet, das Rauschen des Windes in den Blättern der Bäume zu hören, doch stattdessen lauschen wir nun stumm und andächtig dem Meer. „Das ist, neben der Kreide, definitiv eine Besonderheit in diesem Nationalpark“, erklärt uns Ranger Karsten Klaene. „Etwa 500 Hektar des Waldes im Nationalpark gehören zum Unesco-Weltnaturerbe Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“, erzählt uns der Wanderführer, während wir über den Höhenweg von Lohme zum Königsstuhl wandern. Staunend betrachten wir die hohen Buchen um uns herum. Ihre dicken Äste wiegen sich knarzend im Wind. „Viele dieser Bäume sind über 200 Jahre alt“, sagt Karsten Klaene. Die meisten, die sich heute zur Tour angemeldet haben, machen in dem kleinen ehemaligen Fischerdorf Lohme Ferien. Heute lernen sie die Region einmal ganz anders kennen. Alle paar Meter bleibt Karsten Klaene stehen und weist die Gruppe auf ein Detail in der Natur hin, das wir mit großer Sicherheit übersehen hätten: eine besondere Moosart, die am Stamm einer alten Buche hinaufwächst, oder auf einen Dachsbau in einem Erdwall, an dem wir achtlos vorbeimarschiert wären. Sein Wissen scheint unerschöpflich zu sein und mit seiner lockeren, heiteren Art öffnet er uns die Augen für die wunderbaren Details dieser Landschaft. Nicht eingreifen heißt die Devise im Nationalpark
Nach der Hälfte der Strecke stehen die Buchen nicht mehr so dicht, am Boden wachsen grüne Farne und Gräser. Auch die Geräusche haben sich verändert: Nun hören wir doch noch den Wind in den Blättern rauschen. Ein paar Vögel zwitschern dazu. „Alte Buchenwälder zählen weltweit zu den stark bedrohten Lebensräumen“, erzählt uns der Ranger. „Anders als in vielen Stätten des Unesco-Weltkulturerbes, wo es darum geht, konservierend einzugreifen, lautet das Prinzip zum Schutz der Buchenwälder: nichts machen! Hier im Nationalpark darf, kurz gesagt, nicht einmal eine Kettensäge benutzt werden.“ Etwa zwei Stunden dauert unsere Wanderung durch den Buchenwald. Mehrmals wöchentlich bieten die Ranger während der Sommermonate im Nationalpark Führungen mit unterschiedlichen Routen an. Unser Ziel heute: der bekannteste Kreidefelsen Rügens, der 118 Meter hohe Königsstuhl. Mit seinem blendend weißen Gestein hebt er sich deutlich vom dunklen Grün der Bäume und vom Blau der Ostsee ab. Einen fantastischen Blick auf den Königsstuhl haben wir von der Victoria-Sicht aus, dem zweiten weltberühmten Aussichtspunkt hier und dem Lieblingsplatz von Karsten Klaene. Er liegt ein paar Hundert Meter südlich vom Königsstuhl. Eine Aussichtsplattform ragt hier über den Rand des Felsens hinaus und ermöglicht einen unverstellten Blick auf den prominenten Felsnachbarn. Im Nationalpark-Zentrum gibt es eine interaktive Ausstellung
Mehr als eine Million Touristen besuchen jährlich den Nationalpark. Sein Mittelpunkt ist das Nationalpark-Zentrum mit Erlebnisausstellung und Multivisionskino. Die interaktive Ausstellung vermittelt Besuchern die Einzigartigkeit der Alten Buchenwälder und erzählt die Geschichte der Kreideküste. Zusätzlich finden saisonale Veranstaltungen, Wanderungen, Kurzführungen und Schulklassenprogramme statt. Das Highlight aber ist auch hier die unvergleichliche Aussicht auf die Ostsee vom Königsstuhl aus. Blaues Wasser, so weit das Auge reicht. Mittendrin ein paar Boote mit leuchtenden Segeln – Romantik pur. Hier oben hören wir die Wellen wieder und sehen, wie sie auf den Strand rollen. Dahinter, wo das Wasser flach ist, leuchtet die See knallig türkis. Ein wahrer Ort zum Träumen und Verweilen. Video zur Reportage: Kurzportrait zur Reportage: Ranger Karsten Klaene
Grünes Hemd, grüne Weste, grau-grüner Hut mit Feder: Karsten Klaene ist ein Ranger, wie man ihn sich vorstellt. Schon als Kind streifte der 1960 in Rügens Hauptstadt Bergen geborene Ranger durch die umliegenden Wälder. Heute hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Klaene war einmal Forstwirt. Später machte er eine Ausbildung zum Natur- und Landschaftspfleger, immer mit dem Ziel, die Wälder zu erhalten und zu schützen. (Foto: Cross Media Redaktion/Anne Schüssler)
Hintergrundinformationen:
Nationalpark Jasmund – die grüne Oase Rügens
Der Nationalpark Jasmund besteht seit September 1990. Er ist 3.003 Hektar groß und damit Deutschlands kleinster Nationalpark. Seit Juni 2011 gehört ein Teil des Buchenwalds im Park zum Unesco-Weltnaturerbe. Das Gebiet des Nationalparks umfasst den Höhenrücken der Stubnitz mit der Kreideküste nördlich der Hafenstadt Sassnitz, einen 500 Meter weit in die Ostsee hinein reichenden Wasserstreifen sowie die ehemaligen Quoltitzer Kreidebrüche.
Weitere Informationen: Das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl – Geschichte zum Anfassen
Das Nationalpark-Zentrum bietet auf 2.000 Quadratmetern eine interaktive Erlebnisausstellung zur Entstehung der Kreideküste. Im Freien befinden sich ein Forscherzelt und Spielplätze für Kinder.
Weitere Informationen:

Wandern im Nordosten – für jeden der richtige Weg

In Mecklenburg-Vorpommern führen viele Wanderwege von einem See zum anderen, über sanfte Hügel und oft direkt ans Meer. Sie passieren wilde Küsten mit Kreidefelsen, tiefgrüne Wälder mit uralten Bäumen, wildromantische Moore und schilfgesäumte Lagunen. Das Wegenetz umfasst zahlreiche Stern- und Rundtouren, Kurztouren, drei Europäische Fernwanderwege und mehrere Pilgerwege. Als erster zertifizierter Qualitätswanderweg in MV lädt der Bodden-Panoramaweg auf die Insel Rügen. Auch der Hochuferweg auf den Kreidefelsen von Rügen zählt seit Jahren zu den Top 10 der deutschen Wanderwege.
Weitere Informationen: , Küstenwälder in Mecklenburg-Vorpommern – vom Seewind geformt
Ob Gespensterwald an der Mecklenburgischen Ostseeküste oder Darßer Urwald auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die Küstenwälder im Nordosten sind ein wahres Naturschauspiel.
Informationen, Tourentipps und Angebote gibt es unter: . Weitere Bilder zum Download: (Foto: Nationalpark-Zentrum Königsstuhl) (Foto: Nationalpark-Zentrum Königsstuhl) (Foto: Cross Media redaktion/Anne Schüssler)

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Die Kulisse aus Kreidefelsen und Buchenwäldern, die sich ins Meer herabzustürzen scheinen, ist immer überwältigend. Im Hintergrund sind die gekappten Wissower Klinken zu sehen.

13. Mai 2016

Feature: Mein Freund der Baum

Seit 25. Juni 2011 ist es amtlich: Fünf deutsche Waldgebiete gehören zum Welterbe der Menschheit und genießen damit den gleichen herausragenden Status wie der Yellowstone-Nationalpark, die Victoriafälle oder Darwins Galápagos-Arche. Die UNESCO würdigte damit den außergewöhnlichen und universellen Wert der „Alten Buchenwälder Deutschlands“  – als Ökosysteme, „die das Erscheinungsbild eines ganzen Kontinents in weltweit einzigartiger Weise geprägt haben.“   
Die Waldflächen liegen in Hessen (Nationalpark Kellerwald-Edersee), Thüringen (National-park Hainich), Brandenburg (Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin) und gleich doppelt in Mecklenburg-Vorpommern: im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen und im Müritz-Nationalpark in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die fünf Schutzgebiete bildeten gewis-sermaßen eine Nachhut – denn sie ergänzten die bereits 2007 zum Welterbe erklärten „Bu-chenurwälder der Karpaten“ in der Slowakei und der Ukraine. Als vereintes Welterbe bilden sie alle Typen von Buchenwald ab, der einstmals weite Teile Europas bedeckte. Auch heute noch sind Buchenwälder einzigartig. Als Naturräume und Rückzugszonen für Pflanzen, Vögel,  Kleinsäuger und Insekten – die Zahl allein der Käferarten in Buchenwäldern wird auf mehrere hundert geschätzt. Aber auch für den Menschen waren sie stets überle-benswichtig – hier holte er Bau- und Brennholz, sammelte Beeren und Pilze, ging auf die Jagd, weidete das Vieh. Bis heute prägt die Buche auch unsere Kultur: Sie ist nicht wegzu-denken aus Märchen und Sagen. Auf sie gehen Worte wie Buch oder Buchstabe zurück. Rund 1.500 Orte in Deutschland tragen die Buche im Namen – von Buchholz bis zur slawischen Form Buckow. Und nicht zuletzt sind Buchenwälder unersetzlich als Erholungsraum. Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen etwa fasziniert die grandiose Kulisse des Bu-chenwalds, der sich von den weißen Kliffhängen der Kreideküste spektakulär hinabzustürzen scheint ins blaugrüne Meer. Ein Naturschauspiel, das den Maler Caspar David Friedrich be-reits vor fast 200 Jahren immer wieder inspirierte zu fantastischen Gemälden. Dass die Bu-chen hier nicht nur überlebten, sondern auch prächtig gediehen und richtig alt wurden, ist dem Standort zu danken  – der unzugänglichen Lage wegen wurde der Jasmunder Buchen-wald nie forstwirtschaftlich genutzt. Und so wachsen hier unter hohen Buchenwipfeln voll-kommen ungestört Riesenschachtelhalm und Zwiebelzahnwurz, blühen seltene Orchideen wie der Frauenschuh, brüten Wanderfalken und Seeadler, siedeln Mehlschwalben in großen Kolonien an den Hängen des Kreidekliffs. Auch der Buchenwald von Serrahn im Müritz-Nationalpark ist ein typischer Tiefland-Buchenwald, wie es ihn nur noch im Nordosten Deutschlands gibt. Eine von der Eiszeit hüge-lig geformte Waldlandschaft mit hunderten Seen, Mooren und Wiesen, in der sich ebenfalls viele seltene Tier- und Pflanzenspezies ausgesprochen wohl fühlen. Im wasserreichen Biotop leben Kraniche und Rohrdommeln, brüten See- und Fischadler. In alten Baumriesen und ab-gestorbenen Totholzstämmen wohnen Rote-Liste-Sorgenkinder wie die Mopsfledermaus, Käfer-Notfälle wie der Eremit, Schmarotzer-Pilze wie der Buchen-Schleimrübling und zahllo-se andere Insekten, Pilze, Flechten und Moose. Ähnlich wie auf der Insel Rügen gibt es auch in Serrahns Wäldern schon seit sehr langer Zeit keine intensive fortwirtschaftliche Nutzung mehr. Schuld – aus heutiger Sicht ein enormer Segen – war die Jagdleidenschaft der Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz, die dieses Re-vier sogar umzäunten, um es vor Jagdfrevel und Holzdiebstahl zu schützen. Bis 1945 blieb das Gebiet um Serrahn der privilegierten Jagd vorbehalten. 1952 bereits wurden die Wälder zum Naturschutzgebiet erklärt und 1990 schließlich in den neuen Müritz-Nationalpark integriert. Wo die alten Stämme erahnen lassen, wie die einstigen Urwälder in ganz Deutschland einmal ausgesehen haben. Die 1000-jährigen Eichen von Ivenack Ick weit einen Eikbom, de steiht an de See
de Nurdsturm de brust in sin Knäst;
stolz reckt hei de mächtige Kron in de Höh,
so is dat all dusend Johr wäst. Fritz Reuter Sagenhafte 1000 Jahre! Die Eichen von Ivenack beginnen zu keimen, als slawische Siedler ihr Weidevieh in die Wälder treiben – da endet gerade das erste Jahrtausend nach Christus. Sie strotzen bereits vor Kraft, als auch die Zisterzienser-Nonnen des Klosters Ivenack ab 1252 ihre Schweine, Schafe und Rinder im Wald weiden lassen. Durch den Tierverbiss wird dieser allmählich immer lichter; die Eichen jedoch wachsen unbeirrt weiter, ihre Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere. Zur Reformation haben sie schon stattliche 500 Jah-resringe auf dem knorrigen Zähler. Und heute, noch einmal 500 Jahre danach, ragt die mächtigste der sechs erhaltenen XXL-Exemplare wie eine gigantische Säule gen Himmel. Mit einem Durchmesser von 3,50 Metern. Einem Umfang von 11 Metern. Einer Höhe von 35,5 Metern. Und einem Volumen von 180 Kubikmetern Holz. Anders gesagt: Es handelt sich um das größte, älteste und stärkste Lebewesen in ganz Deutschland. Kein Wunder, dass sich um diese Methusalems allerlei Mythen und Sagen ranken. Da sollen einst sieben Nonnen ihr Gelübde gebrochen und zur Strafe in Eichen verwandelt worden sein. Erst nach tausend Jahren werde die Erste erlöst, jede weitere Nonne/Eiche jeweils hundert Jahre später. In einer anderen Sage werden die Nonnen im Schlaf von Räubern überrascht und fliehen halbnackt in den Wald. Doch sie schämen sich ihres sündhaften An-blicks und bitten Gott, dass er sie schützen möge wie die Bäume im Wald. Und genau das tut er dann auch, indem er sie verwandelt in Eichen. Weitgehend wahr ist die Geschichte von Herodot, einem berühmten Zuchthengst aus dem Ivenacker Gestüt. 1806 vor französischen Truppen in einer hohlen Eiche versteckt, verriet er sich durch Wiehern, wurde entdeckt und zu Napoleon gebracht, der ihn auch ritt. 1814 brachte Marschall Blücher den Schimmel nach Mecklenburg zurück. Als er dort 1829 starb, wurde er ehrenvoll bestattet – natürlich unter einer Eiche. Ivenack heute – das ist ein einzigartiger Tiergarten, in dem die erwähnte mittelalterliche Landnutzungsform des Hudewaldes (Hütewald) weiterhin gepflegt wird. Auch wenn die Rolle des Weideviehs schon seit langem von eingegattertem Damwild übernommen wurde, blei-ben so die natürlichen Bedingungen weitestgehend erhalten, unter denen die Eichen steinalt geworden sind. Verzichtet wird deshalb auch konsequent auf künstliche Stabilisierungsmaß-nahmen und Schönheitsoperationen wie Baumchirurgie oder Ausmauern, lediglich einfache Barrieren um die Eichen schützen die empfindlichen Wurzelbereiche. Und so sind und blei-ben die Ivenacker Eichen eine kultur- und naturhistorische Besonderheit, die ihresgleichen sucht in Deutschland.



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Künstlern über die Schulter schauen

10. Mai 2016

| Pressemitteilungen

Pfingsten zu „KunstOffen“ nach Mecklenburg-Vorpommern

Zu „KunstOffen“ am Pfingstwochenende empfangen rund 800 Künstler und Kunsthandwerker interessierte Gäste in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits zum 22. Mal können Besucher vom 14. bis 16. Mai Malern, Bildhauern oder Kunsthandwerkern über die Schulter schauen und sich mit ihnen austauschen. Unterstützt werden sie von Galeristen, Kulturämtern, Kunstvereinen und Stiftungen. „Kulturinteressierte schätzen das Angebot der Reihe ‚KunstOffen‘. Wir rechnen mit rund 50.000 Besuchern, die die Gelegenheit nutzen werden, mit Künstlern ins Gespräch zu kommen“, sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Laut einer Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 200 Beherbergen, Tourist-Informationen und Tourismuszentralen liegt die erwartete durchschnittliche Auslastung bei etwa 75 Prozent. Die Erwartung liegt etwas unter der des Vorjahres. „Je nach Witterungssituation kann sich die tatsächliche Buchungslage gegenüber dem Vorjahr aber noch positiv entwickeln", so Fischer weiter. Sollte das Wetter mitspielen, rechnet Fischer mit vielen kurfristigen Buchungen. Unter finden Interessierte das Progamm in allen drei teilnehmenden Regionen – Vorpommern, Westliches Mecklenburg sowie Mecklenburgische Seenplatte und Mecklenburgische Schweiz. „KunstOffen“ in Vorpommern
Zwischen Fischland-Darß-Zingst und der Insel Usedom locken rund 260 Künstler in ihre Ateliers. Die Eröffnungsveranstaltung zum Kulturwochenende findet am 13. Mai ab 18.00 Uhr auf dem Gut Stolpe an der Peene statt. Dabei wird die Sammelausstellung eröffnet, die Werke von 40 ausgewählten Künstlern zeigt, darunter Elke Klonikowski mit der Arbeit „Bunte Welt“, hergestellt in einer Mischtechnik, oder Gerald Dunzik mit der Holzskulptur „Fischer im Netz“. Zudem werden kostenlose Führungen über das Gutshausgelände angeboten, und es gibt Musik aus den 60-iger Jahren von der Rostockerin Angela Klee mit Band. Neu: Im aktuellen Flyer sind überregionale Rad- und Wanderwege mit abgebildet. Damit kann er zur individuellen Tourenplanung für den Besuch der Galerien, Ateliers und Werkstätten genutzt werden. Das Faltblatt liegt in allen Tourist-Informationen in Vorpommern – auf Usedom, Fischland-Darß-Zingst und Rügen aus. Ebenso kann der Flyer unter oder beim Tourismusverband Vorpommern unter der Rufnummer 03834 891189 bestellt werden. Zwischen den Seen: „KunstOffen“ in der Mecklenburgischen Seenplatte
Gelbe Schirme mit dem Aufdruck „KunstOffen“ weisen den Weg zu den rund 100 Orten in der Mecklenburgischen Seenplatte und in der Mecklenburgischen Schweiz, die zur Aktion ihr Können präsentieren. Das Angebot reicht von Malerei über Fotografie bis hin zu Schmuck und Keramik. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 12. Mai um 19.00 Uhr im Torhaus der Burg Wredenhagen statt. Zu sehen gibt es Plastiken und Pastelle von Anke Besser-Güth sowie Malerei von Silke Julia Voß und Sigi Zahn. Anschließend haben Gäste die Qual der Wahl: So lockt das Schloss Kummerow mit einer „Fotografischen Sammlung“ mit Werken von Hiroshi Sugimoto, Bernd und Hilla Becher oder Andreas Gursky, in Gnevezow erklärt Marie-Luise Franz die Technik der Porzellanherstellung, und in der Glasschmiede Paula in Blumenholz zeigt Karin Schöttler ihr Werk. Dazu gibt es Irish Folk, Rock und Swing.
Weitere Informationen: 400 Künstler und jede Menge Kunst und Kunsthandwerk in der Region Westliches Mecklenburg
An der Mecklenburgischen Ostseeküste, in der Region Mecklenburg-Schwerin sowie in der Hansestadt Rostock öffnen 400 Künstler und Kreative ihre Werkstätten zu Pfingsten. Im Kulturhaus Mestlin ist unter dem Titel „Verschwendung“ eine Gemeinschaftsausstellung bildender Künstler zu sehen. Im Gartencafé Sonntagsgrün präsentiert Opernsänger Mikael Babajanyan aus Schwerin Acrylarbeiten und dreidimensionale Scherenschnitte, und im Ostseebad Boltenhagen werden Buddelschiffe präsentiert. Alle Teilnehmer an der Aktion sind unter www.ostseeferien.de/kunst-offen zu finden.
Das gesamte Programm ist unter nach zulesen.

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Paddeln auf der Peene

04. Mai 2016

| Neues aus den Regionen

25. Peenefest der Hansestadt Demmin

Riesenrad und Feuerwerk: Vom 20. bis zum 22. Mai feiert die Hansestadt Demmin die Peene. Das größte Volksfest in der Region, zu dem rund 30.000 Besucher erwartet werden, lockt zum 25. Mal mit zahlreichen Höhepunkten, angefangen beim Fackelumzug über den Bootskorso bis hin zu einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm, ans Flussufer. Auf der Peene paddeln zahlreiche Teams beim Kutterrudern um den Sieg, kleine Gäste erwartet ein Animationsprogramm, und der Modellsportclub Demmin stellt am Ufer Schiffsmodelle aus. Die Peene gehört zu den letzten unverbauten Flüssen Europas und begeistert Jahr für Jahr Naturliebhaber, vor allem Kanuten. Übernachtungsmöglichkeiten vermittelt der Tourimusmusverband Mecklenburgische Seenplatte unter
Weitere Informationen:

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Urlaub in den Jugendherbergen in MV

04. Mai 2016

| Neues aus den Regionen

Für Kurzentschlossene: Vier Nächte buchen, nur drei bezahlen

Last minute: Unter locken ausgewählte Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern mit Sparangeboten im Mai. Gäste können vier Nächte bleiben, bezahlen aber nur drei. Vom 12. bis zum 17. Mai 2016 ist das Pfingstangebot inklusive Halbpension buchbar – Verlängerungsnächte sind auf Nachfrage möglich. Mit Meer- oder Seeblick, am Rande der Nationalparke Müriz, Jasmund oder Vorpommersche Boddenlandschaft oder in den Hansestädten Rostock, Wismar und Stralsund – hier findet jeder den passenden Standort. Das Service-Center berät montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 0381 776670 bei der Auswahl. Im Mai besticht Mecklenburg-Vorpommern mit leuchtend gelben Rapsfeldern. Mutige zieht es zum Baden in die Ostsee oder die Seen.
Weitere Informationen:

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